Tag: Demo

  • VdK sagt Münchner Groß-Demo ab

    VdK sagt Münchner Groß-Demo ab

    Wegen des Corona-Virus hat der VdK Bayern seine Groß-Demo in München am 28. März abgesagt. Der DVG hatte geplant mitzumarschieren von der Theresienwiese zum Odeonsplatz – daraus wird nun nichts.

    von Helmut Achatz

    Schade, aber nachvollziehbar – der Sozialverband VdK Bayern und befreundete Vereine werden nun nicht am 28. März unter dem Motto “Soziales Klima retten!” für eine andere Sozialpolitik demonstrieren. “Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen“, so VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher. Doch an erster Stelle stünden die Gesundheit und der Schutz aller Demonstrationsteilnehmer, unter denen viele Ältere sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen seien. „Wir wollen niemanden gefährden”, erklärt Mascher. Aus ganz Bayern und aus vielen Teilen Deutschlands hatten sich tausende VdK-Mitglieder bereits angemeldet sowie auch Mitglieder des DVG. Das wäre eine der größten Protestveranstaltungen des ganzen Jahres in München geworden.

    VdK will Groß-Demo nachholen

    VdK-Präsidentin Verena Bentele kündigt an, dass die VdK-Großdemonstration zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werde. “Der Corona-Virus wird hoffentlich bald wieder verschwunden sein, die sozialen Missstände in unserem Land leider nicht“, so Bentele. „Wachsende Altersarmut, ungerechte Rentenbesteuerung, unbezahlbare Mieten und Pflege, die arm macht – das sind alles Gründe, um auf die Straße zu gehen”, betont sie.

  • CDU glaubt, Abgezockte geben sich zufrieden

    CDU glaubt, Abgezockte geben sich zufrieden

    Die CDU glaubt, mit dem Betriebsrentenfreibetragsgesetz Millionen von Betriebsrentnern und Direktversicherten besänftigt zu haben, die doppelte Krankenkassen- und Pflegebeiträge zahlen. Die lassen sich aber nicht mit einem Zuckerl abspeisen.

    Auf einer Wahlveranstaltung der CDU Eimsbüttel mit Philipp Heißner MdHB überreichte Ingrid Wulff, im Vorstand des DVG für Social Media verantwortlich, dem Generalsekretär der CDU, Paul Ziemiak, einen offenen Brief des DVG. Der Tenor: Die  nachträgliche Enteignung von Millionen Betriebsrentnern und Direktversicherten sei beileibe nicht wieder gut gemacht, in dem die CDU ihnen einen Freibetrag von 159,25 Euro zugesteht.

    CDU speist Rentner ab

    Viele Politiker predigen Selters, trinken aber Sekt. Genau das hält Ingrid Wulff dem CDU-Generalsekretär vor. „Herr Ziemiak, Sie haben auf der Veranstaltung der CDU Eimsbüttel im Katharinenhof darüber gesprochen dass man die Generationen nicht spalten soll; die heutigen Rentner hätten das Land wiederaufgebaut und die jungen Leute den Alten viel zu verdanken“, so Ziemiaks Worte. Das Land habe aber denen zu danken, die jetzt ins Rentenalter kommen oder bereits sind, die zu den 18 Millionen gehören, die das Geld in die Sozialkassen spülen, dass sonst nicht zu verteilen wäre. „Wir haben fleißig gearbeitet und auf die Politik gehört; haben Betriebsrenten aufgebaut und als man uns sagte, ‚sorgt privat vor, die Rente wird nicht reichen‘, auch das getan; haben Direktversicherungen abgeschlossen und eigen finanziert zusätzlich vorgesorgt“, resümiert Wulff. Ohne Bestandsschutz sei diese Vorsorge 2004 zur Betriebsrente erklärt worden, weil – politisch gewollt – der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer in der Police stand und die Beiträge aus dem Nettoeinkommen weiterleiten musste.

    CDU belastet Sandwich-Generation

    „Wir 60- bis 70jährigen sind als Sandwich-Generation diejenigen, die das Land und die Generationen zusammenhalten“, verdeutlicht sie Ziemiak. „Wir haben hart gearbeitet und betreuen jetzt unsere Eltern und die Enkelkinder; ohne unsere Hilfe würde das ganze System zusammenbrechen“, so Wulff weiter. Und genau dieser Generation werde das Leben von der Politik massiv schwer gemacht. „Wir haben still gehalten bei allen Rentenkürzungen; ja, auch die Heraufsetzung der Altersgrenze ist eine Kürzung“, beschreibt Wulff die Duldsamkeit ihrer Generation. In ihrem  Arbeitsvertrag von 1973 stehe als Vertragsende 60 Jahre. Durch die neuen Gesetze habe sie drei Jahre und sechs Monate länger auf ihre Rente und auf die Betriebsrente warten müssen. Denn eine „echte Betriebsrente“ werde erst gezahlt, wenn man Rente bezieht oder keine Einkünfte mehr hat. „Alles massive Kürzungen“, so ihre Kritik.

    Abgezockte gehen auf die Straße

    Und jetzt müsse sie noch auf die Straße gehen, um für ihr Recht bei der eigen finanzierten Altersvorsorge zu kämpfen. „Finden Sie das gerecht?“ „How dare you?“ würde Greta Thunberg sagen: Wie könnt ihr es wagen?

    Die CDU hat 2003 in schöner Einmütigkeit mit SPD und Grünen die betriebliche Altersvorsorge sabotiert. Ihr Gesundheitsmodernisierungsgesetz war nichts anderes als ein Mittel zur Enteignung. Der Freibetrag von 159,25 Euro ist lächerlich, denn er stellt nur Mini-Betriebsrenten von der Verbeitragung frei. Von diesen Mini-Betriebsrenten kann aber in einem Land wie Deutschland mit explodierenden Mieten, stetig steigenden Verbraucherpreisen und Strafzinsen auf Bankeinlagen niemand leben.

     

    Schluss mit der Sabotage der Altersvorsorge!

    Unsere Position: Wofür der DVG steht! 

  • Imagefilm des DVG jetzt online

    Imagefilm des DVG jetzt online

    Wer ist der DVG? Was machen wir? Wofür setzen wir uns ein? Was haben wir erreicht? Diese Fragen beantwortet der neue Imagefilm des Vereins der Direktversicherungsgeschädigten.

    Von 36 auf 3000 – was für ein Erfolg. Der Verein der Direktversicherungsgeschädigten (DVG) hat 2015 ganz klein angefangen und ist mittlerweile bundesweit präsent. Der DVG hat mehr als 3000 Mitglieder – und jeden Monat kommen 150 bis 200 dazu.

