Category: Generation Z

  • Wahltag ist Zahltag

    Wahltag ist Zahltag

    Bundeskanzler Scholz ruft die Bürger auf: “Wählen gehen”
    ein Kommentar von Michael Rahnefeld 11.05.2024
    Fotos: PIXABAY

    In der aktuellen politischen Lage und angesichts der zunehmenden Zahl an politischen Demonstrationen hat der Bundeskanzler jetzt die Bürger zur Teilnahme an den nächsten Wahlen aufgerufen: an der Europa Wahl im Juni und an den drei Landtagswahlen im September diesen Jahres. Aber, auch das muß BK Scholz wissen: Wer Versprechen nicht einlöst, wer Vertragsbruch duldet, wer falsche Versprechungen macht, dem kann der Wähler nicht mehr trauen bei der nächsten Wahl. Ähnlich ist der Umgang der Regierenden, insbesondere des Bundeskanzlers mit den Direktversicherungsgeschädigten und mit den Opfern der Doppelverbeitragung.  

    Wahltag ist bekanntlich Zahltag – und eine erste Chance bietet sich den Betrogenen jetzt bei der Europawahl und später bei den anstehenden Landtagswahlen in drei Bundesländern. Will ich wirklich denjenigen Politikern zu einem neuen Mandat verhelfen, die uns Direktversicherten und uns Betriebsrentnern ungeniert das Geld aus der Tasche ziehen? Geld, das ich mir auf redliche Weise und auf Empfehlung der Politik fürs Alter (das zweite und dritte Standbein) angespart habe über all die Jahre, 30 Jahre lang? In vielen Fällen sogar durch Konsum- und Urlaubsverzicht!  Geld, das wir im Vertrauen auf politische Versprechen angespart haben und das uns jetzt nachträglich weggenommen wurde. Versprechen gebrochen – Vertrauen verloren.

    Politik allein gegen sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer
    Diese Frage müssen sich nicht nur DVG-Mitglieder und Noch-Nicht-Mitglieder stellen, sondern alle Bürger in diesem Land. Auch diejenigen jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die heute von der Politik zum Abschluß einer Direktversicherung angelockt werden durch das Versprechen eines 15 %-igen Arbeitgeberzuschusses. Völlig uneinsichtig und aus der politischen Machtposition heraus, zumeist auch noch mit falschen Zahlen werden die Bürger, die sich gegen diese Machenschaften von nachträglichen Beitragszahlungen wehren, von den Politikern abgeblockt. Wobei sich diese Willkürpolitik vor allem gegen eine ganz bestimmte Gruppierung in unserer Gesellschaft richtet, nämlich gegen die sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer, die ohnehin am Mühsamsten ihre Alterssicherung stemmen müssen. 

    Scholz sein Wahlversprechen von Münster im September 2021
    Der DVG ist eine überparteiliche neutrale Organisation, die für Gerechtigkeit in dieser Alterssicherungsfrage kämpft. Der DVG wird und kann sicherlich keinerlei Wahlempfehlungen abgeben. Aber: der DVG spricht die Empfehlung aus, ganz gezielt darüber nachzudenken, ob und von wem man um sein Erspartes betrogen wurde, wer die Opfer der Versicherungssparer im Regen stehen lässt und von wem keine seriösen Ansätze kommen, um dieses Unrecht endlich zu beseitigen und für die Zukunft ein für allemal zu verhindern. Diese Fragen müssen sich alle Parteien gefallen lassen. Und nach ihren Antworten auf diese Fragen und insbesondere an ihren Taten zur Abschaffung der Doppelverbeitragung werden die Parteien zu messen sein. Wer seine Versprechen, wie z. B. BK Scholz im SPD Wahlkampf 2021in Münster nicht einlöst, kann nicht mehr auf neues Vertrauen hoffen.

