Author: Jost Gerbing

  • Wahltag ist Zahltag

    Wahltag ist Zahltag

    Bundeskanzler Scholz ruft die Bürger auf: “Wählen gehen”
    ein Kommentar von Michael Rahnefeld 11.05.2024
    Fotos: PIXABAY

    In der aktuellen politischen Lage und angesichts der zunehmenden Zahl an politischen Demonstrationen hat der Bundeskanzler jetzt die Bürger zur Teilnahme an den nächsten Wahlen aufgerufen: an der Europa Wahl im Juni und an den drei Landtagswahlen im September diesen Jahres. Aber, auch das muß BK Scholz wissen: Wer Versprechen nicht einlöst, wer Vertragsbruch duldet, wer falsche Versprechungen macht, dem kann der Wähler nicht mehr trauen bei der nächsten Wahl. Ähnlich ist der Umgang der Regierenden, insbesondere des Bundeskanzlers mit den Direktversicherungsgeschädigten und mit den Opfern der Doppelverbeitragung.  

    Wahltag ist bekanntlich Zahltag – und eine erste Chance bietet sich den Betrogenen jetzt bei der Europawahl und später bei den anstehenden Landtagswahlen in drei Bundesländern. Will ich wirklich denjenigen Politikern zu einem neuen Mandat verhelfen, die uns Direktversicherten und uns Betriebsrentnern ungeniert das Geld aus der Tasche ziehen? Geld, das ich mir auf redliche Weise und auf Empfehlung der Politik fürs Alter (das zweite und dritte Standbein) angespart habe über all die Jahre, 30 Jahre lang? In vielen Fällen sogar durch Konsum- und Urlaubsverzicht!  Geld, das wir im Vertrauen auf politische Versprechen angespart haben und das uns jetzt nachträglich weggenommen wurde. Versprechen gebrochen – Vertrauen verloren.

    Politik allein gegen sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer
    Diese Frage müssen sich nicht nur DVG-Mitglieder und Noch-Nicht-Mitglieder stellen, sondern alle Bürger in diesem Land. Auch diejenigen jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die heute von der Politik zum Abschluß einer Direktversicherung angelockt werden durch das Versprechen eines 15 %-igen Arbeitgeberzuschusses. Völlig uneinsichtig und aus der politischen Machtposition heraus, zumeist auch noch mit falschen Zahlen werden die Bürger, die sich gegen diese Machenschaften von nachträglichen Beitragszahlungen wehren, von den Politikern abgeblockt. Wobei sich diese Willkürpolitik vor allem gegen eine ganz bestimmte Gruppierung in unserer Gesellschaft richtet, nämlich gegen die sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer, die ohnehin am Mühsamsten ihre Alterssicherung stemmen müssen. 

    Scholz sein Wahlversprechen von Münster im September 2021
    Der DVG ist eine überparteiliche neutrale Organisation, die für Gerechtigkeit in dieser Alterssicherungsfrage kämpft. Der DVG wird und kann sicherlich keinerlei Wahlempfehlungen abgeben. Aber: der DVG spricht die Empfehlung aus, ganz gezielt darüber nachzudenken, ob und von wem man um sein Erspartes betrogen wurde, wer die Opfer der Versicherungssparer im Regen stehen lässt und von wem keine seriösen Ansätze kommen, um dieses Unrecht endlich zu beseitigen und für die Zukunft ein für allemal zu verhindern. Diese Fragen müssen sich alle Parteien gefallen lassen. Und nach ihren Antworten auf diese Fragen und insbesondere an ihren Taten zur Abschaffung der Doppelverbeitragung werden die Parteien zu messen sein. Wer seine Versprechen, wie z. B. BK Scholz im SPD Wahlkampf 2021in Münster nicht einlöst, kann nicht mehr auf neues Vertrauen hoffen.

    Lobby-Politik führt zur Spaltung der Gesellschaft
    Seit geraumer Zeit weise ich darauf hin, dass es in der bundesdeutschen Gesellschaft brodelt und dass es den Deckel irgendwann vom Topf hebt. Das, was uns von den Regierenden bislang als Demokratie verkauft wurde, ist eine Lobby-Politik, die zur Spaltung der gesamten Gesellschaft und letztlich zur Gefährdung dieser Demokratie führen wird. Die Themenfelder, die dieses politische Versagen umspannen, reichen von Altersarmut bis hin zum Migrationschaos, vom Niedergang des Gesundheitswesens und der Pflege bis hin zur Zerstörung der deutschen Wirtschaft. Was das Rententhema und die Sozialpolitik im Ganzen angeht, das spürt mittlerweile jeder hautnah. Die Unzufriedenheit der Bevölkerung kocht über, schlägt zunehmend in Wut um. Zehn Jahre mit den jeweils Regierenden anständig diskutiert – aber es passiert nichts. Nur lose Versprechen, keine Taten. Die Bürger sind wütend und emotional aufgeladen. Das hat zum einen mit einem Gefühl der eigenen Ohnmacht und der Problemignoranz der Politiker zu tun, zum anderen aber auch mit einer zunehmenden Verrohung der Gesellschaft. Dass aber dann gerade jene, die diesen Zustand durch ihr politisches Handeln als Hauptverursacher mit herbeigeführt haben – sprich die etablierten Parteien und ihre Politiker, dass diese jetzt mit auf die Straße gehen und den Schutz der Demokratie und des Rechtsstaates einfordern, ist eine Heuchelei im hohem Maße. Hier wird von den demonstrierenden Politikern, (wie BK Scholz bei der “Demo gegen Rechts” in Berlin) Kritik an den Auswirkungen geübt, die sie selber herbeigerufen haben. Anstatt die Ursachen zu bekämpfen, sie schonungslos offen legen und vor allem, die Mißstände abzustellen, gehen die Politiker selber demonstrieren – gegen sich selbst?

    Da denkt aber die Koalition der Herrschenden wohl etwas etwas anders, wie auch bei Fragen der besonderen Themen, wobei wir wieder bei der Renten- und bei der Sozialpolitik wären. 

    Wahltag ist Zahltag – allerdings nicht mit Gewaltdemonstrationen, sondern mit demokratischen Mitteln, solange sie uns (noch) zur Verfügung stehen. Wer Versprechen nicht einhält, wer Vertrauen bricht, der braucht sich über Wählerwanderungen nicht mehr wundern.