    Warum haben wir so einen Zulauf? Weil immer mehr Direktversicherte merken, wie sie von Staat und Krankenkassen abgezockt werden. Nicht von ungefähr heißt der Slogan des DVG: „Erst angelockt, dann abgezockt“.

    Imagefilm über den DVG

    Wir wehren uns gegen staatliche Willkür und haben erreicht, dass uns die Politiker ernst nehmen. Allerdings fiel der Erfolg nicht vom Himmel. Wir haben mehrere Demos organisiert, sind bundesweit mit mehr als 40 Regionalgruppen präsent und lassen uns nicht länger abwimmeln.

    Das alles beschreibt der Imagefilm.

  • Protest zum Auftakt des SPD-Parteitags

    Protest zum Auftakt des SPD-Parteitags

    Zum Auftakt des SPD-Parteitags in Berlin hat der Verein der Direktversicherungsgeschädigten (DVG) zum Protest aufgerufen – und die Mitglieder sind gekommen.

    Es ist 7:30 Uhr. Die ersten Delegierten eilen in Richtung Eingang des City Cubes auf dem Messegelände. Es ist dunkel, kalt und regnerisch. Der harte Kern unserer DVG-Truppe postiert sich auf dem Vorplatz gleich hinter der Treppe, die zur Freifläche vor dem Tagungsort führt. Hinter uns ein paar junge Leute von Fridays for future mit Flugblättern und Leuchtschrift. Abgeriegelt und durch einen Sondereingang geschleust wird die Parteispitze. Wir kommen nur mit dem ‚Fußvolk‘ in Berührung, verteilen unsere Flyer und versuchen, Gespräche anzuknüpfen. Kaum jemand bleibt stehen und nimmt sich die Zeit, alle sind fokussiert auf das, was sie drinnen erwartet. Vor allem die Jungen reagieren gleichgültig. Einer ruft noch im Vorbeigehen: „Wir bekommen sowieso nichts mehr, wenn wir alt sind“.

    Der Protest geht weiter

    Die ersten bekannten Gesichter kommen mit dem nächsten Schub aus dem S-Bahnhof Messe-Süd. Der Vorplatz wird voller. Saskia Esken stellt sich spontan ein paar Pressefotografen zusammen mit jungen Umwelt-Aktivisten, hört denen aufmerksam zu und verspricht: „Ja, wir werden mehr fordern…“. Zeit für das Thema Altersvorsorge hat sie nicht mehr, außer der beiläufigen Versicherung „Ja, wir haben auch das auf dem Schirm…“. Eine weitere Stimme mischt sich in den kurzen Dialog mit der Mahnung: „Dann drücken Sie mal die Daumen, dass die Koalition nichts platzt, sonst bekommen Sie nicht einmal den Freibetrag“. Wir überlegen einen Augenblick, ob das besorgt oder ironisch gemeint war.

    Mit dem nächsten Schub kommt Norbert Walter-Borjans vorbei, bleibt auf das Thema betriebliche Altersvorsorge angesprochen sofort stehen und weiß ganz offensichtlich – im Gegensatz zu so manchem Genossen – wovon die Rede ist. Da muss nicht viel erklärt werden. NoWaBo ist informiert und sagt uns seine Unterstützung zu für den nächsten Schritt über den Freibetrag hinaus: für die Beendigung der Doppelverbeitragung. So klar vernehmen wir Unterstützung heute nicht allzu oft.

    Bundesweite Solidarität

    Erschreckenderweise gibt es viele Delegierte, die weiter rennen ohne uns überhaupt wahrzunehmen. Desto froher sind wir über nette und verständnisvolle Vertreter, die stehenbleiben und noch ein paar mehr Informationen haben möchten. Gesine Schwan ist beispielsweise so jemand. Wir versprechen, ihr noch mehr Infos zu senden. „Bitte an meine Viadrina-Adresse“ ruft sie uns noch zu, als sie schon ein paar Meter weg ist. Offensichtlich will sie das Material tatsächlich bekommen.

    Ein paar Gewerkschafter demonstrieren noch für den Mindestlohn: Ankommen, Plakat ausrollen, ein paar Minuten stehenbleiben, und als der Regen stärker wird, wieder abziehen, spielt sich in wenigen Minuten ab. Da sind wir DVGler aus anderem Holz geschnitzt: Wenn wir doch nicht viele hier vor Ort sind, aber wir sind uns der Solidarität unserer Kollegen auch von ‚jwd‘ (janz weit draußen) – wie der Berliner sagt – sicher: Erfurter, Hannoveraner, Bielefelder sind angereist. Jetzt, kurz vor zehn, sind alle Delegierten durch und wir durchgefroren. Endlich können wir uns aufwärmen und beim Kaffee mit den Kollegen von auswärts unterhalten. Spaß hat’s gemacht – trotz aller Widrigkeiten. Und „wir sehen uns nächstens wieder“, heißt es beim Auseinandergehen.

    Im Saal selbst wird es später heißen: „Die SPD ist die Partei, die Hartz IV eingeführt hat“. Gerne würden wir einmal von den Genossen hören: „Die SPD ist die Partei, die zusammen mit den Grünen das GMG geschaffen hat“. Bis das wieder abgeschafft ist, machen wir weiter – auch wenn’s dunkel und kalt ist und regnet!

    Impressionen von der Protest-Aktion in Berlin zum SPD-Parteitag

    Schluss mit der Sabotage der Altersvorsorge!

    Unsere Position: Wofür der DVG steht! 

  • DVG-Demo in Leipzig zum CDU-Parteitag

    DVG-Demo in Leipzig zum CDU-Parteitag

    Hundert Direktversicherungsgeschädigte kam am 22. November zum CDU-Parteitag nach Leipzig, um ihren Unmut über die Koalitionsvereinbarung zum Freibetrag bei Direktversicherungen und  Betriebsrenten zu äußern.

    „Rentendiebe“, „Wir sind viele, wir sind laut, weil ihr uns die Rente klaut“, „Lug und Betrug an unseren Betriebsrenten“, „Wer Rentner quält, wird abgewählt“, skandierten die rund hundert Demonstranten vor der Messehalle in Leipzig, wo der CDU-Parteitag stattfand. Die Unions-Politiker bekamen einen Eindruck von der Wut der Betroffen, die mit Transparenten, Schildern und Megafon aufmarschiert waren. Sie hatten zwar vorher kein „C“ geklaut wie Greenpeace, um Aufmerksamkeit zu erringen, aber zahlenmäßig waren die Demonstranten des Vereins der Direktversicherungsgeschädigten (DVG) – durch die farblicher Kennzeichnung und die Plakate – nicht zu übersehen.

