Author: Jost Gerbing

  • Der DVG fragt bei den Parteien nach

    Der DVG fragt bei den Parteien nach

    Wir wollen wissen, welche Partei uns unterstützt oder welche Partei unsere Forderungen ablehnt.

    Noch vor der Sommerpause haben wir alle im Bundestag vertretenen Parteizentralen sowie die Parteien mit Potential über 2 % Stimmenanteil angeschrieben. Vor den anstehenden Landtagswahlen im Osten wollen wir Klarheit haben.

    Nur mit klaren Rückmeldungen kann man eine Wahlentscheidung treffen. Wir werden unsere Mitglieder und die interessierte Öffentlichkeit über die Ergebnisse informieren

    Hier der Brieftext:

    Ihre Haltung zur Doppelverbeitragung von betrieblicher Altersversorgung (Direktversicherungen und Betriebsrenten)

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    der DVG e.V. vertritt als bundesweit tätiger Verein die Rechte von Menschen, die Verträge für eine betriebliche Altersvorsorge abgeschlossen haben, und informiert über die sozialrechtlichen Auswirkungen. Die betriebliche Altersvorsorge wird seit Jahrzehnten von der Politik als „zweite Säule“ beworben, um die Leistungen der staatlichen Rente zu ergänzen.

    Die politische Werbung für diese Form der kapitalgedeckten Altersvorsorge wird aber konterkariert durch die Erhebung von Sozalversicherungsbeiträgen auf Auszahlungen, die den Eigentümern nahezu 20 % der angesparten Vermögen entziehen. Ihre Beiträge für den Vermögensaufbau haben die Betroffenen häufig aus ihrem Nettoentgelt getätigt – also bereits einmal Sozialversicherungbeiträge bezahlt. Sie werden doppelt zu Kasse gebeten. Und schlimmer noch – seit 2004 wird rückwirkend auf Jahrzehnte zuvor abgeschlossene Verträge zugegriffen. Ein glatter Vertrauensbruch, denn Verträge sind einzuhalten. Der 2020 eingeführte Freibetrag verringert die Verluste der Sparer nicht wesentlich.

    Um uns einen Überblick über die derzeitigen politischen Einstellungen/Aktivitäten zum Thema Doppelverbeitragung zu verschaffen, bitten wir Sie wie auch alle anderen Parteien, unsere nachstehenden Fragen zum Thema zu beantworten.

    Der DVG e.V. wird Ihre Antworten gerne verwenden, um unseren Mitgliedern und der interessierten Bevölkerung Hinweise zu geben, damit diese einschätzen können, ob ihre jeweiligen Interessen ausreichend vertreten werden, und sie faktenbasierte Wahlentscheidungen treffen können.

    Sollten wir von Ihnen keine Rückmeldung erhalten, so werten wir dies als Ausdruck dafür, dass Ihre Partei derzeit kein Interesse an dem Thema Altersvorsorge hat.

    Nachstehend unsere Fragen: 

    1. Plädieren Sie für die Abschaffung der Doppelverbeitragung auf betriebliche Altersvorsorge?

    2. Welche Chancen und Möglichkeiten geben Sie einer Abschaffung zu welchem Zeitpunkt?

    3. Sind Entschädigungen über bereits gezahlte Sozialversicherungsbeiträge der Betroffenen in Ihrem Sinne? 

    4. Stehen Sie für gerechte und zukunftsorientierte Sparverträge ohne jegliche Möglichkeit einer einseitigen, willkürlichen, rückwirkenden und vertragsverletzenden Änderung?

    Für Ihre klare Beantwortung unserer Fragen bedanken wir uns recht herzlich.

    Mit freundlichen Grüßen

    DVG e.V.

  • Deutschland verzichtet auf 16 Milliarden Schuldenforderungen

    Deutschland verzichtet auf 16 Milliarden Schuldenforderungen

    Aber Arbeitnehmer und Rentner müssen höhere Beiträge zahlen

    ein Kommentar von Reiner Korth 15.06.2024 – Foto: geralt/Pixabay

    Deutschland hat ausländischen Staaten cirka 16 Milliarden Euro an Schulden einfach so erlassen, mit einem Federstrich und ganz ohne parlamentarische Diskussion. Wie die Nachrichtenseite “gmx/news” am 14.06.2024 berichtet, hat das Bundesfinanzministerium diese Zahl genannt auf Anfrage eines Abgeordneten aus dem Deutschen Bundestag. Die Begründung des Ministeriums laut gmx-news: “Die Schuldenerlasse dienen der Erreichung der makroökonomischen Stabilität”. Was immer dieser kryptografische Satz uns vermitteln soll, festzuhalten bleibt: Die Bundesregierung geriert sich als ein großer Wohltätikeitsverein, der für alle Sorgen dieser Welt Geld ausgibt. Geld, daß die arbeitende Bevölkerung in Deutschland erwirtschaften muß. Egal ob Bürgergeld, Unterstützung für Flüchtlinge und Asylanten, der Bau von Radwegen in Peru oder jetzt Schuldenerlass für ausländische Staaten. Für alles und jeden auf dieser Welt ist genügend Geld da aus Deutschland. Und wenn es nicht reicht, dann werden Arbeitnehmer und Rentner hier in Deutschland weiter und erneut zur Kasse gebeten.

