Tag: Steuerzuschuss

  • Klingbeil lehnt höheren Steuerzuschuss ab

    Klingbeil lehnt höheren Steuerzuschuss ab

    Text: Reinhold Birth, DVG                                      Bild; gettyimages

     

    Klingbeil lehnt höheren Steuerzuschuss ab

    Schreibt u.a. das Handelsblatt … “der ist ja lustig, redet von Steuerzuschuss und weiß genau, dass es über einen Griff in fremde Hosentaschen (der Beitragszahler der gesetzlichen Krankenversicherung, wie der Arbeitgeber) ist”.

    Die Arbeitskosten sind doch in Deutschland durch die verfehlte Energiepolitik schon so hoch, dass immer mehr Arbeitsplätze ins Ausland verlagert werden. Zwischen 2021-23 waren es 71000 – ich will es natürlich nicht zu „schwarz“ sehen, aber könnt ihr euch eine Stadt wie Stuttgart oder Wolfsburg ohne Mercedes oder VW vorstellen?

    Das muss man sich mal vorstellen ein Sozialdemokrat, der sich gern auf Willy Brandt beruft beschleunigt diesen Zustand.

    Dabei geht es genauso um die unveränderte Verbeitragung der Betrieblichen Altersvorsorge, die sein Altkanzler O. Scholz noch versprochen hatte, abzuschaffen. Daran wird er immer wieder erinnert, aber versteht nicht und die SPD sackt immer weiter nach unten – das ist tragisch.  Trotzdem ist die SPD immer noch tonangebend im Bundestag vertreten und das liegt wahrscheinlich auch an einigen von uns, die wissen, dass Ihnen von dem Ersparten 1/5tel abgezogen wird bzw. nur 80% ihrer Sparbeiträge bei der Sparkasse oder Versicherung ankommen.

    Das gleicht aktuell auch nicht der Arbeitgeberzuschuss von 15% aus – wir sprechen hier von gesetzlich verordneter Kapitalvernichtung sehenden Auges.

    Es ist zwar kalter Kaffee, aber Altkanzler Scholz hat den „Mist“ (wie er selber sagte) von Rot/Grün in 2003/4 erkannt und wies mehrfach auf das SPD Wahlprogramm hin, er versprach öffentlich Besserung, wie bei der Fragestunde im Deutschen Bundestag am 25. Januar 2023 von Mathias Birkwald: „Sie können sich darauf verlassen, wir werden auch mit Lösungen arbeiten“. Auf die Nachfrage, ob denn schon konkret Schritte eingeleitet wurden, gab es nur Ausflüchte. Wir wissen, dass in den darauffolgenden 2 Jahren nichts passiert und die Ampel am Ende gescheitert ist – Lars Klingbeil war damals SPD-Generalsekretär.

    Diese Ignoranz, Unentschlossenheit und Nichterkennen und unmoralische Haltung entspricht nicht den christlichen Werten, die eigentlich unsere Grundwerte sind. Wenn diese Parteien das nicht verstehen, müssen sie mit Konsequenzen rechnen – so ist das in einer demokratischen Gesellschaft und wer das nicht versteht, wird abgewählt.

    Aber langsam reicht es, zu hören, dass sie uns ja verstehen, aber  wegen leerer Kassen nichts tun können. Hören wir also auf, diesen Parteien hinterherzulaufen und „reden nicht mehr um den heißen Brei herum“. Wir können das ändern, denn 40 % der Wahlberechtigten sind älter als 60 – von einer solchen Mehrheit wird doch heute nur noch geträumt. 41 Parteien haben sich 2025 um einen Sitz im Bundestag beworben und Veränderungen sind möglich, wenn wir das wollen – das haben wir zum Beispiel jüngst in Ungarn gesehen. Die Linken haben uns mit Mathias Birkwald unterstützt und wir wissen, dass z.B. die Freien Wähler die Abschaffung in Ihrem Wahlprogramm hat – auch kennen wir den nicht umgesetzten Parteitagsbeschluss der CDU, aber eines muss klar sein: die DVG ist eigenständig und neutral jeder kann ihr Durchsetzung ihrer Forderungen helfen. Alle Parteien haben alle die Möglichkeit dazu – auch eine Rentnerpartei, die jüngst die Rückerstattung von 240 Mrd. € versicherungsfremder Leistung beim Bundesverfassungsgericht eingefordert hat – vielleicht wird diese Beschwerde nicht angenommen, aber sie ist eine Wertschätzung der Rentner und deren Leistung und Vertrauen in die Rechtmäßigkeit.

    In  dem Film „Der Club der toten Dichter“ wird den aufstrebenden jungen Leuten beigebracht: Nutze den Tag Carpe Diem“ – Wir haben es in der Hand.