    Lautstarker Protest in Leipzig

    Der zugewiesene Standort direkt vor dem Eingang zur Messehalle war ideal. Die ankommenden Delegierten konnten sich hinter den Zubringerbusse kurzzeitig verstecken, aber die lautstarken Proteste waren nicht zu überhören. Es gab aber auch Delegierte, welche den Mut zu einer Diskussion hatten, darunter der CDU-Politiker Karl-Josef Laumann , der Verständnis zeigte – auch für seine Kinder, die jedwede Altersvorsorge auf staatliche Empfehlung ablehnen.

    Video von RT Deutsch über die Demo in Leipzig
    Video von RT Deutsch über die Demo in Leipzig

    Unrecht von 2004 nicht beseitigt

    Die maßgeblichen Politiker wurden leider am normalen Delegierteneingang vorbei geschleust. Dr. Vogel aus Speyer und der frühere Innenminister, Thomas de Maizière, sind kopfschüttelnd vorbei gegangen. Offensichtlich haben sie bis heute das 2004 durch den Bundestag aufgesetzte Unrecht nicht begriffen – 2004 trat das Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) in Kraft.

    Interesse der Medien
    Interesse der Medien

    Natürlich wurden auch Medien auf die Demonstranten aufmerksam. So hat beispielsweise das russische Fernsehen eine Video über die Demo des DVG umgehend auf Facebook veröffentlicht. Ferner hat der Sender RTL ein Interview mit dem Versammlungsleiter aufgezeichnet.

    Schluss mit der Sabotage der Altersvorsorge!

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  • Kritik am Kompromiss der Groko

    Kritik am Kompromiss der Groko

    Der Kompromiss über die Grundrente enthält auch eine Regelung zur Abschwächung der sogenannten Doppelverbeitragung bei Betriebsrenten. Die Direktversicherten bleiben aber bei ihrer Kritik der Doppelverbeitragung.

    Seit 2004 gibt es die sogenannte Doppelverbreitragung, das heißt, seit dem müssen Direktversicherte in der Auszahlphase den Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil zahlen, obwohl sie teilweise schon in der Einzahlphase Sozialabgaben geleistet haben. Zahlen muss, wer monatlich mehr als 155,75 Euro bekommt. Für Einmalzahlungen wird die Kapialauszahlung auf 120 Monate umgerechnet. Wer weniger hat, zahlt keine Krankenkassenbeiträge.

    Nun soll, so das “Westfalen-Blatt” die Freigrenze in einen Freibetrag umgewandelt werden. Er werde für alle gelten. Insgesamt summiere sich die Entlastung der 17,4 Millionen Betriebsrentenempfänger auf 1,2 Milliarden Euro.

    Kurz nach der Einigung hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nachgelegt und einen Gesetzentwurf angedeutet, der in der Ressort-Abstimmung sei. Bereits am kommenden Montag soll er durchs Kabinett, so das “Westfalen-Blatt”.

    Senkung der Kassenbeiträge

    Wir wollen das Vertrauen in die betriebliche Altersvorsorge stärken. Wer fürs Alter vorsorgt, darf nicht der Gekniffene sein«, sagte Spahn. »Daher setzen wir die Senkung der Kassenbeiträge zur Betriebsrente nun zügig zum 1. Januar 2020 um.« Vorgeschlagen wird in dem Gesetzentwurf, der der Redaktion vorliegt, eine Höhe von 159 Euro. Wer eine Betriebsrente von 159 Euro bezieht, zahlt dafür bisher 24,80 Euro pro Monat an die Krankenkasse. Ab 1. Januar 2020 würde er nichts mehr zahlen. Laut Spahn betrifft dies ein knappes Drittel der Betriebsrentner.

    Zu denen, die sich seit langem für die Abschaffung der Doppelverbreitragung einsetzen, gehöre der Paderborner CDU-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der CDU/CSU-Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Carsten Linnemann, so das Blatt.  “Die jetzt gefundene Einigung sei überfällig”, sagte er der Zeitung gegenüber. “Die Lösung befriedigt nicht alle berechtigten Forderungen, aber weil die Reform nicht im Koalitionsvertrag vereinbart ist, betrachte ich den gefundenen Kompromiss trotzdem als Erfolg.” Der Verein der Direktversicherungsgeschädigten (DVG) fordert zumindest die Halbierung der Krankenkassenbeiträge. Der DVG will aber letztlich die Abschaffung der Doppelverbeitragung und eine Entschädigung.

    Kritik am Kompromiss

    Deutliche Kritik an der Vereinbarung der Großen Koalition äußerte am Montag dagegen die Interessengemeinschaft Direktversicherungsgeschädigte. Ihr Bielefelder Sprecher Wolfgang Diembeck sprach von einem “faulen Kompromiss”, so das “Westfalen-Blatt”. Vor allem die Verpflichtung der Betroffenen, abgesehen vom Freibetrag weiter auch den Arbeitgeberbeitrag zur Krankenversicherung zahlen zu müssen, sei nicht akzeptabel. Wirkung erzeuge die Regelung nur bei Versorgungsbezügen bis rund 310 Euro monatlich. Von dem Kompromiss profitiert nur eine kleine Gruppe. Wer mehr erhält, kann mit der Vereinbarung nicht zufrieden sein. Was den Betroffenen auch noch sauer aufstößt: Rentenbezieher, die mehr als eine Direktversicherung abgeschlossen hätten, dürften den Freibetrag nur bei einen der Verträge anwenden, kritisierte Diembeck. “Tragisch ist auch, dass keine Regelung für die Vergangenheit geschaffen wurde.” Was ist mit denjenigen, die bereits seit Jahren an die Krankenkasse gezahlt haben? Laut Diembeck haben etwa zwei Millionen Direktversicherte bereits zehn Jahre lang die Beiträge bezahlt.

    Was heißt das für die Krankenkassen? Ihnen entgehen dem “Westfalen-Blatt” andererseits mit der Reform künftig jährlich 1,2 Milliarden Euro an Beitragseinnahmen, so das Bundesgesundheitsministerium . Obwohl einige Kassen im ersten Quartal 2019 in die roten Zahlen gerutscht seien, sollen sie die Ausfälle auf Dauer selbst ausgleichen. “Im kommenden Jahr übernimmt der Gesundheitsfonds die Mindereinnahmen noch komplett; bBis 2023 sollen die Zuschüsse auf 300 Millionen Euro gesenkt werden”, schreibt das “Westfalen-Blatt” weiter.

     

  • Freibetrag soll auf 159 Euro steigen

    Freibetrag soll auf 159 Euro steigen

    Der Freibetrag für Direktversicherte soll ab Januar 2020 immerhin 159 Euro statt 155,75 Euro Freigrenze betragen, so zumindest sieht es der Gesetzesentwurf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor.

