Tag: DVG

  • DVG-Vorsitzender „Im Glashaus“

    DVG-Vorsitzender „Im Glashaus“

    Gerhard Kieseheuer, Vorsitzender des DVG, war zu Gast in der Sendung “Im Glashaus”.

    Der Vorsitzende des “Direktversicherungsgeschädigte e.V.” erzählt im Gespräch mit Moderatorin Charlotte Kroll in der Sendung “Im Glashaus” von gesetzlichen Veränderungen beim Abschluss von Direktversicherungsverträgen und nennt die Nachteile, die dadurch entstehen. Er selbst ist Geschädigter einer Direktversicherung. Er muss nach Eintritt in die Rente jährlich 1000 Euro zusätzlich an die Krankenkasse zahlen. Geschädigte haben Direktversicherungen abgeschlossen. Diese Versicherungen wurden nachträglich als Betriebsrenten klassifiziert.

    Kieseheuer sitzt “Im Glashaus”

    Viele Rentner seien unwissend in diese Falle getappt und müssten nun höhere Beiträge an die Krankenkassen zahlen. 2015 hat sich der Verein für Betroffene gegründet. Dem DVG gehören mittlerweile weit mehr als 3000 Mitglieder an – organisiert in 40 Regionalgruppen.

    Die breite Öffentlichkeit ist dank DVG auf diese Unrecht der Doppelverbeitragung aufmerksam geworden. Die bundesweite Demo-Aktion am 26. Oktober hat für kräftig Rückenwind gesorgt. So wurden und werden die Medien auf uns aufmerksam. Das spornt uns an.

    Link zur Mediathek mit dem Podcast von der Sendung “Im Glashaus”.

    Demo in Erfurt

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    Schluss mit der Sabotage der Altersvorsorge!

    Unsere Position: Wofür der DVG steht! 

     

  • Olsberger Rentner führt Proteste an

    Olsberger Rentner führt Proteste an

    Gerhard Kieseheuer ist der Robin Hood der Rentner. Der WDR berichtet über ihn und den Verein der Direktversicherungsgeschädigten (DVG). Der Ex-Fleischermeister aus Olsberg-Bigge im Sauerland führt eine bundesweite Protestbewegung mit mehr als 3000 Mitgliedern an. So zumindest sieht es der WDR und stellt den Bundesvorsitzenden des DVG und den DVG vor.

    Kieseheuer und die anderen mehr als 3000 Direktversicherungsgeschädigten kämpfen gegen eine Gesetzesänderung, die viele Rentner sagen lässt: “Wir fühlen uns betrogen.” 2003 hat Rot-Grün-Schwarz mit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) rückwirkend Direktversicherte und Betriebsrentner um annähernd 20 Prozent belastet. Seit dem zahlen sie doppelte Krankenkassenbeiträge – zusammen mit Zusatz- und Pflegebeitrag sind das, je nach Kasse, zwischen 18,5 und 19 Prozent.

    In dem Beitrag stellt der WDR auch Michael Menn aus Schmallenberg, einen aus den Reihen des DVG. Der ehemalige Bergmann bekam seine Kapitallebensversicherung ausgezahlt und hat sich „erst gefreut“: 90 000 Euro waren es. Doch dann sei ein paar Wochen später ein Brief der Knappschaft gekommen – und damit eine böse Überraschung.

    17 000 Euro sind weg

    Zehn Jahre lang soll er, so der WDR, auf diese 90 000 Sozialabgaben zahlen – insgesamt 17 000 Euro. Menn fühlt sich betrogen, denn er hatte die Beiträge für die Direktversicherung von seinem Netto-Lohn bezahlt – wie so viele. Die Zahl der Leidensgenossen geht in die Millionen. Für seine Direktversicherung hatte er schon in der Einzahlphase Sozialabgaben abgeführt – jetzt noch einmal. Er zahlt den Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil.

    • Protest gegen Abgaben auf private Altersvorsorge
    • Gesetz ändert Regeln auch rückwirkend
    • Rentner fühlen sich betrogen

    “Das ist für mich gefühlter Betrug”, zitiert der WDR Michael Menn. Denn vereinbart sei das 1987 bei Vertragsabschluss anders gewesen. Niemand hat damals von Sozialabgaben gesprochen.

    Rentner organisieren Protest

    In einer Nacht-und-Nebel-Aktion führte die damalige rot-grüne Koalition unter Schröder – unter Mitwirkung von CDU/CSU – 2004 das änderte Gesundheitsmodernisierungsgesetz ein und änderte die Spielregeln. Seit 2004 müssen alle, die über den Betrieb per Direktversicherung fürs Alter vorsorgen, doppelte Beiträge an die Krankenkassen abführen. Wie wir alle wissen, wird es von Jahr zu Jahr mehr.

    WDR

    “Erst wurden wir angelockt, um privat fürs Alter vorzusorgen, jetzt werden wir abgezockt”, zitiert der WDR Gerhard Kieseheur. Mittlerweile weiß dank Kieseheuer und dem DVG jeder Bundestagsabgeordnete, was Doppelverbeitragung ist.  Eine “Ungerechtigkeit” sei das, zitiert der WDR Patrick Sensburg (CDU, MdB), Der “Vertrauensschutz wurde missachtet”, so Dirk Wiese (SPD, MdB). Doch gegen eine Änderung sperrt sich die Bundeskanzlerin. Die DVGler lassen aber nicht locker. Am 26. Oktober machten sie bundesweit durch ihre Demo-Aktion in 19 Städten auf sich aufmerksam. Dabei bleibt es nicht, denn, nach der Demo, ist vor der Demo.

    Allein 500 Demonstranten in Erfurt

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    Schluss mit der Sabotage der Altersvorsorge!

    Unsere Position: Wofür der DVG steht! 

     

  • Sauerländer kommen beim WDR zu Wort

    Sauerländer kommen beim WDR zu Wort

    Am Donnerstag um 19.30 Uhr berichtet WDR Südwestfalen über den Protest der abgezockten Direktversicherungsgeschädigten.

