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  • Gemeinsam gegen das Unrecht – jetzt Mitglied werden

    Gemeinsam gegen das Unrecht – jetzt Mitglied werden

    Der Direktversicherungsgeschädigte e.V. (DVG) kämpft gegen die Abzocke bei Direktversicherungen und Betriebsrenten – schließt Euch uns an. Werdet Mitglied. Nur gemeinsam sind wir stark.

    Der im Oktober 2015 gegründete Verein „Direktversicherungsgeschädigte e.V.“ kämpft für die Interessen aller, die sich von der Politik um Teile ihrer Altersvorsorge geprellt fühlen.

    Aus 40 sind mittlerweile mehr als 3500 Mitglieder geworden.  So verschaffen wir uns Gehör in Politik und Medien. Mit Demos in Berlin, Düsseldorf, Stuttgart, München, Dresden und Erfurt sowie Info-Veranstaltungen haben wir die Öffentlichkeit wachgerüttelt. Wir kämpfen gegen eine Front bestehend aus Versicherungen, Krankenkassen und Politik.

    Wir haben es trotzdem geschafft, dass die schwarz-rote Koalition zum 1. Januar 2020 einen Freibetrag von 159,25 Euro eingeführt, der heute bei 164,50 Euro liegt. Erst ab diesem Betrag werden Direktversicherungen und Betriebsrenten voll verbeitragt. Ein toller Teilerfolg. Was haben Sie von einer Mitgliedschaft im DVG?

    Vorteile als Mitglied

    Das sind die Vorteile als Mitglied:

    • Interessenvertretung gegenüber Politikern
    • Demonstrationen auf der Straße
    • Organisierte Regionalgruppen in vielen Städten
    • Vernetzung unter Betroffenen
    • Informationen über aktuelle Entwicklungen
    • Regelmäßige Newsletter
    • Unterstützung bei Klagen vor Gericht

    Hier geht’s zum Mitgliedsantrag
    entweder gleich online
    oder per Post.

    Nicht länger zögern, gleich Antrag ausfüllen und mitkämpfen gegen das Unrecht, das uns Rot-Schwarz-Grün eingebrockt hat.

    Mitgliedsbeitrag

      • Einzelmitgliedschaft für 36,00 Euro pro Jahr
      • Partner eines bestehenden Mitglieds für 18,00 Euro pro Jahr
  • DVG gerüstet für Bundestagswahlkampf

    DVG gerüstet für Bundestagswahlkampf

    Der Direktversicherungsgeschädigten e.V. (DVG) ist für den Bundestagswahlkampf gut gerüstet. Auf seiner Mitgliederversammlung am 26. Juni 2021 in Erfurt verabschiedete er einige  Initiativen, um die breite Öffentlichkeit für die Ziele des DVG zu sensibilisieren, darunter vor allem die Abschaffung der Doppelverbeitragung von Direktversicherungen.

    Der DVG arbeitet darauf hin, dass diese Forderungen im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung aufgenommen werden. Annähernd hundert Mitglieder versammelten sich Corona konform im Erfurter Dorint-Hotel und bestätigten mit überwältigender Mehrheit die vom Vorstand vorgeschlagenen Ziele und Forderungen an die Politik.

    Gerüstet für Bundestagswahlkampf

    Seit 2004 müssen Direktversicherte, die privat vorgesorgt haben, annähernd 20 Prozent ihrer Altersvorsorge an die Krankenkasse entrichten – wegen des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes (GMG), das SPD, Grüne und CDU/CSU 2003 beschlossen hatten. Altersvorsorge wird damit zum Minus-Geschäft.

    Besonders hart trifft es die mehr als sechs Millionen Direktversicherten, die ihre Verträge vor 2004 unter anderen Voraussetzungen abgeschlossen hatten. Rot-Grün-Schwarz beschloss das GMG in einer Nacht-und-Nebel-Aktion – rückwirkend, ohne Bestandsschutz und ohne Übergangsfrist. Viele Direktversicherte zahlen gleich doppelt Sozialbeiträge: in der Einzahl- und Auszahlphase. Dieselbe Abgabe trifft auch 6,5 Millionen Betriebsrentner.

