Category: SPD

  • Betriebliche Altersvorsorge (bAV) …. Der DVG hat bei den Parteien nachgefragt und seine Noten vergeben

    Betriebliche Altersvorsorge (bAV) …. Der DVG hat bei den Parteien nachgefragt und seine Noten vergeben

    Betriebliche Altersvorsorge (bAV) – doppelter Abzug von Krankenkassenbeiträgen für immer und ewig?
    Der DVG hat bei den Parteien nachgefragt und seine Noten vergeben

    von Dr. Rainer Ochmann 21.08.2024
    Foto: Pixabay/kalhh

    Das Fazit einmal vorweg: die sogenannten Volksparteien zeigen kein Interesse an einer Abschaffung der Doppelverbeitragung

    Die betriebliche Altersvorsorge wird seit Jahrzehnten von der Politik als „zweite Säule“ beworben, um die Leistungen der staatlichen Rente zu ergänzen und um Rentnerarmut zu vermeiden. Millionen Menschen haben Geld eingezahlt, um im Alter ihren Lebensstandard abzusichern – häufig bezahlt aus dem Nettoeinkommen!

    Das böse Erwachen kommt später bei der Rentenzahlung: bei Auszahlung werden Sozialversicherungsbeiträge erhoben, die den Eigentümern nahezu 20 % der angesparten Vermögen entziehen. Die bAV Rentner werden doppelt zur Kasse gebeten, denn sie haben ja schon einmal Krankenkassenbeiträge eingezahlt.

    Der DVG hat im Juni 2024 bei den im Bundestag vertretenen Parteien und den Freien Wählern nachgefragt:

    1. Plädieren Sie für die Abschaffung der Doppelverbeitragung auf betriebliche Altersvorsorge?

    2. Welche Chancen und Möglichkeiten geben Sie einer Abschaffung zu welchem Zeitpunkt?

    3. Sind Entschädigungen über bereits gezahlte Sozialversicherungsbeiträge der Betroffenen in Ihrem Sinne? 

    4. Stehen Sie für gerechte und zukunftsorientierte Sparverträge ohne jegliche Möglichkeit einer einseitigen, willkürlichen, rückwirkenden und vertragsverletzenden Änderung?

    Wir haben in unseren Briefen darauf hingewiesen, dass wir die Öffentlichkeit über die Antworten informieren werden und eine fehlende Rückmeldung als „kein Interesse an dem Thema betriebliche Altersvorsorge“ bewerten.

    Die zusammenfassende Auswertung des DVG ergibt folgendes Bild:

    CDU und FDP interessieren sich nicht für bAV Rentner

    Keine Antwort kam von CDU und FDP. Diese Parteien haben offenbar kein Interesse, die Schieflage bei den doppelten Versicherungsbeiträgen zu korrigieren. Der DVG vergibt für diese Haltung der CDU und der FDP die
    DVG-NOTE 6″.

    Der CSU ist das Thema Doppelverbeitragung bekannt. Sie lässt aber keine Absicht erkennen, sich für mehr als den Freibetrag von 176,75 € einzusetzen.
    Deshalb die
    DVG-NOTE 5″.

    Die Grünen lehnen ab, die SPD hat keine Lösung

    Die Grünen wollen keine Abschaffung der Doppelverbeitragung und argumentieren mit hohen Kosten für das Gesundheitswesen. Sie sehen auch kein Potential für eine Entschädigung der Betroffenen, obgleich sie den rückwirkenden Eingriff durch das GMG von 2004 für „ungerecht“ halten, aber eben nicht für ein „Unrecht“.
    Das ergibt ebenfalls die
    DVG-NOTE 5″.

    Die SPD kennt das Problem der Doppelverbeitragung und möchte diese auch abschaffen. Allerdings nennt sie keine konkreten Pläne, wie und wann dies geschehen kann und soll, und verweist auf die Weiterentwicklung des Systems der solidarischen Umlagefinanzierung – vielleicht in der nächsten Legislaturperiode?
    Der DVG vergibt der SPD die
    DVG-
    NOTE 4 minus”.

    Die anderen Parteien erkennen das Übel und möchten es beseitigen


    Die Linke äußert sich deutlich für eine Abschaffung der Doppelverbeitragung und denkt über Entschädigung der Betroffenen nach, was aber politisch kaum durchsetz-bar sein wird. Sie regt gegebenenfalls eine Verbesserung des Freibetrages unter anderem durch Ausweitung auf Pflegeversicherungsbeiträge an. Rückwirkenden Eingriff in Verträge lehnt Die Linke ab. Das ist eindeutig
    DVG-NOTE 2″.