    Michael Menn ist sauer, schließlich hat er eine Direktversicherung und muss dafür in der Auszahlphase richtet viel Geld an die Krankenkasse berappen. Ein von Rot-Grün-Schwarz 2004 eingeführtes Gesetz kostet ihn ein Fünftel seiner Altersvorsorge. Er muss nicht nur den Arbeitnehmeranteil zahlen, sondern auch noch den Arbeitgeberbeitrag plus Zusatz- und Pflegebeitrag.

    WDR spricht mit Betroffenen

    Das ärgert nicht nur ihn, sondern Millionen von Leidensgenossen, die eigenverantwortlich fürs Alter vorgesorgt haben und jetzt die Dummen sind. Sie werden von Staat und Krankenkassen geschröpft.

    Die Redaktion des WDR-Regionalprogramms Siegen (Südwestfalen) spricht mit Betroffenen von der Regionalgruppe Sauerland des Vereins der Direktversicherungsgeschädigten (DVG), darunter auch Dietrich Krämer, der diese Art von Altersvorsorge als Vertriebler mit guten Gewissen verkauft hatte. Ihm war nicht bewusst, was es mit der Doppelverbeitragung von Direktversicherung auf sich hat – und damit ist er nicht allein.

    Nach der Ausstrahlung morgen zwischen 19.30 und 20.00 Uhr kommt DVG-Bundesvorsitzender Gerhard Kieseheuer in einem Interview zu Word. Kieseheuer wird den Zuschauern erläutern, was es mit „Erst angelockt, dann abgezockt“ auf sich hat und wie die Politik mit diesem Gesetz das Vertrauen gebrochen hat.

    Es lohnt sich also reinzuschauen.

    Schluss mit der Sabotage der Altersvorsorge!

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  • Direktversicherung = Geldvernichtung

    Direktversicherung = Geldvernichtung

    Wer rechnen kann, ist klar im Vorteil – das gilt für die Direktversicherung, den sie ist meist ein Minus-Geschäft und Geldvernichtung. So langsam kapieren das immer mehr. Dumm, wer vor Jahrzehnten eine abgeschlossen hat. Das macht viele so wütend.

    Die gesetzliche Rente verbessern – das war das Ziel vieler, die in den 80ern oder 90ern eine Direktversicherung abgeschlossen haben. Die Statusmeldungen der Versicherungen lasen sich ja auch phantastisch. Aber, wie jeder weiß, ist Versicherungen nicht zu trauen, denn sie vergessen vieles zu erwähnen, beispielsweise, dass bei der Auszahlung annähernd ein Fünftel an die Krankenkasse abzuliefern ist. Damit wird die Direktversicherung zur Geldvernichtung. Dazu kommt natürlich, dass die Versicherungen sich ordentlich bei den Altersvorsorgern bedienen mit Abschlussprovision, Vertriebsaufwand, Verwaltungsgebühr. Wer über den Betrieb eine Kapitallebensversicherung abgeschlossen hat oder abschließt, zahlt dann noch den Todesfallschutz, den er woanders sicher billiger bekommen hätte. Da bleibt dann nicht mehr viel übrig, von den eingezahlten Beiträgen.

    Die “Welt” erinnert ganz zu Recht daran, dass „die beliebte Direktversicherung sich nur unter bestimmten Bedingungen lohnt“ – und zwar nur dann, wenn der Arbeitgeber ordentlich etwas dazuzahlt. Es sollte mindestens 40 Prozent sein, ansonsten ist die Direktversicherung ein Minus-Geschäft. Wenn nicht, ist die Direktversicherung eine Geldvernichtung.

    Geldvernichtung par excellence

    Denn, es geht eben so viel weg von den Einzahlungen. Der Ex-Versicherungsmanager Sven Enger hat das akribisch in seinem Buch „Alt, Arm, Abgezockt“ vorgerechnet. Im SWR hat er ein Interview gegeben, das bei Youtube abrufbar ist. Wenn wir schon bei Büchern sind: Die beiden Verbraucherredakteure Holger Balodis und Dagmar Kühne haben das Buch „Garantiert beschissen“ herausgegeben, in dem sie ebenfalls auf den „ganz legalen Betrug mit Lebensversicherungen“ eingehen. Voraussichtlich im Dezember wird ihr neues Buch „Rente rauf“ veröffentlicht. Das war nur dank Schwarmfinanzierung möglich. Darin erklären die beiden Verbraucherschützer, wie uns Politik und Versicherungsbranche seit Jahren verschaukelt.

    Die „Welt“ klärt ebenfalls über die Zusammenhängen auf: „Schon seit 2004 müssen Menschen, die per Betriebsrente fürs Alter vorsorgen, die vollen Versicherungsbeiträge auf den ausgezahlten Betrag zahlen – früher war es nur der Arbeitnehmeranteil, nicht aber der Arbeitgeberanteil. Und seit das neue Gesetz gilt, gibt es Proteste und Anläufe einzelner politischer Lager dies zu ändern.“ Richtig, dagegen rennt der Verein der Direktversicherungsgeschädigten (DVG) schon seit Jahren Sturm. Deswegen gehen wir auf die Straße, diskutieren wir mit Politikern und reichen Petitionen ein.

    „Politisch gesehen müssen wir ein Signal senden, ansonsten brauchen wir uns nicht wundern, wenn junge Leute sagen: Betriebliche Altersvorsorge, nein danke“, zitiert die „Welt“ Carsten Linnemann (CDU), Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU. Er fordert, die Doppelverbeitragung müsse abgeschafft werden. Seine Partei allerdings, vor allem die ehemalige Parteivorsitzende Angela Merkel der CDU, wischt diese Forderung systematisch beiseite. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) steht ihr allerdings in nichts nach.

