Tag: Gesundheitsmodernisierungsgesetz

  • Bilder + Videos Demo in Karlsruhe vor Verfassungsgericht

    Bilder + Videos Demo in Karlsruhe vor Verfassungsgericht

    Der DVG demonstrierte in Karlsruhe vor dem Bundesverfassungsgericht – als Teil der bundesweiten Proteste gegen das Unrecht der Doppelverbeitragung.

    Unser Mitglied Rolf Gräter hat 2 Videos erstellt, wofür wir ihm an dieser Stelle vielmals danken möchten:

    1. Teil Demo in Karlsruhe des Vereins Direktversicherungsgeschädigte e.V.

    2. Teil Chronologische Darstellung der Ausraubung von Bürgern durch die Politik.

    Damit ihr erfahrt, wogegen in Karlsruhe demonstriert wurde, hier der Text der Reden.

    Demo in Karlsruhe

    “Unsere Reden” Teil 1

    Hallo Alle

    Für die nicht “Facebook” Leser – und die gestern leider verhindert waren, die Redebeiträge – so wie sie im Facebook erscheinen.

    Mein Beitrag macht den Anfang, die anderen Beiträge folgen. Evtl. findet ihr ja verwertbare Argumente im Kampf gegen diese bodenlose Unverfrorenheit in diesen Ausführungen!

    Insgesamt war der deutschlandweite Protesttag ein toller Erfolg (allerdings auch noch ausbaufähig)!!! Wir hatten und bekommen noch eine gute Medienpräsenz – der Aufwand war wichtig und hat sich, nach meiner persönlichen Meinung, echt gelohnt!

    Danke und Gruß
    Rudi Birkmeyer

    DVG e. V. Regionale Gruppe Pfalz

    Pressestimmen

    Pfalz Express: Unrecht der Doppelverbeitragung von Direktversicherungen treibt Rentner vor die Tore des Bundesverfassungsgerichts
    Badische Neueste Nachrichten: „Erst angelockt, dann abgezockt“: Rentner machen in Karlsruhe ihrem Unmut Luft
    Karlsruhe Insider: Proteste: Hunderte Rentner gehen in Karlsruhe auf die Straße

    Über die Rede von Rudi Birkmeyer

    SONNTAG, 27. OKTOBER 2019

    R.B. durfte erfreulicherweise rund 250 „Betroffene“ begrüßen (50 Personen waren dem Ordnungsamt als TN ursprünglich gemeldet)

    Wir haben bewusst diesen symbolträchtigen Ort gewählt, denn das Vertragsrecht wird, von unseren Politikern, mit Füßen getreten! Wir werden vom Staat und den KK betrogen und bestohlen. Diesen Betrug tragen die obersten Richter mit. Und die Richter an den regionalen Sozialgerichten müssen, trotz anderer Einschätzung, diesen Betrug als „Rechtens“ beurteilen! Eine Farce – leben wir eigentlich in einer Bananenrepublik, wo bleibt die Gewaltenteilung? Zumal alle Vertreter der Parteien, die Bundestag vertreten sind, sich einig sind: „Der rückwirkende Eingriff in Verträge verstößt gegen den Vertrauensschutz – die Betroffen fühlen sich zu Recht betrogen!“ Hier nochmals nach zu hören bzw. zu sehen, am Ende der ZDF Reportage:

    https://www.youtube.com/watch?v=F4MZB-dVdkE&feature=share&fbclid=IwAR2jdybR-cLXfiB5-WHRIbODAjXdDzE45l36wpE-ZmWJj91JUIFboA1Anno)

    Mit 5% pauschaler Lohnsteuer wurden die ersten Direktlebensversicherten zur Anlage einer eigenen privaten Altersvorsorge, abgewickelt über den Arbeitgeber (ohne finanzielle Zugabe der AG), angelockt! Durch die rasante Erhöhung der Pauschalversteuerung auf 10% über 15% zu den jetzig gültigen 20% wurde diese Anlageform nur noch für „Spitzenverdiener“ ein Steuersparmodell! Normal – bzw. Geringverdiener, die doch eigentlich zu ihrer voraussehbaren spärlichen Rente private Altersvorsorge tätigen sollten, wurde die DV bereits in der Ansparphase ein steuerliches Minusgeschäft. Viele Direktlebensversicherte hatten einen geringeren persönlichen Steuersatz!!!

    Wenn Tote in einem Land, nochmals Krankenkassenbeiträge zahlen müssen – wie krank muss dann dieser Staat sein?
    Vor einiger Zeit hat mich eine Mutter angerufen, ihr geschiedener Mann ist verstorben, nun wird der Sohn abgezockt und darf – Krankenkassenbeiträge für den Verstorbenen (10 Jahre lang), aus dessen DV, zahlen. Für eine Summe die schon einmal verbeitragt war!!! Natürlich zusätzlich auch noch den „Arbeitgeberanteil, also über 18%! Nur befindet sich der arme Hinterbliebene noch in der Ausbildung (Studium) – für welchen Arbeitgeber übernimmt er nun den Kassenanteil?
    Wie abartig dieser hiergeschilderte Fall ist zeigt der unmögliche Tatbestand: Wäre der Vater des Studenten nur 3 Monate später gestorben, nach dem Erreichen des Rentenalters und erfolgter Auszahlung der DV Summe, hätte der junge Halbwaise, ca.16.000,– Euro mehr für die Finanzierung seiner Ausbildung! So bekommt nun diesen Betrag, völlig zu Unrecht, irgendeine Krankenkasse!!! Da anscheinend der junge Mann nicht schon genug mit dem Tod des Vaters belastet ist, darf er sich – als kleine staatliche Zugabe – nun auch noch, mit den skrupellosen abzockenden Krankenkassen, auseinandersetzen!