     

  • Die Rente ist sicher – Aber nur für Beamte und Politiker

    Die Rente ist sicher – Aber nur für Beamte und Politiker

    Informationsreich, locker mit Fakten unterlegt: diese Politsatire im ZDF

    Quelle: ZDF

    In der Satiresendung “Die Anstalt” im ZDF vom 07.05.2024 wird mit hintergründigem Humor umfassend erklärt, warum 48 % Rente für Rentner eine “ausreichende Grundversorgung” sind, Politiker und Beamte jedoch mit 71 % Pension gerade so über die Runden kommen und warum der Riester Spartopf immer leer ist und keine Erträge abwirft.

    Wir empfehlen diese Sendung allen heutigen Rentnerinnen und Rentnern, aber wir empfehlen diese Sendung insbesondere auch unseren jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Sie sollten die auschweifenden Politversprechen von Bundesminister Hubertus Heil und der Bundestagsabgeordneten aller Fraktionen sehr kritisch hinterfragen. – Bitte macht Euch Euer eigenes Bild.

    https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-7-mai-2024-100.html

    Redaktion: Reiner Korth 08.05.2024

  • Betriebliche Altersversorgung wird zum Verlustgeschäft

    Betriebliche Altersversorgung wird zum Verlustgeschäft

    Die Rede des Bundesvorsitzenden Reiner Korth in Erfurt, 20.04.2024

    Begrüßung

    Liebe Freundinnen und Freunde im DVG, liebe Gäste, liebe Zuhörer,

    wir sind heute hier zusammen gekommen, um erneut auf das “Riesen Unrecht”, auf die total soziale Ungerechtigkeit hinzuweisen in der Doppelverbeitragung der Krankenversicherung für die Direktversicherten, schlechthin für alle Betriebsrentner.

    Altersvorsorge führt zu staatlicher Abzocke

    Es ist ein Skandal in der deutschen Politik: Rentnerinnen und Rentner, die Zusatzvorsorge in der bAV betrieben haben, die dem Rat der Bundesregierung gefolgt sind, die angelockt wurden durch politische Versprechen, die heute nichts mehr Wert sind: sie werden heute doppelt bestraft, sie alle zahlen doppelte Krankenkassenbeiträge, sie werden heute abgezockt.

    Um das mal an einem realen Beispiel festzumachen: ein Arbeitnehmer mit 3.500 € Brutto zahlt (nur) 340, 00 KK-Beitrag, ein Rentner dagegen mit Einkommen in gleicher Höhe bspw. 2.000 Euro DRV-Rente plus 1.500 bAV dagegen zahlt 460, 00 € KK-Beitrag. Das ist über ein Drittel mehr. Und WARUM: weil der bAV Rentner in Vorsorge gespart hat – statt Belohnung führt das jetzt zu staatlicher Abzocke.

    Das Gegenteil von Rentnerarmut bekämpfen

    Und unsere Politiker, die Regierung in Berlin allerdings, sie tun Nichts. Sie alle sind PRIVAT versichert, kennen unsere Probleme, kenne die Probleme der bAV-Rentnerüberhaupt nicht. – Eine Ricarda Lang (GRÜNE) glaubt ja auch, die Durchschnittsrente liege bei 2 000 € im Monat. Liebe Ricarda Lang: 1.209 € ist der wahre Wert, kann man googeln! Andere Parteien wie SPD und CDU reden von “Rentnerarmut bekämpfen”, machen aber genau das Gegenteil – Sie rauben uns aus mit Doppelt- und Dreifachbeiträgen. Ein handfester politischer Skandal ist das.

    Was macht eigentlich unser Bundeskanzler, der Vergeßliche? Wie heißt der nochmal? – Olaf Scholz glaube ich. Der damalige Kanzlerkandidat Scholz hat uns DVG-lern, die dort aufgetreten sind, im Wahlkampf in Münster im Sommer 2021, auf der Bühne am Mikrofon öffentlich und persönlich versprochen: “Ich kenne das Problem. Das ist ein Ärgernis … wenn ich Bundeskanzler werde, werden wir das wieder ändern!!!!!!”

    Gute Absicht – schlecht gemacht

    Zur Erinnerung: die SPD hat mit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz 2003 ein gutes Ziel verfolgt, nämlich ein Schlupfloch zu schließen, welches Betriebsrentner genutzt haben, indem sie sich anstelle der Rente eine einmalige Abfindung haben auszahlen lassen, was eben eine einmalige Kapitalauszahlung darstellt. Und haben sich damit der Beitragszahlung an die Krankenkasse entzogen!!

    Jetzt zeigt aber die Praxis, daß der Krankenkassenverband GKV und auch sogar die Sozialgerichte sich dieses Gesetz gekapert haben und den § 229 widerrechtlich umgedeutet haben und für alle Kapitalauszahlungen aus Sparverträgen, nicht nur für die bewußten Abfindungen anstelle einer Betriebsrente, den doppelten Beitrag zur Krankenkassen erheben, was ja von der SPD damals in 2003 so nicht gewollt war!

    Wann endlich formuliert die Bundesregierung den § 229 so präzise um, damit die Krankenkassen nur noch – und ausschließlich – zielgenau die Abfindungen anstelle einer Betriebsrente verbeitragen dürfen – Aber die Kapitalsparverträge der Direktversicherungen von dieser gesetzeswidrigen Verbeitragung wieder freigestellt sind?

    Drei Jahre “intensiv gearbeitet” – aber kein Ergebnis

    Fast Drei Jahre hat BK Scholz jetzt regiert. Und was ist das Ergebnis? BK Scholz hat immer wieder aufs Neue betont, in Bürgerversammlungen, bei öffentlichen Auftritten und zweimal sogar im Deutschen Bundestag, bei der Kanzlerbefragung durch M. W. Birkwald, Partei DIE LINKE: wir arbeiten an einer Lösung… — NUR, niemand weiß, wer ist “WIR”?

    Fragt man im Gesundheitsministerium nach – das Gremium ist NICHT bekannt.

    Fragt man bei Hubertus Heil im BMAS nach: KEIN Gremium bekannt.

    Fragen wir in Scholz seiner Partei nach, der SPD: nichts bekannt.

    Fragen wir direkt im Bundeskanzleramt nach: dann…. bekommen wir K E I N E Antwort von BK Scholz.

    DAS allerdings ist ein Ausdruck von mangelndem Respekt, das ist eine politische Sauerei. Bundeskanzler Scholz hält es nicht für nötig und nicht für notwendig, seinen Bürgern und Wählern eine Antwort zu geben: ein Schreiben im Mai, 2023, ein offener Brief im August 2023, eine Mahnwache mit erneuter Briefübergabe im November 2023…… Bis heute gibt es KEINE Antwort vom Bundeskanzler!