    Abzocke triff Millionen

    Um welche Dimension es bei der Altersvorsorge geht, verdeutlicht die „Welt“:  „Grundsätzlich haben Arbeitnehmer seit 2002 ein Recht auf betriebliche Altersvorsorge (bAV); Ende 2015, neuere Daten liegen nicht vor, hatten knapp 18 Millionen Angestellte in Deutschland eine Betriebsrente. Da einige während ihres Berufslebens mehrere Verträge abgeschlossen haben, liegt die Zahl der Ansprüche etwas höher, nämlich bei 20,4 Millionen. Sie alle setzen darauf, durch die zusätzliche Vorsorge die gesetzliche Rente aufgepäppelt wird.“ Ja, sie alle werden von der Politik verschaukelt.

    IG Metall spielt ebenfalls mit

    Von den verschiedenen Formen der betrieblichen Altersvorsorge sei die Direktversicherung vor allem in kleineren und mittleren Betrieben beliebt, so die „Welt“. Das Blatt schätzt, dass es „mittlerweile mehr als fünf Millionen Ansprüche“ gebe. Die Betriebe wählen einen Direktversicherer für ihre Mitarbeiter aus, bei Unternehmen aus der Metallbranche ist es beispielsweise die Allianz, für die sich übrigens auch die IG Metall ausspricht und sogar mit der „Metallrente“ einen eigene Marke kreiert hat. Allerdings ist jedem zu empfehlen, das Kleingedruckte zu lesen, denn da steht drin, dass die Metallrente die gesetzliche Rente mindert, am Ende Steuern und Sozialabgaben in voller Höhe zu zahlen sind. Der vermeintliche Vorteil in der Ansparphase verwandelt sich in der Rente in einen veritablen Nachteil. Aber das muss schon jeder selbst berechnen, denn in ihrer Musterrechnung lässt die IG Metall das geflissentlich wegfallen.

    Freigrenze von 155,75 Euro

    Aber zurück zur Doppelverbeitragung: Nicht doppelt zahlen müsse nur, wer privat krankenversichert sei, und wessen Rente unter der Versicherungsfreigrenze von derzeit monatlich 155,75 Euro liege, so die „Welt“. Grundsätzlich gelte, dass der Arbeitnehmer ein Minus-Geschäft mache, der nur allein einzahlt, sprich, ohne seinen Arbeitgeber. „Deshalb sollte jeder genau hinschauen, wenn ein Unternehmen eine Direktversicherung anbietet“, mahnt die „Welt“.

    Betriebsrentenstärkungsgesetz = Murks

    Das Betriebsrentenstärkungsgesetz ist leider wieder Murks, denn es hat nur betriebliche Riester-Renten in der Auszahlungsphase beitragsfrei gestellt, nicht aber Direktversicherungen. Dazu müssen Arbeitgeber bei neuen Verträgen 15 Prozent auf die Sparbeträge der Arbeitnehmer zuschießen – auch das Murks, denn die Arbeitgeber sparen sich rund 20 Prozent Sozialabgaben.  Die „15 Prozent reichen aus Sicht von Rentenexperten nicht, um die Nachteile des Direktversicherungsmodells aufzuwiegen“, so die „Welt“. Der Arbeitgeberanteil sollte „mindestens 30 Prozent, besser 40 Prozent am Bruttobeitrag betragen, bevor sich Arbeitnehmer überhaupt mit dem vom Arbeitgeber angebotenen Vertrag beschäftigen“, rät die „Welt“.

    Tücken der Direktversicherung

    Dazu kommt, dass die Direktversicherung absolut unflexibel ist. „Gerade wer sich in frühen Jahren für eine Direktversicherung entscheidet, muss zudem wissen, dass er sich damit über Jahrzehnte bindet“, so die „Welt“. Was viele auch nicht wissen: Eine Direktversicherung ist nicht kündbar, schließlich ist der Arbeitgeber der Versicherungsnehmer. Der Arbeitnehmer kann den Vertrag nur ruhen lassen – und er kann auch erst im Rentenalter an sein Geld. Auch das wissen viele nicht. So ein Vertrag ist auch nicht einfach bei Jobwechsel übertragbar. Übrigens, wer in seiner Direktversicherung nach einem Jobwechsel die Versicherungsnehmerschaft auf sich umschreiben lässt, zahlt im Alter dafür keine doppelten Beiträge, denn dann ist die Direktversicherung – und das kann ein und dieselbe Police sein – eine private Altersvorsorge.

    Laut „Finanztest“ lohne dies bei Direktversicherungen, die noch einen höheren Garantiezins als 0,9 Prozent haben. „Pflichtversicherte Rentner brauchen dann wenigstens auf diesen privaten Anteil keine Krankenkassenbeiträge zahlen; freiwillig krankenversicherte Rentner haben diese Sparchance nicht“, schreibt die „Welt“.

    Bilder von der DVG-Demo in Halle

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  • Solide Finanzlage der Krankenkasse

    Solide Finanzlage der Krankenkasse

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat im Gesundheitsausschuss des Bundestages seine politischen Projekte erläutert und Fragen der Abgeordneten auch zum Haushaltsplan 2020 beantwortet. Der Minister ging auf ganz unterschiedliche Themen ein, darunter die internationale Gesundheitspolitik, die Pflege, die Krankenversicherungsbeiräge, die umstrittene sogenannte Doppelverbeitragung von Betriebsrenten – und auch auf die Finanzlage der Krankenkassen.

    Stabile Finanzlage der Kassen

    Spahn bezeichnete die aktuelle Finanzlage in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) als stabil. Ungeachtet der sichtbaren Konjunktureintrübung sei die Ausgangslage solide. So verfügten Krankenkassen und der Gesundheitsfonds über Rücklagen von insgesamt rund 30 Milliarden Euro. Mit Beitragssatzprognosen für die künftigen Jahre hielt sich der Minister zurück und betonte, entscheidend seien die wirtschaftliche Entwicklung und anhaltendes Wachstum.