    Es gibt Menschen ohne „Direktlebensversicherung“ die trotzdem Beitrag zahlen müssen: Eine geschiedene Frau muss für ihren früheren Ehemann „Versorgungsausgleich“ zahlen. Ihr Mann hatte eine Direktversicherung abgeschlossen. Sie muss nun, aus der Versicherung des früheren Ehemannes, Krankenkassenbeiträge an die Versicherungshaie abdrücken – natürlich 10 Jahre lang. Ihr bisheriger Ehemann lacht sich ins „Fäustchen“ – er zahlt als Privatversicherter kein Euro Beitrag aus der DV!

    Mehre Rentner haben mir berichtet, dass sie heute – wohlgemerkt als Rentner – mehr Beitrag an die KK bezahlen, wie in ihrem aktiven Berufsleben! Außerdem gibt es viele Versicherte die einen höheren Beitrag zahlen, als der aus der aktuell resultierende Beitragsbemessungsgrenze fällige Satz!

    Meine „Schnapsidee“ im April mit dem Rad nach Berlin, zur Podiumsdiskussion mit fast allen Parteien aus dem Bundestag in die „Urania“ zu fahren war – im Nachhinein beurteilt Gold wert. Die kleine Radtour entwickelte sich zum medienträchtigen Ereignis! Millionenfach wurde im gesamten Bundesgebiet, in Presse, Funk und Fernsehen über den unsäglichen Betrug, an den über 6 Millionen Direktlebensversicherten, berichtet. Dies musste wohl auch die „große Politik“ zähneknirschend zur Kenntnis nehmen!

    Bilder von Demo in Karlsruhe vor Bundesverfassungsgericht

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    Redebeitrag von Michael Urschbach

    Liebe Vereinsmitglieder , liebe Leidensgenossen, Liebe Freundinnen und Freunde, ich begrüße euch alle recht herzlich an diesem denkwürdigen Tag, zu unserer bisher größten, bundesweiten Demo und bin begeistert dass so viele gekommen sind.

    Meinen herzlichen Dank an alle Vereinsmitglieder, die uns in den vergangenen Jahren, durch ihren unermüdlichen politischen und juristischen Einsatz erst in die Lage versetzt haben, diesen Kampf gegen die Doppelverbeitragung jetzt hoffentlich in die Schlussrunde und zum Erfolg zu führen!

    Liebe Freunde, wir sind die politischen Aktivisten, die gegen die Doppelverbeitragung der Direktversicherung auf die Straße gehen und wir stehen beharrlich gegen dieses Unrecht auf, bis die Politik uns wieder zu unserem Recht verhilft.

    Wir sind viele, wir sind laut, weil ihr uns die Rente klaut.

    Wir haben mittlerweile sehr viele Fürsprecher, in Sozialverbänden, den Medien und in der Politik, auch die Öffentlichkeit steht auf unserer Seite, auch weil fast jeder einen Betroffenen in der Familie hat bzw. einen Betroffenen kennt. Selbst Petrus steht auf unserer Seite und sorgt heute für gutes Wetter

    Man kann über diese Politiker oftmals nur den Kopf schütteln. Wie blöd kann eine Politik nur sein, die Menschen wie uns, vor den Kopf zu stößt, die uns betrügt und bestiehlt.

    Dabei sind Wir doch die:

    Die sich der Aufforderung der Politik zur privaten Altersvorsorge gestellt haben

    Die geschafft und gespart haben um als Rentner etwas mehr übrig zu haben als der Staat für uns vorsieht

    die dem Staat nicht auf der Tasche liegen wollten

    die sich ein Staat sich als Bürger eigentlich nur wünschen kann

    Liebe Freunde, Wir sind die Stützen dieser Gesellschaft

    wir haben alles Recht auf die Straße zu gehen und diesen Politikern den Marsch zu blasen

    Wir sind viele, wir sind laut, weil ihr uns die Rente klaut.

    Denn wer nicht auf seine Rentner hört, wird am Ende abgewählt und das ist die einzige Sprache, die diese Politiker verstehen. Denn wir können nicht einfach weitermachen, als wenn nichts geschehen wäre. Wir müssen die Parteien wählen die uns unterstützen und nicht die CDU/CSU u. SPD/Grüne, die uns unrechtmäßig unser Geld abnehmen und die uns bis heute eine gesetzliche Änderung verweigern

    Diese Politiker, haben uns hintergangen und unser Vertrauen missbraucht. Deshalb entziehen wir ihnen unser Vertrauen.

    Die Politik hat uns doch immer zur privaten Altersvorsorge gedrängt. Aber nach all den Erfahrungen, die wir mit der Politik und der Justiz in diesem Lande gemacht haben, wissen wir auch warum. Sie haben uns zum Sparen gedrängt, damit sie uns danach besser abzocken können. So sieht´s aus.

    Was werdet ihr euren Kindern und Enkel sagen

    Werdet ihr sagen, schließe eine private Altersvorsorge ab, an der Alle kräftig verdienen, außer Dir.

    oder werdet ihr sagen, sei nicht so blöd wie dein Opa oder deine Oma die auf die Politik vertraut und private Altersvorsorge betrieben haben.