    Das BSW tritt für eine Abschaffung der Doppelverbeitragung ein, betont allerdings, dass der politische Druck für eine Umsetzung erhöht werden muss. Es fehlen aber konkrete Pläne. Eine Entschädigung hält das BSW für unrealistisch. Vertragstreue ohne rückwirkenden Eingriff hält das BSW für selbstverständlich
    DVG-NOTE 3″.

    Die Freien Wähler positionieren sich klar für die Abschaffung der Doppelverbeitragung und führen auf die rückwirkende Einführung eine der größten Vertrauenskrisen in der Geschichte der Bundesrepublik zurück. In der nächsten Legislaturperiode werden deutliche Chancen für Abschaffung der Doppelverbeitragung durch einen Politikwechsel gesehen. Einer Entschädigung stehen sie offen gegenüber. Betriebliche Altersvorsorge müsse vom Staat durch Vertragstreue honoriert werden.
    DVG-Note 2 minus”.

    Die AfD ist für die Abschaffung der Doppelverbeitragung und hat bereits 2019 einen entsprechenden Antrag an die Regierung gerichtet. In diesem Antrag wird auch eine Entschädigung der Betroffenen gefordert. Die AfD geht allerdings nicht auf die Frage ein, welche Chancen sie für neuerliche Bemühungen zur Abschaffung der Doppelverbeitragung sieht. Den rückwirkenden Eingriff in Verträge nennt die AfD rechtlich nicht zulässig. Das ergibt
    DVG-Note 3″.

    Wir haben uns erlaubt Schulnoten zu vergeben – die kennt jeder und kann die Bewertung einordnen.

    In der Schule heißt es ab einer Note “4 minus“: Wiederwahl (=Versetzung) gefährdet

    Dies ist unsere interne Bewertung!

    Die vollständigen Antworten der Parteien liegen dem DVG vor und können bei Nachfrage ggf. zur Verfügung gestellt werden.

  • Zur SPD Themenwoche “Das Leben leichter machen”

    Zur SPD Themenwoche “Das Leben leichter machen”

    Offener Brief an die SPD Fraktion

    von Andreas Reich 11.06.2024

    Sehr geehrtes Team der Direktkommunikation in der SPD-Fraktion,

    zu ihrer Themenwoche „Das Leben leichter machen – was braucht es dafür“ haben Sie eine sehr bezeichnende Antwort an K. G. aus Treuchtlingen geschrieben. An einen Rentner, der durch die nachträgliche Doppelverbeitragung seiner Direktversicherung betrogen und geschädigt wurde. Sein Leben wurde nicht leichter gemacht, wie Sie plakatieren, sondern die SPD hat es belastet und erschwert.

    Wir als Verein der Direktversicherungsgeschädigten wissen natürlich schon lange in was für ein Horn Sie blasen. Die Entschuldigungsfloskeln sind jedes Mal gleich und stereotyp.

    Leider sagen Sie nicht die Wahrheit über die finanzielle Lage der gesetzlichen Krankenkassen sowie der anderen Sozialversicherungen, denn die wahren Gründe sind woanders zu suchen.

    Sie kennen nicht einmal die jetzige Höhe des dynamischen Freibetrags und was Sie als Partei alles unternommen haben oder besser “nicht unternommen haben” um die Doppelverbeitragung zu beenden. Außer heißer Luft ist nichts gewesen und diese heiße Luft hat ihnen jetzt ein ganz “hervorragendes Wahlergebnis” bei der Europawahl beschert. Dieses absolute Negativergebnis ist die Folge der angeblich ausgewogenen Sozialpolitik Ihrer Partei SPD.

    Wir alle wissen, dass die Ursachen der finanziellen Lage der Sozialversicherungen woanders liegen als sie uns weismachen wollen.

    Mittlerweile haben nach der “Wirtschaftswoche” auch andere Medien nachgezogen und die Praktiken der Finanzierung der nicht beitragsgedeckten Leistungen in den Sozialversicherungen ( sogenannte “versicherungsfremde Leistungen” ) aufgedeckt. Seit 1957 werden nachweislich diese Leistungen nicht in dem notwendigen Maß durch die Bundesregierungen finanziert, damit diese fremden Leistungen auch kostenneutral abgesichert sind. Ihre Partei war und ist in der Verantwortung und war auch beim Gesundheitsmodernisierungsgesetz 2003 als Koalitionspartner an der Verantwortung beteiligt. Stattdessen werden die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler dafür nachträglich zur Kasse gebeten. Man kann sogar behaupten, sie werden und wurden von den Bundesregierungen beraubt. Aber darüber schweigen Sie allzu gerne, wie auch alle anderen Parteien, die in Regierungsverantwortung waren.