    Spahn ging im Ausschuss auch auf die steigenden Kosten für die Pflegeversorgung ein und kündigte für Mitte nächsten Jahres einen Vorschlag zur langfristigen Finanzierung der Pflege an. Eine Pflegevollversicherung lehnte der CDU-Politiker allerdings ab. Dies wäre eine falsche Schwerpunktsetzung zwischen den familiär und gesellschaftlich zu tragenden Aufgaben.

    Was die sogenannte Doppelverbeitragung der Betriebsrenten betrifft, macht Spahn deutlich, dass an einer Lösung gearbeitet werde. Eine komplette Rückabwicklung der kritisierten Beitragssatzänderung von 2004 sei angesichts der Kosten in Höhe von rund 40 Milliarden Euro jedoch nicht möglich. Es gehe jetzt vor allem darum, die betriebliche Altersvorsorge wieder attraktiver zu machen.

    Pressekontakt:

    Telefon: +49 (0)30 227 35642
    (montags bis donnerstags 8.30 bis 17.00 Uhr,
    freitags 8.30 bis 14.00 Uhr)
    Fax: +49 (0)30 227 36001

    Deutscher Bundestag|23.10.2019

  • Video + Bilder von Demo in Fürth

    Video + Bilder von Demo in Fürth

    Am Samstag gingen auch in Fürth Direktversicherungsgeschädigte auf die Straße. Das Frankenfernsehen war dabei und hat einen kurzen Beitrag über den Protest gebracht.

    Demo in Fürth

    Bundesweit gingen am 26. Oktober mehr als 2000 Betroffene auf die Straße, darunter auch in Fürth. Insgesamt protestierten Tausende in 19 Städten bundesweit gegen die Abzocke durch die Krankenkassen, sprich die Doppelverbeitragung von Direktversicherungen und Betriebsrenten.

    Wer eine Direktversicherung hat, zahlt fast ein Fünftel an die Krankenkassen ab, wenn er aus dem Berufsleben ausscheidet. Bei Verträgen, die vor 2004 abgeschlossen wurden, müssen der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil plus Zusatz- und Pflegebeitrag gezahlt werden. Potenziell betroffen sind davon mehr als sechs Millionen. Der Klageweg ist durch das Bundessozialgericht versperrt. Deshalb fordern sie durch den öffentlichen Protest Entschädigungen und eine nachhaltige und vertrauenswürdige Altersvorsorge.

    Beitrag im Frankenfernsehen: Hier anschauen

    Bilder von der Demo in Fürth

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  • Video von Demo in Erfurt mit Ramelow

    Video von Demo in Erfurt mit Ramelow

    Die DVG-Demo in Erfurt war ein Highlight der bundesweiten Aktion. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow war Redner auf unserer Demo auf dem Domplatz in Erfurt.

    Wie die Wahl in Thüringen ausgegangen ist, wisst ihr ja. Der Verein der Direktversicherungsgeschädigten kann sehr wohl etwas bewegen – das hat Bayern gezeigt und das zeigt Thüringen. In beiden Bundesländern waren wichtige Politiker auf Demos des DVG. In Bayern hat der Hubert Aiwanger von den Freien Wählern sein Versprechen wahr gemacht und sich für uns eingesetzt, so dass Bayern eine Bundesratsinitiative startete zur Abschaffung der Doppelverbeitragung. In Thüringen sind die Linken unter Ramelow am Zug – und die Linke ist die Partei, die sich aktiv für uns Direktversicherungsgeschädigte einsetzt.

    Aber schaut es euch selbst an – im Video (hier klicken).

    DVG-Demo in Erfurt

    Direktversicherungsgeschädigten bei Demo in Erfurt am 26. Oktober.

  • Video von der Demo in München

    Video von der Demo in München

    Der DVG hat in München demonstriert, worüber das Bayerische Fernsehen berichtete. Das Video fasst die Demo zusammen und enthält auch ein Statement der Landesvorsitzende des VdK Bayern, Ulrike Mascher, zu doppelten Krankenkassenbeiträgen.

    Wer mit einer Betriebsrente vorsorgt, macht genau das, was die Bundesregierung empfiehlt. Problem, seit einer Gesetzesänderung 2004 sollen Betriebsrentner doppelte Krankenkassenbeiträge zahlen. Dagegen demonstrierten 150 Betroffen in München-Pasing auf dem Bahnhofsvorplatz – Anlass genug für den Bayerischen Rundfunk in der Abendschau darüber zu berichten. Die Sendung geht auf unsere Demo ein und schließt mit einem Statement der Landesvorsitzende des VdK Bayern.


    Bildquelle: Bayerischer Rundfunk 2019

    Bilder von der Demo in München-Pasing

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  • Bilder + Videos Demo in Karlsruhe vor Verfassungsgericht

    Bilder + Videos Demo in Karlsruhe vor Verfassungsgericht

    Der DVG demonstrierte in Karlsruhe vor dem Bundesverfassungsgericht – als Teil der bundesweiten Proteste gegen das Unrecht der Doppelverbeitragung.

    Unser Mitglied Rolf Gräter hat 2 Videos erstellt, wofür wir ihm an dieser Stelle vielmals danken möchten:

    1. Teil Demo in Karlsruhe des Vereins Direktversicherungsgeschädigte e.V.

    2. Teil Chronologische Darstellung der Ausraubung von Bürgern durch die Politik.

    Damit ihr erfahrt, wogegen in Karlsruhe demonstriert wurde, hier der Text der Reden.

    Demo in Karlsruhe

    “Unsere Reden” Teil 1

    Hallo Alle

    Für die nicht “Facebook” Leser – und die gestern leider verhindert waren, die Redebeiträge – so wie sie im Facebook erscheinen.

    Mein Beitrag macht den Anfang, die anderen Beiträge folgen. Evtl. findet ihr ja verwertbare Argumente im Kampf gegen diese bodenlose Unverfrorenheit in diesen Ausführungen!