    Vertrauensbruch des Staates

    Pacta sunt servanda – oder: „ein Vertrag ist ein Vertrag, ist ein Vertrag, ist ein Vertrag – und  darf nicht nachträglich zum Schaden der Versicherten vom Gesetzgeber verändert werden“, wie es Reiner Korth, stellvertretender Bundesvorsitzender des DVG, formuliert. „Das ist ein tiefgehender Vertrauensbruch des Staates“, prangert er an. Was sei von einem Staat zu halten, der das Vertrauen der Bürger derart missbrauche, so der DVG-Vorstand. „Vor Einführung des GMG predigten Politiker seit den 1980er Jahren, der Bürger solle selbst initiativ werden und fürs Alters vorsorgen, und dann plündert der Staat eben diese Vorsorge.“

    Kampf gegen Ungerechtigkeit

    Der DVG wurde 2015 gegründet und ist auf annähernd 4.000 Mitglieder angewachsen. Seither kämpft der Verein gegen dieses Unrecht. In vielen Gesprächen mit Bundestagsabgeordneten und Regierungsmitgliedern konnte der DVG die Politik für das Thema sensibilisieren und findet zunehmend Unterstützer. Doch das Beharren auf der gültigen Gesetzeslage ist nach wie vor ausgeprägt und die Bereitschaft zur Änderung noch zu gering.

    Deshalb verstärkt der DVG seine Aktivitäten. Neben gezielten Gesprächen und Video-Konferenzen mit Bundestagskandidaten umfasst dies regionale Demonstrationen und Kundgebungen genauso wie Informationsstände in den Fußgängerzonen. Darüber hinaus wird die Öffentlichkeit intensiv über das Unrecht der mit dem GMG verbundenen teilweisen Enteignung der Bundebürger informiert.

    Sofortiger Stopp der Mehrfachverbeitragung

    Korth betonte heute in Erfurt unter großem Applaus, dass der DVG dabei unverändert seine Forderungen vertritt:

    • Sofortiger Stopp der Mehrfachverbeitragung für die Direktversicherungen vor 2004, – Finanzielle Entschädigung für die Betroffenen, in deren Verträge mit dem GMG rückwirkend eingegriffen wurde,
    • Gleichstellung der Direktversicherungen mit den Riester-Verträgen,
    • Abschaffung der Doppelverbeitragung für alle anderen Formen der betrieblichen Altersvorsorge

    Ein nächster Glanzpunkt dieser Maßnahmen wird das DVG-Symposium am 25. August 2021 im Hambacher Schloss sein unter dem Motto „Demokratische Rente? Von wegen!“ sein. Das mit hochrangigen Politikern, Sozialwissenschaftlern und Finanzjournalisten besetzte Symposium wird das Unrecht der Doppelverbeitragung konkretisieren und Lösungsvorschläge aufzeigen. Außerdem werden die Anforderungen an ein gerechtes und bezahlbares Rentensystems erarbeitet, das die Grundwerte einer Demokratie erfüllt.

    Neuer Vorstand steht

    Bei den turnusmäßigen Vorstandswahlen wurde das bisherige Gremium einstimmig wieder gewählt, wobei sich Bernd Krüger nicht mehr beworben hatte und für seine geleistete Arbeit als Koordinator der stetig zunehmenden Regional-Gruppen großen Applaus erhielt.

    Als neue Beisitzer des Vorstands wurden gewählt:

    • Rainer Ochmann aus Bremen und Werner Partschefeld aus Chemnitz.

    Zwei Gründungsmitglieder des Vereins erhielten besondere Auszeichnungen:

    Christiane Löffler wurde zum Ehrenvorstandsmitglied und Gerhard Kieseheuer zum Ehrenvorsitzenden des DVG ernannt.

    „Mit teils vehementen, aber jeweils sehr konstruktiven Redebeiträgen war die Mitgliederversammlung ein guter Gradmesser, dass wir auf dem richtigen Weg zu mehr Gerechtigkeit in der Frage der Doppelverbeitragung kommen und dafür Lösungen aufzeigen. Die Politik muss sich der Sache dringend annehmen, denn wir jetzt Betroffenen sind nicht das Ende der Fahnenstange – die Babyboomer-Generation der heute Mit-50er-Jahre kommt ja erst noch“, fasste der wiedergewählte Reiner Korth die Versammlung zusammen.