    Sie sollten zum Thema Doppelverbeitragung und versicherungsfremde Leistungen endlich einmal Stellung nehmen und nicht wie ihr Minister Heil sofort alles falsch hinstellen.

    Leider werden in der Sozialversicherung nicht alle Zahlen wie in der Rentenversicherung jedes Jahr veröffentlicht, aber Studien der Hans-Böckler-Stiftung belegen, dass auch andere Sozialversicherungen betrogen worden sind.

    Ihr Minister Heil sollte mal lieber auch die Zahlen der GKV, der Arbeitslosenversicherung offenlegen und dann beweisen, dass alles mit rechten Dingen vor sich geht. Den Beteuerungen des Herrn Bundesminister Heil glaubt keiner mehr.

    Das Rentenpaket II wird in dieser Form zu einem Desaster für die deutschen Rentnerinnen und Rentner werden. Trotz Versprechen wird das Rentenniveau weiter fallen, die Rentenkasse wird weiter geplündert und die Beamten sowie ihre Ruheständler bekommen aus Steuermitteln alles geschenkt ohne selbst Beiträge einzuzahlen.

    Hat ihre SPD Partei vergessen worin ihre Wurzeln bestehen?

    Als erste Vorläufer der Partei SPD gelten der 1863 gegründete Allgemeine Deutsche Arbeiterverein und die 1869 gegründete Sozialdemokratische Arbeiterpartei, die sich 1875 zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands zusammenschlossen. Ihren heutigen Namen gab sich die Partei 1890. Die SPD gilt als älteste noch bestehende Partei Deutschlands.

    Von ihren Wurzeln haben sie sich so weit entfernt, dass sie als “Arbeiterpartei” kein Recht mehr haben sich so zu nennen. Sie kennen die Alltagsprobleme der Arbeiter und Rentner gar nicht mehr. Sie haben sich zu einer Partei “entwickelt” mit dem höchsten Anteil an Beamten und so machen sie jetzt Politik für ihre neue Klientel. Ob dies dann in Zukunft ausreicht zum Regieren, das steht in den Sternen.

    Übrigens, das GMG mit seinen Auswirkungen wurde 2003 beschlossen, obwohl ein Jahr zuvor eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung belegt, dass der Staat nicht genügend Geld eingezahlt hat, um die “nichtbeitragsgedeckten Leistungen” vollständig zu finanzieren. Danke an die damalige Sozialministerin Frau Ulla Schmid für den Griff in die Direktversicherung der Rentnerinnen und Rentner.

    Wir werden das nicht vergessen.

    Die Doppelverbeitragung der Direktversicherungen muß Kassenlöcher stopfen, die durch die Plünderung der Krankenkassen mit versicherungsfremden Leistungen entstanden sind. Beamte, Politiker und Selbstständige, kurz, alle Privatversicherten entziehen sich auf diese Weise der Finanzierung der Solidaraufgaben. Diese SPD macht das Leben der Arbeiter und Rentner nicht leichter. Dieses SPD Motto ist so voll daneben.

    Was es braucht zu diesem Thema: Eine ehrliche Finanzierung aller versicherungsfremden Leistungen aufkommensneutral durch die Staatskasse (Solidarprinzip) und eine sofortige Rücknahme der Doppelverbeitragung auf Betriebsrenten und Direktversicherungen. Damit wäre Arbeitern und Rentnern das Leben wieder “leichter gemacht”!

     

  • Der Bundeskanzler täuscht die Betriebsrentner

    Der Bundeskanzler täuscht die Betriebsrentner

    “Eine konkrete Entlastung kann nicht in Aussicht gestellt werden”

    von Reiner Korth 05.06.2024

    Der Bundeskanzler hat in mehreren öffentlichen Veranstaltungen und im deutschen Bundestag immer wieder betont, er kenne die Problematik der Doppelverbeitragung ganz gut. Diese sei ein Ärgernis und er arbeite an einer Lösung. Jetzt aber kommen enorme Zweifel auf, ob diese seine Aussagen auch der Wahrheit entsprechen. Anlaß ist ein aktuelles Antwortschreiben des Bundeskanzeramtes von Ende Mai 2024.