    Insgesamt war der deutschlandweite Protesttag ein toller Erfolg (allerdings auch noch ausbaufähig)!!! Wir hatten und bekommen noch eine gute Medienpräsenz – der Aufwand war wichtig und hat sich, nach meiner persönlichen Meinung, echt gelohnt!

    Danke und Gruß
    Rudi Birkmeyer

    DVG e. V. Regionale Gruppe Pfalz

    Pressestimmen

    Pfalz Express: Unrecht der Doppelverbeitragung von Direktversicherungen treibt Rentner vor die Tore des Bundesverfassungsgerichts
    Badische Neueste Nachrichten: „Erst angelockt, dann abgezockt“: Rentner machen in Karlsruhe ihrem Unmut Luft
    Karlsruhe Insider: Proteste: Hunderte Rentner gehen in Karlsruhe auf die Straße

    Über die Rede von Rudi Birkmeyer

    SONNTAG, 27. OKTOBER 2019

    R.B. durfte erfreulicherweise rund 250 „Betroffene“ begrüßen (50 Personen waren dem Ordnungsamt als TN ursprünglich gemeldet)

    Wir haben bewusst diesen symbolträchtigen Ort gewählt, denn das Vertragsrecht wird, von unseren Politikern, mit Füßen getreten! Wir werden vom Staat und den KK betrogen und bestohlen. Diesen Betrug tragen die obersten Richter mit. Und die Richter an den regionalen Sozialgerichten müssen, trotz anderer Einschätzung, diesen Betrug als „Rechtens“ beurteilen! Eine Farce – leben wir eigentlich in einer Bananenrepublik, wo bleibt die Gewaltenteilung? Zumal alle Vertreter der Parteien, die Bundestag vertreten sind, sich einig sind: „Der rückwirkende Eingriff in Verträge verstößt gegen den Vertrauensschutz – die Betroffen fühlen sich zu Recht betrogen!“ Hier nochmals nach zu hören bzw. zu sehen, am Ende der ZDF Reportage:

    https://www.youtube.com/watch?v=F4MZB-dVdkE&feature=share&fbclid=IwAR2jdybR-cLXfiB5-WHRIbODAjXdDzE45l36wpE-ZmWJj91JUIFboA1Anno)

    Mit 5% pauschaler Lohnsteuer wurden die ersten Direktlebensversicherten zur Anlage einer eigenen privaten Altersvorsorge, abgewickelt über den Arbeitgeber (ohne finanzielle Zugabe der AG), angelockt! Durch die rasante Erhöhung der Pauschalversteuerung auf 10% über 15% zu den jetzig gültigen 20% wurde diese Anlageform nur noch für „Spitzenverdiener“ ein Steuersparmodell! Normal – bzw. Geringverdiener, die doch eigentlich zu ihrer voraussehbaren spärlichen Rente private Altersvorsorge tätigen sollten, wurde die DV bereits in der Ansparphase ein steuerliches Minusgeschäft. Viele Direktlebensversicherte hatten einen geringeren persönlichen Steuersatz!!!

    Wenn Tote in einem Land, nochmals Krankenkassenbeiträge zahlen müssen – wie krank muss dann dieser Staat sein?
    Vor einiger Zeit hat mich eine Mutter angerufen, ihr geschiedener Mann ist verstorben, nun wird der Sohn abgezockt und darf – Krankenkassenbeiträge für den Verstorbenen (10 Jahre lang), aus dessen DV, zahlen. Für eine Summe die schon einmal verbeitragt war!!! Natürlich zusätzlich auch noch den „Arbeitgeberanteil, also über 18%! Nur befindet sich der arme Hinterbliebene noch in der Ausbildung (Studium) – für welchen Arbeitgeber übernimmt er nun den Kassenanteil?
    Wie abartig dieser hiergeschilderte Fall ist zeigt der unmögliche Tatbestand: Wäre der Vater des Studenten nur 3 Monate später gestorben, nach dem Erreichen des Rentenalters und erfolgter Auszahlung der DV Summe, hätte der junge Halbwaise, ca.16.000,– Euro mehr für die Finanzierung seiner Ausbildung! So bekommt nun diesen Betrag, völlig zu Unrecht, irgendeine Krankenkasse!!! Da anscheinend der junge Mann nicht schon genug mit dem Tod des Vaters belastet ist, darf er sich – als kleine staatliche Zugabe – nun auch noch, mit den skrupellosen abzockenden Krankenkassen, auseinandersetzen!

    Es gibt Menschen ohne „Direktlebensversicherung“ die trotzdem Beitrag zahlen müssen: Eine geschiedene Frau muss für ihren früheren Ehemann „Versorgungsausgleich“ zahlen. Ihr Mann hatte eine Direktversicherung abgeschlossen. Sie muss nun, aus der Versicherung des früheren Ehemannes, Krankenkassenbeiträge an die Versicherungshaie abdrücken – natürlich 10 Jahre lang. Ihr bisheriger Ehemann lacht sich ins „Fäustchen“ – er zahlt als Privatversicherter kein Euro Beitrag aus der DV!

    Mehre Rentner haben mir berichtet, dass sie heute – wohlgemerkt als Rentner – mehr Beitrag an die KK bezahlen, wie in ihrem aktiven Berufsleben! Außerdem gibt es viele Versicherte die einen höheren Beitrag zahlen, als der aus der aktuell resultierende Beitragsbemessungsgrenze fällige Satz!

    Meine „Schnapsidee“ im April mit dem Rad nach Berlin, zur Podiumsdiskussion mit fast allen Parteien aus dem Bundestag in die „Urania“ zu fahren war – im Nachhinein beurteilt Gold wert. Die kleine Radtour entwickelte sich zum medienträchtigen Ereignis! Millionenfach wurde im gesamten Bundesgebiet, in Presse, Funk und Fernsehen über den unsäglichen Betrug, an den über 6 Millionen Direktlebensversicherten, berichtet. Dies musste wohl auch die „große Politik“ zähneknirschend zur Kenntnis nehmen!