    Das ist absolut Respektlos, das ist Skandalös. – Dieser Bundeskanzler kann nicht mehr unser Bundeskanzler sein! DAS ist ganz klar unsere Erkenntnis. Die Probleme der Bürger interessieren ihn gar nicht mehr.

    Rentner werden doppelt zur Kasse gebeten

    Diese Bundesregierung hat Geld für alle Probleme dieser Welt, Kriegskosten Flüchtlingskosten, Einsätze in Mali und Afghanistan, oder auch für 3 000 € Inflationsprämie für Minister, Beamte und Pensionäre – für Rentner dagegen aber nicht! – Und Rentner, die Vorsorge sparen, werden dann noch doppelt zur Kasse gebeten, weil die Krankenkassen angeblich kein Geld haben und klamm sind. Allerdings: Sie sind in der Tat klamm, weil den Kassen von der Politik ein großes Paket an “versicherungsfremden Leistungen” aufgebürdet und angedient wurde.

    Politische Wohltaten, mit denen die Politiker große Werbung betreiben, die heute aber allein von den GKV-Versicherten bezahlt werden soll! – Das ist eine Aufgabe der gesamten Bevölkerung. ABER: Politiker und Beamte als PRIVAT Versicherte sind fein raus – sie zahlen NICHTS.

    Eine Zweiklasssengesellschaft im Sozialwesen und in der Rechtssprechung

    Es entwickelt sich im Sozialwesen zunehmend eine Zweiklassengesellschaft. Und die Rentner von heute, die 45 Jahre geschafft und geschuftet haben, die dieses Deutschland in den 80-er und 90-er Jahren aufgebaut haben, die zahlen – quasi zur Belohung – jetzt DOPPELT: eine soziale Ungerechtigkeit allerster Güte ist das, die Ihresgleichen sucht!

    UND es entwickelt sich auch in der Rechtssprechung eine Zweiklassengesellschaft: Die Sozialgerichte weisen alle Klagen (ich möchte sagen “fast ungeprüft”) ab mit dem Hinweis “Die Doppelverbeitragung ist politischer Wille”. Wenn Sie etwas geändert haben möchten, wenden Sie sich an das Parlament in Berlin. – Und dann fragen wir die Abgeordneten im Parlament und bekommen oft zur Antwort: Was wollen Sie denn, die Gerichte geben uns doch RECHT! Da fragen wir uns: Gibt es eigentlich noch so etwas wie “eine Gewaltenteilung” in Deutschland? Das habe ich mal im Gemeinschaftskundeunterricht gelernt – sollte es eigentlich geben! Aber diese Gewaltenteilung ist schwammig geworden, aufgeweicht. Es fehlen die klaren Konturen, es fehlt die scharfe Abgrenzung. Es gibt sie nicht mehr. Sozialgerichte und das Parlament schieben sich den Ball gegenseitig zu. Und wir Rentnerinnen und Rentner bleiben außen vor, werden im Stich gelassen, wissentlich!

    Und zahlen DOPPELT, weil die Krankenkassen unterfinanziert sind, angeblich!

    Die Rentner verursachen mehr Krankheitskosten

    Und als weiteres Argument hört man dann von einzelnen Politikern dann auch noch, das kann man auch auf X/Twitter nachlesen oder es wurde geäußert in persönlichen Gesprächen: Die Alten, die Rentner verursachen ja auch mehr Krankheitskosten, sind öfter krank! Das allerdings ist eine ganz schlimme Stigmatisierung, eine Ausgrenzung einer bestimmten Bevölkerungsgruppe! — Dann frage ich: müssen dann nach dieser “Politiker -Logik” zukünftig auch Raucher, Alkoholiker, Asthmakranke, Zuckerkranke oder Suchtkranke (Cannabis läßt grüßen ….) auch die doppelten Beiträge zahlen, weil sie ja auch systembedingt “MEHR Krankheitskosten” verursachen?

    Liebe Politiker, Euch sei gesagt: auch wir Rentner waren mal jung und haben damals hart gearbeitet und haben seinerzeit (Jung und Gesund) überproportional in die Kassen eingezahlt. – Wir haben unseren Anteil zur Solidargemeinschaft bereits geleistet.

    Es mangelt an der Solidargemeinschaft im Gesundheitswesen

    Für die Krankheitskosten der “Versicherungsfremden Leistungen”

    – Versorgung der Flüchtlinge,

    – Versorgung der Sozial Schwachen (Bürgergeldempfänger)

    – für Mutterschaftsgeld, Familienversicherung, Krankengeld bei Kindererziehung, etc.,

    dafür ist die Solidargemeinschaft aller Bürger in diesem Lande zuständig:

    Auch Selbständige, Politiker und Beamte müssen für diese Leistungen einzahlen, und nicht nur wir Rentner in der GKV allein! – Das ist eine völlig unsoziale und einseitige Belastung einer einzigen Bevölkerungsgruppe! Wenn Politiker immer wieder von Rentnerarmut reden, dann sind genau die versicherungsfremden Leistungen ein wesentlicher Grund dafür!

    Eine Warnung an junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

    Und zum Schluß: Ich möchte eine Warnung aussprechen an unsere jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die angelockt werden mit “staatlicher Förderung”, mit Steuerersparnis, mit weniger Sozialabgaben:

    Haltet die Augen OFFEN, Haltet die Ohren offen,

    Hört zu und schaut Euch an, was da auf Euch zukommt. Laßt Euch nicht blenden von den politischen Versprechen heute! Und eine granz dringende Warnung an Euch: WIR – Eure Eltern – haben damals den Versprechen der Politiker vertraut, wir haben Verträge angespart und bekommen heute weniger NETTOausgezahlt als wir damals eingezahlt haben. Der Grund: nachträglich doppelte Beiträge zahlen auf Direktversicherungen.