    Nach all dem, was ihr mit der Politik erlebt habt, werdet ihr sagen: Der Politik kannst Du nicht vertrauen, die greift sich das Geld immer bei den Sparern, verjuble dein Einkommen und wenn Du nichts mehr hast müssen dir die anderen helfen

    Das ist der neue Zeitgeist, den die Politiker der CDU/CSU, SPD u. Grüne geschaffen haben

    Wir sind viele, wir sind laut, weil ihr uns die Rente klaut.

    Für alle Demoteilnehmer, die neu zu uns gestoßen sind und die Geschichte der Doppelverbeitragung noch nicht kennen, will ich nochmal kurz darauf eingehen, wie es zu diesem Unrecht kam

    Zur Jahrtausendwende, unter der rot/grünen Regierung Schröder/Fischer wurde die finanzielle Lage der Krankenkasse immer prekärer

    Gründe waren:

    Die hohe Arbeitslosenzahl

    Die Wiedervereinigungskosten

    Der unzureichender Ausgleich aus Steuergeld für die Gesundheitskosten der ALG II Empfänger

    Vor allem war es aber die schlechte Politik von Rot/Grün, die die Ausgabenwut des Gesundheitssystems nicht eindämmen konnte oder wollte.

    Irgendwoher musste also Geld aufgetrieben werden und da kam man auf diese Rot/Grüne Idee:

    Bei den Betriebsrentnern ist was zu holen. Die Rentner können mit dem Geld nicht ins Ausland flüchten und Rentner sind eine der wenigen Gruppen, die nicht aufmucken wenn man sie schröpft. So denken die Politiker eben. Mit wessen Geld kann ich mein Problem lösen, ohne dass der Volksaufstand ausbricht

    Vor 2004 gab es eine Lücke im Gesetz. Man konnte, wenn man seine Betriebsrentenansprüche, vor dem Austritt aus dem Unternehmen, in einer Summe auszahlen ließ Abgabenfrei bleiben. Diese Lücke, die nicht gerecht war, gaben die Politiker in der Öffentlichkeit vor zu schließen und fügten, den Hinweis ein, dass auch eine Vorab Einmalzahlung, an Stelle der Rentenzahlung, zukünftig Beitragspflichtig sind.

    Die Krankenkassen Spitzenverbände, die an der Gesetzestext Erstellung mitgewirkt hatten, also im Gegensatz zur Öffentlichkeit und den nicht eingeweihten Abgeordneten Bescheid wussten, nutzten diese Textänderung als Vorwand, um auch unsere Direktversicherung als Einmalzahlung an Stelle einer Betriebsrente zu deklarieren. Ein schmutziger Trick der Versicherungswirtschaft um an unser Geld zu kommen

    Der neue Gesetzesentwurf wurde nicht in einer öffentlichen Debatte beraten, sondern in einem Klammheimlichen Hinterzimmer Vorgehensweise, ohne Debatte im Parlament verabschiedet. Wenn man als Politiker die Rentner abzocken will, scheut man eben das Licht der Öffentlichkeit.

    Die allermeisten Abgeordneten wussten allerdings gar nicht, über was sie da abstimmten und welche Folgen diese Gesetzesänderung für die Rentner haben würde.

    Doch anstatt dass die Politik und die Justiz dieses Unrecht im Nachhinein richtig stellte. Es macht ja jeder Mal Fehler. Arbeiteten Sie Hand in Hand mit den Krankenkassen zusammen, zum Nachteil der Direktversicherten. An dieser Vorgehensweise sieht man, dass dieses Gesetz kein Fehler war, sondern eine brutale Absicht die Direktversicherten zu schröpfen.

    Hier könnt ihr sehen, wieviel das Recht in unserem Staate zählt. Wenn die Politik sich eines Problems entledigen kann, nämlich der Schieflage der Krankenkasse, dann nimmt sie die legalisierte Enteignung der Rentner in Kauf und die Karlsruher Richter unterstützen sie dabei. Soviel zur unabhängigen Justiz in Deutschland.

    Deshalb, liebe Freunde, stehen wir hier vor dem Bundesverfassungsgericht und fordern unser Recht. Ein Recht das uns durch die Politik und durch die Justiz verwehrt wird. Klagen gegen die Doppelverbeitragung sind ja mittlerweile nicht mehr zulässig und Kläger werden bei den Gerichten mit hohen Mutwillgebühren abgeschreckt. Juristisch sind uns, den Betrogenen, also die Hände gebunden.

    Wir dürfen nicht mehr vor Gericht klagen, aber Politisch lassen wir uns von denen nicht den Mund verbieten. Wir treten selbstbewusst für das Recht auf unser Eigentum ein

    Der Bundestag und das Bundesverfassungsgericht gelten als wichtige Bausteine unserer Demokratie. Wir sollten in diese Institutionen Vertrauen können. Ich frage euch: habt ihr nach unseren Erfahrungen mit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetzt noch Vertrauen in die Politik und Justiz?

    Wir sind viele, wir sind laut, weil ihr uns die Rente klaut.

    Die Politik und Frau Merkel, als ihr oberster Repräsentant, verstecken sich hinter dem Urteil der Karlsruher Richter. Mit dem Argument: Seht ihr, es ist alles rechtens.

    Wir aber empfinden diese Feigheit der Politik als zynisch und heuchlerisch

    Wie zynisch die Politiker denken, erkennt man auch im Gespräch, bzw. in an uns gerichteten politischen Stellungnahmen. Da heißt es z.B. Euch geht es doch gut, oder?

    Oder auch, Originalton Merkel: Ein bisschen bleibt Euch doch noch übrig, oder?

    So gehen die Damen und Herren Politiker mit uns um.