    Ein Mitglied des DVG aus Wachenroth hatte im Frühjahr dem Bundeskanzler geschrieben und erneut auf die Thematik der ungerechten (nachträgliche Verbeitragung) und ungleichen (Riester Rentner zahlen keine Beiträge) Beitragssituation bei den Betriebsrenten und bei den Direktversicherungen hingewiesen. Und er hatte Bundeskanzler Scholz erneut an seine Versprechen erinnert, die dieser in mehreren Bürgergesprächen und bei der aktuellen Stunde im Deutschen Bundestag abgegeben hatte: “. . . wir arbeiten an einer Lösung”

    Ernüchternd und zugleich frustrierend die Antwort aus dem Bundeskanzleramt. Und in den Formulierungen wird ganz deutlich: die Betriebsrentner werden erneut vom Bundeskanzler getäuscht. Es verstärkt sich zusehends der Eindruck, der Bundeskanzler spielt auf Zeit, seine Amtsperiode ist bald rum.

    “Briefe werden stets aufmerksam gelesen” – mehr aber wohl auch nicht?

    In dem dreiseitigen Antwortschreiben des Kanzleramtes läßt Scholz erst einmal ganz generös mitteilen “Wenn Sie sich an den Bundeskanzler wenden, dürfen Sie darauf vertrauen, dass Ihre Briefe aufmerksam gelesen werden… und diese soweit wie möglich in die Arbeit des Bundeskanzleramtes eingebracht werden.” Danach folgen Erklärungen zur finanziell angespannten Situation der Krankenkassen und zum Freibetragsgesetz 2019. Der Freibetrag, eingeführt zum 01.01.2020 und im Jahr 2024 in einer Höhe von 176,75 Euro komme “insbesondere Empfängerinnen und Empfänger niedriger Betriebsrenten” zugute. Die Kostenbelastung daraus für die Krankenkassen betrage pro Jahr ca. 1,2 Milliarden Euro. Und zusätzlich, der Freibetrag werde jedes Jahr entsprechend der Rechengröße der Sozialversicherung automatisch angepaßt.

    “Ich hoffe, diese Erläuterungen waren hilfreich”

    Der Knaller kommt dann am Ende des Schreibens und dort wird deutlich, dass Bundeskanzler Scholz eine Lösung in Wahrheit wohl gar nicht anstrebt und auch nie anstrebte, dass er die Betriebsrentner und die Direktversicherungen hinhält, sie im Regen stehen läßt. Die Zitate aus dem Schreiben des Bundeskanzleramtes:

    “Der Bundeskanzler hat sich zuletzt in Bürgergesprächen offen gezeigt … weitere (fiskalische) Möglichkeiten zur prüfen. Er hat jedoch auch betont, dass dies sehr kompliziert ist.”

    “Eine weitere konkrete Entlastung kann demnach kurzfristig und mittelfristig nicht in Aussicht gestellt werden”

    Damit ist klar, der Bundeskanzler misst mit zweierlei Maß. Was bei Riester Rentnern (die haben nämlich vor 2018 auch Krankenkassenbeiträge zahlen müssen) mit einem einfachen Federstrich möglich war, “… sind von der Beitragspflicht befreit”, das ist bei Betriebsrentnern und Direktversicherten angeblich eine “sehr komplizierte” Angelegenheit und bedarf wohl vieler Jahre an Beratungszeit Der Brief schließt dann mit dem süffisanten Satz:

    “Ich hoffe, dass diese Erläuterungen hilfreich für Sie sind und wünsche Ihnen alles Gute.”

    Bundeskanzler und SPD lassen Betriebsrentner und Direktversicherte im Stich

    Der Bundeskanzler, der Sozialminister (beide SPD) und die Partei SPD selber geben sich gern und immer wieder den sozialen Anstrich, für den kleinen Arbeitnehmer, für die Bedürftigen da zu sein. Wir erfahren jetzt, diese wohlklingenden Worte aus der SPD Zentrale sind alles Makulatur. Sie sind ein groß angelegtes Täuschungsmanöver. Die SPD betreibt Klientel- und Lobbypolitik. Die Zahlung des doppelten Krankenkassenbeitrages der Rentner ist nicht anderes als eine “versteckte Arbeitgebersubventionierung”. Die Krankenkassenbeiträge, die der Arbeitgeber in der Lohnphase nicht zahlen muß, zahlt der Rentner später doppelt. Und die nach dem damaligen SPD Minister Walter Riester benannte “Riester Rente” ist natürlich ganz selbstverständlich von der Beitragspflicht befreit, die anderen Renten dagegen nicht. Wir müssen feststellen:

    Der Bundeskanzler und die SPD lassen uns Betriebsrentner und Direktversicherten im Stich. Eine Änderung der Doppelverbeitragung sei kurz- und mittelfristig nicht umsetzbar. Die nächsten Wahlen (Europa, drei Landtage in 2024 und die Bundestagswahl 2025) werden zeigen, ob der Kanzler und seine Partei SPD das Vertrauen der Bürger noch weiterhin haben oder eben auch nicht mehr angesichts dieser Täuschungsmanöver?