    “Die Riester-Rente wird zum Flop” (Zitat BILD vom 20.04.2024)

    Und wenn es noch eines aktuellen Beweises bedarf: Die Schlagzeile in der Bildzeitung von heute (Samstag, 20.04.2024) lautet: “Riester-Rente wird zum Flop”. Das ist die Steilvorlage für unsere Kundgebung heute. Das ist eine Bestätigung unserer Aussagen. Unser Vertrauen in die Politik wurde auf einen Schlag mit dem GMG 2003 komplett zerstört. Und für Euch heute wird es noch schlimmer werden:

    Nach der neuen Regelung in der bAV bekommt Ihr auch noch ca. zwei Rentenpunkte weniger später im Rentenalter, macht 90 Euro weniger Rente jeden Monat und dazu die doppelten Krankenkassenbeiträge. Auch das aktuelle neue bAV Modell seit 2018 ist in den allermeisten Fällen ein absolutes Verlustgeschäft – Ich kann Euch nur warnen: Rechnet mit spitzem Bleistift sehr genau nach!

    Europa- und Landtagswahlen werden zum Prüfstein

    Bundeskanzler Scholz hat noch ein knappes Jahr Zeit, um sein Versprechen einzulösen. Die nächsten Wahlen werden zeigen, wer mit dieser Art von Politik das Vertrauen der Wähler verspielt hat, wer nicht wiedergewählt werden kann! Europawahl, drei Landtagswahlen hier in der Umgebung, in Thüringen, in Sachsen und in Brandenburg .Und dann im nächsten Herbst 2025 ist die Bundestagswahl! Und eines ist ganz klar und eindeutig: wenn BK Scholz sein mehrfach gegebenes Versprechen von Münster, im Bundestag, auf Bürgerdialogen, wenn er dieses Versprechen bis dahin nicht eingelöst hat, dann allerdings ist BK Scholz und dann ist auch die SPD für uns Direktversicherten und für uns Betriebsrentner absolut nicht mehr wählbar, – Weil: Versprechen gebrochen – Vertrauen verspielt!

    Und das führt dann zu einem unserer DVG Leitsätze, der nie so gültig und nie so aktuell war wie heute:

    WER Rentner quält – Wird NICHT gewählt!

    Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, liebe von der Regierung Geschädigten:

    Ich danke Euch für Euer Kommen, für Eure Unterstützung. Geht bitte zurück in Eure Wahlkreise und klärt die Abgeordenten auf. Auch die, die nicht wiedergewählt werden, weil sie unser Anliegen nicht unterstützen und den Betrug dulden!

    Klärt bitte auch Eure eigenen Kinder auf, und die Nachbarskinder gleich mit. Und klärt Eure und unsere jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Betrieb auf, Bewahrt sie vor bAV-Abschlüssen, vor Versicherungsverträgen die zum Verlustgeschäft werden! Laßt Euch nicht blenden und nicht anlocken von marginalen staatlichen Förderungen in Höhe von 30 oder 50 Euro im Monat – Ihr müßt später das DOPPELTE und Dreifache wieder an den Staat zurückzahlen und macht NETTO ein dickes Verlustgeschäft.

    Das ist unsere bittere Erfahrung. Die Erfahrung der Rentnerinnen und Rentner, die sich heute hier zum Protest in Erfurt versammelt haben. Wir sind die realen Beispiele aus dem wahren Leben, die den Betrug tagtäglich erfahren und erleiden müssen, fernab der abgehobenen Politblase in Berlin.

    Ich wünsche Euch eine gute Zeit hier in Erfurt, alles Gute für die Zukunft und bleibt gesund.

    Reiner Korth
    Bundesvorsitzender DVG eV

    Text: Reiner Korth
    Bild: Andreas Reich/DVG

  • Unsere Antwort auf: Die Rente ist ungerecht – Die Eltern rauben ihre Kinder aus

    Unsere Antwort auf: Die Rente ist ungerecht – Die Eltern rauben ihre Kinder aus

    Ein Kommentar von Andreas Reich, DVG eV 25.03.2024 …..   Foto: Pixabay (geralt)

    Unter der Überschrift “Die Rente ist ungerecht – Die Eltern rauben ihre Kinder aus” schrieb RTL Politikchef Nikolaus Blome ein Kommentar am 21.03.2024 bei n-tv.de.

    Diese Art von Journalismus ist nur darauf gerichtet Rentnerinnen und Rentner zu diskreditieren und hat nichts mehr mit Seriosität zu tun. In diesem Kommentar sind Wahrheiten nicht angesprochen und der Kommentar rückt Tatsachen in ein total verkehrtes Licht.

    „Allein die Jüngeren sollen die Rente für die kommenden Jahrzehnte sicher machen und die Lasten tragen. Das ist nicht nur ungerecht, es ist auch dumm.“, so schreibt Blome.

    Das Rentensystem ist heute noch so wie es 1957 mit dem von der Regierung Adenauer geschaffenen Umlageverfahren eingeführt wurde, bei dem die aktuellen Beitragszahler die laufenden Renten finanzieren. Seither gibt es den Begriff vom “Generationenvertrag” und in all den Jahren bisher hat niemand davon gesprochen, dass die Eltern ihre Kinder ausrauben.

    Zitat Blome: “Außerdem finanzieren fast ausschließlich die jüngeren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit ihren Steuern jenen Zuschuss, der aus dem Bundeshaushalt Jahr für Jahr fließt, damit die gesetzliche Rente überhaupt über die Runde kommt, gut 110 Milliarden Euro waren es zuletzt. Der Grund dafür: Knapp jeder vierte Euro aus dem Bundeshaushalt muß ausgegeben werden für immer neue Sonderleistungen, sogenannte “versichewrungsfremde Leistungen”, die im Laufe der Jahre von den verschiedenen Bundesregierungen nämlich immer neue Sonderleistungen für die Älteren beschlossen wurden. Jede einzelne Sondermaßnahme kann man irgendwie gut finden, alle zusammen kann schon jetzt “eigentlich keiner bezahlen.“

    Milliarden an Bundeszuschuß für versicherungsfremde Leistungen in der Rentenkasse

    Gemeint ist hier der sogenannte Bundeszuschuss, aber warum gibt es diesen sogenannten Bundeszuschuss überhaupt? Alle Regierungen seit 1957 haben die Rentenkasse geplündert, für die Ausgaben von versicherungsfremden Leistungen, für die niemand jemals einbezahlt hat. Laut den Teufel Tabellen, die durch die Auswertungen der jährlichen Ausgaben der Rentenversicherung entstanden sind, fehlen seit 1957 bis Ende 2022, insgesamt eine Summe von 988 Milliarden Euro an Rentenausgaben, für die es keine Einnahmedeckung gibt.