    Wahlentscheidungen der DVG-Mitgliederversammlung 2021:

    Der gewählte Vorstand

    (nach stellvertretender Vorsitzender in alphabetischer Reihenfolge)

    • Reiner Korth, Stellvertretender Bundesvorsitzender, Geeste
    • Helmut Achatz, Beisitzer Kommunikation, München-Olching
    • Günter Dehlen, Schriftführer/Dokumentenmanagement, Oberhausen
    • Thomas Hintsch, Öffentlichkeitsarbeit/Projektkoordinator, Stadecken-Elsheim (Mainz)
    • Jörg Kotter, IT-Beauftragter, Butzbach
    • Rainer Ochmann, Beisitzer, Bremen
    • Werner Partschefeld, Chemnitz
    • Ingrid Wulff, Social Media, Hamburg

     

    Infos zum DVG

    • Im Oktober 2015 gründete sich der Verein „Direktversicherungsgeschädigte e.V.“, um die Interessen aller, die sich von der Politik um Teile ihrer Altersvorsorge geprellt fühlen, besser zu vertreten.
    • Aus 40 sind mittlerweile annähernd 4000 Mitglieder geworden – und der DVG wächst rasant weiter, da nun viele Verträge zur Auszahlung kommen und die meisten Betroffenen erst jetzt von der ungerechtfertigten Zahlung der Sozialabgaben an die Krankenkassen erfahren.
    • Der DVG verschafft sich Gehör in Politik und Medien. Mit Kundgebungen und Aktionen in Berlin, Düsseldorf, Stuttgart, München, Dresden, Wiesbaden und zuletzt in Erfurt sowie vielen Info-Veranstaltungen hat der DVG die Öffentlichkeit wachgerüttelt; überall in Deutschland bildeten sich Regionalgruppen.
    • Der DVG hat es erreicht, dass die schwarz-rote Koalition zum 1. Januar 2020 einen Freibetrag von 159,25 Euro eingeführt hat. Erst ab diesem Betrag werden Direktversicherungen und Betriebsrenten voll verbeitragt. Aber das Unrecht ist damit nicht beseitigt.
  • “Pink-Westen” protestieren in Erfurt

    “Pink-Westen” protestieren in Erfurt

    ERFURT  Zum ersten Mal gehen am Samstag bundesweit zeitgleich Direktversicherungsbeschädigte auf die Straße – auch in Erfurt. Wir beantworten dazu die wichtigsten Fragen.

    Sibylle Göbel, 22.10.2019, 05:29

    Einen Tag vor der Landtagswahl in Thüringen gehen am Samstag bundesweit sogenannte Direktversicherungsgeschädigte auf die Straße – ab 11 Uhr auch in Erfurt. Sie wehren sich dagegen, dass der Staat sie aus ihrer Sicht um einen Teil ihrer Ersparnisse bringt, indem sie knapp 20 Prozent des Auszahlungsbetrages ihrer Direktversicherung an die Krankenkassen entrichten müssen. Als besonders ärgerlich empfinden es Betroffene dabei, dass mit dem 2003 von Rot-Grün verabschiedeten Gesundheitsmodernisierungsgesetz beschlossen wurde, diese Regelung rückwirkend auch auf alle davor abgeschlossene Policen anzuwenden.

    Infolge dieser Doppelverbeitragung, wie sie Experten nennen, bleiben den Versicherten von jedem angesparten Euro nur rund 80 Cent. Das gilt auch für Arbeitnehmer, die die Prämien für ihre Altersvorsorge vom Nettolohn beglichen und bereits Sozialabgaben gezahlt haben.