    Lobby-Politik führt zur Spaltung der Gesellschaft
    Seit geraumer Zeit weise ich darauf hin, dass es in der bundesdeutschen Gesellschaft brodelt und dass es den Deckel irgendwann vom Topf hebt. Das, was uns von den Regierenden bislang als Demokratie verkauft wurde, ist eine Lobby-Politik, die zur Spaltung der gesamten Gesellschaft und letztlich zur Gefährdung dieser Demokratie führen wird. Die Themenfelder, die dieses politische Versagen umspannen, reichen von Altersarmut bis hin zum Migrationschaos, vom Niedergang des Gesundheitswesens und der Pflege bis hin zur Zerstörung der deutschen Wirtschaft. Was das Rententhema und die Sozialpolitik im Ganzen angeht, das spürt mittlerweile jeder hautnah. Die Unzufriedenheit der Bevölkerung kocht über, schlägt zunehmend in Wut um. Zehn Jahre mit den jeweils Regierenden anständig diskutiert – aber es passiert nichts. Nur lose Versprechen, keine Taten. Die Bürger sind wütend und emotional aufgeladen. Das hat zum einen mit einem Gefühl der eigenen Ohnmacht und der Problemignoranz der Politiker zu tun, zum anderen aber auch mit einer zunehmenden Verrohung der Gesellschaft. Dass aber dann gerade jene, die diesen Zustand durch ihr politisches Handeln als Hauptverursacher mit herbeigeführt haben – sprich die etablierten Parteien und ihre Politiker, dass diese jetzt mit auf die Straße gehen und den Schutz der Demokratie und des Rechtsstaates einfordern, ist eine Heuchelei im hohem Maße. Hier wird von den demonstrierenden Politikern, (wie BK Scholz bei der “Demo gegen Rechts” in Berlin) Kritik an den Auswirkungen geübt, die sie selber herbeigerufen haben. Anstatt die Ursachen zu bekämpfen, sie schonungslos offen legen und vor allem, die Mißstände abzustellen, gehen die Politiker selber demonstrieren – gegen sich selbst?

    Da denkt aber die Koalition der Herrschenden wohl etwas etwas anders, wie auch bei Fragen der besonderen Themen, wobei wir wieder bei der Renten- und bei der Sozialpolitik wären. 

    Wahltag ist Zahltag – allerdings nicht mit Gewaltdemonstrationen, sondern mit demokratischen Mitteln, solange sie uns (noch) zur Verfügung stehen. Wer Versprechen nicht einhält, wer Vertrauen bricht, der braucht sich über Wählerwanderungen nicht mehr wundern.

     

  • Die Rente ist sicher – Aber nur für Beamte und Politiker

    Die Rente ist sicher – Aber nur für Beamte und Politiker

    Informationsreich, locker mit Fakten unterlegt: diese Politsatire im ZDF

    Quelle: ZDF

    In der Satiresendung “Die Anstalt” im ZDF vom 07.05.2024 wird mit hintergründigem Humor umfassend erklärt, warum 48 % Rente für Rentner eine “ausreichende Grundversorgung” sind, Politiker und Beamte jedoch mit 71 % Pension gerade so über die Runden kommen und warum der Riester Spartopf immer leer ist und keine Erträge abwirft.

    Wir empfehlen diese Sendung allen heutigen Rentnerinnen und Rentnern, aber wir empfehlen diese Sendung insbesondere auch unseren jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Sie sollten die auschweifenden Politversprechen von Bundesminister Hubertus Heil und der Bundestagsabgeordneten aller Fraktionen sehr kritisch hinterfragen. – Bitte macht Euch Euer eigenes Bild.

    https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-7-mai-2024-100.html

    Redaktion: Reiner Korth 08.05.2024

  • Unsere Antwort auf: Die Rente ist ungerecht – Die Eltern rauben ihre Kinder aus

    Unsere Antwort auf: Die Rente ist ungerecht – Die Eltern rauben ihre Kinder aus

    Ein Kommentar von Andreas Reich, DVG eV 25.03.2024 …..   Foto: Pixabay (geralt)

    Unter der Überschrift “Die Rente ist ungerecht – Die Eltern rauben ihre Kinder aus” schrieb RTL Politikchef Nikolaus Blome ein Kommentar am 21.03.2024 bei n-tv.de.

    Diese Art von Journalismus ist nur darauf gerichtet Rentnerinnen und Rentner zu diskreditieren und hat nichts mehr mit Seriosität zu tun. In diesem Kommentar sind Wahrheiten nicht angesprochen und der Kommentar rückt Tatsachen in ein total verkehrtes Licht.

    „Allein die Jüngeren sollen die Rente für die kommenden Jahrzehnte sicher machen und die Lasten tragen. Das ist nicht nur ungerecht, es ist auch dumm.“, so schreibt Blome.

    Das Rentensystem ist heute noch so wie es 1957 mit dem von der Regierung Adenauer geschaffenen Umlageverfahren eingeführt wurde, bei dem die aktuellen Beitragszahler die laufenden Renten finanzieren. Seither gibt es den Begriff vom “Generationenvertrag” und in all den Jahren bisher hat niemand davon gesprochen, dass die Eltern ihre Kinder ausrauben.