    Spahn will Tempo machen, hat er doch die wütenden Betriebsrentner und Direktversicherten im Genick, die mächtig Druck machen. Jetzt überschlagen sich die Neuigkeiten. Erst am Wochenende hat sich die Regierungskoalition auf eine Senkung der Kassenbeiträge zur Betriebsrente geeinigt – am 1. Januar 2021 und lediglich 155,75 Euro. Nun will Spahn die Entlastung schon zum 1. Januar 2020 durchbringen. Am heutigen Dienstag hat Spahn den Fraktionen dafür eine Formulierungshilfe für einen Gesetzentwurf zur Einführung eines Freibetrages in der gesetzlichen Krankenversicherung zur Förderung der betrieblichen Altersvorsorge vorgelegt. Damit will der Minister das Vertrauen in die betriebliche Altersvorsorge stärken.

    Wer fürs Alter vorsorgt, darf nicht der Gekniffene sein. Daher setzen wir die Senkung der Kassenbeiträge zur Betriebsrente nun zügig zum 1. Januar 2020 um. Das Drittel der Betriebsrentner mit kleinen Betriebsrenten zahlt gar keinen Beitrag, ein weiteres knappes Drittel zahlt maximal den halben Beitrag und das gute Drittel mit höheren Betriebsrenten wird auch spürbar entlastet. Alle Betriebsrentner haben also was davon. Das ist auch ein wichtiges Signal für die junge Generation: Es lohnt sich, privat vorzusorgen.

    Ab Januar 159 Euro Freibetrag

    Ab 1. Januar gelte, so das Ministerium, ein sogenannter Freibetrag von 159,25 Euro. Für die ersten 159 Euro der Betriebsrente müsse dann kein Kassenbeitrag mehr gezahlt werden. Erst darüber hinaus werde die Betriebsrente verbeitragt. Heißt konkret: „Wer im kommenden Jahr zum Beispiel 169 Euro im Monat Betriebsrente bekommt, zahlt nur auf zehn Euro Kassenbeiträge“. Das seien bei einem allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent und einem Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent nur 1,57 Euro. Nach der bisherigen Regel hätte der Kassenbeitrag auf die gesamte Betriebsrente angerechnet werden müssen. 159 Euro sind aber eher Krümel, denn wer eine armutsfeste Betriebsrenten hat, liegt deutlich über diesen 159 Euro monatlich.

    Durch die Verbesserung zahlen alle Betriebsrentner laut Bundesgesundheitsminister geringere Beiträge. „Besonders profitieren werden Menschen, die eine geringe Betriebsrente erhalten“, so Spahns Ministerium.

    Wofür steht der DVG? Was haben wir erreicht?

    Imagefilm des DVG

    Reaktionen

    Demos haben etwas bewirkt – Hannover

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    Schluss mit der Sabotage der Altersvorsorge!

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  • DVG-Vorsitzender „Im Glashaus“

    DVG-Vorsitzender „Im Glashaus“

    Gerhard Kieseheuer, Vorsitzender des DVG, war zu Gast in der Sendung “Im Glashaus”.

    Der Vorsitzende des “Direktversicherungsgeschädigte e.V.” erzählt im Gespräch mit Moderatorin Charlotte Kroll in der Sendung “Im Glashaus” von gesetzlichen Veränderungen beim Abschluss von Direktversicherungsverträgen und nennt die Nachteile, die dadurch entstehen. Er selbst ist Geschädigter einer Direktversicherung. Er muss nach Eintritt in die Rente jährlich 1000 Euro zusätzlich an die Krankenkasse zahlen. Geschädigte haben Direktversicherungen abgeschlossen. Diese Versicherungen wurden nachträglich als Betriebsrenten klassifiziert.

    Kieseheuer sitzt “Im Glashaus”

    Viele Rentner seien unwissend in diese Falle getappt und müssten nun höhere Beiträge an die Krankenkassen zahlen. 2015 hat sich der Verein für Betroffene gegründet. Dem DVG gehören mittlerweile weit mehr als 3000 Mitglieder an – organisiert in 40 Regionalgruppen.

    Die breite Öffentlichkeit ist dank DVG auf diese Unrecht der Doppelverbeitragung aufmerksam geworden. Die bundesweite Demo-Aktion am 26. Oktober hat für kräftig Rückenwind gesorgt. So wurden und werden die Medien auf uns aufmerksam. Das spornt uns an.

    Link zur Mediathek mit dem Podcast von der Sendung “Im Glashaus”.

    Demo in Erfurt

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    Schluss mit der Sabotage der Altersvorsorge!

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  • Video + Bilder von Demo in Fürth

    Video + Bilder von Demo in Fürth

    Am Samstag gingen auch in Fürth Direktversicherungsgeschädigte auf die Straße. Das Frankenfernsehen war dabei und hat einen kurzen Beitrag über den Protest gebracht.

    Demo in Fürth

    Bundesweit gingen am 26. Oktober mehr als 2000 Betroffene auf die Straße, darunter auch in Fürth. Insgesamt protestierten Tausende in 19 Städten bundesweit gegen die Abzocke durch die Krankenkassen, sprich die Doppelverbeitragung von Direktversicherungen und Betriebsrenten.

    Wer eine Direktversicherung hat, zahlt fast ein Fünftel an die Krankenkassen ab, wenn er aus dem Berufsleben ausscheidet. Bei Verträgen, die vor 2004 abgeschlossen wurden, müssen der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil plus Zusatz- und Pflegebeitrag gezahlt werden. Potenziell betroffen sind davon mehr als sechs Millionen. Der Klageweg ist durch das Bundessozialgericht versperrt. Deshalb fordern sie durch den öffentlichen Protest Entschädigungen und eine nachhaltige und vertrauenswürdige Altersvorsorge.

    Beitrag im Frankenfernsehen: Hier anschauen

    Bilder von der Demo in Fürth

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  • Bilder + Videos Demo in Karlsruhe vor Verfassungsgericht

    Bilder + Videos Demo in Karlsruhe vor Verfassungsgericht

    Der DVG demonstrierte in Karlsruhe vor dem Bundesverfassungsgericht – als Teil der bundesweiten Proteste gegen das Unrecht der Doppelverbeitragung.

    Unser Mitglied Rolf Gräter hat 2 Videos erstellt, wofür wir ihm an dieser Stelle vielmals danken möchten:

    1. Teil Demo in Karlsruhe des Vereins Direktversicherungsgeschädigte e.V.

    2. Teil Chronologische Darstellung der Ausraubung von Bürgern durch die Politik.

    Damit ihr erfahrt, wogegen in Karlsruhe demonstriert wurde, hier der Text der Reden.