    “Versicherungsfremde Leistungen” sind Ausgaben, die durch die Beschlüsse der Bundesregierungen der Rentenversicherung auferlegt wurden. Sie sind nicht durch die Beitragszahlungen gedeckt. Das heißt: politisch gewollt bekommen Bürgerinnen und Bürger in unserer Gesellschaft eine Rentenauszahlungen, für die sie selber niemals Beiträge eingezahlt haben in ihrem Berufsleben.
    In der Literatur werden in den unterschiedlichen Versicherungszweigen folgende ausgewählte Leistungen als versicherungsfremd angesehen:

    Für die Rentenversicherung:

    • Anrechnungszeiten (z.B. für Ausbildung: Schul-, Fachhochschul- bzw. Hochschulbesuch);
    • Kriegsfolgelasten (z.B. beitragsfreie Ersatzzeiten wegen Kriegsgefangenschaft oder Flucht);
    • Familienlastenausgleich (z.B. Berücksichtigung von Kindererziehungszeiten in der Rentenversicherung und die Kindererziehungsleistungen an Mütter der Geburtsjahrgänge vor 1921)
    • sozialpolitische Korrektur der Fakten (z.B. Rente nach Mindesteinkommen, bei der niedrige Beiträge auf einen Mindestwert angehoben werden)
    • rentenrechtliche Absicherung der Arbeitslosigkeit;
      die von der Rentenversicherung gezahlten Auffüllbeträge
    • sowie Renten- und Übergangszuschläge zu Renten in den neuen Bundesländern und andere Leistungen.“

    „Dies sind Leistungen, die eigentlich allgemeine Staatsaufgaben sind und damit durch Steuern zu finanzieren wären“. (Bundestag).

    Weiterhin gibt es in Deutschland ein Zwei-Klassen-System, in dem die Steuerzahler für Pensionärinnen und Pensionäre im Beamtenstatus die kompletten Pensionen finanzieren, denn Die Beamten selber zahlen nicht einen €-Cent in eine “Beamtenkasse” ein.

    Was könnte in Deutschland geändert werden?

    So zahlen z.B. in Österreich alle in ein Rentensystem ein und bekommen 14-mal im Jahr einen höheren Rentenauszahlbetrag pro Monat als in Deutschland. Die Vorschläge von Minister Heil werden natürlich von den Beamten in Deutschland abgelehnt.

    In Artikel 3 Grundgesetz steht geschrieben: ” (1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.”

    Leider ist dies nur ein Artikel der auf dem Papier steht, denn allein in der Rechtsprechung in Rentenfragen wurden und werden immer wieder Urteile gefasst gegen Rentnerinnen und Rentner.
    So wurde von Otto Teufel in einem Porträt beschrieben, Zitat:

    „Wir sind ja alle keine Juristen. Und waren um so erstaunter, was das BVerfG in seinem Urteil sinngemäß gesagt hat: …. dass für Arbeitnehmer und Rentner, wenn es um die Altersversorgung geht, nicht die gleichen Rechte gelten wie für andere Bürger, sprich Mitglieder der der berufsständischen Versorgung oder für Beamten.” (Goettle)

    Da auch andere Sozialsysteme nicht die volle Summe an Einnahmen für die versicherungsfremden Leistungen bekommen, werden immer wieder Maßnahmen getroffen um unter anderem die gesetzlichen Krankenversicherungen finanziell abzusichern.

    So wurde mit Beginn des Jahres 2004 das GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) beschlossen, mit dem alle Kapitalauszahlungen von Direktversicherungen mit Entgeltumwandlung, auch schon alte, länger bestehende Verträge, zusätzlich die vollen Krankenkassenbeiträge für 10 Jahre zu zahlen haben. Das sind nicht nur die eigenen Beiträge (Arbeitnehmeranteil) sondern auch die Beiträge für den Arbeitgeber gleich mit (Arbeitgeberanteil) .
    Was der Arbeitgeber an Krankenklassenbeiträgen gespart hat muß der Rentner später nachzahlen.
    Wir als Verein DVG e.V. kämpfen für die Abschaffung der „Doppelverbeitragung“, zumal auch Kanzler Scholz schon mehrfach (Wahlkampfauftritte, Bürgergespräche in den Bundesländern und Antworten auf Anfragen im Bundestag) versprochen hat diese abzuschaffen.

  • Delegiertenversammlung 2024 / DEMO am 19./20.04.2024 in Erfurt

    Delegiertenversammlung 2024 / DEMO am 19./20.04.2024 in Erfurt

    Delegiertenversammlung und RG- Sprecher Konferenz 2024 / Kundgebungen/DEMO in Erfurt 19. / 20. April 2024

    Autor: Günter Dehlen Schriftführer DVG e.V.

    Freitag, den 19.4.2024 RG-Sprecher Konferenz ab 15 .30 Uhr.

    Samstag, den 20. April 2024 morgens um 10 Uhr beginnt eine Kundgebung auf dem Domplatz in Erfurt, danach ca. 35 Minuten DEMO Fußmarsch durch Erfurt zur Staatskanzlei. Dann folgt eine zweite Kundgebung.

    Ende der Veranstaltung um 12:30 Uhr

    Zu beiden Kundgebungen sind spannende Redner eingeladen; unter anderen Bodo Ramelow als Ministerpräsident.
    „Werbematerial (Kappen, Westen, Buttons und Trillerpfeifen) sind ausreichend vorhanden)”

    • Delegiertenversammlung

    Die diesjährige Delegiertenversammlung des DVG findet am
    Samstag,  
    20. April 2024 von 14.00 bis 18.00 Uhr in Erfurt statt. Teilnehmer sind die in den Regionalgruppen zuvor gewählte Delegierte.

    Mitglieder des DVG, Pressevertreter und Gäste (ohne Stimmrecht) sind herzlich willkommen und werden gebeten sich hier anzumelden.

    • RG-Sprecher Konferenz

    Am Freitag, 19. April 2024 ab 15.30 Uhr findet eine Konferenz der Regionalgruppen-Sprecher statt. Eintreffen der Teilnehmer ab 15 Uhr bei Kaffee und Kuchen vor dem Versammlungssaal.

    Teilnehmer sind die Regionalgruppen-Sprecher und/oder deren Vertreter.