    Zitat Blome: “Außerdem finanzieren fast ausschließlich die jüngeren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit ihren Steuern jenen Zuschuss, der aus dem Bundeshaushalt Jahr für Jahr fließt, damit die gesetzliche Rente überhaupt über die Runde kommt, gut 110 Milliarden Euro waren es zuletzt. Der Grund dafür: Knapp jeder vierte Euro aus dem Bundeshaushalt muß ausgegeben werden für immer neue Sonderleistungen, sogenannte “versichewrungsfremde Leistungen”, die im Laufe der Jahre von den verschiedenen Bundesregierungen nämlich immer neue Sonderleistungen für die Älteren beschlossen wurden. Jede einzelne Sondermaßnahme kann man irgendwie gut finden, alle zusammen kann schon jetzt “eigentlich keiner bezahlen.“

    Milliarden an Bundeszuschuß für versicherungsfremde Leistungen in der Rentenkasse

    Gemeint ist hier der sogenannte Bundeszuschuss, aber warum gibt es diesen sogenannten Bundeszuschuss überhaupt? Alle Regierungen seit 1957 haben die Rentenkasse geplündert, für die Ausgaben von versicherungsfremden Leistungen, für die niemand jemals einbezahlt hat. Laut den Teufel Tabellen, die durch die Auswertungen der jährlichen Ausgaben der Rentenversicherung entstanden sind, fehlen seit 1957 bis Ende 2022, insgesamt eine Summe von 988 Milliarden Euro an Rentenausgaben, für die es keine Einnahmedeckung gibt.

    “Versicherungsfremde Leistungen” sind Ausgaben, die durch die Beschlüsse der Bundesregierungen der Rentenversicherung auferlegt wurden. Sie sind nicht durch die Beitragszahlungen gedeckt. Das heißt: politisch gewollt bekommen Bürgerinnen und Bürger in unserer Gesellschaft eine Rentenauszahlungen, für die sie selber niemals Beiträge eingezahlt haben in ihrem Berufsleben.
    In der Literatur werden in den unterschiedlichen Versicherungszweigen folgende ausgewählte Leistungen als versicherungsfremd angesehen:

    Für die Rentenversicherung:

    • Anrechnungszeiten (z.B. für Ausbildung: Schul-, Fachhochschul- bzw. Hochschulbesuch);
    • Kriegsfolgelasten (z.B. beitragsfreie Ersatzzeiten wegen Kriegsgefangenschaft oder Flucht);
    • Familienlastenausgleich (z.B. Berücksichtigung von Kindererziehungszeiten in der Rentenversicherung und die Kindererziehungsleistungen an Mütter der Geburtsjahrgänge vor 1921)
    • sozialpolitische Korrektur der Fakten (z.B. Rente nach Mindesteinkommen, bei der niedrige Beiträge auf einen Mindestwert angehoben werden)
    • rentenrechtliche Absicherung der Arbeitslosigkeit;
      die von der Rentenversicherung gezahlten Auffüllbeträge
    • sowie Renten- und Übergangszuschläge zu Renten in den neuen Bundesländern und andere Leistungen.“

    „Dies sind Leistungen, die eigentlich allgemeine Staatsaufgaben sind und damit durch Steuern zu finanzieren wären“. (Bundestag).

    Weiterhin gibt es in Deutschland ein Zwei-Klassen-System, in dem die Steuerzahler für Pensionärinnen und Pensionäre im Beamtenstatus die kompletten Pensionen finanzieren, denn Die Beamten selber zahlen nicht einen €-Cent in eine “Beamtenkasse” ein.

    Was könnte in Deutschland geändert werden?

    So zahlen z.B. in Österreich alle in ein Rentensystem ein und bekommen 14-mal im Jahr einen höheren Rentenauszahlbetrag pro Monat als in Deutschland. Die Vorschläge von Minister Heil werden natürlich von den Beamten in Deutschland abgelehnt.

    In Artikel 3 Grundgesetz steht geschrieben: ” (1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.”

    Leider ist dies nur ein Artikel der auf dem Papier steht, denn allein in der Rechtsprechung in Rentenfragen wurden und werden immer wieder Urteile gefasst gegen Rentnerinnen und Rentner.
    So wurde von Otto Teufel in einem Porträt beschrieben, Zitat:

    „Wir sind ja alle keine Juristen. Und waren um so erstaunter, was das BVerfG in seinem Urteil sinngemäß gesagt hat: …. dass für Arbeitnehmer und Rentner, wenn es um die Altersversorgung geht, nicht die gleichen Rechte gelten wie für andere Bürger, sprich Mitglieder der der berufsständischen Versorgung oder für Beamten.” (Goettle)

    Da auch andere Sozialsysteme nicht die volle Summe an Einnahmen für die versicherungsfremden Leistungen bekommen, werden immer wieder Maßnahmen getroffen um unter anderem die gesetzlichen Krankenversicherungen finanziell abzusichern.