    Demo in Karlsruhe

    “Unsere Reden” Teil 1

    Hallo Alle

    Für die nicht “Facebook” Leser – und die gestern leider verhindert waren, die Redebeiträge – so wie sie im Facebook erscheinen.

    Mein Beitrag macht den Anfang, die anderen Beiträge folgen. Evtl. findet ihr ja verwertbare Argumente im Kampf gegen diese bodenlose Unverfrorenheit in diesen Ausführungen!

    Insgesamt war der deutschlandweite Protesttag ein toller Erfolg (allerdings auch noch ausbaufähig)!!! Wir hatten und bekommen noch eine gute Medienpräsenz – der Aufwand war wichtig und hat sich, nach meiner persönlichen Meinung, echt gelohnt!

    Danke und Gruß
    Rudi Birkmeyer

    DVG e. V. Regionale Gruppe Pfalz

    Pressestimmen

    Pfalz Express: Unrecht der Doppelverbeitragung von Direktversicherungen treibt Rentner vor die Tore des Bundesverfassungsgerichts
    Badische Neueste Nachrichten: „Erst angelockt, dann abgezockt“: Rentner machen in Karlsruhe ihrem Unmut Luft
    Karlsruhe Insider: Proteste: Hunderte Rentner gehen in Karlsruhe auf die Straße

    Über die Rede von Rudi Birkmeyer

    SONNTAG, 27. OKTOBER 2019

    R.B. durfte erfreulicherweise rund 250 „Betroffene“ begrüßen (50 Personen waren dem Ordnungsamt als TN ursprünglich gemeldet)

    Wir haben bewusst diesen symbolträchtigen Ort gewählt, denn das Vertragsrecht wird, von unseren Politikern, mit Füßen getreten! Wir werden vom Staat und den KK betrogen und bestohlen. Diesen Betrug tragen die obersten Richter mit. Und die Richter an den regionalen Sozialgerichten müssen, trotz anderer Einschätzung, diesen Betrug als „Rechtens“ beurteilen! Eine Farce – leben wir eigentlich in einer Bananenrepublik, wo bleibt die Gewaltenteilung? Zumal alle Vertreter der Parteien, die Bundestag vertreten sind, sich einig sind: „Der rückwirkende Eingriff in Verträge verstößt gegen den Vertrauensschutz – die Betroffen fühlen sich zu Recht betrogen!“ Hier nochmals nach zu hören bzw. zu sehen, am Ende der ZDF Reportage:

    https://www.youtube.com/watch?v=F4MZB-dVdkE&feature=share&fbclid=IwAR2jdybR-cLXfiB5-WHRIbODAjXdDzE45l36wpE-ZmWJj91JUIFboA1Anno)

    Mit 5% pauschaler Lohnsteuer wurden die ersten Direktlebensversicherten zur Anlage einer eigenen privaten Altersvorsorge, abgewickelt über den Arbeitgeber (ohne finanzielle Zugabe der AG), angelockt! Durch die rasante Erhöhung der Pauschalversteuerung auf 10% über 15% zu den jetzig gültigen 20% wurde diese Anlageform nur noch für „Spitzenverdiener“ ein Steuersparmodell! Normal – bzw. Geringverdiener, die doch eigentlich zu ihrer voraussehbaren spärlichen Rente private Altersvorsorge tätigen sollten, wurde die DV bereits in der Ansparphase ein steuerliches Minusgeschäft. Viele Direktlebensversicherte hatten einen geringeren persönlichen Steuersatz!!!

    Wenn Tote in einem Land, nochmals Krankenkassenbeiträge zahlen müssen – wie krank muss dann dieser Staat sein?
    Vor einiger Zeit hat mich eine Mutter angerufen, ihr geschiedener Mann ist verstorben, nun wird der Sohn abgezockt und darf – Krankenkassenbeiträge für den Verstorbenen (10 Jahre lang), aus dessen DV, zahlen. Für eine Summe die schon einmal verbeitragt war!!! Natürlich zusätzlich auch noch den „Arbeitgeberanteil, also über 18%! Nur befindet sich der arme Hinterbliebene noch in der Ausbildung (Studium) – für welchen Arbeitgeber übernimmt er nun den Kassenanteil?
    Wie abartig dieser hiergeschilderte Fall ist zeigt der unmögliche Tatbestand: Wäre der Vater des Studenten nur 3 Monate später gestorben, nach dem Erreichen des Rentenalters und erfolgter Auszahlung der DV Summe, hätte der junge Halbwaise, ca.16.000,– Euro mehr für die Finanzierung seiner Ausbildung! So bekommt nun diesen Betrag, völlig zu Unrecht, irgendeine Krankenkasse!!! Da anscheinend der junge Mann nicht schon genug mit dem Tod des Vaters belastet ist, darf er sich – als kleine staatliche Zugabe – nun auch noch, mit den skrupellosen abzockenden Krankenkassen, auseinandersetzen!

    Es gibt Menschen ohne „Direktlebensversicherung“ die trotzdem Beitrag zahlen müssen: Eine geschiedene Frau muss für ihren früheren Ehemann „Versorgungsausgleich“ zahlen. Ihr Mann hatte eine Direktversicherung abgeschlossen. Sie muss nun, aus der Versicherung des früheren Ehemannes, Krankenkassenbeiträge an die Versicherungshaie abdrücken – natürlich 10 Jahre lang. Ihr bisheriger Ehemann lacht sich ins „Fäustchen“ – er zahlt als Privatversicherter kein Euro Beitrag aus der DV!

    Mehre Rentner haben mir berichtet, dass sie heute – wohlgemerkt als Rentner – mehr Beitrag an die KK bezahlen, wie in ihrem aktiven Berufsleben! Außerdem gibt es viele Versicherte die einen höheren Beitrag zahlen, als der aus der aktuell resultierende Beitragsbemessungsgrenze fällige Satz!

    Meine „Schnapsidee“ im April mit dem Rad nach Berlin, zur Podiumsdiskussion mit fast allen Parteien aus dem Bundestag in die „Urania“ zu fahren war – im Nachhinein beurteilt Gold wert. Die kleine Radtour entwickelte sich zum medienträchtigen Ereignis! Millionenfach wurde im gesamten Bundesgebiet, in Presse, Funk und Fernsehen über den unsäglichen Betrug, an den über 6 Millionen Direktlebensversicherten, berichtet. Dies musste wohl auch die „große Politik“ zähneknirschend zur Kenntnis nehmen!