    Weitere zusätzliche Belastungen für Arbeitnehmer und Rentner

    In der Diskussion stehen weniger Rente, längere Arbeitszeiten, höhere Beiträge in die Rentenversicherung, höhere Zahlungen an die Krankenkassen, Doppelt- und Dreifachbeiträge für Rentner in der Gesetzlichen Krankenversicherung etc.. Diese Bundesregierung gibt sich generös und möchte damit ihr überaus präsentes soziale Gewissen beruhigen. Aber, sie macht es sich sehr leicht. Die Kosten für diese Geschenke erwirtschaftet die Regierung nicht selber z. B. durch Effizienzsteigerung im eigenen Tun und Wirken (weniger Bürokratie, weniger Personal, Verzicht auf versicherungsfremde Leistungen, etc.). Nein, die Bundesregierung macht es sich ganz bequem und bittet wieder und immer wieder uns Bürger zur Kasse: noch höhere Steuern, noch längere Abeitszeiten. Noch mehr Beiträge und Abgaben für die arbeitende (Arbeitnehmer) und die ehemals arbeitende (Rentner) Bevölkerung.

    Die Wähler laufen Kanzler Scholz und seiner SPD in Scharen davon

    Diese Bundesregierung und ihr Kanzler Olaf Scholz möchten mit ihren Wohltaten wohl auch wieder Wählerstimmen einsammeln. Aber das Gegenteil passiert gerade. Der Kanzler und seine Partei haben den Kontakt zu den Arbeitnehmern und den Rentnern schon lange verloren. Die SPD und ihr Kanzler kümmern sich in der Hauptsache um alle Bedürftigen dieser Welt, um damit ihr eigenes soziale Parteigewissen zu beruhigen … und lassen dabei die Leistungsträger dieser Gesellschaft zurück und im Regen stehen. Die Wähler sind bei der letzten Europawahl der SPD in Scharen davongelaufen. Ein wesentlicher Grund ist: ausschließlich Arbeitnehmer und Rentner werden zur Kasse gebeten für die Sozialprojekte der SPD. Privat Versicherte, Selbstständige, Beamte und Politker dagegen werden überproportional geschont. Mit Kanzler Olaf Scholz ist die SPD nicht mehr die “Partei des kleinen Mannes” oder eben auch der kleinen Frau, die sie ehemals mal gewesen ist. Und die nächsten Wahlen stehen schon vor der Haustür. Landtagswahlen im Osten und die Bundestagswahl 2025.

  • Haben Sie JETZT verstanden, Herr Scholz?

    Haben Sie JETZT verstanden, Herr Scholz?

    Ein Zwischenruf von M.Kröner

    Wer Rentner quält wird abgewählt!

    Wir, die Betriebsrentner und Direktversicherten fühlen sich beklaut und hintergangen. Die meisten von uns, ca. 6,5 Millionen Rentner, zahlen nun schon zum 3. Mal Krankenversicherung. Für selbst Angespartes.

    Sie hatten u.a. vor der letzten Wahl zugesagt endlich diese Ungerechtigkeit abzuschaffen. Sie haben in unterschiedlichen Bürgerforen ausgesagt, dass Sie daran arbeiten. Sie hatten dies im Bundestag bei zwei Befragungen zugesagt.

    ….und was ist bis heute geschehen?

    Wir der DVG hat Ihnen unsere Expertise zur Unterstützung offeriert. Wir haben in vielen Briefen an Sie persönlich, an das Kanzleramt, Briefe mit unserem Anliegen geschrieben. Die Antworten aus Ihrer Umgebung waren überwiegend gleichen Inhalts und gingen überhaupt nicht auf unser Anliegen ein.


    Auf Ihren Brief warten wir immer noch. Sieht so der
    Respekt aus den die SPD propagiert?

    So haben Sie abermals eine Wahl verloren….und es werden weitere sein. Auf unsere Stimmen können Sie nicht zählen. Das gebührt uns der Respekt.

  • Zur SPD Themenwoche “Das Leben leichter machen”

    Zur SPD Themenwoche “Das Leben leichter machen”

    Offener Brief an die SPD Fraktion

    von Andreas Reich 11.06.2024

    Sehr geehrtes Team der Direktkommunikation in der SPD-Fraktion,

    zu ihrer Themenwoche „Das Leben leichter machen – was braucht es dafür“ haben Sie eine sehr bezeichnende Antwort an K. G. aus Treuchtlingen geschrieben. An einen Rentner, der durch die nachträgliche Doppelverbeitragung seiner Direktversicherung betrogen und geschädigt wurde. Sein Leben wurde nicht leichter gemacht, wie Sie plakatieren, sondern die SPD hat es belastet und erschwert.

    Wir als Verein der Direktversicherungsgeschädigten wissen natürlich schon lange in was für ein Horn Sie blasen. Die Entschuldigungsfloskeln sind jedes Mal gleich und stereotyp.

    Leider sagen Sie nicht die Wahrheit über die finanzielle Lage der gesetzlichen Krankenkassen sowie der anderen Sozialversicherungen, denn die wahren Gründe sind woanders zu suchen.

    Sie kennen nicht einmal die jetzige Höhe des dynamischen Freibetrags und was Sie als Partei alles unternommen haben oder besser “nicht unternommen haben” um die Doppelverbeitragung zu beenden. Außer heißer Luft ist nichts gewesen und diese heiße Luft hat ihnen jetzt ein ganz “hervorragendes Wahlergebnis” bei der Europawahl beschert. Dieses absolute Negativergebnis ist die Folge der angeblich ausgewogenen Sozialpolitik Ihrer Partei SPD.

    Wir alle wissen, dass die Ursachen der finanziellen Lage der Sozialversicherungen woanders liegen als sie uns weismachen wollen.

