Tag: Jens Spahn

  • Solide Finanzlage der Krankenkasse

    Solide Finanzlage der Krankenkasse

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat im Gesundheitsausschuss des Bundestages seine politischen Projekte erläutert und Fragen der Abgeordneten auch zum Haushaltsplan 2020 beantwortet. Der Minister ging auf ganz unterschiedliche Themen ein, darunter die internationale Gesundheitspolitik, die Pflege, die Krankenversicherungsbeiräge, die umstrittene sogenannte Doppelverbeitragung von Betriebsrenten – und auch auf die Finanzlage der Krankenkassen.

    Stabile Finanzlage der Kassen

    Spahn bezeichnete die aktuelle Finanzlage in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) als stabil. Ungeachtet der sichtbaren Konjunktureintrübung sei die Ausgangslage solide. So verfügten Krankenkassen und der Gesundheitsfonds über Rücklagen von insgesamt rund 30 Milliarden Euro. Mit Beitragssatzprognosen für die künftigen Jahre hielt sich der Minister zurück und betonte, entscheidend seien die wirtschaftliche Entwicklung und anhaltendes Wachstum.

    Spahn ging im Ausschuss auch auf die steigenden Kosten für die Pflegeversorgung ein und kündigte für Mitte nächsten Jahres einen Vorschlag zur langfristigen Finanzierung der Pflege an. Eine Pflegevollversicherung lehnte der CDU-Politiker allerdings ab. Dies wäre eine falsche Schwerpunktsetzung zwischen den familiär und gesellschaftlich zu tragenden Aufgaben.

    Was die sogenannte Doppelverbeitragung der Betriebsrenten betrifft, macht Spahn deutlich, dass an einer Lösung gearbeitet werde. Eine komplette Rückabwicklung der kritisierten Beitragssatzänderung von 2004 sei angesichts der Kosten in Höhe von rund 40 Milliarden Euro jedoch nicht möglich. Es gehe jetzt vor allem darum, die betriebliche Altersvorsorge wieder attraktiver zu machen.

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    Deutscher Bundestag|23.10.2019

  • Bundesweite Demos am 26. Oktober

    Bundesweite Demos am 26. Oktober

    Für den kommenden Samstag, 26. Oktober, ab 10 Uhr ruft der Verein für Direktversicherungsgeschädigte (DVG) zu Demonstrationen in mehreren deutschen Städten auf. Eine Demo mit Kundgebung ist vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe geplant.

    von Christiane Löffler

    Seit 2015 kämpft der Verein gegen Änderungen des sogenannten Gesundheitsmodernisierungsgesetzes von 2004. Dies hat zu einschneidenden Änderungen für Besitzer von Direktlebensversicherungen geführt. Potenziell betroffen seien rund sechs Millionen Versicherte, von denen sich viele im DVG organisiert hätten. Fast ein Fünftel der Auszahlungen müssen die Rentenbezieher an Krankenkassen abführen, wenn sie aus dem Berufsleben ausscheiden, teilt der DVG mit. Die Krankenkassen forderten von ihnen den vollen Beitragssatz – Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil, plus Zusatz- und Pflegebeitrag. Das gelte auch für Direktversicherte, die in der Einzahlphase bereits Sozialbeiträge abgeführt haben.

    Bundesweite Demos am Samstag

    Das Thema ist seit Längerem auch in der Politik angekommen, wird jedoch schon in der Regierungskoalition unterschiedlich bewertet. Während sich die SPD für Änderungen im Sinne der Betroffenen ausspricht, reagiert die CDU ablehnend. So verweist Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) darauf, dass zur Finanzierung von Entschädigungen 40 Milliarden Euro nötig seien. Laut DVG beziffert diese Summe die Erstattung der gesamten Versorgungsbezüge aller Betriebsrentenbeiträge – auch derjenigen Zusatzrenten, die immer schon der Beitragspflicht unterlagen. Eine Rückabwicklung der Versicherungsbeiträge bei „echten“ Direktversicherungen würde nur etwa 9 bis 11 Milliarden Euro betragen. Dies haben Experten errechnet.

    Mit den bundesweiten Demos am Samstag will der Verein seine Forderungen unterstreichen. Dazu gehört ein Stopp der Doppelverbeitragung und Entschädigungslösungen bei den Direktversicherungen, in die mit dem Gesetz von 2004 nachträglich und ohne Bestandsschutz eingegriffen wurde. Etliche Sozialverbände haben sich mit den Protesten solidarisiert. Entsprechende Petitionen wurden bereits von mehr als 10.000 Unterstützern signiert, teilt der Verein mit. kh

    Die Rheinpfalz Pfälzer Tageblatt – Nr. 279 Dienstag, den 22. Oktober 2019
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