    • Der Tagesablauf am Samstag, 20. April 2024:
    • 10:00 Uhr bis 12:30 Uhr Kundgebungen (Domplatz, Staatskanzlei) und DEMO-Zug (ca. 35 Minuten)
    • 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr Delegiertenversammlung (Einlass ab 13 Uhr)
    • Ort für Regionalgruppen-Sprecher Konferenz und Delegiertenversammlung:

    Hotel Radisson Blu, Juri-Gagarin-Ring 127 in 99084 Erfurt

    Anmeldung der Mitglieder und Gäste auf der Homepage:
    Menü “Aktiv werden“- 
    Anmeldung Delegiertenversammlung 

    Zur DEMO/Kundgebungen um 10:00 Uhr bitte anmelden per E-Mail an:

    werner.partschefeld@dvg-ev.email

    Start der DEMO am Domplatz in Erfurt um 10:00 Uhr

    Wir freuen uns auf ein persönliches Wiedersehen und Wünschen eine gute und sichere Anreise nach Erfurt.

    Mit freundlichen Grüßen

    gez. Reiner Korth,
    Bundesvorsitzender DVG e.V.

    gez. Günter Dehlen
    Schriftführer DVG e.V.

    im Namen des gesamten Vorstandes

     Einladung und Agenda zur Delegiertenversammlung 2024

  • Hochdotierte Beamte verteilen die Gelder aus der Rentenkasse

    Hochdotierte Beamte verteilen die Gelder aus der Rentenkasse

    Ein Beitrag von Michael Rahnefeld 16.03.2024

    „Sollen die Renten stabil bleiben, braucht es bald viel mehr Geld. Zahlen werden das vor allem die Jungen mit steigenden Beiträgen. Damit werden die Babyboomer bis 2039 wohl noch über die Runden kommen. Und dann?“ Mit diesen Zeilen wurde auf die Sendung von Maybrit Illner “Das Rentenpaket der Ampel – alles für die Alten” im ZDF bereits gezielt lenkend eingestimmt. Und das ZDF erklärt bereits im Moderationstext weiter: „Dann soll als Trostpflaster das Generationenkapital wirken, und zwar so: Ab jetzt werden jedes Jahr 10 Milliarden Staatsgeld an die Finanzmärkte fließen, bis es 200 (Milliarden) sind. Zinsen und Gewinne sollen dann die Beiträge zur Rentenversicherung ‚dämpfen‘. Die Milliarden für diesen Plan wird der Staat als Kredite aufnehmen – trotz Schuldenbremse.“

    Die Diskussionsrunde zum Thema war illuster. Es diskutierten bei Illner: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), die Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen, Franziska Brandmann (FDP), die „Wirtschaftsweise“ Monika Schnitzer, VdK-Präsidentin Verena Bentele (die allerdings kaum zu Wort kam !) sowie der Finanzexperte und Journalist Hermann-Josef Tenhagen. Schon im Vorfeld der Sendung füllten sich die Kommentarfelder auf der Internetseite des ZDF. Es lohnt, diese Kommentare zu lesen.

    Betroffene Rentner selber kommen nicht zu Wort

    Was im öffentlich-rechtlichen Fernsehen immer wieder erstaunlich ist: Bei der Rentendiskussion kommen ganz selten betroffene oder angehende Rentner selber zu Wort oder Rentner, die sich mit der Thematik tiefgründig auseinander gesetzt haben. Auch solche Experten gibt es. Aber die Diskussion um das Verteilen aus der Rentenkasse führen vielmehr nicht von Rente betroffene Politiker und hochdotierte Beamte, die sich um ihren Lebensabend niemals Sorgen zu machen brauchen. Die schlimmsten von ihnen, die angeblichen „Experten“ wie ein Bernd Raffelhüschen oder eben jetzt wieder eine Monika Schnitzer. Die einzigen Ideen, die sie zu einer Rentenreform vortragen, sind Rentenkürzungen, längere Lebensarbeitszeiten und Nullrunden. Eine wirkliche Reform, wie eine große gemeinsame Kasse, in die alle in Deutschland einzahlen, fürchten diese Menschen wie der Teufel das Weihwasser.
    Würden Politiker und Beamte bei einer derartigen Reform doch ihre „goldene Hängematte“ verlieren, deshalb wird dieses Thema auch kaum in Diskussionen vertieft.

    Dazu auch der Beitrag  https://dvg-ev.org/2024/03/die-rente-als-spekulationsobjekt/

    Rentner sind zu jung und zu gesund

    Und leider wird auch von den „so professionellen Journalisten“ zu diesem Thema niemals der Finger in diese Wunde gelegt. Verena Bentele vom VdK wurde mit dieser Forderung mehr oder weniger einfach übergangen. Und die große Beraterin der Regierung, die Wirtschaftsprofessorin Monika Schnitzer, wirkt bei der Rentenfrage geradezu unverfroren, überheblich und menschenverachtend. Sind ihr doch die Rentner, die mit Abschlägen ihren Lebensabend verbringen wollen, zu jung und zu gesund. Eine unglaubliche Äußerung,

    Alle Erwerbstätigen müssen in eine Kasse einzahlen

    „Die Altersvorsorge in Deutschland ist zersplittert“, klärt der Sozialverband VdK auf seinen Internet-Seiten auf. „Erwerbstätige zahlen in viele verschiedene Alterssicherungssysteme ein. Es fehlt ein einheitliches, nachvollziehbares System, in welches alle Erwerbstätigen einbezahlen. So erhält beispielsweise ein verbeamteter Lehrer eine Pension von 3.138,62 Euro brutto. Ein vergleichbarer angestellter Lehrer erhält nach gleicher Lebensarbeitszeit eine gesetzliche Rente von 1.495,81 Euro. Ein Durchschnittsverdiener in der gesetzlichen Rentenversicherung müsste mehr als 78 Jahre arbeiten, um einen Rentenanspruch in Höhe einer durchschnittlichen Beamtenpension zu erwerben“, heißt es dort. 

    „Diese Ungleichheit sorgt bei einer großen Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland für Unmut“, stellt der VdK fest. „82 Prozent der Bevölkerung fordern deshalb, dass alle Erwerbstätigen in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.⁵ Dies schafft mehr Gerechtigkeit im Bereich der Alterssicherung und stärkt die Solidargemeinschaft. Zudem würde dies laut Berechnungen von Prof. Dr. Martin Werding von der Universität Bochum zu einer finanziellen Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung führen. ⁶

    Der Link zur Sendung:

    https://www.zdf.de/politik/maybrit-illner/das-renten-paket-der-ampel-alles-fuer-die-alten-maybrit-illner-vom-14-maerz-2024-100.html

  • ZDF Maybrit Illner: Das Rentenpaket der Ampel – alles für die Alten?

    ZDF Maybrit Illner: Das Rentenpaket der Ampel – alles für die Alten?