  • Wahltag ist Zahltag

    Wahltag ist Zahltag

    Bundeskanzler Scholz ruft die Bürger auf: “Wählen gehen”
    ein Kommentar von Michael Rahnefeld 11.05.2024
    Fotos: PIXABAY

    In der aktuellen politischen Lage und angesichts der zunehmenden Zahl an politischen Demonstrationen hat der Bundeskanzler jetzt die Bürger zur Teilnahme an den nächsten Wahlen aufgerufen: an der Europa Wahl im Juni und an den drei Landtagswahlen im September diesen Jahres. Aber, auch das muß BK Scholz wissen: Wer Versprechen nicht einlöst, wer Vertragsbruch duldet, wer falsche Versprechungen macht, dem kann der Wähler nicht mehr trauen bei der nächsten Wahl. Ähnlich ist der Umgang der Regierenden, insbesondere des Bundeskanzlers mit den Direktversicherungsgeschädigten und mit den Opfern der Doppelverbeitragung.  

    Wahltag ist bekanntlich Zahltag – und eine erste Chance bietet sich den Betrogenen jetzt bei der Europawahl und später bei den anstehenden Landtagswahlen in drei Bundesländern. Will ich wirklich denjenigen Politikern zu einem neuen Mandat verhelfen, die uns Direktversicherten und uns Betriebsrentnern ungeniert das Geld aus der Tasche ziehen? Geld, das ich mir auf redliche Weise und auf Empfehlung der Politik fürs Alter (das zweite und dritte Standbein) angespart habe über all die Jahre, 30 Jahre lang? In vielen Fällen sogar durch Konsum- und Urlaubsverzicht!  Geld, das wir im Vertrauen auf politische Versprechen angespart haben und das uns jetzt nachträglich weggenommen wurde. Versprechen gebrochen – Vertrauen verloren.

    Politik allein gegen sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer
    Diese Frage müssen sich nicht nur DVG-Mitglieder und Noch-Nicht-Mitglieder stellen, sondern alle Bürger in diesem Land. Auch diejenigen jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die heute von der Politik zum Abschluß einer Direktversicherung angelockt werden durch das Versprechen eines 15 %-igen Arbeitgeberzuschusses. Völlig uneinsichtig und aus der politischen Machtposition heraus, zumeist auch noch mit falschen Zahlen werden die Bürger, die sich gegen diese Machenschaften von nachträglichen Beitragszahlungen wehren, von den Politikern abgeblockt. Wobei sich diese Willkürpolitik vor allem gegen eine ganz bestimmte Gruppierung in unserer Gesellschaft richtet, nämlich gegen die sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer, die ohnehin am Mühsamsten ihre Alterssicherung stemmen müssen. 

    Scholz sein Wahlversprechen von Münster im September 2021
    Der DVG ist eine überparteiliche neutrale Organisation, die für Gerechtigkeit in dieser Alterssicherungsfrage kämpft. Der DVG wird und kann sicherlich keinerlei Wahlempfehlungen abgeben. Aber: der DVG spricht die Empfehlung aus, ganz gezielt darüber nachzudenken, ob und von wem man um sein Erspartes betrogen wurde, wer die Opfer der Versicherungssparer im Regen stehen lässt und von wem keine seriösen Ansätze kommen, um dieses Unrecht endlich zu beseitigen und für die Zukunft ein für allemal zu verhindern. Diese Fragen müssen sich alle Parteien gefallen lassen. Und nach ihren Antworten auf diese Fragen und insbesondere an ihren Taten zur Abschaffung der Doppelverbeitragung werden die Parteien zu messen sein. Wer seine Versprechen, wie z. B. BK Scholz im SPD Wahlkampf 2021in Münster nicht einlöst, kann nicht mehr auf neues Vertrauen hoffen.