    Mittlerweile haben nach der “Wirtschaftswoche” auch andere Medien nachgezogen und die Praktiken der Finanzierung der nicht beitragsgedeckten Leistungen in den Sozialversicherungen ( sogenannte “versicherungsfremde Leistungen” ) aufgedeckt. Seit 1957 werden nachweislich diese Leistungen nicht in dem notwendigen Maß durch die Bundesregierungen finanziert, damit diese fremden Leistungen auch kostenneutral abgesichert sind. Ihre Partei war und ist in der Verantwortung und war auch beim Gesundheitsmodernisierungsgesetz 2003 als Koalitionspartner an der Verantwortung beteiligt. Stattdessen werden die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler dafür nachträglich zur Kasse gebeten. Man kann sogar behaupten, sie werden und wurden von den Bundesregierungen beraubt. Aber darüber schweigen Sie allzu gerne, wie auch alle anderen Parteien, die in Regierungsverantwortung waren.

    Sie sollten zum Thema Doppelverbeitragung und versicherungsfremde Leistungen endlich einmal Stellung nehmen und nicht wie ihr Minister Heil sofort alles falsch hinstellen.

    Leider werden in der Sozialversicherung nicht alle Zahlen wie in der Rentenversicherung jedes Jahr veröffentlicht, aber Studien der Hans-Böckler-Stiftung belegen, dass auch andere Sozialversicherungen betrogen worden sind.

    Ihr Minister Heil sollte mal lieber auch die Zahlen der GKV, der Arbeitslosenversicherung offenlegen und dann beweisen, dass alles mit rechten Dingen vor sich geht. Den Beteuerungen des Herrn Bundesminister Heil glaubt keiner mehr.

    Das Rentenpaket II wird in dieser Form zu einem Desaster für die deutschen Rentnerinnen und Rentner werden. Trotz Versprechen wird das Rentenniveau weiter fallen, die Rentenkasse wird weiter geplündert und die Beamten sowie ihre Ruheständler bekommen aus Steuermitteln alles geschenkt ohne selbst Beiträge einzuzahlen.

    Hat ihre SPD Partei vergessen worin ihre Wurzeln bestehen?

    Als erste Vorläufer der Partei SPD gelten der 1863 gegründete Allgemeine Deutsche Arbeiterverein und die 1869 gegründete Sozialdemokratische Arbeiterpartei, die sich 1875 zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands zusammenschlossen. Ihren heutigen Namen gab sich die Partei 1890. Die SPD gilt als älteste noch bestehende Partei Deutschlands.

    Von ihren Wurzeln haben sie sich so weit entfernt, dass sie als “Arbeiterpartei” kein Recht mehr haben sich so zu nennen. Sie kennen die Alltagsprobleme der Arbeiter und Rentner gar nicht mehr. Sie haben sich zu einer Partei “entwickelt” mit dem höchsten Anteil an Beamten und so machen sie jetzt Politik für ihre neue Klientel. Ob dies dann in Zukunft ausreicht zum Regieren, das steht in den Sternen.

    Übrigens, das GMG mit seinen Auswirkungen wurde 2003 beschlossen, obwohl ein Jahr zuvor eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung belegt, dass der Staat nicht genügend Geld eingezahlt hat, um die “nichtbeitragsgedeckten Leistungen” vollständig zu finanzieren. Danke an die damalige Sozialministerin Frau Ulla Schmid für den Griff in die Direktversicherung der Rentnerinnen und Rentner.

    Wir werden das nicht vergessen.

    Die Doppelverbeitragung der Direktversicherungen muß Kassenlöcher stopfen, die durch die Plünderung der Krankenkassen mit versicherungsfremden Leistungen entstanden sind. Beamte, Politiker und Selbstständige, kurz, alle Privatversicherten entziehen sich auf diese Weise der Finanzierung der Solidaraufgaben. Diese SPD macht das Leben der Arbeiter und Rentner nicht leichter. Dieses SPD Motto ist so voll daneben.

    Was es braucht zu diesem Thema: Eine ehrliche Finanzierung aller versicherungsfremden Leistungen aufkommensneutral durch die Staatskasse (Solidarprinzip) und eine sofortige Rücknahme der Doppelverbeitragung auf Betriebsrenten und Direktversicherungen. Damit wäre Arbeitern und Rentnern das Leben wieder “leichter gemacht”!

     

  • Arbeiter und Rentner laufen (Noch-) Bundeskanzler Scholz davon

    Arbeiter und Rentner laufen (Noch-) Bundeskanzler Scholz davon

    Der Grund ist die verfehlte Sozialpolitik der SPD

    von Reiner Korth 10.06.2024
    Bild: fr.de

    Bei den gestrigen Europawahlen mußten Bundeskanzler Olaf Scholz und seine SPD eine herbe Schlappe hinnehmen. Die SPD verlor noch einmal 2 Prozent gegenüber den letzten Europawahlen und liegt jetzt bei 13,9 Prozent. Das historisch schlechteste Ergebnis der SPD jemals bei einer Europawahl. Die SPD hatte eine verläßliche Sozialpolitik und eine Friedenspolitik für Europa im Wahlkampf plakatiert. Und sowohl Generalsekretär Kevin Kühnert als auch Parteivorsitzender Lars Klingbeil wurden nicht müde, heute am Montag in Interviews zur Nachbetrachtung des desaströsen Wahlerergebnisses immer wieder zu betonen, die SPD stehe weiterhin für eine verläßliche Sozialpolitik. Die Rente wird nicht angetastet. Und Kanzler Olaf verspricht ein stabiles Rentenniveau von 48 Prozent bis 2040! Das alles hört sich auf den ersten Blick sehr schön an, ist aber eine irreführende Aussage. Denn die Realität sieht zeimlich anders aus. Kanzler Scholz und die SPD meinen mit ihrer Aussage natürlich die Höhe der “Brutto-Rente”, ja die soll stabil bleiben. Und wie immer: der Scholz-O-Mat sagt nichts Falsches, aber er nennt eben auch nicht die wirkliche Wahrheit! Denn, die Brutto-Rente reduziert sich natürlich deutlich durch Steuern und Sozialabgaben. Allein durch die Rentenerhöhung zum 01. Juli 2024 kommen rund 114 000 weitere Rentner erstmalig in die Steuerpflicht (lt. Angaben des Bundesfinanzministeriums). Aber der dickste Brocken an Abzügen ist und bleibt natürlich weiterhin die Doppelverbeitragung bei den Betriebsrenten und bei den Direktversicherungen. Rund 20 % an Krankenkassenbeiträgen schmälern diese Renten ganz erheblich. Kanzler Scholz hatte eine (fiskalische) Lösung mehrfach versprochen, damit mehr im Netto übrig bleibt.