    Stopp der Doppelverbeitragung

    An die Seite der Thüringer Direktversicherungsgeschädigten wollen sich am Samstag in Erfurt neben Sozialverbänden auch Landespolitiker stellen: Zuerst hatte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) seine Teilnahme am Protest der Pink-Westen zugesagt, inzwischen kündigte auch SPD-Spitzenkandidat Wolfgang Tiefensee eine Rede an. Gerhard Kiesewetter, Bundesvorsitzender des Vereins der Direktversicherungsgeschädigten, hat daraufhin seine Teilnahme an der Demo in Dortmund ab- und dafür die an der Protestaktion in Erfurt zugesagt.

    Der Verein fordert mit Blick auf die milliardenschweren Rücklagen der Krankenkassen einen sofortigen Stopp der Doppelverbeitragung und eine Entschädigung der Versicherten, denen seit 2004 die Sanierung des Gesundheitsfonds aufgebürdet wurde.

    Die wichtigsten Fragen und Antworten

    Neben Dresden, Hannover, Halle, Kassel, Karlsruhe, München und vielen anderen Städten ist auch Erfurt Ort des Aktionstages.

    Wann und wo treffen sich die Teilnehmer der Protestaktion?

    Treffpunkt ist um 10.45 Uhr an den Domstufen auf dem Domplatz in Erfurt. Start ist um 11 Uhr, das Ende der Demo ist für 13 Uhr geplant. Der Protestzug führt vom Domplatz über den Fischmarkt und Anger bis zur Staatskanzlei. Vor dem Start erhalten alle Teilnehmer eine pinkfarbene Weste – das äußere Zeichen der Bewegung.

    Wer kann an der Demonstration teilnehmen?

    Jeder, der selbst betroffen ist oder nach Erreichen des Rentenalters betroffen sein wird und natürlich auch jeder, der das Anliegen unterstützen will. Wer dabei sein will, wird gebeten, dies vorab per E-Mail an oder zu signalisieren. Aber natürlich sind auch Kurzentschlossene willkommen.

    Wer ist der Veranstalter der Demos?

    Der Verein für Direktversicherungsgeschädigte, der sich 2015 gegründet hat und inzwischen bundesweit mehrere tausend Mitglieder zählt. In Thüringen wird derzeit die Gründung einer Regionalgruppe vorbereitet. An einem ersten informellen Treffen am 9. August in Oberweimar nahmen zirka 130 Interessierte aus ganz Thüringen teil.

    Worum geht es bei der Protestaktion, was ist das Anliegen?

    Wenn Direktversicherte aus dem Berufsleben ausscheiden, müssen sie fast ein Fünftel der Auszahlungen aus ihrer Direktversicherung oder Betriebsrente an die Krankenkassen abführen. Auch Direktversicherte, die bereits in der Einzahlphase Sozialbeiträge entrichteten, haben dann den vollen Beitragssatz, sprich: den Arbeitnehmer- und den Arbeitgeberanteil, plus Zusatz- und Pflegebeitrag abzuführen. Diesen Zugriff auf die Altersvorsorge prangert der Verein der Direktversicherungsgeschädigten an und fordert ein Ende der Doppelverbeitragung. Dar-über hinaus setzt er sich für eine finanzielle Entschädigung aller ein, die seit 2004 zahlen mussten, ihre Policen aber lange vorher abgeschlossen haben.

    Warum wird das als ungerecht empfunden?

    Weil mit dem 2003 verabschiedeten Gesundheitsmodernisierungsgesetz nachträglich und ohne Bestandsschutz in die bestehenden Versicherungsverträge eingegriffen wurde. Das heißt, rückwirkend und einseitig wurden die Konditionen geändert, um die zu diesem Zeitpunkt klammen Sozialkassen wieder zu füllen. Das empfinden die Betroffenen auch deshalb als empörend, weil die Politik immer wieder betont, wie wichtig es ist, neben der gesetzlichen Rente auch privat und betrieblich für das Alter vorzusorgen. Und auch, weil Privatversicherte anders als gesetzlich Versicherte nicht zur Kasse gebeten werden. Hätten die Direktversicherten zudem das Geld privat statt in einer Direktversicherung angelegt, müssten sie auf den Auszahlbetrag keine Sozialbeiträge entrichten.

    Wie viele Direktversicherte sind betroffen?