    Bilder von Demo in Karlsruhe vor Bundesverfassungsgericht

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    Redebeitrag von Michael Urschbach

    Liebe Vereinsmitglieder , liebe Leidensgenossen, Liebe Freundinnen und Freunde, ich begrüße euch alle recht herzlich an diesem denkwürdigen Tag, zu unserer bisher größten, bundesweiten Demo und bin begeistert dass so viele gekommen sind.

    Meinen herzlichen Dank an alle Vereinsmitglieder, die uns in den vergangenen Jahren, durch ihren unermüdlichen politischen und juristischen Einsatz erst in die Lage versetzt haben, diesen Kampf gegen die Doppelverbeitragung jetzt hoffentlich in die Schlussrunde und zum Erfolg zu führen!

    Liebe Freunde, wir sind die politischen Aktivisten, die gegen die Doppelverbeitragung der Direktversicherung auf die Straße gehen und wir stehen beharrlich gegen dieses Unrecht auf, bis die Politik uns wieder zu unserem Recht verhilft.

    Wir sind viele, wir sind laut, weil ihr uns die Rente klaut.

    Wir haben mittlerweile sehr viele Fürsprecher, in Sozialverbänden, den Medien und in der Politik, auch die Öffentlichkeit steht auf unserer Seite, auch weil fast jeder einen Betroffenen in der Familie hat bzw. einen Betroffenen kennt. Selbst Petrus steht auf unserer Seite und sorgt heute für gutes Wetter

    Man kann über diese Politiker oftmals nur den Kopf schütteln. Wie blöd kann eine Politik nur sein, die Menschen wie uns, vor den Kopf zu stößt, die uns betrügt und bestiehlt.

    Dabei sind Wir doch die:

    Die sich der Aufforderung der Politik zur privaten Altersvorsorge gestellt haben

    Die geschafft und gespart haben um als Rentner etwas mehr übrig zu haben als der Staat für uns vorsieht

    die dem Staat nicht auf der Tasche liegen wollten

    die sich ein Staat sich als Bürger eigentlich nur wünschen kann

    Liebe Freunde, Wir sind die Stützen dieser Gesellschaft

    wir haben alles Recht auf die Straße zu gehen und diesen Politikern den Marsch zu blasen

    Wir sind viele, wir sind laut, weil ihr uns die Rente klaut.

    Denn wer nicht auf seine Rentner hört, wird am Ende abgewählt und das ist die einzige Sprache, die diese Politiker verstehen. Denn wir können nicht einfach weitermachen, als wenn nichts geschehen wäre. Wir müssen die Parteien wählen die uns unterstützen und nicht die CDU/CSU u. SPD/Grüne, die uns unrechtmäßig unser Geld abnehmen und die uns bis heute eine gesetzliche Änderung verweigern

    Diese Politiker, haben uns hintergangen und unser Vertrauen missbraucht. Deshalb entziehen wir ihnen unser Vertrauen.

    Die Politik hat uns doch immer zur privaten Altersvorsorge gedrängt. Aber nach all den Erfahrungen, die wir mit der Politik und der Justiz in diesem Lande gemacht haben, wissen wir auch warum. Sie haben uns zum Sparen gedrängt, damit sie uns danach besser abzocken können. So sieht´s aus.

    Was werdet ihr euren Kindern und Enkel sagen

    Werdet ihr sagen, schließe eine private Altersvorsorge ab, an der Alle kräftig verdienen, außer Dir.

    oder werdet ihr sagen, sei nicht so blöd wie dein Opa oder deine Oma die auf die Politik vertraut und private Altersvorsorge betrieben haben.

    Nach all dem, was ihr mit der Politik erlebt habt, werdet ihr sagen: Der Politik kannst Du nicht vertrauen, die greift sich das Geld immer bei den Sparern, verjuble dein Einkommen und wenn Du nichts mehr hast müssen dir die anderen helfen

    Das ist der neue Zeitgeist, den die Politiker der CDU/CSU, SPD u. Grüne geschaffen haben

    Wir sind viele, wir sind laut, weil ihr uns die Rente klaut.

    Für alle Demoteilnehmer, die neu zu uns gestoßen sind und die Geschichte der Doppelverbeitragung noch nicht kennen, will ich nochmal kurz darauf eingehen, wie es zu diesem Unrecht kam

    Zur Jahrtausendwende, unter der rot/grünen Regierung Schröder/Fischer wurde die finanzielle Lage der Krankenkasse immer prekärer

    Gründe waren:

    Die hohe Arbeitslosenzahl

    Die Wiedervereinigungskosten

    Der unzureichender Ausgleich aus Steuergeld für die Gesundheitskosten der ALG II Empfänger

    Vor allem war es aber die schlechte Politik von Rot/Grün, die die Ausgabenwut des Gesundheitssystems nicht eindämmen konnte oder wollte.

    Irgendwoher musste also Geld aufgetrieben werden und da kam man auf diese Rot/Grüne Idee:

    Bei den Betriebsrentnern ist was zu holen. Die Rentner können mit dem Geld nicht ins Ausland flüchten und Rentner sind eine der wenigen Gruppen, die nicht aufmucken wenn man sie schröpft. So denken die Politiker eben. Mit wessen Geld kann ich mein Problem lösen, ohne dass der Volksaufstand ausbricht

    Vor 2004 gab es eine Lücke im Gesetz. Man konnte, wenn man seine Betriebsrentenansprüche, vor dem Austritt aus dem Unternehmen, in einer Summe auszahlen ließ Abgabenfrei bleiben. Diese Lücke, die nicht gerecht war, gaben die Politiker in der Öffentlichkeit vor zu schließen und fügten, den Hinweis ein, dass auch eine Vorab Einmalzahlung, an Stelle der Rentenzahlung, zukünftig Beitragspflichtig sind.