    Fünf Millionen Wähler wenden sich ab vom Bundeskanzler und seiner Partei

    Aber, Bundeskanzler Scholz hat bisher nicht geliefert und die Analysen der Wahlergebnisse zeigen es ganz deutlich: ganz viele Stammwähler sind verärgert über nicht eingehaltene Versprechen von Bundeskanzler Scholz und seiner Partei SPD. 2,5 Millionen bisherige SPD Wähler sind der Wahl einfach ferngeblieben und nochmal 2,7 Millionen Wähler sind der SPD davongelaufen, hin zu anderen Parteien (Quelle infratest dimap für die ARD). Und bei den Arbeitern (die später auch Rentner werden) kommt die ehemalige “Arbeiterpartei SPD” gerade mal nur noch auf einen Anteil von 12 Prozent. Das Vertrauen in Bundeskanzler Scholz ist verspielt und die Wähler merken das jetzt.

    Die Partei und die SPD Fraktion konterkarieren die Versprechen von Scholz

    Olaf Scholz hat mehrfach in Bürgergesprächen und im Deutschen Bundestag vertrauensvoll eine Entlastung der Doppelverbeitragung angekündigt. ABER: das Bundeskanzleramt jedoch antwortet dagegen: ” . . . kann in dieser Legislaturperiode nicht mehr umgesetzt werden”. Und auch die SPD Fraktion antwortet,” . . . können wir Ihnen daher weitergehende Erleichterungen bei den Beitragszahlungen noch in dieser Wahlperiode momentan nicht in Aussicht stellen.” Also, alles leere Versprechungen vom Kanzler, alles heiße Luft ? Bis hin zu den drei kommenden Landtagswahlen im Herbst verbleibt nicht mehr viel Zeit. Wenn Kanzler und SPD sich nicht bald aufraffen und ihre Versprechen einlösen, die Doppelverbeitragung endlich wieder abzuschaffen und die Gleichstellung der Direktversicherten mit Riester Rentnern durchsetzen, dann werden dem Kanzler und seiner Partei SPD bei den kommenden Wahlen noch mehr Arbeiter und Rentner davonlaufen. Auf den Kanzler kommt es an – er verspricht eine Lösung, aber er liefert nicht?

  • Altersvorsorge mit ETF anstelle von Direktversicherungen

    Altersvorsorge mit ETF anstelle von Direktversicherungen

    von Reiner Korth 06.06.2024

    Die Finanzsituation der staatlichen Rente ist derzeit massiv in die Diskussion geraten. Ist die staatliche Rente noch sicher? Immer weniger Arbeitnehmer müssen für immer mehr Rentner einzahlen. Die Rentenkasse wird nicht völlig pleite gehen. Aber es steht die Befürchtung im Raum, das Rentenniveau wird weiter abgesenkt und die Abgaben auf die Rente werden steigen. Die Folge: weniger Netto von der Brutto Rente auf dem Konto. Also machen sich gerade jetzt viele, auch und insbesondere junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre Gedanken, wie sie zusätzlich versorgen können, ja vorsorgen müssen, um ihren Lebensstandard im Alter einigermaßen absichern zu können.

    Was sind geeignete Modelle für die zusätzliche Altersvorsorge?

    Diese Frage hat die Sendung “Hallo Hessen” am 05.06.2024 auf HR3 beleuchtet. Als vorrangig geeignete Modelle empfohlen wurden vom Wirtschaftsjournalisten Hermann-Josef Tenhangen (finanztip) als erstes ein Tagesgeldkonto, welches kontinuierlich bespart wird. Als zweite Wahl dann die langfristige (15 Jahre und länger) Investition in einen ETF Sparplan und als Drittes ein Festgeldkonto.

    Der Abschluß einer Direktversicherung oder das Ansparen auf eine Betriebsrente wurden in dieser Sendung nicht empfohlen. Und das hat seinen Grund: auf die Auszahlung einer Betriebsrente oder einer Direktversicherung werden später ca. 20 Prozent an Krankenkassenabgaben fällig, zusätzlich der persönliche Steuersatz.