    So wurde mit Beginn des Jahres 2004 das GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) beschlossen, mit dem alle Kapitalauszahlungen von Direktversicherungen mit Entgeltumwandlung, auch schon alte, länger bestehende Verträge, zusätzlich die vollen Krankenkassenbeiträge für 10 Jahre zu zahlen haben. Das sind nicht nur die eigenen Beiträge (Arbeitnehmeranteil) sondern auch die Beiträge für den Arbeitgeber gleich mit (Arbeitgeberanteil) .
    Was der Arbeitgeber an Krankenklassenbeiträgen gespart hat muß der Rentner später nachzahlen.
    Wir als Verein DVG e.V. kämpfen für die Abschaffung der „Doppelverbeitragung“, zumal auch Kanzler Scholz schon mehrfach (Wahlkampfauftritte, Bürgergespräche in den Bundesländern und Antworten auf Anfragen im Bundestag) versprochen hat diese abzuschaffen.

  • Die CDU lässt die (auch zukünftigen!) Rentner im Regen stehen

    Die CDU lässt die (auch zukünftigen!) Rentner im Regen stehen

    Abschaffung der Doppelverbeitragung: “wir (die CDU) machen es nicht”
    von Horst Debusmann 29.01.2024  . Foto: Pixabay

    In einem Telefonat mit dem NRW-Generalsekretär der CDU, Paul Ziemiak hat der Ehrenvorsitzende des DVG, Gerhard Kieseheuer erneut die schreiende Ungerechtigkeit der nachträglichen Doppelverbeitragung bei Direktversicherungen angesprochen und auf das verlorene Vertrauen der Bürger in die etablierten Parteien hingewiesen. Die Volksvertreter allerdings haben weiterhin keine Skrupel, diesen Irrsinn für rechtens zu erklären.

    Zitat Paul Ziemiak:

    Nein … wenn (die CDU) da ein Versprechen macht, das ist völlig unhaltbar, wir werden es nicht umsetzen. Die Leute werden enttäuscht sein, man muss redlich mit den Leuten umgehen. Die CDU kann da nichts versprechen, wir machen es nicht.”

    Der CDU ist auch nach 20 Jahren der Demütigung rechtschaffender Bürger mit Argumenten und Fakten nicht beizukommen. Private Altersvorsorge nach Lesart der Bundesregierung:

    100 Euro einzahlen, bei Fälligkeit dann nur noch 80 Euro zurückerhalten. Ein dickes Minusgeschäft wegen staatlicher Abgaben, Altersvorsorge pervers mit bitterem Nachgeschmack.

    Ein Blick auf die aktuelle Umfrage für die Europawahl am 9. Juni 2024 (96 Abgeordnete aus Deutschland) zeigt den unaufhaltsamen Trend. Nüchternes Ergebnis: Die etablierten Parteien verlieren immer mehr an Zustimmung. Sie wollen aber wie in unserem Fall der Direktversicherungen den dreisten Diebstahl nicht rückgängig machen. TOTALVERWEIGERUNG muss bedeuten: ABWAHL der Etablierten ohne Wenn und Aber.

    Betrug ist ein Straftatbestand

    Die Auszahlung einer Kapitallebensversicherung willkürlich in einen „120-monatigen Rentenbezug“ umzuwidmen und damit beitragspflichtig zu machen ist eine ganz subtile politische Trickserei und Betrug am rechtschaffenen Sparer. Der Betrug ist Straftatbestand.
    Auszug aus dem StGB § 263
    (1) Wer in der Ab­sicht, sich oder ei­nem Drit­ten ei­nen rechts­wid­ri­gen Ver­mö­gens­vor­teil zu ver­schaf­fen, das Ver­mö­gen ei­nes an­de­ren da­durch be­schä­digt, dass er durch Vor­spie­ge­lung fal­scher oder durch Ent­stel­lung oder Un­ter­drü­ckung wah­rer Tat­sa­chen ei­nen Irr­tum er­regt oder un­ter­hält, wird mit Frei­heits­stra­fe bis zu fünf Jah­ren oder mit Geld­stra­fe be­straft.

    (2) Der Ver­such ist straf­bar.