    Die Krankenkassen Spitzenverbände, die an der Gesetzestext Erstellung mitgewirkt hatten, also im Gegensatz zur Öffentlichkeit und den nicht eingeweihten Abgeordneten Bescheid wussten, nutzten diese Textänderung als Vorwand, um auch unsere Direktversicherung als Einmalzahlung an Stelle einer Betriebsrente zu deklarieren. Ein schmutziger Trick der Versicherungswirtschaft um an unser Geld zu kommen

    Der neue Gesetzesentwurf wurde nicht in einer öffentlichen Debatte beraten, sondern in einem Klammheimlichen Hinterzimmer Vorgehensweise, ohne Debatte im Parlament verabschiedet. Wenn man als Politiker die Rentner abzocken will, scheut man eben das Licht der Öffentlichkeit.

    Die allermeisten Abgeordneten wussten allerdings gar nicht, über was sie da abstimmten und welche Folgen diese Gesetzesänderung für die Rentner haben würde.

    Doch anstatt dass die Politik und die Justiz dieses Unrecht im Nachhinein richtig stellte. Es macht ja jeder Mal Fehler. Arbeiteten Sie Hand in Hand mit den Krankenkassen zusammen, zum Nachteil der Direktversicherten. An dieser Vorgehensweise sieht man, dass dieses Gesetz kein Fehler war, sondern eine brutale Absicht die Direktversicherten zu schröpfen.

    Hier könnt ihr sehen, wieviel das Recht in unserem Staate zählt. Wenn die Politik sich eines Problems entledigen kann, nämlich der Schieflage der Krankenkasse, dann nimmt sie die legalisierte Enteignung der Rentner in Kauf und die Karlsruher Richter unterstützen sie dabei. Soviel zur unabhängigen Justiz in Deutschland.

    Deshalb, liebe Freunde, stehen wir hier vor dem Bundesverfassungsgericht und fordern unser Recht. Ein Recht das uns durch die Politik und durch die Justiz verwehrt wird. Klagen gegen die Doppelverbeitragung sind ja mittlerweile nicht mehr zulässig und Kläger werden bei den Gerichten mit hohen Mutwillgebühren abgeschreckt. Juristisch sind uns, den Betrogenen, also die Hände gebunden.

    Wir dürfen nicht mehr vor Gericht klagen, aber Politisch lassen wir uns von denen nicht den Mund verbieten. Wir treten selbstbewusst für das Recht auf unser Eigentum ein

    Der Bundestag und das Bundesverfassungsgericht gelten als wichtige Bausteine unserer Demokratie. Wir sollten in diese Institutionen Vertrauen können. Ich frage euch: habt ihr nach unseren Erfahrungen mit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetzt noch Vertrauen in die Politik und Justiz?

    Wir sind viele, wir sind laut, weil ihr uns die Rente klaut.

    Die Politik und Frau Merkel, als ihr oberster Repräsentant, verstecken sich hinter dem Urteil der Karlsruher Richter. Mit dem Argument: Seht ihr, es ist alles rechtens.

    Wir aber empfinden diese Feigheit der Politik als zynisch und heuchlerisch

    Wie zynisch die Politiker denken, erkennt man auch im Gespräch, bzw. in an uns gerichteten politischen Stellungnahmen. Da heißt es z.B. Euch geht es doch gut, oder?

    Oder auch, Originalton Merkel: Ein bisschen bleibt Euch doch noch übrig, oder?

    So gehen die Damen und Herren Politiker mit uns um.

    Das Ziel der Politik ist klar, sie wollen uns zu entmutigen, zermürben und zur Resignation bringen. Sie versuchen unsere Forderungen als monströs und unerfüllbar darzustellen um Volkes Meinung gegen uns aufzubringen.

    Um die Öffentlichkeit zu verwirren, operiert die Politik mit falschen, überhöhten Zahlen für die Rückerstattung und falschen Begriffen. So nennt sie z.B. 40 Mrd. Euro als Summe für die Rückerstattung geleisteter Beiträge. Wir aber wissen, dass es max. ein Viertel davon ist. Ja, wenn man alle Beiträge der Betriebsrentner seit 2004 zurückerstatten wollte, kämen vielleicht diese 40Mrd. zusammen. Das hat aber keiner gefordert.

    Die Politik spricht auch ausschließlich von Betriebsrenten. Das Wort Direktversicherungen meidet sie wie der Teufel das Weihwasser. Das ist verständlich, denn wenn man eine Leiche im Keller hat, spricht man halt nicht gerne darüber

    Frau Merkel sagt, für eine Entschädigung der Direktversicherten wäre kein Geld da. Das ist eine Lüge und sie wird noch nicht mal rot dabei. Geld ist genügend da. Merkel verteilt es aber dort, wo es ihr mehr Wählerstimmen bringt, bzw. dem Machterhalt dient.

    Für Merkels ganze vermurksten Politikvorhaben ist Geld da

    Für die Rettung der Banken

    Für Stuttgart 21

    Für den Berliner Flughafen

    Für den überstürzten chaotischen Atomausstieg

    Für die Merkel´sche Migrationspolitik

    Für eine Grundrente ohne Bedürfnisprüfung

    Für die Energiewende die nicht funktioniert

    Für die EZB Finanzierung der Schuldenstaaten

    ich könnte noch mehr nennen, aber lassen wir das, bevor mein Blutdruck weiter steigt

    Wir sind viele, wir sind laut, weil man uns die Rente klaut.

    Aus Merkel´s Sicht sind wir Rentner keine Gefahr, weil die meisten von uns still leiden und ihr weiterhin ihre Stimme geben. Sie glaubt, die Stimmen der Rentner sind ihr sicher, egal wie übel sie von der Politik behandelt werden.