    Diese hohen statatlichen Abgaben führen dazu, daß in den allermeisten Fällen die abgeschlossene Direktversicherung trotz staatlicher Förderung zu einem Verlustgeschäft für den Sparer wird. Den Grund dafür hat diese Sendung auch gleich mitgeliefert:

    Doppelverbeitragung führt zu hohen Verlusten bei Direktversicherungen

    Die Bundesregierung hat mit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz 2004 die Doppelverbeitragung bei Direktversicherungen und Betriebsrenten eingeführt . Jetzt, nach 20-jähriger Ansparzeit und Auszahlung der Versicherungen oder Betriebsrenten wird immer deutlicher: diese Art des Vorsorgesparens für das Alter wird zu einem enormen Verlustgeschäft. Der Verein der Direktversicherungsgeschädigten, DVG eV weist schon seit Jahren auf die hohen Risiken hin. Es gibt keinen Bestandsschutz für Altverträge und vor allem: die monatlichen Abgaben auf die Auszahlung der Versicherung oder der Rente in Form von Steuern und Krankenkassenbeiträgen sind überproportional hoch und führen zu einem Verlustgeschäft für den Altersvorsorgesparer.

    Besser Finanz-Sparpläne nutzen

    Die Konsequenz ist also eindeutig: wer für das Alter Vorsorge treffen will, sollte besser Finanzsparpläne nutzen, die mit ihrer Rendite mindestens die jährliche Inflation ausgleichen. Dann ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Wer längerfristig für seine Altersvorsorge anlegen möchte, für den hat Wirtschaftsjournalist Tenhagen auch die Empfehlung parat: “in ETFs investieren”. Bei einer Laufzeit von 15 Jahren und länger sei eine Rendite von 8 bis 10 Prozent durchaus drin, wenn es etwas schlechter läuft auch noch immer 3 bis 6 Prozent.

    Beide Sparformen haben auf jeden Fall den ganz großen Vorteil: man muß auf die ausgezahlte Summe keine 20 Prozent Krankenkassenbeiträge zahlen. Eine solch hohe persönliche Abgabe ist durch keine Rendite dieser Welt wieder aufzufangen.

    Den vollständigen Beitrag sehen Sie in der ARD Mediathek ab Minute 32:00.

    https://www.ardmediathek.de/video/NmQwNjc1ZjctYjE4OC00NzM1LTlkMDAtNzRhYWYwMDYxZDY5

  • Der Bundeskanzler täuscht die Betriebsrentner

    Der Bundeskanzler täuscht die Betriebsrentner

    “Eine konkrete Entlastung kann nicht in Aussicht gestellt werden”

    von Reiner Korth 05.06.2024

    Der Bundeskanzler hat in mehreren öffentlichen Veranstaltungen und im deutschen Bundestag immer wieder betont, er kenne die Problematik der Doppelverbeitragung ganz gut. Diese sei ein Ärgernis und er arbeite an einer Lösung. Jetzt aber kommen enorme Zweifel auf, ob diese seine Aussagen auch der Wahrheit entsprechen. Anlaß ist ein aktuelles Antwortschreiben des Bundeskanzeramtes von Ende Mai 2024.

    Ein Mitglied des DVG aus Wachenroth hatte im Frühjahr dem Bundeskanzler geschrieben und erneut auf die Thematik der ungerechten (nachträgliche Verbeitragung) und ungleichen (Riester Rentner zahlen keine Beiträge) Beitragssituation bei den Betriebsrenten und bei den Direktversicherungen hingewiesen. Und er hatte Bundeskanzler Scholz erneut an seine Versprechen erinnert, die dieser in mehreren Bürgergesprächen und bei der aktuellen Stunde im Deutschen Bundestag abgegeben hatte: “. . . wir arbeiten an einer Lösung”

    Ernüchternd und zugleich frustrierend die Antwort aus dem Bundeskanzleramt. Und in den Formulierungen wird ganz deutlich: die Betriebsrentner werden erneut vom Bundeskanzler getäuscht. Es verstärkt sich zusehends der Eindruck, der Bundeskanzler spielt auf Zeit, seine Amtsperiode ist bald rum.

    “Briefe werden stets aufmerksam gelesen” – mehr aber wohl auch nicht?

    In dem dreiseitigen Antwortschreiben des Kanzleramtes läßt Scholz erst einmal ganz generös mitteilen “Wenn Sie sich an den Bundeskanzler wenden, dürfen Sie darauf vertrauen, dass Ihre Briefe aufmerksam gelesen werden… und diese soweit wie möglich in die Arbeit des Bundeskanzleramtes eingebracht werden.” Danach folgen Erklärungen zur finanziell angespannten Situation der Krankenkassen und zum Freibetragsgesetz 2019. Der Freibetrag, eingeführt zum 01.01.2020 und im Jahr 2024 in einer Höhe von 176,75 Euro komme “insbesondere Empfängerinnen und Empfänger niedriger Betriebsrenten” zugute. Die Kostenbelastung daraus für die Krankenkassen betrage pro Jahr ca. 1,2 Milliarden Euro. Und zusätzlich, der Freibetrag werde jedes Jahr entsprechend der Rechengröße der Sozialversicherung automatisch angepaßt.

    “Ich hoffe, diese Erläuterungen waren hilfreich”

    Der Knaller kommt dann am Ende des Schreibens und dort wird deutlich, dass Bundeskanzler Scholz eine Lösung in Wahrheit wohl gar nicht anstrebt und auch nie anstrebte, dass er die Betriebsrentner und die Direktversicherungen hinhält, sie im Regen stehen läßt. Die Zitate aus dem Schreiben des Bundeskanzleramtes:

    “Der Bundeskanzler hat sich zuletzt in Bürgergesprächen offen gezeigt … weitere (fiskalische) Möglichkeiten zur prüfen. Er hat jedoch auch betont, dass dies sehr kompliziert ist.”