    (3) In be­son­ders schwe­ren Fäl­len ist die Stra­fe Frei­heits­stra­fe von sechs Mo­na­ten bis zu zehn Jah­ren. Ein be­son­ders schwe­rer Fall liegt in der Re­gel vor, wenn der Tä­ter

    1. …

    2. ei­nen Ver­mö­gens­ver­lust gro­ßen Aus­ma­ßes her­bei­führt oder in der Ab­sicht han­delt, durch die fort­ge­setz­te Be­ge­hung von Be­trug eine gro­ße Zahl von Men­schen in die Ge­fahr des Ver­lus­tes von Ver­mö­gens­wer­ten zu brin­gen,

    3. eine an­de­re Per­son in wirt­schaft­li­che Not bringt,

    Der stete Hinweis der CDU und auch von Paul Ziemiak, das haben die Gerichte bereits entschieden, bezieht sich nur auf echte Betriebsrenten, die als “Kapitalabfindung” vor Rentenbeginn ausgezahlt wurden mit der Absicht, die GKV-Beiträge bei monatlicher Betriebsrentenzahlung zu umgehen. Dieser Umgehungstatbestand betrifft aber nicht unsere Direktversicherungen. Wir wurden nicht abgefunden, sondern es ist die “Kapitalauszahlung” unseres angesparten Kapitalvermögens.

    Die Kapitallebensversicherung ist ein Sparvertrag

    Das Ansparen einer Kapital-Lebensversicherung ist eben ein “Kapitalsparvertrag” mit eingeschlossener Lebensversicherung. Das besagt schon der Name “Kapital-Lebensversicherung” und das hat mit “Altersvorsorge” rein gar nichts gemein! Das zu verstehen muss ja unheimlich schwer sein, oder besser ausgedrückt: die CDU will es nicht verstehen! Die bisherige “Kosmetik” der CDU nach jahrelangen Protesten ist völlig fehl am Platz, klingt nach Diebstahl mit Rabattvergütung! NEIN, Herr Ziemiak, und nochmals NEIN. Liebe CDU, so NICHT.

    Wir haben viele Schreiben gesendet an führende Regierungsmitglieder (Cc auch an Paul Ziemiak) mit den Hinweisen auf respektlos gesetzwidriges Handeln. Zuerst die Bürger zu einer privat finanzierten Altersvorsorge animieren, weil die Rente nicht reicht (diese Sorgen haben allerdings Abgeordnete und Beamte nicht, weil der Steuerzahler bürgt), dann nach Kapitalauszahlung ohne Vorwarnung abkassieren, sogar rückwirkend für Altverträge (!) aus den 1970er Jahren. Das ist Diebstahl an einem Kapitalsparvertrag.

    Da die CDU resistent ist, Argumente und Fakten zu akzeptieren (zu wollen), nach Gutsherrenart willkürliche Entscheidungen zum Nachteil vorsorgender Bürger (die dem Staat nicht zur Last fallen wollten) trifft, blieb Millionen um deren Ersparnisse betrogenen Bürgern nur die Wahl, der Partei CDU das Vertrauen zu entziehen. Ablesbar bei der historischen Bundestagswahl 2017 mit negativer Weichenstellung, bei der insbesondere viele gefrustete CDU-Stammwähler (ca. 1 Million, lt. tagesschau.de) aus Protest gegen eine gen Himmel schreiende Ungerechtigkeit zur AfD (!) abgewandert sind Selbst dieser Exodus hat die CDU nicht beeindruckt. Nach Abspaltung der BSW von der Linken hat sich jetzt mit der WerteUnion eine weitere Protestpartei etabliert. Bedeutet, Wutbürger bekommen eine größere Auswahl. Gut noch für alle Bürger, die gegen eine ausufernde AfD zu Recht auf die Straße gehen, aber ab sofort noch schlechter für die CDU. Kein Wunder, wer so mit ehrbaren Bürgern umgeht, hat es nicht besser verdient.

    Verlierer ist der Bürger mit Glauben an Vertrauensschutz


    Der Ausblick auf die drei Landtagswahlen 2024 ist düster, keine Korrektur irrsinniger Politik in Sicht, die massiven Bauernproteste sind nur ein Anfang. Rentner fahren keine Traktoren, dafür sind sie nach 20 Jahren der Demütigung aufgewacht und wehren sich auf anderen Ebenen gegen einen desaströsen Willkürbetrug, 20 Jahre des Vertröstens sind genug. Die um Lebensleistungen (Raub am Eigentum) und Lebensabend (Kampf gegen Windmühlen) betrogenen Bürger werden auch weiterhin alle Hebel in Bewegung setzen, in Leserbriefen und Internetveröffentlichungen auf diesen Skandal aufmerksam machen. Wer Bürger vorsätzlich um deren privat finanzierte Altersvorsorge mit Hinterlist betrügt, hat jede Legitimation (Anerkennung als Volksvertreter) verloren.
    Gewinner dieser Tat damals waren Arbeitgeber und Versicherungsgesellschaften (deren Lobby hat ganze Arbeit geleistet, Parteispenden sind der Dank, siehe AbgeordnetenWatch). Der Verlierer ist der dumme Bürger mit Glauben an Verlässlichkeit, Vertragstreue, Bestands- und Vertrauensschutz.