    Das Ziel der Politik ist klar, sie wollen uns zu entmutigen, zermürben und zur Resignation bringen. Sie versuchen unsere Forderungen als monströs und unerfüllbar darzustellen um Volkes Meinung gegen uns aufzubringen.

    Um die Öffentlichkeit zu verwirren, operiert die Politik mit falschen, überhöhten Zahlen für die Rückerstattung und falschen Begriffen. So nennt sie z.B. 40 Mrd. Euro als Summe für die Rückerstattung geleisteter Beiträge. Wir aber wissen, dass es max. ein Viertel davon ist. Ja, wenn man alle Beiträge der Betriebsrentner seit 2004 zurückerstatten wollte, kämen vielleicht diese 40Mrd. zusammen. Das hat aber keiner gefordert.

    Die Politik spricht auch ausschließlich von Betriebsrenten. Das Wort Direktversicherungen meidet sie wie der Teufel das Weihwasser. Das ist verständlich, denn wenn man eine Leiche im Keller hat, spricht man halt nicht gerne darüber

    Frau Merkel sagt, für eine Entschädigung der Direktversicherten wäre kein Geld da. Das ist eine Lüge und sie wird noch nicht mal rot dabei. Geld ist genügend da. Merkel verteilt es aber dort, wo es ihr mehr Wählerstimmen bringt, bzw. dem Machterhalt dient.

    Für Merkels ganze vermurksten Politikvorhaben ist Geld da

    Für die Rettung der Banken

    Für Stuttgart 21

    Für den Berliner Flughafen

    Für den überstürzten chaotischen Atomausstieg

    Für die Merkel´sche Migrationspolitik

    Für eine Grundrente ohne Bedürfnisprüfung

    Für die Energiewende die nicht funktioniert

    Für die EZB Finanzierung der Schuldenstaaten

    ich könnte noch mehr nennen, aber lassen wir das, bevor mein Blutdruck weiter steigt

    Wir sind viele, wir sind laut, weil man uns die Rente klaut.

    Aus Merkel´s Sicht sind wir Rentner keine Gefahr, weil die meisten von uns still leiden und ihr weiterhin ihre Stimme geben. Sie glaubt, die Stimmen der Rentner sind ihr sicher, egal wie übel sie von der Politik behandelt werden.

    Wir aber rufen den Politikern zu:

    Wir wählen euch, SPD-grüne und CDU/CSU nicht mehr

    ihr habt unser Vertrauen missbraucht. Jetzt entziehen wir euch unser Vertrauen

    Was die Politik und Justiz mit uns Direktversicherungsgeschädigte veranstaltet ist Enteignung

    Wir haben unsere Beiträge zu unserer Direktversicherung versteuert und Sozialversicherungsbeiträge bezahlt.

    Wenn man diese Abgaben auf sein Einkommen geleistet hat handelt es sich, bei dem kümmerlichen Rest, um unser Eigentum, welches vom Grundgesetz geschützt ist. Aber selbst vor dem Grundgesetz schreckt diese Kleptokratie nicht zurück. Diese Bundesrichter behaupten, unser angespartes Kapital wären Versorgungsbezüge. Das ist nichts anderes als eine schamlose Verdrehung der Tatsachen.

    Wenn man das zu Ende denkt, müsste die Politik auch auf Sparkonten, Aktien, Autos, Grundstücke, Immobilien 19% Krankenkassenbeiträge erheben, aber vielleicht kommt das ja noch. Negativzinsen gibt es ja mittlerweile auch schon.

    Der einzige Gedanke, auf den die Politik noch nie gekommen ist, ist die privat versicherten Beamten, Abgeordnete, Freiberufler, Selbständige, zur solidarischen Finanzierung von Versicherungsfremden Leistungen in der GKV heranzuziehen. Aber wir wissen ja: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus

    Das Rentenniveau in D ist miserabel, Seit der Jahrtausendwende hat Rot-Grün das Rentenniveau drastisch abgesenkt. Deutschland, dem es lt. Merkel ja so gut geht, hat unter den Industrieländern die rote Laterne, was die Höhe der Renten angeht.

    Man muss ja nur in unsere Nachbarländer schauen und sehen welches Rentenniveaus dort ausgeschüttet werden

    Lt. OECD wird in D 50% des letzten Nettolohns als Rente gezahlt

    In Frankreich 75%

    In Spanien 80%

    in Italien 90%

    Bei den Beamtenpensionen und Abgeordneten Ruhegelder gab es diese Einschnitte nicht.

    Beamte erhalten weiterhin 72% ihrer letzten Bezüge. Von der Abgeordneten Ruhestandsversorgung ganz zu schweigen.

    Kann der Grund für die Großzügigkeit darin liegen, dass der Bundestag einen hohen Anteil von Beamten hat?

    Aber in den Wahlkämpfen der letzten Jahrzehnte haben die politischen Parteien tunlichst das Thema Rente vermieden. Ja es gab sogar Absprachen, über alle Parteigrenzen hinweg, Das Thema Renten nicht zum Wahlkampfthema zu machen. Da war man sich auf einmal einig

    Statt dem Renten Thema, sind Bei uns Gendertoilletten und Chlorhühnchen, adoptionsrecht für schwule und lesbische Paare, Wahlkampfthemen. Das Wahlvolk lässt sich das ja gefallen.

    Tja, liebe Politiker, damit seid ihr ein paar Jahre durchgekommen, aber jetzt, wo die Geburtenstarken Jahrgänge bei den Renten geschröpft werden sollen und es immer mehr Betroffene gibt, wachen auch immer mehr auf und wehren sich.