    Ein Kommentar zur Sendung vom 14.03.2024

    von Karin Tutas 16.03.2024

    Leider wurden wie in so vielen anderen Sendungen in den öffentlich-rechtlichen Sendern wieder einmal wichtige Fakten zur Rente nicht genannt.

    Die auf uns zukommenden Finanzierungsprobleme in der Rentenversicherung sind nicht allein in der Demografie begründet. Vielmehr werden der Rentenkasse seit den 50er-Jahren enorme Summen für so genannte “versicherungsfremde Leistungen” entnommen. Das sind Leistungen, die ausgezahlt werden, aber für die keine Beiträge entrichtet wurden, so zum Beispiel für Entschädigungen von Naziopfern oder für den Anschluss der östlichen Bundesländer. Dafür zahlt der Bund zwar einen Beitrag in die Rentenkasse ein (fälschlicherweise oft als “Zuschuss” oder auch als “Subvention” bezeichnet). Dieser Zuschuss des Bundes liegt allerdings weit unter den dazu korrespondierenden Entnahmen.

    Ein Loch von 900 Milliarden durch versicherungsfremde Leistungen
    Der so genannten Teufel-Tabelle, basierend auf den Zahlen der Rentenversicherung – das kann von jedem gegoogelt werden – kann man entnehmen, dass  die Differenz zwischen den Entnahmen des Bundes und seinem Zuschuss in die Rentenkasse jährlich in die Milliarden geht. Zum Beispiel betrug allein im Jahr 2019 die Lücke zwischen dem Zuschuss des Bundes und dem Auszahlungsbetrag für versicherungsfremde Leistungen etwa 37,6 Milliarden. Insgesamt fehlen so seit 1957 mehr als 900 Milliarden in der Rentenkasse – davon könnten nochmals unsere Enkel später eine auskömmliche Rente bekommen.

    Wohlgemerkt: Die Beitragszahler allein finanzieren damit sozialpolitisch gewollte, gesamtgesellschaftliche Aufgaben, die eigentlich zu Lasten aller Steuerzahler gehen müssten, auch der Selbständigen, der Beamten und der Abgeordneten. Dasselbe Problem gilt übrigens auch für die Finanzierung der Krankenkassen, falls Maybritt Illner und das ZDF jemals auch über deren Finanzierungsprobleme eine Sendung machen sollten.


    Es fehlt uns jegliches Verständnis dafür, dass die oben genannte Fakten nie auch nur ansatzweise in die Sendungen einfließen bzw. auch mal andere Experten zu Wort kommen. Das ist für mich kein ausgewogener Journalismus. Es ist eigentlich überhaupt kein Journalismus.

  • Tatsächliche Kosten der Doppelverbeitragung niedriger, als die Politiker uns vorrechnen

    Tatsächliche Kosten der Doppelverbeitragung niedriger, als die Politiker uns vorrechnen

    In der Diskussion um die Abschaffung der Doppel- und Mehrfachverbeitragung kursierten immer wieder andere Zahlen; z. T. auch politisch motiviert und deshalb überhöht.

    Zur Herstellung zweifelsfreier Fakten haben wir die unabhängige Finanzjournalistin
    Frau Barbara Sternberger-Frey mit der Aktualisierung Ihres alten Gutachtens aus dem
    Jahr 2019 beauftragt. Inzwischen liegen uns die neuen Daten per Jahresende 2023
    mit folgenden Ergebnissen vor:

    1. Der jährliche Einnahmeausfall beläuft sich auf nur noch max. 111 Mio. Euro

      Dies bedeutet, dass sich ein sofortiger Stopp der Doppelverbeitragung nur noch mit
      einem so geringen Betrag auf die Einnahmen auswirkt, dass sich das im Milliarden-
      Budget der Krankenkassen (GKV geschätzt 315 Mrd Euro in 2024) überhaupt nicht bemerkbar macht.
    1. Die Gesamtschadenssumme für Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge
      aus Direktversicherungen seit 2004 beträgt insgesamt max. 12,3 Mrd. Euro

    Alle anderen genannten Zahlen sind demnach obsolet, weil falsch interpretiert oder unzulässigerweise vermengt. Wir bitten Euch deshalb, in der weiteren Kommunikation einheitlich nur diese Zahl von 12,3 Mrd. zu verwenden, wohlgemerkt „nicht jährlich“, sondern einmalig in Summe von 2004 bis Ende 2023.

    1. Die erste Umsetzung

    Durch Vermittlung des Mainzer MdB Daniel Baldy stehen wir seit einigen Wochen mit SPD-Bundestagsabgeordneten zu dieser Thematik in engerem Kontakt. Selbstverständlich haben wir sie über diese neuen Daten bereits informiert und besonders betont, dass der Beendigung der Doppelverbeitragung – wenn  Bundeskanzler Scholz nur wollte  – nichts mehr im Wege steht!   Wir werden die Antwort überwachen.

    Durch diesen Kontakt ist uns auch bekannt geworden, dass es eine Arbeitsgruppe wie von Kanzler Scholz mehrfach vorgetragen (Zitat u. a. in Dresden: „Wir sind dran.“) überhaupt nicht gibt. Scholz hat also mehrfach öffentlich etwas Falsches gesagt.

    Wir geben aber nicht auf und drängen auf einen persönlichen Gesprächstermin mit der SPD, um mit unserem Know-how (Scholz: „Wir suchen schlaue Leute.“) BK Scholz und die SPD bei der Einlösung seines Versprechens zu unterstützen.

    04.03.2024
    Dr. Thomas Hintsch

  • Krankenkassen Chefs machen sich die Taschen voll

    Krankenkassen Chefs machen sich die Taschen voll

    …. und Rentner werden doppelt belastet

    Der SPD Kanzler Olaf Scholz hat im Bürgergespräch in Dresden erneut herumlamentiert, die Doppelverbeitragung der Direktversicherungen für Rentner sei eine “doofe Situation” und “für die betroffenen (Rentner) auch sehr teuer”. Aber wie so oft bei BK Scholz, dann kommen die Einwände von ihm, weil:

    ” dass (dann) den „armen“ Krankenkassen (KK) viele Beiträge entgehen würden.”,

    nachzulesen im Beitrag Kanzlergespräch in Dresden – und wieder ein Versprechen des Kanzlers – oder doch nicht? › Direktversicherungsgeschädigte e.V. (dvg-ev.org)