    Nach Angaben des Vereins der Direktversicherungsgeschädigten mindestens 6,3 Millionen Menschen. Etliche davon haben zudem mehrere Policen.

    Haben denn Betroffene nicht schon gegen diese Regelung geklagt?

    Doch. Aber bisher ohne Erfolg. Die Gerichte schmettern Klagen in allen Instanzen ab.

    Was sagen die im Bundestag vertretenen Parteien?

    Die erste Fraktion, die sich für eine Änderung des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes stark gemacht hat, war die Linke. Inzwischen sind aber alle Parteien für eine Korrektur, weil sie erkannt haben, dass durch ein solches Gesetz das Vertrauen in die Politik Schaden genommen hat. Viele Betroffene haben sich geschworen, keine der Parteien, die das Gesetz damals beschlossen haben – Rot-Grün unter Gerhard Schröder (SPD) mit den Stimmen der Union – wieder zu wählen, wenn sich nichts ändert. Vor allem in der Union aber bestehen unterschiedliche Lager: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zum Beispiel erst im Frühjahr wieder gesagt, dass sie keine Möglichkeit für eine Korrektur sieht. Zudem gibt es Bundestagsabgeordnete der Union – darunter der Eichsfelder Manfred Grund – die sagen: Die Generation der Rentner erkrankt häufiger und länger und nimmt dadurch die Krankenkassen viel mehr in Anspruch als Jüngere – folglich sollte auch ihr Anteil an der Finanzierung der Leistungen entsprechend höher sein.

    Diskutiert wird von der Politik derzeit eine Halbierung des Beitragssatzes ab 2020.

    Warum ist das Thema im Moment so aktuell? Das Problem besteht doch schon seit 2004.

    Zum einen natürlich, weil immer mehr Betroffene das Rentenalter erreichen und oft erst zu diesem Zeitpunkt erfahren, was auf sie zukommt. Denn in den Standmitteilungen der Versicherer steht kein Wort davon, dass die Beiträge an die Krankenkassen fällig werden. Zum anderen, weil sich gerade ein Zeitfenster für eine Änderung geöffnet hat, das sich aber rasch wieder schließen könnte.

    Warum könnte sich dieses Zeitfenster wieder schließen?

    Die Krankenkassen haben zwar Rücklagen in Milliardenhöhe angespart, so dass nicht der Steuerzahler dafür gerade stehen müsste, wenn die Direktversicherten entlastet werden. Aber andererseits haben die Krankenkassen erst vor wenigen Tagen höhere Beiträge von 2020 an in Aussicht gestellt, weil teure Reformen, die die Bundesregierung auf den Weg gebracht hat, bezahlt werden müssten. Überdies könnten sich die schwächelnde Konjunktur und der damit einhergehende Rückgang der Anzahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter negativ auswirken.

    Aber hatte nicht jüngst erst Bundesfinanzminister Olaf Scholz versprochen, dass sich etwas tut?

    Ja, der Minister war während der SPD-Kandidatenkür mehrfach auf dieses Thema angesprochen worden und hatte dabei die Gesetzesänderung von 2003 kritisiert. Sie sei, sagte er, ein Fehler, weil die Direktversicherten mit der rückwirkenden Änderung ge- und enttäuscht worden seien. Scholz scheint bewusst zu sein, dass die Politik durch diese Regelung viel Vertrauen verspielt hat. Ob sich Scholz aber in der Koalition durchsetzen kann, ist fraglich. Nach Berechnungen des Vereins der Direktversicherungsgeschädigten wurden in den Jahren 2004 bis 2018 etwa acht bis elf Milliarden Euro eingenommen.

    Welche Folgen könnte es haben, wenn es nicht zu einer Korrektur kommt?

    Der Frust wird wachsen. Und immer mehr Arbeitnehmer werden sich fragen, weshalb sie eine betriebliche Altersvorsorge als drittes Standbein aufbauen sollen. Denn wenn die Rendite gleich null ist und die Betriebsrente ein Minus-Geschäft, fehlen schlicht Argumente dafür.

    Foto: Sebastian Kahnert/dpa

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