    Wir sind viele, wir sind laut, weil man uns die Rente klaut.

    Uns wird ja immer erzählt, dass die Demoskopie der Grund für die Rentenmisere in D ist. Das erklärt die Situation aber nur zum kleineren Teil

    Die Haupttreiber für die Rentenmisere sind die Kosten der Wiedervereinigung, die hohen Kosten für ALG II Bezieher und viele andere Versicherungsfremden Leistungen. Anstatt diese Versicherungsfremden Leistungen auf alle Steuerzahler umzulegen, werden sie, bereits seit Jahrzehnten, den gesetzlich Versicherten aufgebürdet

    Aber gerade weil, die gesetzliche Rente seitens der Politik so zu Grunde gerichtet wurde, war es der Politik so wichtig eine Betriebsrente und eine private Altersvorsorge zu haben. Aber diese Politik macht auch vor unseren Ersparnissen nicht Halt und ruiniert auch diesen Anteil der Altersversorgung

    Knapp 60% der Rentner in Deutschland erhalten eine Betriebsrente insgesamt ca. 17 Mio. Darin enthalten sind aber mindestens 6,3 Mio. Direktversicherten. D.h. wenn man die Direktversicherungen abzieht, weil das gar keine Betriebsrenten sind, sieht der Anteil der Beschäftigten mit Betriebsrenten gar nicht mehr so toll aus.

    22% der Männer und 7% der Frauen erhalten eine Betriebsrente von mehr als 700Euro

    45% der Männer und 64% der Frauen erhalten weniger als 200 Euro.

    Das erklärt auch, warum die Politik über einen Betriebsrenten Freibetrag von 150Euro nachdenkt.

    Man hofft, so einen Großteil der Betriebsrentner ruhig zu stellen.

    Für uns Direktversicherungsgeschädigte wäre aber ein Freibetrag von 150 Euro nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

    Die Rendite der Direktversicherung wurde von mehreren Seiten aufgezehrt. Durch mehrfache Steuererhöhungen, die null Zins Politik der EZB und den nachträglich eingeführten Krankenkassenbeiträgen von 19%

    Mittlerweile, durch den unermüdlichen Einsatz unseres Vereins, kommt Bewegung in die Politik

    Immer mehr Politiker verstehen, jetzt zum ersten Mal, unser Thema und erkennen den politischen Sprengstoff der sich dahinter verbirgt. So äußern jetzt viele Politiker Verständnis für unsere Wut und manche machen sogar Fraktionsintern Druck. Allerdings ist dem Braten noch nicht ganz zu trauen. Denn nicht alles was Politiker sagen, meinen sie auch so. Manche Politiker haben nach der Wahl auch ein schlechtes Gedächtnis, bezüglich der Dinge, die sie vor der Wahl versprochen haben.

    Selbst Gesundheitsminister Spahn wollte Anfang des Jahres einen Gesetzesentwurf zur Änderung des GMG auf den Weg bringen, aber im Kanzleramt sitzt die Oberbremserin Merkel, die kühl abschätzt, dass die Betriebsrentner auch weiterhin nicht aufmucken und sie unser Geld deshalb weiterhin an anderer Stelle verwenden kann

    Wollen wir uns das weiterhin gefallen lassen?

    Wir sind viele, wir sind laut, weil man uns die Rente klaut.

    Ein ganz hoffnungsloser Fall scheinen die Grünen zu sein. Sie sehen bei der Direktversicherung keinen wirklichen Handlungsbedarf. Gnädiger Weise denken sie über einen Freibetrag von 150Euro nach. Klar, ihre Klientel, die Lehrer, Beamten und Freiberufler hat unser Problem ja nicht, die sind alle privat versichert. D.h. den Grünen ist das an uns begangene Unrecht egal

    Liebe Freunde, fridays for future und die französischen Gelbwesten wären nicht wahrgenommen worden, wenn sie nur einmal gestreikt hätten und danach auf ihr Sofa zurückgekehrt wären

    Daher mein Appell an Euch: Legt eure Hemmungen ab. Die Einstellung: Demo, nein das ist nichts für mich. Das ist nicht die richtige Einstellung. Wir sind keine Bittsteller, Wir fordern keine Almosen, wir fordern unser Recht auf unser Eigentum und das ist unser Grundrecht Art. 14GG

    Wir müssen der Politik noch stärker als bisher auf die Nerven gehen. Auf der Ebene der Abgeordneten haben wir durch permanente Gespräche und ein großes Medienecho schon einiges erreicht. Es geht hier um viel Geld. Um Milliarden die von uns geraubt wurden. Diese Milliarden rückt die Politik nicht ohne massiven Druck wieder heraus. Um das Bundeskanzleramt zu bewegen braucht es den massiven Druck von allen Betroffenen auf der Straße

    Unsere heutige Kundgebung, liebe Freunde, kann erst der Anfang sein.

    Wir dürfen nicht eher Ruhe geben, bis unsere Forderungen:

    Sofortiger Stopp der Mehrfachverbeitragung und finanzielle Entschädigung für die Betroffenen, in deren Verträge mit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz rückwirkend eingegriffen wurde, erfüllt sind und wir unser Geld wiederbekommen haben.

    Ich bedanke mich für Eure Aufmerksamkeit.

  • Bodo Ramelow nach Thüringenwahl

    Bodo Ramelow nach Thüringenwahl

    In seiner Rede nach der Thüringenwahl geht Bodo Ramelow auch auf das Thema Doppelverbeitragung von Direktversicherungen ein, schließlich war am Samstag auf der Demo des DVG in Erfurt auf dem Domplatz.