    Krankenkassen genehmigen ihren Chefs sattes Plus von 40 %

    Aber den Krankenkassen geht es offenbar gar nicht so schlecht, lesen wir jetzt. Wie die BILD in ihrer Ausgabe vom 04. März berichtet, erhielten die Vorstände der deutschen Krankenkassen eine überproportionale Gehaltssteigerung, wohl weil sie ja so gut gewirtschaftet haben, angeblich. Das Jahresgehalt der AOK Chefin Carola Reiman stieg im vergangenen Jahr von 240 000 Euro auf insgesamt 336 000 Euro (inkl. Boni), eine Steigerung von 40 % gegenüber dem Vorjahr. Oder zum Beispiel der Vorstandsvorsitzende der TK erhielt im letzten Jahr ein Fixgehalt von 383 000 Euro. Und auch das ist dann bemerkenswert: politisch Interessierte werden sich noch an “Carola Reiman”, SPD erinnern, eine Kollegin von BK Scholz. Carola Reimann war von 2017 bis 2021 SPD Ministerin für Gesundheit in Niedersachen und zuvor von 2000 bis 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages für die SPD.

    Rentner zahlen doppelte Krankenkassenbeiträge

    Während also SPD Parteimitglieder sich die Taschen voll stopfen kooperiert Bundeskanzler Scholz, ebenfalls SPD ganz offen mit den Krankenkassen und verbreitet deren Mär von der chronischen Unterfinanzierung. Bluten dürfen dagegen die Betriebsrentner und die Direktversicherten. Sie müssen als einzige Bevölkerungsgruppe (eine Diskrimienierung ersten Grades) doppelte Beiträge bezahlen, weil ja die Krankenkassen im angeblichen Defizit stecken. Hier bildet sich eine unheilige Allianz zwischen SPD Regierung und den Versicherungskonzernen wie Direktversicherungen oder Krankenkassen. Die einen werden steuerlich gefördert, die anderen von der SPD protegiert.

    Für die Altersvorsorge jahrzehntelang angespart – und jetzt verraten

    Die Leidtragenden sind wieder mal die Arbeitnehmer, die in ihrem Berufsleben dem Werben der Politik auf den Leim gegangen sind, jahrzehntelang in Direktversicherungsverträge eingezahlt haben und denen jetzt mit doppelten Beiträgen als Rentner mehr als ein Fünftel (!) des Ersparten wieder abgenommen wird. Für eine Rücknahme der Doppelverbeitragung ist ja kein Geld da – aber für eine 40 %-ige Gehaltssteigerung bei Vorständen der Krankenkassen schon.

    Von: Reiner Korth, 04.03.2024

  • CDU lässt Rentnerinnen und Rentner seit Jahren im Stich

    CDU lässt Rentnerinnen und Rentner seit Jahren im Stich

    Wir Rentner werden durch eine Gesetzgebung von 2003 als Direktversicherte betrogen! Auf Grund einer angeblichen Finanzierungslücke der gesetzlichen Krankenversicherung wurde das GMG 2003 vom Bundestag beschlossen.

    Leider haben die politisch Verantwortlichen „SPD, CDU/CSU, Bündnis 90/Die Grünen“ vergessen mitzuteilen, dass seit Jahrzehnten die gesetzlichen Krankenversicherungen von den Bundesregierungen selber durch die zahlreichen Gesetze zur Finanzierung der versicherungsfremden Leistungen betrogen werden. Nachgewiesen in mir vorliegenden 3 Ausarbeitungen der Hans-Böckler-Stiftung von 2002, 2008 und 2016 mit einer Gesamtsumme von 95,9 Mrd. €.

    Also wurden werden die Auswirkungen der Unterfinanzierung auf die gesetzlich Versicherten abgeschoben, obwohl die Finanzierung der versicherungsfremden Leistungen eine Gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist.

    Aus diesem Grund wurde im September 2003 unter anderem das „Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung” (GMG-Krankenversicherungsgesetz) Drucksache 15/1525 von SPD, CDU/CSU und Bündnis 90/Die Grünen beschlossen. Mit diesem Gesetz werden auch rückwirkend ohne Bestands und Vertragsschutz und ohne Übergangsregelung ab 01.01.2004 auf Auszahlungen von privat angesparten Direktversicherungen nochmals Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge erhoben. Laut einer Studie von Sternberger-Frey für unseren Verein DVG e.V. belaufen sich bis 2021 auf die Versicherten eine Gesamtschadenssumme von zusätzlich 12,1 Mrd. €.

    Genauso wie bei der Finanzierung der Krankenkassen waren und sind bei der Rentenversicherung die Finanzierung der versicherungsfremden Leisten nicht gewährleistet, wobei seit 1957-2022 insgesamt 998 Mrd. € entzogen worden. Wenn diese Summe der Rentenversicherung der Rentenversicherung nicht entzogen worden wäre, könnte das Rentenniveau jetzt noch auf mindestens 52% liegen. Ebenfalls würde die Altersarmut bei Rentnerinnen und Rentnern weitaus geringer sein als jetzt. Und diese unsägliche Diskussion über zukünftige Renten durch die Wirtschaftsweisen, der SPD, der CDU, der FDP, wäre nicht nötig.

    Besonders schlimm, gerade die CDU ist seit dem ersten Bundestag vertreten und hat mit dafür gesorgt, dass sich in Deutschland, für Europa einmalig, eine Zwei-Klassen-Gesellschaft gebildet hat. Und die sehen das noch als Demokratisch an.

    Lt. Telefonischen Auskünften wird durch die CDU nichts zur Abschaffung der Doppelverbeitragung unternommen. Der eingeführte Freibetrag ist für sie das höchste aller Dinge, mehr ist nicht zu erreichen.

    Für die CDU ist nur eins wichtig, dass die Gerichte schon entschieden haben, obwohl auch diese Entscheidungen unter dem Begriff zu sehen sind „Für Arbeitnehmer und Rentner bei der Altersversorgung gelten nicht die gleichen Rechte wie für andere Bürgerinnen und Bürger.“

    Damit ist ersichtlich, dass diese Partei nicht gewillt ist etwas für Rentnerinnen und Rentner zu tun und somit sin sie für uns Direktversicherte nicht wählbar.

    Um unser Ziel, die Abschaffung der Doppelverbeitragung zu erreichen, müssen wir auf die Ursachen der Unterfinanzierung der Sozialkassen offenlegen und die Einhaltung der Pflichtaufgaben des Staates einfordern.

    Text: Andreas Reich
    Foto: CDU

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