    Bilder von Demo in Karlsruhe vor Bundesverfassungsgericht

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    Redebeitrag von Michael Urschbach

    Liebe Vereinsmitglieder , liebe Leidensgenossen, Liebe Freundinnen und Freunde, ich begrüße euch alle recht herzlich an diesem denkwürdigen Tag, zu unserer bisher größten, bundesweiten Demo und bin begeistert dass so viele gekommen sind.

    Meinen herzlichen Dank an alle Vereinsmitglieder, die uns in den vergangenen Jahren, durch ihren unermüdlichen politischen und juristischen Einsatz erst in die Lage versetzt haben, diesen Kampf gegen die Doppelverbeitragung jetzt hoffentlich in die Schlussrunde und zum Erfolg zu führen!

    Liebe Freunde, wir sind die politischen Aktivisten, die gegen die Doppelverbeitragung der Direktversicherung auf die Straße gehen und wir stehen beharrlich gegen dieses Unrecht auf, bis die Politik uns wieder zu unserem Recht verhilft.

    Wir sind viele, wir sind laut, weil ihr uns die Rente klaut.

    Wir haben mittlerweile sehr viele Fürsprecher, in Sozialverbänden, den Medien und in der Politik, auch die Öffentlichkeit steht auf unserer Seite, auch weil fast jeder einen Betroffenen in der Familie hat bzw. einen Betroffenen kennt. Selbst Petrus steht auf unserer Seite und sorgt heute für gutes Wetter

    Man kann über diese Politiker oftmals nur den Kopf schütteln. Wie blöd kann eine Politik nur sein, die Menschen wie uns, vor den Kopf zu stößt, die uns betrügt und bestiehlt.

    Dabei sind Wir doch die:

    Die sich der Aufforderung der Politik zur privaten Altersvorsorge gestellt haben

    Die geschafft und gespart haben um als Rentner etwas mehr übrig zu haben als der Staat für uns vorsieht

    die dem Staat nicht auf der Tasche liegen wollten

    die sich ein Staat sich als Bürger eigentlich nur wünschen kann

    Liebe Freunde, Wir sind die Stützen dieser Gesellschaft

    wir haben alles Recht auf die Straße zu gehen und diesen Politikern den Marsch zu blasen

    Wir sind viele, wir sind laut, weil ihr uns die Rente klaut.

    Denn wer nicht auf seine Rentner hört, wird am Ende abgewählt und das ist die einzige Sprache, die diese Politiker verstehen. Denn wir können nicht einfach weitermachen, als wenn nichts geschehen wäre. Wir müssen die Parteien wählen die uns unterstützen und nicht die CDU/CSU u. SPD/Grüne, die uns unrechtmäßig unser Geld abnehmen und die uns bis heute eine gesetzliche Änderung verweigern

    Diese Politiker, haben uns hintergangen und unser Vertrauen missbraucht. Deshalb entziehen wir ihnen unser Vertrauen.

    Die Politik hat uns doch immer zur privaten Altersvorsorge gedrängt. Aber nach all den Erfahrungen, die wir mit der Politik und der Justiz in diesem Lande gemacht haben, wissen wir auch warum. Sie haben uns zum Sparen gedrängt, damit sie uns danach besser abzocken können. So sieht´s aus.

    Was werdet ihr euren Kindern und Enkel sagen

    Werdet ihr sagen, schließe eine private Altersvorsorge ab, an der Alle kräftig verdienen, außer Dir.

    oder werdet ihr sagen, sei nicht so blöd wie dein Opa oder deine Oma die auf die Politik vertraut und private Altersvorsorge betrieben haben.

    Nach all dem, was ihr mit der Politik erlebt habt, werdet ihr sagen: Der Politik kannst Du nicht vertrauen, die greift sich das Geld immer bei den Sparern, verjuble dein Einkommen und wenn Du nichts mehr hast müssen dir die anderen helfen

    Das ist der neue Zeitgeist, den die Politiker der CDU/CSU, SPD u. Grüne geschaffen haben

    Wir sind viele, wir sind laut, weil ihr uns die Rente klaut.

    Für alle Demoteilnehmer, die neu zu uns gestoßen sind und die Geschichte der Doppelverbeitragung noch nicht kennen, will ich nochmal kurz darauf eingehen, wie es zu diesem Unrecht kam

    Zur Jahrtausendwende, unter der rot/grünen Regierung Schröder/Fischer wurde die finanzielle Lage der Krankenkasse immer prekärer

    Gründe waren:

    Die hohe Arbeitslosenzahl

    Die Wiedervereinigungskosten

    Der unzureichender Ausgleich aus Steuergeld für die Gesundheitskosten der ALG II Empfänger

    Vor allem war es aber die schlechte Politik von Rot/Grün, die die Ausgabenwut des Gesundheitssystems nicht eindämmen konnte oder wollte.

    Irgendwoher musste also Geld aufgetrieben werden und da kam man auf diese Rot/Grüne Idee:

    Bei den Betriebsrentnern ist was zu holen. Die Rentner können mit dem Geld nicht ins Ausland flüchten und Rentner sind eine der wenigen Gruppen, die nicht aufmucken wenn man sie schröpft. So denken die Politiker eben. Mit wessen Geld kann ich mein Problem lösen, ohne dass der Volksaufstand ausbricht

    Vor 2004 gab es eine Lücke im Gesetz. Man konnte, wenn man seine Betriebsrentenansprüche, vor dem Austritt aus dem Unternehmen, in einer Summe auszahlen ließ Abgabenfrei bleiben. Diese Lücke, die nicht gerecht war, gaben die Politiker in der Öffentlichkeit vor zu schließen und fügten, den Hinweis ein, dass auch eine Vorab Einmalzahlung, an Stelle der Rentenzahlung, zukünftig Beitragspflichtig sind.

    Die Krankenkassen Spitzenverbände, die an der Gesetzestext Erstellung mitgewirkt hatten, also im Gegensatz zur Öffentlichkeit und den nicht eingeweihten Abgeordneten Bescheid wussten, nutzten diese Textänderung als Vorwand, um auch unsere Direktversicherung als Einmalzahlung an Stelle einer Betriebsrente zu deklarieren. Ein schmutziger Trick der Versicherungswirtschaft um an unser Geld zu kommen

    Der neue Gesetzesentwurf wurde nicht in einer öffentlichen Debatte beraten, sondern in einem Klammheimlichen Hinterzimmer Vorgehensweise, ohne Debatte im Parlament verabschiedet. Wenn man als Politiker die Rentner abzocken will, scheut man eben das Licht der Öffentlichkeit.

    Die allermeisten Abgeordneten wussten allerdings gar nicht, über was sie da abstimmten und welche Folgen diese Gesetzesänderung für die Rentner haben würde.