    Im § 229 SGB V geht es um die Betriebsrente, Direktversicherungsgeschädigte sind aber keine Betriebsrentner. Nach Ihrer Lesart zahlen wir aus unserem über viele Jahre Erspartem uns selbst eine “Betriebsrente”. Hurra, wo bleibt der gesunde Menschenverstand ???

    Sparen mit eingebauter Geldvernichtung, aber … „man hatte keine bessere Idee“. Diese haben wir dafür bei jeder Wahl: Keine Stimmen mehr für die dafür Verantwortlichen. Wer uns betrügt verdient Widerstand auf allen Ebenen. Wir kleben uns auf keiner Straße fest, wir beschmieren keine Gebäude, Kunstwerke und dergleichen. Unser Engagement heißt Öffentlichkeitsarbeit, Facebook & Co sind nur eine Plattform, das Internet bietet bis hin zu Petitionen einen hohen Verbreitungsgrad. Kommentare dazu sprechen eine deutliche Sprache.

    Wir haben verstanden: die CDU “kann da nichts versprechen, wir machen es nicht.” Aber auch wir um unsere Ersparnisse Betrogenen haben daraus unsere Lehren gezogen, wer Vertrauen missbraucht, ist nicht wählbar. Darüber nachzudenken, sollte sich auch für Sie/CDU lohnen, um Wut- und Protestwählern (in unserem Fall „nur“ ca. 7 Millionen Betroffene) wieder eine Heimat zu geben. Raubrittertum bedeutet Fahnenflucht, und solange sie daran festhalten wird sich daran nichts ändern. Betrug kann nicht belohnt werden, und je schneller Sie das begreifen werden Protestparteien („Not“Ventil unzufriedener Bürger) weniger Zuspruch erhalten. So einfach können Lösungen sein, man muss nur wollen.

  • Die CDU lässt  Betriebsrentner weiterhin im Stich

    Die CDU lässt Betriebsrentner weiterhin im Stich

    Generalsekretär Linnemann: “Weitere Entlastungen in der betrieblichen Altersversorgung (bAV) können wir nicht versprechen.” …

    von Reiner Korth 20.12.2023 …
    Foto: CDU

    Die Betriebsrentner sind und bleiben weiterhin die Betrogenen. “Weil die Finanzlage der Krankenkassen klamm ist, gibt es keinen Spielraum um die hohen Beitragszahlungen der Rentner mit der Doppelverbeitragung auf Direktversicherungen und auf Betriebsrenten zurückzunehmen…” , so der CDU Generalsekretär Carsten Linnemann im Gespräch mit dem DVG Bundesvorsitzenden Reiner Korth.

    Mit dem Freibetragsgesetz 2020 hatte die große Koalition für eine eher spärliche Entlastung der Betriebsrentner gesorgt, eine Minimallösung. Die CDU allerdings will das Thema betriebliche Altersversorgung nicht erneut anpacken, sieht keinen weiteren Spielraum.

    Bereits der CDU Parteitag 2018 hatte mit 1001 Stimmen “einstimmig” beschlossen, daß Arbeitnehmer in der Altersvorsorge nicht doppelt belastet werden dürfen. Weil sich im Folgejahr nichts bewegt hat, hatte die Parteibasis auf ihrem Parteitag 2019 erneut beschlossen – und wieder einstimmig – den Beschluss des CDU Parteitages vom 07.12.2018 zur Halbierung der Krankenversicherungsbeiträge von Betriebsrenten umzusetzen. Beiden Beschlüssen jedoch sind der Parteivorstand und die damalige CDU Bundeskanzlerin nicht gefolgt.

    Im neuen Grundsatzprogramm der CDU, das Carsten Linnemann jetzt in Berlin vorgestellt hat, wird das Thema betriebliche Altersversorgung dagegen nur noch sehr allgemein und nur sehr unverbindlich behandelt: “Da die gesetzliche Rente allein eine auskömmliche Alterssicherung in vielen Fällen nicht garantieren kann, wollen wir für alle eine verpflichtende kapitalgedeckte Altersvorsorge einführen”, schreibt die CDU. Wie konkret diese ausgestaltet wird, dazu sagt das Programm nichts aus. Und vor allem, was das Grundsatzprogramm freundlicherweise auch verschweigt, ist eine verbindliche Aussage dazu, wie hoch dann später die staatliche Abgabenlast in der Rentenbezugsphase sein wird.