    “Eine weitere konkrete Entlastung kann demnach kurzfristig und mittelfristig nicht in Aussicht gestellt werden”

    Damit ist klar, der Bundeskanzler misst mit zweierlei Maß. Was bei Riester Rentnern (die haben nämlich vor 2018 auch Krankenkassenbeiträge zahlen müssen) mit einem einfachen Federstrich möglich war, “… sind von der Beitragspflicht befreit”, das ist bei Betriebsrentnern und Direktversicherten angeblich eine “sehr komplizierte” Angelegenheit und bedarf wohl vieler Jahre an Beratungszeit Der Brief schließt dann mit dem süffisanten Satz:

    “Ich hoffe, dass diese Erläuterungen hilfreich für Sie sind und wünsche Ihnen alles Gute.”

    Bundeskanzler und SPD lassen Betriebsrentner und Direktversicherte im Stich

    Der Bundeskanzler, der Sozialminister (beide SPD) und die Partei SPD selber geben sich gern und immer wieder den sozialen Anstrich, für den kleinen Arbeitnehmer, für die Bedürftigen da zu sein. Wir erfahren jetzt, diese wohlklingenden Worte aus der SPD Zentrale sind alles Makulatur. Sie sind ein groß angelegtes Täuschungsmanöver. Die SPD betreibt Klientel- und Lobbypolitik. Die Zahlung des doppelten Krankenkassenbeitrages der Rentner ist nicht anderes als eine “versteckte Arbeitgebersubventionierung”. Die Krankenkassenbeiträge, die der Arbeitgeber in der Lohnphase nicht zahlen muß, zahlt der Rentner später doppelt. Und die nach dem damaligen SPD Minister Walter Riester benannte “Riester Rente” ist natürlich ganz selbstverständlich von der Beitragspflicht befreit, die anderen Renten dagegen nicht. Wir müssen feststellen:

    Der Bundeskanzler und die SPD lassen uns Betriebsrentner und Direktversicherten im Stich. Eine Änderung der Doppelverbeitragung sei kurz- und mittelfristig nicht umsetzbar. Die nächsten Wahlen (Europa, drei Landtage in 2024 und die Bundestagswahl 2025) werden zeigen, ob der Kanzler und seine Partei SPD das Vertrauen der Bürger noch weiterhin haben oder eben auch nicht mehr angesichts dieser Täuschungsmanöver?

  • Rentenzuteilung  –  auf dem Weg in den Feudalstaat ?

    Rentenzuteilung – auf dem Weg in den Feudalstaat ?

    Pensionsberechtigte Professoren und Politiker befinden über Rentenfinanzierung

    Ein Kommentar von Reiner Korth 24.05.2024

    Erneut hat sich vor einigen Tagen die “Wirtschaftsweise” Prof. Monika Schnitzer zu Wort gemeldet. Die Neue Osnabrücker Zeitung zitiert sie in einem Beitrag vom 21.05.2024 mit dem Satz “Die Renten können nicht weiter so steigen”. Gemeint sind damit natürlich nur die Renten der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die eh schon von hohen Abschlägen betroffen sind und die nur noch auf maximal 48 % brutto an Rente kommen können. Beamte und Politiker dagegen sind fein raus, sie können sich 72 % Pension einstreichen.

    Es grenzt fast an Überheblichkeit, wenn “verbeamtete”, sogenannte unabhängige Wirtschachaftsweisen wie Prof. Bernd Raffelhüschen (seine Ehefrau sitzt im Bundestag als MdB) oder auch Prof. Monika Schnitzer unter dem Deckmantel der neutralen Wirtschaftswissenschaft eine Klientelpolitik in eigener Sache betreiben. Da werden laufend neue Vorschläge unterbreitet, wie die Renten noch weiter zu kürzen seien, wie die Rentenbeiträge der arbeitenden Bevölkerung in den Folgejahren weiter angehoben werden sollen, etc.. Worüber aber niemals berichtet wird, das ist die Finanzierungssituation der Beamten und Pensionäre. Wieviel Geld gibt der Staat jährlich für seine Pensionen aus? Wieviel an (fiktivem) Beitrag müßte der Staat pro Beamten in eine Pensionskasse einzahlen, damit die Beamtenpension finanziert ist ähnlich dem Umlagesystem in der Rentenkasse. Diese Zahlen sind notwendig, damit endlich mal Transparenz geschaffen werden kann in den höchst unterschiedlichen Systemen der Altersversorgung. Jüngstes Beispiel für Intransparenz: die 3 000 Euro Infaltionsprämie erhalten nicht nur Beamte und Politiker. Erst auf Nachfragen und Umwegen wurde öffentlich bekannt, daß auch Pensionäre anteilig (bis 72 %) diese Prämie automatisch ausgezahlt bekommen. Die Rentner dagegen gehen leer aus!

    Die Sozialverbände dürfen nicht mitreden

    Was passiert da gerade? Professoren und Politiker verteilen wie in einem feudalistischen System die immer knapper gehaltenen Rentenzahlungen an die Rentner, versorgen sich selber auf der anderen Seite aber mit großzügigen Auf- und Zuschlägen. Letztes Beispiel im deutschen Bundestag: die Diäten sind automatisch an der jährlichen Lohnentwicklung gekoppelt, in diesem Jahr sind das sechs Prozent. Die Renten dagegen steigen nur um vier Prozent. Bleiben zwei elementare Fragen zurück: Warum werden die Sozialverbände an der Problemlösung in der Rentenfinanzierung nicht beteiligt? Und, warum schlagen die verbeamteten Professoren nicht die Rente für alle vor, wie z. B. das Modell in Österreich ?