    Lobby-Politik führt zur Spaltung der Gesellschaft
    Seit geraumer Zeit weise ich darauf hin, dass es in der bundesdeutschen Gesellschaft brodelt und dass es den Deckel irgendwann vom Topf hebt. Das, was uns von den Regierenden bislang als Demokratie verkauft wurde, ist eine Lobby-Politik, die zur Spaltung der gesamten Gesellschaft und letztlich zur Gefährdung dieser Demokratie führen wird. Die Themenfelder, die dieses politische Versagen umspannen, reichen von Altersarmut bis hin zum Migrationschaos, vom Niedergang des Gesundheitswesens und der Pflege bis hin zur Zerstörung der deutschen Wirtschaft. Was das Rententhema und die Sozialpolitik im Ganzen angeht, das spürt mittlerweile jeder hautnah. Die Unzufriedenheit der Bevölkerung kocht über, schlägt zunehmend in Wut um. Zehn Jahre mit den jeweils Regierenden anständig diskutiert – aber es passiert nichts. Nur lose Versprechen, keine Taten. Die Bürger sind wütend und emotional aufgeladen. Das hat zum einen mit einem Gefühl der eigenen Ohnmacht und der Problemignoranz der Politiker zu tun, zum anderen aber auch mit einer zunehmenden Verrohung der Gesellschaft. Dass aber dann gerade jene, die diesen Zustand durch ihr politisches Handeln als Hauptverursacher mit herbeigeführt haben – sprich die etablierten Parteien und ihre Politiker, dass diese jetzt mit auf die Straße gehen und den Schutz der Demokratie und des Rechtsstaates einfordern, ist eine Heuchelei im hohem Maße. Hier wird von den demonstrierenden Politikern, (wie BK Scholz bei der “Demo gegen Rechts” in Berlin) Kritik an den Auswirkungen geübt, die sie selber herbeigerufen haben. Anstatt die Ursachen zu bekämpfen, sie schonungslos offen legen und vor allem, die Mißstände abzustellen, gehen die Politiker selber demonstrieren – gegen sich selbst?

    Da denkt aber die Koalition der Herrschenden wohl etwas etwas anders, wie auch bei Fragen der besonderen Themen, wobei wir wieder bei der Renten- und bei der Sozialpolitik wären. 

    Wahltag ist Zahltag – allerdings nicht mit Gewaltdemonstrationen, sondern mit demokratischen Mitteln, solange sie uns (noch) zur Verfügung stehen. Wer Versprechen nicht einhält, wer Vertrauen bricht, der braucht sich über Wählerwanderungen nicht mehr wundern.

     

  • Die Rente ist sicher – Aber nur für Beamte und Politiker

    Die Rente ist sicher – Aber nur für Beamte und Politiker

    Informationsreich, locker mit Fakten unterlegt: diese Politsatire im ZDF

    Quelle: ZDF

    In der Satiresendung “Die Anstalt” im ZDF vom 07.05.2024 wird mit hintergründigem Humor umfassend erklärt, warum 48 % Rente für Rentner eine “ausreichende Grundversorgung” sind, Politiker und Beamte jedoch mit 71 % Pension gerade so über die Runden kommen und warum der Riester Spartopf immer leer ist und keine Erträge abwirft.

    Wir empfehlen diese Sendung allen heutigen Rentnerinnen und Rentnern, aber wir empfehlen diese Sendung insbesondere auch unseren jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Sie sollten die auschweifenden Politversprechen von Bundesminister Hubertus Heil und der Bundestagsabgeordneten aller Fraktionen sehr kritisch hinterfragen. – Bitte macht Euch Euer eigenes Bild.

    https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-7-mai-2024-100.html

    Redaktion: Reiner Korth 08.05.2024

  • Tatsächliche Kosten der Doppelverbeitragung niedriger, als die Politiker uns vorrechnen

    Tatsächliche Kosten der Doppelverbeitragung niedriger, als die Politiker uns vorrechnen

    In der Diskussion um die Abschaffung der Doppel- und Mehrfachverbeitragung kursierten immer wieder andere Zahlen; z. T. auch politisch motiviert und deshalb überhöht.