  • Vertrauen in Rente schwindet

    Vertrauen in Rente schwindet

    Das Vertrauen in das Rentensystem schwindet zusehends. Vor allem 40- bis 50-Jährige blicken mit Angst auf den Ruhestand, den sie wegen Magerrenten kaum werden genießen können. Sicherheit im Alter? Fehlanzeige. Betriebliche Vorsorge wird ihnen durch hohe Sozialabgaben vermiest. Misstraut der Rente.

    Mehr als ein Drittel der von “Weltsparen.de” Befragten gab an, dass sie kein Vertrauen in die staatlichen Renten haben. Je näher die Befragten der Rente sind, desto größer das Misstrauen. Von den 40- bis 49-Jährigen bezweifelt Weltsparen.de zufolge sogar mehr als die Hälfte (53,2 Prozent), dass die staatlichen Renten für eine auskömmliche Grundlage im Alter reicht. Bei der Einschätzung der künftigen Rente gibt es Unterschieden zwischen West und Ost: In Ostdeutschland liegt die Skepsis gegenüber staatlichen Renten mit 41 Prozent fast zehn Prozent höher als im Westen.

    Misstraut der Rente

    Weltsparen.de ist übrigens nicht das erste Finanzinstitut, das eine derartige Befragung durchführte: Die Deutsche Bank ließ 4100 Personen im Alter von 20 bis 65 Jahren befragen, ob das Rentensystem Bestand hat. Jeder zweite zweifelt daran und glaubt, dass das Rentensystem über kurz oder lang zusammenbricht. Es hat sich herum gesprochen, dass die gesetzliche Rente nicht reichen wird. Sie sind deswegen davon überzeugt, dass ihnen im Alter Armut droht. Sie gehen davon aus, dass die gesetzliche Rente nur noch eine Grundsicherung ist. Dem Staat trauen nur noch 15 Prozent. Mehr als zwei Drittel (71 Prozent) rechnen damit, dass sie bis ins hohe Alter werden arbeiten müssen.

    Rente ein Trauerspiel

    Die staatliche Rente ist ein „Trauerspiel“, wie es die „Welt“ formuliert. Wer aber versucht, die Rentenlücke durch private und betriebliche Altersvorsorge auszugleichen, wird vom Staat systematisch bestraft, denn der schröpft ihn am Ende und verlangt Steuern und Sozialabgaben – in einer Höhe, dass von Rendite keine Rede mehr sein kann. Alle mit einer Direktversicherung können ein Lied davon singen, denn in der Rente verlangt der Staat von ihnen doppelte Kranken- und Pflegebeiträge, insgesamt annähernd 20 Prozent.

    3 Tipps für die Altersvorsorge

    1. Rentenbescheide regelmäßig überprüfen: Nahezu jeder zweite Rentenbescheid für die gesetzliche Rente ist laut des Bundesverbands der Rentenberater fehlerhaft. Regelmäßiges Überprüfen der angerechneten Rentenzeiten innerhalb der Widerspruchsfrist von vier Wochen und eine Rentenkontoklärung können helfen, dass beispielsweise Ausbildungs- und Kindererziehungszeiten berücksichtigt werden.
    2. Rentenlücke ermitteln und Rentenziel festlegen: Die Rentenlücke zwischen gesetzlicher Rente und dem Bedarf zum Leben wird nach wie vor massiv unterschätzt. Oft werden Gehaltssteigerungen im Laufe des Erwerbslebens nicht berücksichtigt und die eigene Lebenserwartung unterschätzt.
    3. Bestehende Anlagen prüfen und Optionen abwägen: Vertrag abgeschlossen – und gut? Nicht ganz. Anlagen zur Altersvorsorge sollten nicht nur vor Abschluss, sondern auch geprüft werden. Vor allem sollte der Altersvorsorger prüfen, wie viel Sozialabgaben er später zahlen muss und was das für die Rendite bedeutet.
  • Vertrauen in Rentensystem schmilzt

    Vertrauen in Rentensystem schmilzt

    Vertrauen in das Rentensystem? Fehlanzeige. Rot-Grün-Schwarz haben das Vertrauen gründlich erschüttert. Der jüngste Vorsorgebericht der Deutschen Bank belegt das mit Zahlen.

    Die Deutsche Bank ließ 4100 Personen im Alter von 20 bis 65 Jahren befragen, ob das Rentensystem Bestand hat. Jeder zweite zweifelt daran und glaubt, dass das Rentensystem über kurz oder lang zusammenbricht. Es hat sich herum gesprochen, dass die gesetzliche Rente nicht reichen wird. Sie sind deswegen davon überzeugt, dass ihnen im Alter Armut droht. Sie gehen davon aus, dass die gesetzliche Rente nur noch eine Grundsicherung ist. Dem Staat trauen nur noch 15 Prozent. Mehr als zwei Drittel (71 Prozent) rechnen damit, dass sie bis ins hohe Alter werden arbeiten müssen.

