Tag: Google

  • Das Thema Rente geht viral

    Das Thema Rente geht viral

    Plötzlich interessiert sich auch eine breite Öffentlichkeit für das Thema Rente. Viele begreifen, dass sie in einen Abgrund blicken – eingebrockt von der Untätigkeit der Merkel-Regierung. Das Thema geht viral.

    Rente interessiert mehr als die Bundestagswahl, so das Ergebnis der Google-Abfragen in den vergangenen sieben Tagen. Was Wunder, das lange von der Merkel-Regierung unterdrückte Thema kocht jetzt hoch und geht viral. Junge wie Alte begreifen, was ihnen in den kommenden Jahren blüht. Wenn nichts passiert, wird die Rente „auf Dauer nicht bezahlbar“, wie Heike Göbel von der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ meint.

    rente
    Vergleich der Abfragen von Suchbegriffen “Rente” und “Bundestagswahl” bei Google

    “Rente” geht viral

    Die Bundeskanzlerin Angela Merkel dachte, sie könne sich Zeit kaufen, indem sie eine Rentenkommission aufstellt, die dann nur heiße Luft produzierte. Das waren, wie sich heute zeigt, eindreiviertel vertane Jahre. Bis heute liegt von der CDU/CSU noch kein Rentenkonzept für die Zeit nach 2025 vor, also dann, wenn die Babyboomer in Rente gehen.

    Der Wissenschaftsbeirat beim Bundeswirtschaftsministerium hat jüngst vorgerechnet, dass die gesetzlichen Ansprüche an die Rentenkasse dauerhaft nicht finanzierbar seien, so die „Welt“. Denn zur Verrentung der Babyboomer komme längerer Rentenbezug durch die voraussichtlich weiter stark steigende Lebenserwartung, so Heike Göbel. Beides führe ohne scharfe Korrekturen dazu, dass spätestens von 2035 an zwei Erwerbstätige mindestens einen Rentner unterhalten müssen durch ihre Beiträge oder Steuern. Jeder begreift, dass das nicht funktionieren kann.

    Fast zwei vertane Jahre

    Bis zur Bundestagswahl vergehen weitere Monate,  in denen nichts passiert. Und danach muss sich erst einmal eine neue Regierung konstituieren, sprich, es vergehen weitere Monate der Untätigkeit. Dazu kommen noch die finanziellen Folgen der Corona-Beschränkungen während des letzten Jahres der Merkel-Regierung, die ebenfalls auf die Rentenkasse durchschlagen.

    Vertrauen in Rente erodiert

    Das Vertrauen in die gesetzliche Rente erodiert zusehends, deswegen interessieren sich jetzt auch die Jungen für die Rente, was sich an der Google-Statistik ablesen lässt. Leider ist es so, dass die beiden anderen Säulen der Altersvorsorge, sprich die betriebliche und private, ebenfalls bröckeln wegen der Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank und der Vollverbeitragung von Betriebsrenten. Für viele wird die Altersvorsorge somit zum Minus-Geschäft – und es wird leider auch künftig nicht besser, denn 2022 sinkt der Garantiezins für Renten- und Lebensversicherungen auf 0,25 Prozent von jetzt 0,9 Prozent, wie „ntv“ berichtet. Davon, dass die betriebliche oder private Altersvorsorge die Rentenlücke ausgleicht, kann längst nicht mehr die Rede sein. Die “Bild” titelt: Nach Experten-Gutachten zur Rente – Diese Jahrgänge müssten noch bis 68 buckeln!. Die Linke sieht darin den  “asozialen Oberhammer“, wie die  “Welt” schreibt.

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    #rentemit68

     

  • Deutschland interessiert nur noch Corona-Virus

    Deutschland interessiert nur noch Corona-Virus

    Das Corona-Virus ist das dominante Thema zurzeit in Deutschland. Dahinter verblassen alle anderen Probleme. Altersvorsorge oder selbst Fußball interessiert zurzeit niemand.

    von Helmut Achatz

    „Das Coronavirus ist derzeit in den Medien das beherrschende Thema“, schreibt Seokratie. Das kann jeder bestätigen, der bei Google Trends das Suchinteresse in punkto „Coronavirus“, „betriebliche Altersvorsorge“ oder „Fußball“ vergleicht. Letztere beiden Themen kommen schlicht nicht mehr vor. Zurzeit dreht sich hierzulande alles nur noch um das Coronavirus.

    Corona-Virus bestimmendes Thema

    „Das Virus breitet sich in rasantem Tempo aus; die Menschen wollen wissen, wie sie sich vorbereiten und schützen können“, schreibt Google Trends. Nach Unterregion geordnet sähen wir das größte Interesse in Brandenburg, gefolgt von Baden-Württemberg, schreibt Seokratie. „Die Schweinegrippe hatte in ihrer Hoch-Zeit (bezogen auf Google Trends) eine relative Bekanntheit von 10“ – Coronavirus kommt auf 31.

    Und wo informieren sich die Deutschen? Die obersten drei organischen Suchergebnisse sind laut Seokratie das Bundesgesundheitsministerium, gefolgt von zwei Ergebnissen des Robert-Koch-Instituts und einem Ergebnis von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

    Und wie sieht das bei Facebook aus? Auch dazu hat Seokratie eine Antwort: „Man merkt, Google setzt auf echte, seriöse und sachliche Informationen und lässt keine zweifelhaften Quellen mehr zu; die Strategie von Facebook hingegen scheint weiterhin zu sein, die Verweildauer der User hoch zu halten“. Das funktioniere durch zwei Kniffe: „Erstens zeigt man im Stream polarisierende Meldungen an, die möglichst an die Emotionen des entsprechenden Nutzers appellieren und aufwiegeln – Klimawandel, Gefahr von rechts oder links, Krankheiten, Aufreg-Posts und dergleichen erhöhen die Nutzerbindung. Hauptsache, der User stoppt das Scrollen in der Timeline, konsumiert den Inhalt und bleibt somit länger auf Facebook; zweitens sollten am besten keine Links zu externen Websites erhalten sein, denn dann gehen der Plattform die User flöten.“

    Deutschland ist fixiert

    Wir Direktversicherungsgeschädigte dürfen uns keiner Illusion hingeben, dass unser Thema zurzeit irgendjemand interessiert. Erst wenn das Coronavirus-Problem gelöst ist, wenden sich die Deutschen wieder anderen Themen zu. Kein Newskeyword sei für Zeitungen derzeit so lohnend wie Corona. Das erkläre auch die Fülle an Artikeln zum Thema, so Seokratie.

    Und hier die Suchanfrage bei Google für Januar:

    • Coronavirus 9.140.000 im Januar
    • Merkel 201.000
    • DBF Pokal 1.000.000
    • Trump 1.210.000
    • Michael Wendler 201.000 (Laura Müller übrigens 301.000)
    • Meghan Harry 74.000
    • Flüchtlinge 135.000
    • AFD 550.000
    • Greta Thunberg 673.000
    • Grundrente 110.000
    • Brexit 823.000

    Heute dürfte die Relation noch prägnanter für „Coronavirus“ ausfallen.

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