  • Die nachträgliche Kürzung von Betriebsrenten ist weiterhin möglich

    Die nachträgliche Kürzung von Betriebsrenten ist weiterhin möglich

    Kein Schutz durch das neue “Zweite Betriebsrentenstärkungsgesetz”

    von Reiner Korth 17.05.2024
    Foto: Pixabay

    Nach dem Desaster mit den mickrigen Auszahlungsergebnissen in der Riester Rente möchte die Bundesregierung in einem neuen Anlauf jetzt den sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die “Betriebsrente” wieder andienen und hat dazu das “Zweite Betriebsrentenstärkungsgesetz” in Arbeit.

    Über die Medien, so beispielweise ein Artikel im Handeslblatt vom 15.05.2024, “Rente vom Chef – Ampel will die betriebliche Altersvorsorge stärken” läßt die Ampelregierung schon mal die guten Seiten des neuen Betriebsrentengesetzes der Öffentlichkeit übermitteln.

    Allerdings verschweigt die Ampelkoalition und auch der Zeitungsbericht eine gravierende Lücke in der Sozialgesetzgebung, die für jeden Abschluß eines Betriebsrentenvertrages zum Risko für den Arbeitnehmer wird.

    Der Artikel im Handelsblatt schließt mit der Feststellung. Zitat::

    „Auch soll es künftig weiterhin keine Möglichkeit geben, Versorgungszusagen nachträglich anzupassen, also bestehende Betriebsrentenanwartschaften zu kürzen, …“

    Mit diesem Satz wird dem unbedarften Leser die (vermeintliche) Sicherheit auf sehr subtile Art vermittelt, bestehende Betriebsrenten seien dann, nach Verabschiedung des neuen Gesetzes generell nicht mehr kürzbar. Diese Aussage soll den Lesern eine „Planungssicherheit“ vorgeben, die real aber nicht existent ist.

    Das Rückwirkungsverbot greift im Sozialgesetz NICHT

    Denn diese Aussage ist nur die halbe Wahrheit, weil der Satz “Auch soll es zukünftig … keine Möglichkeit geben…, bestehende Betriebsrenten zu kürzen” nicht eine allgemeine Geltung besitzt, sondern sich nur auf die Verpflichtungen seitens der Arbeitgeber bezieht. Der Staat selber kann jedoch jederzeit und auch rückwirkend die Sozialabgaben auf Betriebsrenten erhöhen, auch auf alte Verträge, was einer faktischen Kürzung der Betriebsrente gleichkommt. Wir erinnern uns an das GMG 2003, bei dem im November 2003 ganz kurzfristig beschlossen wurde, ohne Vorwarnung ab dem 01.01.2004 plötzlich die Doppelte Krankenkassenbeiträge auf Betriebsrenten zu zahlen.

    Fakt war und Fakt ist auch heute noch:

    – in der Sozialgesetzgebung findet der Verbraucherschutz keine Anwendung,

    – in der Sozialgesetzgebung gilt etwas anderes als im Steuer- oder Zivilrecht,

    – in der Sozialgesetzgebung gilt  – auch heute noch –  das Rückwirkungsverbot NICHT !

    Das heißt, der Gesetzgeber kann also beispielsweise 2033 hingehen und

    die Krankenkassenbeiträge (KV, PV) auch noch nachträglich  anheben,

    und das auch für Verträge die jetzt und heute in 2024 abgeschlossen werden !

    Konsequenz: Diese Aussage „Auch soll es künftig weiterhin keine Möglichkeit geben, Versorgungszusagen nachträglich anzupassen, also bestehende Betriebsrentenanwartschaften zu kürzen, …“ ist wohl sprachlich nicht falsch, sie vermittelt aber den Eindruck, die Auszahlung einer bereits bestehenden    Betriebsrente wird niemals gekürzt, der Arbeitnehmer sei auf der sicheren Seite.

    Und dieser Eindruck ist eben völlig falsch: Der Arbeitnehmer allein ist dem gesetzgeberischen Risiko einer nachträglichen KV-PV-Beitragserhöhung ausgesetzt, was einer realen Kürzung der Betriebsrentenauszahlung gleich kommt !

    Der Originalartikel ist zu finden unter:

    https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/betriebsrente-rente-vom-chef-ampel-will-betriebliche-altersvorsorge-staerken/100037681.html

  • Wie der Staat die Rentenkasse ausplündert

    Wie der Staat die Rentenkasse ausplündert

    Endlich wird von der Presse auch einmal über ein Thema geschrieben, dass in der Öffentlichkeit von den politisch agierenden massiv verschwiegen wird.

    Die Wirtschaftswoche hat gestern am 14.05.2024 den Artikel „Wie der Staat die Rentenkasse ausplündert“ veröffentlicht. Genau wie schon in unseren Angaben beschrieben, Homepage unter: dvg-ev.org/2024/02/rentnerinnen-und-rentner-systematisch-seit-1957-von-den-bundesregierungen-betrogen/. Hier wird eindeutlich beschrieben, wie der Staat seit 1957 systematisch die Sozialversicherungen und damit die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler betrogen haben. Die damit verbundenen Finanzprobleme wurden und werden durch Verringerung des Rentenniveaus für die Rentnerinnen und Rentner auferlegt. Ebenfalls wurden durch das GMG-Gesetz ebenfalls in Verträge der betrieblichen Altersversorgung eingegriffen. Leider verweigern der Minister für Gesundheit, Karl Lauterbach, und der Minister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, jegliche Aussage zu den versicherungsfremden Leistungen. Nicht einmal der Gesamtverband der Krankenkassen sowie die Deutsche Rentenversicherung unternehmen etwas. Warum?