    Über seine Pressesprecherin ließ CDU Generalsekretär Carsten Linnemann erklären:

    “Seit 2020 werden Betriebsrentnerinnen und Betriebsrentner durch einen Freibetrag um 1,2 Mrd. Euro entlastet. Das war vor allem der Verdienst der Unions-Parteien. Zuvor musste auch bei geringem Überschreiten der Freigrenze der volle Beitrag auf die gesamte Betriebsrente gezahlt werden. Wir sind uns bewusst, dass das nicht die gewünschte Lösung für alle Betroffenen ist, es ist aber eine erhebliche Verbesserung. Darüberhinausgehende Entlastungen können wir zum heutigen Zeitpunkt nicht versprechen. Es wäre zumindest unseriös, wenn wir es täten, angesichts der derzeitigen Haushaltslage.” (Zitatende)

    Die Parteikollegin MdB Gitta Conneman, CDU zugleich Vorsitzende der Mittelstandsvereingung der CDU (MIT) geht sogar noch einen Schritt weiter. In einer Antwort an den DVG schreibt G. Connemann, eine Rücknahme der Doppelverbeitragung sei auch deshalb nicht drin, weil:

    “So tragen Rentner bereits seit geraumer Zeit den Großteil ihrer Leistungsausgaben nicht mehr aus ihren Beiträgen. Das heißt im Umkehrschluss, dass dieser Beitrag, von der Solidargemeinschaft der Versicherten insgesamt getragen wird.”

    Damit allerdings schafft die CDU dann das Solidarprinzip in der Krankenversicherung ab. Einzelne vulnerable Gruppen, in diesem Falle die Rentner, sollen also aufgrund ihrer Krankheitsbildes und ihrer höheren Krankheitskosten mehr einzahlen als andere.

    So ist das also in diesem Land: weil die Krankenkassen der GKV ein Finanzierungsproblem haben, in hohem Maße verursacht durch die Bezahlung von versicherungsfremden Leistungen, müssen Betriebsrentner und Direktversicherte doppelt und dreifach einzahlen. Privatversicherte, wie Beamte, Politiker und Selbstständige, entziehen sich dem Solidarprinzip!

    Auf der anderen Seite diskutiert die Politik gerade das Thema “Rentnerarmut” in Deutschland. Der Durchschnittszahlbetrag der Rente (vor Steuern) beträgt 1.380 Euro. Und wenn sich dann der Rentner in seinem Arbeitsleben über die zweite und dritte Säule der Altersversorgung noch etwas dazugespart hat, dann muß er darauf hohe Abgaben zahlen. So schafft man Rentnerarmut nicht aus der Welt sondern zementiert diese weiterhin.

    Die jungen Arbeitnehmer (Generation Z) sollten also sehr genau nachrechnen vor dem Abschluß eines Vertrages zur betrieblichen Altersversorgung, was am Ende davon noch übrig bleibt. Trotz staatlicher Förderung geht die Rechnung überschlägig so: 20 % Krankenkassenabgabe, 15 bis 20 % persönliche Steuern, 2 Rentenpunkte weniger. Das summiert sich dann schon mal schnell zu einer Abgabenlast von bis zu 50 % auf. Bleibt die Frage, welche Förderung, welche Rendite kann diesen Verlust auffangen?

    Die CDU jedenfalls, so scheint es, ist nicht bereit, die horrenden Abgaben auf die betriebliche Altersversorgung (bAV) wieder zurückzunehmen. Der Arbeitnehmer und die Arbeitnehmerin, die heute einzahlen in die betriebliche Altersversorgung bleiben auch in Zukunft weiterhin die Dummen.

  • Generation Z aufgemerkt: Kostenfalle betriebliche Altersversorgung (bAV)

    Generation Z aufgemerkt: Kostenfalle betriebliche Altersversorgung (bAV)

    Eine Kolumne von Reiner Korth 13.12.2023

    Es ist Weihnachtszeit, die bAV (betriebliche Altersversorgung) wird wieder intensivst beworben. Die Vorteile in der Sparphase werden von den Versicherungskonzernen ausschweifend erklärt, die Kostenfallen und das abzusehende Verlustgeschäft bei der Auszahlung wird freundlichst verschwiegen.

    Gerade hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wieder eine neue Werbekampagne gestartet und fokussiert sich dabei voll auf die jungen Arbeitnehmer, auf die Generation Z, auf die 20- bis 29-jährigen, die gerade ins Berufsleben eingetreten sind, die vielfach gerade damit beginnen eine Familie zu gründen und die sich dabei Gedanken machen, machen müssen, um ihren späteren Lebensunterhalt im Alter.