    Rentensystem bald in Schieflage

    Die Politik unternimmt nichts, aber auch gar nichts, um den Bürgern diese Angst zu nehmen. Die „doppelte Haltelinie“ – der Beitragssatz darf nicht über 20 Prozent steigen, das Rentenniveau nicht unter 48 Prozent fallen – gilt nur bis 2025, was danach passiert, interessiert die Politiker herzlich weniger. Aber genau ab 2025 dürfte das Rentensystem in Schieflage geraten, denn dann gehen die „Babyboomer“ in Rente – das sind die geburtenstarken Jahrgänge der späten 50er- und 60er-Jahre. Das heißt, die Zahl der Rentner wird deutlich steigen, während die Zahl der Beitragszahler schrumpft.

    „Fallen diese Garantien wieder weg und gilt ab 2025 wieder die alte Rechtslage, so wird sich die finanzielle Situation der Rentenversicherung schnell und radikal verändern“, schreibt die „Welt“. Das liege daran, dass ab dann die geburtenstarken Jahrgänge, die sogenannten Babyboomer, in Rente gehen. Gleichzeitig steige die Lebenserwartung weiter stetig an.

    Schon liegen sind die Ausgaben der Deutschen Rentenversicherung über 300 Milliarden Euro – Tendenz steigend. Der Staat muss zuschießen, weil er der Rentenversicherung immer mehr Leistungen aufbürdet, wobei der Staatszuschuss die versicherungsfremden Leistungen bei weitem nicht ausgleicht. 2016 lag der Steuerzuschuss bei 87 Milliarden Euro, 2020 werden es annähernd 102 Milliarden Euro sein. Dabei sind die Ausgaben für die geplante Grundrente noch nicht enthalten.

    Staatliche Rente ein Trauerspiel

    Die staatliche Rente ist ein „Trauerspiel“, wie es die „Welt“ formuliert. Wer aber versucht, die Rentenlücke durch private und betriebliche Altersvorsorge auszugleichen, wird vom Staat systematisch bestraft, denn der schröpft ihn am Ende und verlangt Steuern und Sozialabgaben – in einer Höhe, dass von Rendite keine Rede mehr sein kann. Alle mit einer Direktversicherung können ein Lied davon singen, denn in der Rente verlangt der Staat von ihnen doppelte Kranken- und Pflegebeiträge, insgesamt annähernd 20 Prozent.

    Dazu kommt, dass der Staat private und betriebliche Altersvorsorge so verkompliziert hat, dass immer weniger Lust auf Riester & Co. haben.

    Das alles ergibt eine explosive Mischung, die uns ab 2025 um die Ohren fliegen wird.

    Rentenkasse kontert

    Die Deutsche Rentenversicherung widerspricht (DRV)und  verweist auf die Ergebnissen von repräsentativen Befragungen, die die Deutsche Rentenversicherung, in Auftrag gegeben hat. “Diese Befragungen zeigen, dass ein steigender Anteil der Bevölkerung die gesetzliche Rentenversicherung als ideale Form der Altersvorsorge ansieht”, kontert die DRV.  Sei der Anteil der Personen mit dieser Einschätzung 2014 noch bei 54 Prozent gelegen, so sei er in diesem Jahr auf 72 Prozent angestiegen. Auch werde die gesetzliche Rentenversicherung als zunehmend deutlich sicherer eingeschätzt.  “Der Wechsel zum Mehr-Säulen-System und die Notwendigkeit privater Vorsorge werden inzwischen von vielen akzeptiert. Dies zeigt sich auch in einer weiteren repräsentativen Studie der Deutschen Rentenversicherung zu Lebensverläufen und Altersvorsorge (www.lea-studie.de). Jüngere weisen danach ein vielfältiges Portfolio der Altersvorsorge auf. Ihre aktuellen Anwartschaften weisen darauf hin, dass das Zusammenspiel von gesetzlicher Rente und Zusatzvorsorge auch künftig bei einem durchgehenden Erwerbsverlauf eine gute Absicherung im Alter gewährleistet.”, so die DRV. Jüngere müssen auch versorgen, denn mit dem Ruhegeld aus der gesetzlichen Rente lässt sich in Großstädten nicht leben: Nach den Zahlen der DRV betrug “durchschnittliche Gesamtenrentenzahlbetrag” 2019 nur 1048 Euro, Frauen kommen gar nur auf 959 Euro. Damit kommt keiner in einer Großstadt wie München beispielsweise über die Runden.

    Ganz abgesehen davon ist der DRV die Doppelverbeitragung der betrieblichen Altersvorsorge kein Wort wert, was die Studie deklassiert.

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