    Ich sehe hier eine klare Benachteiligung, wenn nicht sogar eine Diskriminierung gegen Beitragszahlerinnen und Beitragszahler durch eine Verletzung der Übernahme von Kosten für von den Regierungen übertragenen Aufgaben an die Sozialversicherungen. Wenn jemand für von ihm verursachte Kosten nicht bezahlt und diese auf andere abschiebt, so ist das Betrug. Und die Bundesgerichte sanktionieren dies noch.

    Gleichzeitig wurde vorgestern (13.05.2024) von T-Online veröffentlicht: „Abgeordneten Diäten steigen deutlich – Größte Steigerung seit fast 30 Jahren.

    Zur Berechnung der Erhöhung der Diäten wird der Nominallohnindex herangezogen.

    Mit dem sogenannten Nominallohnindex bildet das Statistische Bundesamt die Entwicklung der Bruttomonatsverdienste von Arbeitnehmern ab. Er war im Jahr 2023 so stark gestiegen wie seit 2008 nicht mehr. Zurückzuführen ist die kräftige allgemeine Lohnsteigerung vor allem auf Zahlungen der Inflationsausgleichsprämie sowie die im Oktober 2022 erfolgte Mindestlohnerhöhung auf zwölf Euro.

    Zur Berechnung der Erhöhung der Renten wird die Bruttolohnerhöhung herangezogen.

    Grundlegende Orientierungsgröße für die jährliche Rentenanpassung war seit 1957 die Entwicklung der Bruttolöhne und -gehälter. Deshalb wird auch von einer lohndynamischen Rente gesprochen.

    Hier ist eindeutig gegen Artikel 1 Grundgesetz verstoßen, aber die Richterinnen und Richter des Bundesverfassungsgerichts sehen dies anders.

    Dabei verzichtet die Regierung jährlich auf 73 Mrd. Euro für den Verzicht auf Vermögenssteuer.

    Seit der Corona Pandemie steigen die Preise, aber Konzerne wiederum haben die Konzerne, die die Preise am meisten erhöht haben Energie- Mineralöl- und Lebensmittelkonzerne), ihre Gewinne ungleich höher erhöht als vor Beginn der Pandemie. Was unternimmt die Regierung dagegen? Nichts.

    Sie wälzt alles auf die Verbraucher ab, während sich die Konzernbosse die Hände reiben.

    Weiterhin genehmigten sich die Armen Beamtinnen und Beamten aus der Staatskasse einen Inflationsausgleich von 3000 Euro und die die durch die Regierung betrogen wurden und werden bekommen nichts. Der Grund dieser Auszahlung soll das Ergebnis eines Tarifvertrages zwischen dem Beamtenbund und der Verhandlungsführung der Regierung (Beamte) sein. Von einem Arbeitskampf hat man nichts gehört, die Forderungen des Beamtenbundes wurden anstandslos übernommen.

    Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben mit Hilfe der Gewerkschaften einen Inflationsausgleich bei den Tarifverhandlungen erkämpft. Und der Effekt ist, dass bei der Diätenerhöhung der Bundestagsabgeordneten, das der bei den Tarifverhandlungen ausgehandelte Inflationsausgleich mit berechnet wurde. Sie profitieren damit doppelt.

    Weiterhin sind in letzter Zeit Gesetze verabschiedet worden, wo Subventionen in großer Höhe beschlossen wurden. Z.B. das Wachstumschancengesetz, das Firmen jährlich mit 3,2 Millionen Euro entlastet.

    Im 75. Jahr des Grundgesetzes hat dies nichts mit Demokratie zu tun. Eine Minderheit in Deutschland (Beamte) entscheidet über Gesetze, Urteile, die von den Bundesrichterinnen und Bunderichtern für Grundgesetzkonform eingestuft werden. Aber nicht im Sinn des Ausspruchs am Reichstag „Dem Deutschen Volke“.

    In Deutschland herrscht eine „repräsentative Demokratie“. Die repräsentative Demokratie konzentriert die politische Macht in den Händen einer potentiellen Oligarchie, was die Wahrscheinlichkeit von Korruption und Lobbyismuserhöht. Da das Volk die tatsächliche Regierungsgewalt mit den Wahlen vollständig an seine gewählten Vertreter abtritt, hat es auf gesetzlicher Ebene keine Möglichkeiten mehr zur Einflussnahme auf politische Entscheidungen seiner Vertreter. So besteht die Gefahr, dass Wählerstimmen mit Wahlversprechen geworben, diese jedoch nicht gehalten werden und letztlich zu Gunsten von Einzelinteressen an den Interessen des Volkes vorbeiregiert wird.

    Hier müssten die Bürgerinnen und Bürger aufhorchen und anfangen für eine Demokratie zu kämpfen, die keine Menschengruppen bevorzugt (Beamte) und den Rest der Menschen in Deutschland benachteiligt. Durch solche Maßnahmen wie der Raub von Geldern aus den Sozialversicherungen zum Nachteil der Beitragszahlerinnen und Betragszahler. Man nennt es im Sprachgebrauch Betrug, aber wie nennen es die Regierungen die es gemacht haben und machen?

    Rentnerinnen und Rentner lasst euch nicht mehr betrügen, kämpft gegen die Ungleichbehandlung und den Raub der Rentengelder. Sozialverbände, Vereine, Gewerkschaften und Bürgerinnen und Bürger kämpft für die Rechte die im Grundgesetz Artikel 1 festgeschrieben sind. Kämpft gegen die Ungleichbehandlung gegenüber den Beamtinnen und Beamten.

    Bringt massive Proteste auf den Weg.

    16.05.2024
    Andreas Reich
    Beisitzer Öffentlichkeitsarbeit im DVG-e.V.

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