    Zur Herstellung zweifelsfreier Fakten haben wir die unabhängige Finanzjournalistin
    Frau Barbara Sternberger-Frey mit der Aktualisierung Ihres alten Gutachtens aus dem
    Jahr 2019 beauftragt. Inzwischen liegen uns die neuen Daten per Jahresende 2023
    mit folgenden Ergebnissen vor:

    1. Der jährliche Einnahmeausfall beläuft sich auf nur noch max. 111 Mio. Euro

      Dies bedeutet, dass sich ein sofortiger Stopp der Doppelverbeitragung nur noch mit
      einem so geringen Betrag auf die Einnahmen auswirkt, dass sich das im Milliarden-
      Budget der Krankenkassen (GKV geschätzt 315 Mrd Euro in 2024) überhaupt nicht bemerkbar macht.
    1. Die Gesamtschadenssumme für Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge
      aus Direktversicherungen seit 2004 beträgt insgesamt max. 12,3 Mrd. Euro

    Alle anderen genannten Zahlen sind demnach obsolet, weil falsch interpretiert oder unzulässigerweise vermengt. Wir bitten Euch deshalb, in der weiteren Kommunikation einheitlich nur diese Zahl von 12,3 Mrd. zu verwenden, wohlgemerkt „nicht jährlich“, sondern einmalig in Summe von 2004 bis Ende 2023.

    1. Die erste Umsetzung

    Durch Vermittlung des Mainzer MdB Daniel Baldy stehen wir seit einigen Wochen mit SPD-Bundestagsabgeordneten zu dieser Thematik in engerem Kontakt. Selbstverständlich haben wir sie über diese neuen Daten bereits informiert und besonders betont, dass der Beendigung der Doppelverbeitragung – wenn  Bundeskanzler Scholz nur wollte  – nichts mehr im Wege steht!   Wir werden die Antwort überwachen.

    Durch diesen Kontakt ist uns auch bekannt geworden, dass es eine Arbeitsgruppe wie von Kanzler Scholz mehrfach vorgetragen (Zitat u. a. in Dresden: „Wir sind dran.“) überhaupt nicht gibt. Scholz hat also mehrfach öffentlich etwas Falsches gesagt.

    Wir geben aber nicht auf und drängen auf einen persönlichen Gesprächstermin mit der SPD, um mit unserem Know-how (Scholz: „Wir suchen schlaue Leute.“) BK Scholz und die SPD bei der Einlösung seines Versprechens zu unterstützen.

    04.03.2024
    Dr. Thomas Hintsch

  • Bundeskanzler Scholz, seine Wahlverspreche-n/r und der Umgang mit Rentnerinnen und Rentnern

    Bundeskanzler Scholz, seine Wahlverspreche-n/r und der Umgang mit Rentnerinnen und Rentnern

    Wie demokratisch werden Rentnerinnen und Rentner von Bundeskanzler Scholz und seiner Regierung behandelt?

    Leider werden die Rentnerinnen und Rentner von der Bundesregierung benachteiligt und vergessen.

    – Wahlversprechen des Bundeskanzlers werden nicht eingehalten,

    – Rentnerinnen und Rentner werden bei der Inflationspauschale nicht berücksichtigt,

    – Bundeszuschüsse an die Rentenkasse sind seit Jahren gesunken und decken nicht die versicherungsfremden Leistungen. Diese Unterdeckung muss aus den Beiträgen der gesetzlich Versicherten finanziert werden.

    Die Rentenarmut steigt insbesondere bei Frauen.

    Von Seiten der Regierung gibt es keine Vorschläge zu all den Problemen. Stattdessen werden durch die Haushaltsprobleme weitere Mittel, 600 Mill. Euro im Jahr, für die Rentenversicherung gestrichen.

    Zu unserem ureigensten Ziel, die Abschaffung der Doppelverbeitragung für Direktversicherte, haben wir von Mai 2023 bis November 2023  als Verein DVG e.V. Briefe an Bundeskanzler Scholz geschrieben, davon auch einen offenen Brief. Leider sind diese Briefe bis zum heutigen Zeitpunkt nicht beantwortet worden. Das zeugt von Desinteresse und Ignoranz.

    Bundeskanzler Scholz vergisst, dass die Doppelverbeitragung durch Auslegung von Gesetzen entstanden ist die die Benachteiligung von uns Direktversicherten erst möglich machte. Selbst der Eingriff in Altverträge wurde ermöglicht. So wie es in der Rechtsprechung der Bundesgerichte schon öfters passierte.

    Erschreckend ist, mit welchem Selbstverständnis staatliche Eliten ein Zwei-Klassenrecht in der Altersversorgung verinnerlicht haben und auch durchsetzen. In keinem demokratischen Rechtsstaat Europas gibt es kein solches Zwei-Klassenrecht.

    Vielleicht sollte Bundeskanzler Scholz mal daran denken, dass spätestens 2025 wieder Bundestagswahlen sind und er, sowie seine Partei auch die Stimmen der Rentnerinnen und Rentner brauchen.