    Doch anstatt dass die Politik und die Justiz dieses Unrecht im Nachhinein richtig stellte. Es macht ja jeder Mal Fehler. Arbeiteten Sie Hand in Hand mit den Krankenkassen zusammen, zum Nachteil der Direktversicherten. An dieser Vorgehensweise sieht man, dass dieses Gesetz kein Fehler war, sondern eine brutale Absicht die Direktversicherten zu schröpfen.

    Hier könnt ihr sehen, wieviel das Recht in unserem Staate zählt. Wenn die Politik sich eines Problems entledigen kann, nämlich der Schieflage der Krankenkasse, dann nimmt sie die legalisierte Enteignung der Rentner in Kauf und die Karlsruher Richter unterstützen sie dabei. Soviel zur unabhängigen Justiz in Deutschland.

    Deshalb, liebe Freunde, stehen wir hier vor dem Bundesverfassungsgericht und fordern unser Recht. Ein Recht das uns durch die Politik und durch die Justiz verwehrt wird. Klagen gegen die Doppelverbeitragung sind ja mittlerweile nicht mehr zulässig und Kläger werden bei den Gerichten mit hohen Mutwillgebühren abgeschreckt. Juristisch sind uns, den Betrogenen, also die Hände gebunden.

    Wir dürfen nicht mehr vor Gericht klagen, aber Politisch lassen wir uns von denen nicht den Mund verbieten. Wir treten selbstbewusst für das Recht auf unser Eigentum ein

    Der Bundestag und das Bundesverfassungsgericht gelten als wichtige Bausteine unserer Demokratie. Wir sollten in diese Institutionen Vertrauen können. Ich frage euch: habt ihr nach unseren Erfahrungen mit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetzt noch Vertrauen in die Politik und Justiz?

    Wir sind viele, wir sind laut, weil ihr uns die Rente klaut.

    Die Politik und Frau Merkel, als ihr oberster Repräsentant, verstecken sich hinter dem Urteil der Karlsruher Richter. Mit dem Argument: Seht ihr, es ist alles rechtens.

    Wir aber empfinden diese Feigheit der Politik als zynisch und heuchlerisch

    Wie zynisch die Politiker denken, erkennt man auch im Gespräch, bzw. in an uns gerichteten politischen Stellungnahmen. Da heißt es z.B. Euch geht es doch gut, oder?

    Oder auch, Originalton Merkel: Ein bisschen bleibt Euch doch noch übrig, oder?

    So gehen die Damen und Herren Politiker mit uns um.

    Das Ziel der Politik ist klar, sie wollen uns zu entmutigen, zermürben und zur Resignation bringen. Sie versuchen unsere Forderungen als monströs und unerfüllbar darzustellen um Volkes Meinung gegen uns aufzubringen.

    Um die Öffentlichkeit zu verwirren, operiert die Politik mit falschen, überhöhten Zahlen für die Rückerstattung und falschen Begriffen. So nennt sie z.B. 40 Mrd. Euro als Summe für die Rückerstattung geleisteter Beiträge. Wir aber wissen, dass es max. ein Viertel davon ist. Ja, wenn man alle Beiträge der Betriebsrentner seit 2004 zurückerstatten wollte, kämen vielleicht diese 40Mrd. zusammen. Das hat aber keiner gefordert.

    Die Politik spricht auch ausschließlich von Betriebsrenten. Das Wort Direktversicherungen meidet sie wie der Teufel das Weihwasser. Das ist verständlich, denn wenn man eine Leiche im Keller hat, spricht man halt nicht gerne darüber

    Frau Merkel sagt, für eine Entschädigung der Direktversicherten wäre kein Geld da. Das ist eine Lüge und sie wird noch nicht mal rot dabei. Geld ist genügend da. Merkel verteilt es aber dort, wo es ihr mehr Wählerstimmen bringt, bzw. dem Machterhalt dient.

    Für Merkels ganze vermurksten Politikvorhaben ist Geld da

    Für die Rettung der Banken

    Für Stuttgart 21

    Für den Berliner Flughafen

    Für den überstürzten chaotischen Atomausstieg

    Für die Merkel´sche Migrationspolitik

    Für eine Grundrente ohne Bedürfnisprüfung

    Für die Energiewende die nicht funktioniert

    Für die EZB Finanzierung der Schuldenstaaten

    ich könnte noch mehr nennen, aber lassen wir das, bevor mein Blutdruck weiter steigt

    Wir sind viele, wir sind laut, weil man uns die Rente klaut.

    Aus Merkel´s Sicht sind wir Rentner keine Gefahr, weil die meisten von uns still leiden und ihr weiterhin ihre Stimme geben. Sie glaubt, die Stimmen der Rentner sind ihr sicher, egal wie übel sie von der Politik behandelt werden.

    Wir aber rufen den Politikern zu:

    Wir wählen euch, SPD-grüne und CDU/CSU nicht mehr

    ihr habt unser Vertrauen missbraucht. Jetzt entziehen wir euch unser Vertrauen

    Was die Politik und Justiz mit uns Direktversicherungsgeschädigte veranstaltet ist Enteignung

    Wir haben unsere Beiträge zu unserer Direktversicherung versteuert und Sozialversicherungsbeiträge bezahlt.

    Wenn man diese Abgaben auf sein Einkommen geleistet hat handelt es sich, bei dem kümmerlichen Rest, um unser Eigentum, welches vom Grundgesetz geschützt ist. Aber selbst vor dem Grundgesetz schreckt diese Kleptokratie nicht zurück. Diese Bundesrichter behaupten, unser angespartes Kapital wären Versorgungsbezüge. Das ist nichts anderes als eine schamlose Verdrehung der Tatsachen.

    Wenn man das zu Ende denkt, müsste die Politik auch auf Sparkonten, Aktien, Autos, Grundstücke, Immobilien 19% Krankenkassenbeiträge erheben, aber vielleicht kommt das ja noch. Negativzinsen gibt es ja mittlerweile auch schon.

    Der einzige Gedanke, auf den die Politik noch nie gekommen ist, ist die privat versicherten Beamten, Abgeordnete, Freiberufler, Selbständige, zur solidarischen Finanzierung von Versicherungsfremden Leistungen in der GKV heranzuziehen. Aber wir wissen ja: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus

    Das Rentenniveau in D ist miserabel, Seit der Jahrtausendwende hat Rot-Grün das Rentenniveau drastisch abgesenkt. Deutschland, dem es lt. Merkel ja so gut geht, hat unter den Industrieländern die rote Laterne, was die Höhe der Renten angeht.