    Ramelow nach der Thüringenwahl

    Zu hören ab Minute 5:11 – seine Rede nach der Thüringenwahl im Parteivorstand

    Frau Regina Stosch (DIE LINKE) war so nett und hat uns das Video der Rede von Bodo Ramelow (Ministerpräsident des Freistaates Thüringen) zur Verfügung gestellt.

    Ab ca. Minute 5 spricht Bodo Ramelow unser Thema an einem konkreten Beispiel an.

    “Vorher berichtet er, wie Thüringen über den Bundesrat erfolgreich Einfluss auf die Bundespolitik nimmt. Da wird was kommen. Taten statt Worte.”

    28.10.2019

  • Pinkwesten in Rottweil auf der Straße

    Pinkwesten in Rottweil auf der Straße

    Mehr als 50 Menschen versammelten sich am Samstagvormittag auf dem Kapellenhof in Rottweil, um ihrem Ärger Luft zu verschaffen. Die sogenannten Direktversicherungsgeschädigten (DVG) demonstrierten dagegen, dass sie etwa 20 Prozent ihrer Ersparnisse aus der Direktversicherung an die Krankenkassen abführen müssen – auch rückwirkend.

    Grund ist die “Doppelverbeitragung” auf Direktversicherungen und Betriebsrenten. Ihre Forderung an die Politik: Ein Stopp dieser Praxis und eine Entschädigung der Versicherten. Den Zugriff auf ihre betriebliche Altersvorsorge empfinden sie als ungerecht.

    Pinkwesten in Rottweil

    Auf den Pinkwesten, die die Teilnehmer tragen, steht: “Erst angelockt, dann abgezockt.” Einer der Demonstranten, Eugen Huonker, nennt den staatlichen Zugriff auf die private Vorsorge “Sozialversicherungsbetrug”. Er empfindet es als besonders ungerecht, dass mit einem Gesetz von 2004 unter Rot-Grün beschlossen wurde, nachträglich in Versicherungsverträge einzugreifen, um die Sozialkassen zu füllen. Die Betroffenen müssen den vollen Beitragssatz zahlen, selbst dann, wenn sie schon Sozialabgaben abgeführt haben. “Wer vorsorgt, wird bestraft”, meint er.

    Der Organisator der Demonstration, Bernhard Seeburger vom Verein für Direktversicherungsgeschädigte, ist selbst von der Regelung betroffen und sprach zu den Demonstranten. Er rechnete hoch, dass er monatlich 197 Euro abführen müsse und dass ihm insgesamt 24 000 Euro fehlten, die er für die Rente angespart habe.

    Die Demonstrationen der DVG fanden am Samstag erstmals bundesweit in mehreren Städten statt. Insgesamt sind sechs Millionen Direktversicherte betroffen.

    Von Schwarzwälder Bote 27.10.2019

    In pinken Westen demonstrieren die Betroffenen auf dem Kapellenhof. Foto: Merk
    Foto: Schwarzwälder Bote
    Von Patrick Merk

     

  • Kommt Freibetrag statt Freigrenze?

    Kommt Freibetrag statt Freigrenze?

    Statt der Freigrenze von 155,75 Euro pro Monat könnte es einen Freibetrag geben – die Koalitionäre verhandeln bereits darüber. Das hieße, Betriebsrentner und Direktversicherte müssen für die ersten 155,75 Euro keine doppelten Beiträge bezahlen, sondern “nur” für die Bezüge, die 155,75 Euro übersteigen.

    Die CDU hat sich das fein ausgedacht und glaubt, die Betroffenen geben dann Ruhe. Für die mehr als 6,4 Millionen Betroffenen würde das pro Jahr eine Entlastung von läppischen 350 Euro bedeuten (18,5 % von 155,75 Euro mal 12 = 345,76 Euro) bedeuten (bezogen auf zehn Jahre sind das 3457,60 Euro). Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein, denn manche Betriebsrentner und Direktversicherte zahlen 10 000 Euro und mehr im Laufe von zehn Jahren, das heißt, über den Zeitraum der Beitragspflicht.

    Freibetrag statt Freigrenze

    Wie die „Lausitzer Rundschau“ schreibt, wollen sich Union und SPD noch vor Weihnachten auf diese Lösung einigen. Unions- und SPD-Politiker haben offensichtlich gemerkt, dass die Senioren aufbegehren und auf die Straße gehen – und ihren Kindern und Enkeln von Direktversicherungen abraten.

    Bezieher von Betriebsrenten können auf absehbare Zeit auf eine Entlastung bei den Krankenkassenbeiträgen hoffen: Noch vor Weihnachten könnten sich CDU, CSU und SPD im Bundestag darauf einigen, heißt es in Unionskreisen. Es läuft darauf hinaus, dass die bestehende Freigrenze von 155,75 Euro im Monat in einen Freibetrag umgewandelt wird. Das könnte zu einer Entlastung von bis zu 350 Euro im Jahr führen.

    Finanziert aus Gesundheitsfonds

    Finanziert werden soll der Beitragsausfall aus dem Gesundheitsfonds, über den die Krankenkassen ihr Geld bekommen, so die „Märkische Onlinezeitung“. Der Gesundheitsfonds habe derzeit eine Liquiditätsreserve von 9,7 Milliarden Euro. Die Krankenkassen haben darüber hinaus Reserven in zweistelliger Milliardenhöhe. Das heißt, die Krankenkassen schwimmen derzeit im Geld.