    Text und Foto: Andreas Reich

  • SPD Bundesparteitag: „Deutschland Besser Gerecht“

    SPD Bundesparteitag: „Deutschland Besser Gerecht“

    Die SPD hält ihren Bundesparteitag in Berlin ab. Das Motto: “Deutschland Besser Gerecht”.

    Allein dieses Motto ist schon ein Witz, doch die Sozialdemokraten pfeifen offenbar im dunklen Keller, um ihre Angst zu verbergen. Auf mittlerweile 14 Prozent sind sie in der Wählergunst abgestürzt, unter anderem, weil die Wähler mittlerweile erkannt haben, wie sie auch von ihrer SPD veräppelt werden. Ein Kanzler, der Versprechungen macht, die er nicht einhält, lügt, trickst und vergisst, was er beispielsweise so als “Türsteher bei der Warburg-Bank“ getrieben hat und Steuermillionen versemmelt hat. Von Sozialdemokratie kann da nicht mehr die Rede sein. Jetzt will man retten, was noch zu retten geht, doch die Ampelpartner werden da kaum mitziehen.

    Kritik kommt wenig aus den Reihen der Genossen an ihrem „heiligen Olaf“, der so vergesslich ist und 2025 offenbar erneut als Kanzler vorgeschickt werden soll. Einzig die Jusos scheinen sich noch darauf zu besinnen, was „Deutschland.Besser.Gerecht“ und der ewige leere Spruch von „Respekt“ konkret bedeuten.

    So berichtet ntv (Zitat):

    “Der neugewählte Juso-Chef Philipp Türmer attackiert in seiner Replik auf die Grundsatzrede von Olaf Scholz den Bundeskanzler scharf. Auf dem Bundesparteitag warf Türmer dem Regierungschef vor, nur als “Moderator der Macht” zu agieren. Warteschlangen an der Tafel seien “ein Armutszeugnis für die Sozialdemokratie”.

    Auf einem von großer Einigkeit geprägten Bundesparteitag der SPD hat der erst vor wenigen Wochen neu gewählte Chef der SPD-Nachwuchsorganisation Jusos, Philipp Türmer, die Stimmung gesprengt. ‘Olaf, wer aus der Defensive will, muss auf Angriff spielen’, sagte Türmer mit Blick auf die schlechten Umfragewerte und Landtagswahlniederlagen der SPD. Die Menschen wollten, dass der Kanzler Empathie zeige, erkläre und entscheide, ‘keinen Moderator der Macht’. Die Bundesregierung dürfe die ‘Leute nicht verarschen’.

    Türmer warf Scholz vor, nicht genügend Führung nach außen zu zeigen und sich stattdessen als ‚Paartherapeut’ von Bundesfinanzminister Christian Lindner von der FDP und dem grünen Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck zu betätigen. ‘Olaf, du hast mal gesagt, wer Führung bestellt, soll sie bekommen’, sagte Türmer. ‘Hiermit bestelle ich sie und wir warten dringend auf Lieferung.’

    ‘Die Menschen stehen mit kalten Füßen vor Schlangen der Tafeln’, sagte Türmer. Das sei ein ‘Armutszeugnis für die Sozialdemokratie’, so der Juso-Chef. ‘Da draußen brennt die Hütte.’ Die Debatte über die Haushaltskrise werde auf Kosten der Ärmsten immer perfider. Die Krise sei auch nicht gelöst, wenn die Partei während der Kanzlerrede dreimal aufstehe.”

    (Zitat Ende)

    Also einzig von den Jusos, der Jugendorganisation der Partei, kommt Gegenwind. Auch die Doppelverbeitragungsopfer sehen sich „verarscht“ und warten endlich auf die Lieferung der Versprechen von Bundeskanzler Scholz, dessen Arroganz der Macht offenbar immer noch nicht gebrochen ist.

    Und meine ganz persönliche Meinung: Wenn die Reste der Demokratie in diesem Land vollends den Bach hinuntergehen, dann sind die etablierten Parteien selbst dafür die Hauptverantwortlichen, weil sie das Vertrauen in die Politik sehenden Auges jahrzehntelang verspielt haben und bislang glaubten, das könnte ihnen gar nicht schaden. Im kommenden Jahr steht wieder eine Reihe von Wahlen an – unter anderem auch die Europawahl. Da werden sich danach wohl Lindner, Habeck und der Olaf die Augen reiben, denn das kann so nicht weiter gut gehen.

    Text: Michael Rahnefeld

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