    Man muss ja nur in unsere Nachbarländer schauen und sehen welches Rentenniveaus dort ausgeschüttet werden

    Lt. OECD wird in D 50% des letzten Nettolohns als Rente gezahlt

    In Frankreich 75%

    In Spanien 80%

    in Italien 90%

    Bei den Beamtenpensionen und Abgeordneten Ruhegelder gab es diese Einschnitte nicht.

    Beamte erhalten weiterhin 72% ihrer letzten Bezüge. Von der Abgeordneten Ruhestandsversorgung ganz zu schweigen.

    Kann der Grund für die Großzügigkeit darin liegen, dass der Bundestag einen hohen Anteil von Beamten hat?

    Aber in den Wahlkämpfen der letzten Jahrzehnte haben die politischen Parteien tunlichst das Thema Rente vermieden. Ja es gab sogar Absprachen, über alle Parteigrenzen hinweg, Das Thema Renten nicht zum Wahlkampfthema zu machen. Da war man sich auf einmal einig

    Statt dem Renten Thema, sind Bei uns Gendertoilletten und Chlorhühnchen, adoptionsrecht für schwule und lesbische Paare, Wahlkampfthemen. Das Wahlvolk lässt sich das ja gefallen.

    Tja, liebe Politiker, damit seid ihr ein paar Jahre durchgekommen, aber jetzt, wo die Geburtenstarken Jahrgänge bei den Renten geschröpft werden sollen und es immer mehr Betroffene gibt, wachen auch immer mehr auf und wehren sich.

    Wir sind viele, wir sind laut, weil man uns die Rente klaut.

    Uns wird ja immer erzählt, dass die Demoskopie der Grund für die Rentenmisere in D ist. Das erklärt die Situation aber nur zum kleineren Teil

    Die Haupttreiber für die Rentenmisere sind die Kosten der Wiedervereinigung, die hohen Kosten für ALG II Bezieher und viele andere Versicherungsfremden Leistungen. Anstatt diese Versicherungsfremden Leistungen auf alle Steuerzahler umzulegen, werden sie, bereits seit Jahrzehnten, den gesetzlich Versicherten aufgebürdet

    Aber gerade weil, die gesetzliche Rente seitens der Politik so zu Grunde gerichtet wurde, war es der Politik so wichtig eine Betriebsrente und eine private Altersvorsorge zu haben. Aber diese Politik macht auch vor unseren Ersparnissen nicht Halt und ruiniert auch diesen Anteil der Altersversorgung

    Knapp 60% der Rentner in Deutschland erhalten eine Betriebsrente insgesamt ca. 17 Mio. Darin enthalten sind aber mindestens 6,3 Mio. Direktversicherten. D.h. wenn man die Direktversicherungen abzieht, weil das gar keine Betriebsrenten sind, sieht der Anteil der Beschäftigten mit Betriebsrenten gar nicht mehr so toll aus.

    22% der Männer und 7% der Frauen erhalten eine Betriebsrente von mehr als 700Euro

    45% der Männer und 64% der Frauen erhalten weniger als 200 Euro.

    Das erklärt auch, warum die Politik über einen Betriebsrenten Freibetrag von 150Euro nachdenkt.

    Man hofft, so einen Großteil der Betriebsrentner ruhig zu stellen.

    Für uns Direktversicherungsgeschädigte wäre aber ein Freibetrag von 150 Euro nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

    Die Rendite der Direktversicherung wurde von mehreren Seiten aufgezehrt. Durch mehrfache Steuererhöhungen, die null Zins Politik der EZB und den nachträglich eingeführten Krankenkassenbeiträgen von 19%

    Mittlerweile, durch den unermüdlichen Einsatz unseres Vereins, kommt Bewegung in die Politik

    Immer mehr Politiker verstehen, jetzt zum ersten Mal, unser Thema und erkennen den politischen Sprengstoff der sich dahinter verbirgt. So äußern jetzt viele Politiker Verständnis für unsere Wut und manche machen sogar Fraktionsintern Druck. Allerdings ist dem Braten noch nicht ganz zu trauen. Denn nicht alles was Politiker sagen, meinen sie auch so. Manche Politiker haben nach der Wahl auch ein schlechtes Gedächtnis, bezüglich der Dinge, die sie vor der Wahl versprochen haben.

    Selbst Gesundheitsminister Spahn wollte Anfang des Jahres einen Gesetzesentwurf zur Änderung des GMG auf den Weg bringen, aber im Kanzleramt sitzt die Oberbremserin Merkel, die kühl abschätzt, dass die Betriebsrentner auch weiterhin nicht aufmucken und sie unser Geld deshalb weiterhin an anderer Stelle verwenden kann

    Wollen wir uns das weiterhin gefallen lassen?

    Wir sind viele, wir sind laut, weil man uns die Rente klaut.

    Ein ganz hoffnungsloser Fall scheinen die Grünen zu sein. Sie sehen bei der Direktversicherung keinen wirklichen Handlungsbedarf. Gnädiger Weise denken sie über einen Freibetrag von 150Euro nach. Klar, ihre Klientel, die Lehrer, Beamten und Freiberufler hat unser Problem ja nicht, die sind alle privat versichert. D.h. den Grünen ist das an uns begangene Unrecht egal

    Liebe Freunde, fridays for future und die französischen Gelbwesten wären nicht wahrgenommen worden, wenn sie nur einmal gestreikt hätten und danach auf ihr Sofa zurückgekehrt wären

    Daher mein Appell an Euch: Legt eure Hemmungen ab. Die Einstellung: Demo, nein das ist nichts für mich. Das ist nicht die richtige Einstellung. Wir sind keine Bittsteller, Wir fordern keine Almosen, wir fordern unser Recht auf unser Eigentum und das ist unser Grundrecht Art. 14GG

    Wir müssen der Politik noch stärker als bisher auf die Nerven gehen. Auf der Ebene der Abgeordneten haben wir durch permanente Gespräche und ein großes Medienecho schon einiges erreicht. Es geht hier um viel Geld. Um Milliarden die von uns geraubt wurden. Diese Milliarden rückt die Politik nicht ohne massiven Druck wieder heraus. Um das Bundeskanzleramt zu bewegen braucht es den massiven Druck von allen Betroffenen auf der Straße

    Unsere heutige Kundgebung, liebe Freunde, kann erst der Anfang sein.

    Wir dürfen nicht eher Ruhe geben, bis unsere Forderungen:

    Sofortiger Stopp der Mehrfachverbeitragung und finanzielle Entschädigung für die Betroffenen, in deren Verträge mit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz rückwirkend eingegriffen wurde, erfüllt sind und wir unser Geld wiederbekommen haben.

    Ich bedanke mich für Eure Aufmerksamkeit.

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