    Dieter Keller von der „Lausitzer Rundschau“ hat klar erkannt, dass die Umwandlung von einer Freigrenze in einen Freibetrag nur eine „Minimallösung“ ist. Die Betroffenen werden sich das so nicht gefallen lassen. Für alle Betriebsrentner und Direktversicherte ist das ganz klar ein Zeichen, dass sie den Politikern nicht über den Weg trauen dürfen.

    Weniger Abgaben auf Betriebsrenten – Koalition ringt um Lösung
    Vera Wolfskämpf, ARD Berlin
    24.10.2019 11:57 Uhr

  • Direktversicherte fahren zur Demo nach Kassel

    Direktversicherte fahren zur Demo nach Kassel

    In vielen deutschen Städten demonstrieren Betroffene am Samstag, den 26. Oktober  gegen die sogenannte Doppelverbeitragung durch Sozialabgaben auf Direktversicherungen und Betriebsrenten. Mit ihrer Demo wollen sie Politik und Öffentlichkeit aufrütteln. Veranstalter ist der Verein für Direktversicherungsgeschädigte (DVG), der seit 2015 den staatlichen Zugriff auf die Ersparnisse aus privater und betrieblicher Altersvorsorge anprangert. Betroffen sind rund sechs Millionen Direktversicherte.

    Auf zur Demo in Kassel

    Die Regionalgruppe Mittelhessen wird an der Demo in Kassel teilnehmen. Eine Teilnehmergruppe startet um 9.05 Uhr ab Gießen per Bahn in Richtung Kassel. Weitere Betroffene der Doppelverbeitragung sind eingeladen, an der Demo teilzunehmen, teilte Herbert Ohly aus Hüttenberg für die Regionalgruppe Mittelhessen mit.

    Weitere Informationen stehen auf der Internetseite dvg-ev.org oder gibt es insbesondere zu den Aktivitäten in Mittelhessen bei Ohly unter der Rufnummer 01 70/9 30 00 69 sowie per E-Mail an herbert.ohly@t-online.de. Interessierte können sich bei dem Hüttenberger auch zu Einzelheiten zur geplanten Demo und die Anreise nach Kassel informieren.

  • Nachdenken über die Rente mit 70

    Nachdenken über die Rente mit 70

    Müssen die Jungen künftig bis 70 arbeiten und 24 Prozent Rentenbeiträge zahlen? Die Bundesbank meint, dass wir langfristig nicht umhin können, die doppelte Haltelinie der gegenwärtigen großen Koalition zu überdenken. Die Rente mit 70 – keine Utopie.

    Momentan noch gilt das Versprechen der doppelten Haltelinie: Das Rentenniveau der gesetzlichen Rente darf bis 2025 nicht unter 48 Prozent fallen und die Rentenbeiträge nicht über 20 Prozent steigen. Das mag bis 2025 funktionieren, danach allerdings nicht mehr. Ab 2025 geht die geburtenstarken Babyboomer-Generation in Rente – und das sind ganz viele. Der Jahrgang 1964 war mit 1,36 Millionen „Lebendgeborenen“ der stärkste überhaupt. Die Welle ebbte erst Ende der 60er-Jahre ab.

    Rente mit 70

    Das Rentensystem muss dringend reformiert werden. Eine Analyse der Deutschen Bundesbank zeigt klar auf, dass die Stellschraube „Rentenalter“ nicht länger tabu sein darf. Parallel dazu muss die betriebliche und private Altersvorsorge gestärkt werden. Zurzeit macht die Bundesregierung leider genau das Gegenteil, in dem sie alle schröpft, die privat oder betrieblich fürs Alter vorsorgen.

    Ab 2025 fällt Haltelinie

    Sollte es in nächster Zeit zu keinen Reformen und nicht zu einer Stärkung der betrieblichen und privaten Altersvorsorge kommen, „droht die gesetzliche Rente der „Welt“ zufolge „in einen finanziellen Abgrund zu schlittern“. Das Fazit der Experten: Nur eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters könne verhindern, dass die Rentenfinanzierung völlig aus dem Ruder läuft.

    Wenn ab 2025 die doppelte Haltelinie fällt, dann geht es beim Rentenniveau weiter bergab und beim Rentenbeitrag weiter bergauf. Die Bundesbank sieht den  Beitragssatz bis Mitte der 30er-Jahre von derzeit 18,5 bis 19 Prozent (je nach Kasse)  der Deutschen Bundesbank zufolge auf rund 24 Prozent steigen müssen, bis 2070 sogar auf etwa 26 Prozent. Schlecht für die Arbeitnehmer, denn ihnen bleibt weniger netto vom Brutto. Dabei ist Deutschland heute schon das Land mit den zweithöchsten Abzügen.

    Der Bundesverband der Verbraucherzentralen fordert eine grundlegende Reform der Altersvorsorge. Denn Die Riester-Rente ist Murks; die betriebliche Altersvorsorge wird wegen doppelter Krankenkassenbeiträge zum Minus-Geschäft für die Arbeitnehmer. Der Verband schlägt ein einfaches, kostengünstiges und renditestarkes Standardprodukt nach schwedischem Vorbild vor.

  • DVG-Demo auch in Karlsruhe

    DVG-Demo auch in Karlsruhe

    Am 26. Oktober 2019 findet in vielen deutschen Städten eine DVG-Demo gegen die Doppelverbeitragung auf Direktversicherungen und Betriebsrenten statt. Von Bayreuth bis Wiesbaden, von Dresden bis Karlsruhe demonstrieren Betroffene dagegen.