    Die Rente wird nicht reichen, immer weniger Einzahler, immer mehr Rentenbezieher, Rentnerarmut. Das sind die Stichworte, die auch die Politik öffentlich vermeldet und damit die Generation Z in eine betriebliche Finanzierungsfalle lockt.

    Der GDV bewirbt aktuell auf seinen Internetseiten “lebenslang-gut-leben” die Vorzüge einer Direktversicherung in der betrieblichen Altersversorgung in überschwenglichen Tönen: Arbeitgeberzuschuß, Steuerersparnis, Förderung.

    Allerdings, davon “gut leben” können in erster Linie die Versicherungskonzerne selber. Und der Staat spart bei diesem seltsamen Konstrukt auch noch: Abschlussgebühren, Verwaltungskosten, weniger staatliche Rente, hohe Krankenkassenabgaben, etc. Worüber diese Seiten allerdings keine Auskunft geben, das sind die Fallstricke und die Risikokosten einer bAV. Gerade die hohen Krankenkassenbeiträge im Alter werden in vielen Fällen bei der bAV zum ganz großen Verlustgeschäft für den Arbeitnehmer.

    Und die Rechnung geht so:

    In der Beitragsphase (üblich sind heute 100 € bis 200 € monatlich) zahlt der Arbeitnehmer keine Steuern und keine Sozialbeiträge für diesen abgeführten Beitrag. Allerdings, der Arbeitgeber zahlt dazu seine Arbeitgeberbeiträge auch nicht ein. Übersetzt heißt das: weniger Beiträge in die Rentenversicherung, weniger Beiträge in die Krankenversicherung, weniger Beiträge in die Arbeitslosenversicherung.

    Dieser Mechanismus führt schon zu signifikanten Nachteilen in der Berufsphase: weniger Arbeitslosengeld falls arbeitslos, weniger Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, weniger Erwerbsminderungsrente bei Invalidität.

    Noch gravierender sind jedoch die finanziellen Verluste in der Rentenzahlphase: bis zu 2 Rentenpunkte weniger (macht schon heute minus 75 Euro im Monat, im Jahre 2045 dann noch deutlich mehr!), ca. ein Fünftel der Auszahlungssumme (voller Arbeitnehmer- plus den Arbeitgeberanteil) ist an die Krankenkassen zu zahlen. Übersetzt heißt das: die Beiträge die der Arbeitgeber in der Einzahlphase sich gespart hat, muß der Arbeitnehmer jetzt zusätzlich und nachträglich mit einzahlen. Ein großer Nachteil für den Arbeitnehmer. Und zu versteuern ist die Betriebsrente dazu auch noch allemal.

    Ja, und dann gibt es ja in der Auszahlungsphase noch den Freibetrag von 170 €, aber der gilt nur für die Krankenversicherung (15 %) nicht jedoch für die Pflegeversicherung. Der bedeutet aber nicht, dass Ihnen wieder 170 € gutgeschrieben werden auf die obigen Verluste, sondern nur 15 % von 170 €, macht also eine Nettoersparnis von 25 Euro durch diesen minimalen Freibetrag.

    Und dann ist da noch das ganz große gesetzliche Risiko einer fehlenden Bestandsgarantie für laufende Verträge. Im deutschen Sozialrecht ist eine rückwirkende Beitragserhebung ausdrücklich nicht verboten.

    Die Arbeitnehmer, die sich seit den 1980-er Jahren eine betriebliche Direktversicherung angespart haben, haben diesen Rechtsbruch, diesen staatlichen Betrug mit dem GMG 2003 schon schmerzlich erfahren müssen. Sie wurden vom Gesetzgeber nachträglich zur Kasse gebeten und mußten rückwirkend 19 % Krankenkassenabgaben auf die volle Sparleistung wieder abführen.

    Was bedeutet dieser Fall für die Zukunft, für die jungen Leute heute, für die Genration Z: Sie können den Prognosen der Versicherer nicht trauen. Wenn der Staat beispielsweise im Jahr 2025 hingeht (wie im Falle GMG 2003) und erhöht rückwirkend die Krankenkassenbeiträge auf beispielsweise 23 % oder ähnlich, dann ist die komplette Rendite “aufgefrühstückt”. Mehr noch, dann gibt es weniger ausgezahlt als der Arbeitnehmer netto eingezahlt hat. Ein ganzes dickes Verlustgeschäft droht da also.

    Drum prüfe sich jeder selber intensivst, welches Vertragsrisiko er beim Abschluß einer bAV bereit ist einzugehen.

    Foto: Pixabay

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