    Veranstalter ist der Verein für Direktversicherungsgeschädigte, der seit 2015 den staatlichen Zugriff auf die Ersparnisse aus privater und betrieblicher Altersvorsorge anprangert. Fast ein Fünftel der Auszahlungen müssen die Rentenbezieher an die Krankenkassen abführen, wenn sie aus dem Berufsleben ausscheiden.

    Besonders hart trifft es Altersvorsorger mit Verträgen, die vor 2004 abgeschlossen wurden. Die Krankenkassen fordern von ihnen den vollen Beitragssatz, sprich Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil, plus Zusatz- und Pflegebeitrag – egal, ob es dabei um eine Kapitalzahlung oder eine monatliche Rente geht.

    Das gilt auch für Direktversicherte, die in der Einzahlphase bereits Sozialbeiträge abgeführt haben. Der Klageweg ist den Betroffenen durch das Bundessozialgericht versperrt,  denn der institutionelle Rahmen des Betriebsrentenrechts werde erst dann verlassen – so das BSG –, wenn der Arbeitnehmer in die Stellung des Versicherungsnehmers einrückt.
    Dies ist bis auf weiteres der einzige Weg, der Beitragspflicht zu entgehen.

    Potentiell betroffen sind rund sechst  Millionen Direktversicherte, von denen sich viele im DVG e.V. organisiert haben und am 26. Oktober ihren Forderungen auf den Straßen Nachdruck verleihen: Sie verlangen einen Stopp der Doppelverbeitragung und Entschädigungslösungen bei den Direktversicherungen, in die mit dem sog. Gesundheits-Modernisierungs-Gesetz 2004 nachträglich und ohne Bestandsschutz eingegriffen wurde.

    DVG-Demo auch in Karlsruhe

    Eine Demo mit anschließender Kundgebung wird auch vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe stattfinden. Die Auftaktdemo findet bereits am 24. Oktober um 14:00 Uhr in Dresden statt.

    Alle Veranstaltungen sind auf www.dvg-ev.org und in allen sozialen Medien abrufbar. Etliche Sozialverbände haben sich mit den Protesten solidarisiert. Entsprechende Petitionen wurden bereits von mehr als 10.000 Unterstützern signiert.

    Denn der Klageweg ist den Betroffenen versperrt. „Die Veranstalter wollen am 26.10. Politik und Öffentlichkeit aufrütteln“, so Rudi Birkmeyer von der regionalen Gruppe des DVG e. V. „Sie fordern Entschädigungen und den Mut zur politischen Neugestaltung einer nachhaltigen und vertrauenswürdigen Altersvorsorge, damit Altersarmut für nachfolgende Generationen vermieden werden kann“. (red)

  • GMG-Architekt Münte auf Tour

    GMG-Architekt Münte auf Tour

    Franz Müntefering, Ex-Vizekanzler und Architekt der Abzockpolitik tourt durch Deutschland. Münte stellt sein neues Buch vor.

    Auf seiner Tour stellt der Promoter des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes (GMG) sein Buch „Unterwegs – Älterwerden in dieser Zeit“ vor. Das wäre eine ideale Gelegenheit für den DVG, ihn entsprechend zu empfangen und ihm die Meinung zu sagen, schließlich war er es, der 2003 die Gesundheitsreform durch den Bundestag gepeitscht hatte.

    Müntefering war es auch, der den Entwurf des GMG unterzeichnete, zusammen mit Angela Merkel, Michael Glos (CSU) und Katrin Göring-Eckardt (Grüne). „Münte“, wie er auch von vielen in der SPD genannt wird,  ist immer noch davon überzeugt, dass es richtig war, die Direktversicherten doppelt zu verbeitragen. Von seiner Meinung ist er seitdem nie abgerückt.

    Münte auf Tour

    Hier die Tour-Daten

    Oeynhausen – 4. November 2019 – mehr
    Kissingen – 7. November 2019 – mehr
    Bayreuth – 13. November 2019 – mehr
    Köln – 19. November 2019 – mehr
    Oldenburg – 26. November 2019 – mehr
    Finnentrop – 27. November 2019 – mehr
    Wilhelmshaven – 28. November 2019 – mehr
    Ravensburg – 27. Februar 2020 – mehr
    Villingen-Schwenningen – 28. Februar 2020 – mehr
    Neubulach – 2. April 2020 – mehr
    Rotenburg – 23. April 2020 – mehr

    Übrigens, so liest sich der Klappentext des neuen Buchs auf der Seite des Dietz-Verlags:

    Franz Müntefering schreibt unbeschwert, aber nachdenklich über das alltägliche Leben im Älterwerden, über Mobilität und Begegnung, über Gesundheit und Sterben, über Solidarität zwischen Menschen, über Europa und unsere Demokratie und, mit besonderer Dringlichkeit, über die Frage, wie wir den künftigen Generationen die Welt hinterlassen. Sein Buch ist getragen von der Zuversicht, dass Dinge gestaltbar sind, abhängig von der Bereitschaft zum Engagement und vom Mut zum Handeln – in der Politik, in der Gesellschaft und persönlich.

    Müntefering stehe immer noch zu seinen Reformen von damals, wie der “Spiegel” schreibt.

    In seinem Buch verteidigt er die Reformen. Für einige sei die Agenda 2010 zum “wohlfeilen Schimpfwort” geworden, schreibt Müntefering. Aber es habe damals in der Partei klare Mehrheiten dafür gegeben – was manche heute gern verschweigen würden.

    Bild:  Verlag J.H.W. Dietz Nachf.

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