    Wir aber rufen den Politikern zu:

    Wir wählen euch, SPD-grüne und CDU/CSU nicht mehr

    ihr habt unser Vertrauen missbraucht. Jetzt entziehen wir euch unser Vertrauen

    Was die Politik und Justiz mit uns Direktversicherungsgeschädigte veranstaltet ist Enteignung

    Wir haben unsere Beiträge zu unserer Direktversicherung versteuert und Sozialversicherungsbeiträge bezahlt.

    Wenn man diese Abgaben auf sein Einkommen geleistet hat handelt es sich, bei dem kümmerlichen Rest, um unser Eigentum, welches vom Grundgesetz geschützt ist. Aber selbst vor dem Grundgesetz schreckt diese Kleptokratie nicht zurück. Diese Bundesrichter behaupten, unser angespartes Kapital wären Versorgungsbezüge. Das ist nichts anderes als eine schamlose Verdrehung der Tatsachen.

    Wenn man das zu Ende denkt, müsste die Politik auch auf Sparkonten, Aktien, Autos, Grundstücke, Immobilien 19% Krankenkassenbeiträge erheben, aber vielleicht kommt das ja noch. Negativzinsen gibt es ja mittlerweile auch schon.

    Der einzige Gedanke, auf den die Politik noch nie gekommen ist, ist die privat versicherten Beamten, Abgeordnete, Freiberufler, Selbständige, zur solidarischen Finanzierung von Versicherungsfremden Leistungen in der GKV heranzuziehen. Aber wir wissen ja: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus

    Das Rentenniveau in D ist miserabel, Seit der Jahrtausendwende hat Rot-Grün das Rentenniveau drastisch abgesenkt. Deutschland, dem es lt. Merkel ja so gut geht, hat unter den Industrieländern die rote Laterne, was die Höhe der Renten angeht.

    Man muss ja nur in unsere Nachbarländer schauen und sehen welches Rentenniveaus dort ausgeschüttet werden

    Lt. OECD wird in D 50% des letzten Nettolohns als Rente gezahlt

    In Frankreich 75%

    In Spanien 80%

    in Italien 90%

    Bei den Beamtenpensionen und Abgeordneten Ruhegelder gab es diese Einschnitte nicht.

    Beamte erhalten weiterhin 72% ihrer letzten Bezüge. Von der Abgeordneten Ruhestandsversorgung ganz zu schweigen.

    Kann der Grund für die Großzügigkeit darin liegen, dass der Bundestag einen hohen Anteil von Beamten hat?

    Aber in den Wahlkämpfen der letzten Jahrzehnte haben die politischen Parteien tunlichst das Thema Rente vermieden. Ja es gab sogar Absprachen, über alle Parteigrenzen hinweg, Das Thema Renten nicht zum Wahlkampfthema zu machen. Da war man sich auf einmal einig

    Statt dem Renten Thema, sind Bei uns Gendertoilletten und Chlorhühnchen, adoptionsrecht für schwule und lesbische Paare, Wahlkampfthemen. Das Wahlvolk lässt sich das ja gefallen.

    Tja, liebe Politiker, damit seid ihr ein paar Jahre durchgekommen, aber jetzt, wo die Geburtenstarken Jahrgänge bei den Renten geschröpft werden sollen und es immer mehr Betroffene gibt, wachen auch immer mehr auf und wehren sich.

    Wir sind viele, wir sind laut, weil man uns die Rente klaut.

    Uns wird ja immer erzählt, dass die Demoskopie der Grund für die Rentenmisere in D ist. Das erklärt die Situation aber nur zum kleineren Teil

    Die Haupttreiber für die Rentenmisere sind die Kosten der Wiedervereinigung, die hohen Kosten für ALG II Bezieher und viele andere Versicherungsfremden Leistungen. Anstatt diese Versicherungsfremden Leistungen auf alle Steuerzahler umzulegen, werden sie, bereits seit Jahrzehnten, den gesetzlich Versicherten aufgebürdet

    Aber gerade weil, die gesetzliche Rente seitens der Politik so zu Grunde gerichtet wurde, war es der Politik so wichtig eine Betriebsrente und eine private Altersvorsorge zu haben. Aber diese Politik macht auch vor unseren Ersparnissen nicht Halt und ruiniert auch diesen Anteil der Altersversorgung

    Knapp 60% der Rentner in Deutschland erhalten eine Betriebsrente insgesamt ca. 17 Mio. Darin enthalten sind aber mindestens 6,3 Mio. Direktversicherten. D.h. wenn man die Direktversicherungen abzieht, weil das gar keine Betriebsrenten sind, sieht der Anteil der Beschäftigten mit Betriebsrenten gar nicht mehr so toll aus.

    22% der Männer und 7% der Frauen erhalten eine Betriebsrente von mehr als 700Euro

    45% der Männer und 64% der Frauen erhalten weniger als 200 Euro.

    Das erklärt auch, warum die Politik über einen Betriebsrenten Freibetrag von 150Euro nachdenkt.

    Man hofft, so einen Großteil der Betriebsrentner ruhig zu stellen.

    Für uns Direktversicherungsgeschädigte wäre aber ein Freibetrag von 150 Euro nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

    Die Rendite der Direktversicherung wurde von mehreren Seiten aufgezehrt. Durch mehrfache Steuererhöhungen, die null Zins Politik der EZB und den nachträglich eingeführten Krankenkassenbeiträgen von 19%

    Mittlerweile, durch den unermüdlichen Einsatz unseres Vereins, kommt Bewegung in die Politik

    Immer mehr Politiker verstehen, jetzt zum ersten Mal, unser Thema und erkennen den politischen Sprengstoff der sich dahinter verbirgt. So äußern jetzt viele Politiker Verständnis für unsere Wut und manche machen sogar Fraktionsintern Druck. Allerdings ist dem Braten noch nicht ganz zu trauen. Denn nicht alles was Politiker sagen, meinen sie auch so. Manche Politiker haben nach der Wahl auch ein schlechtes Gedächtnis, bezüglich der Dinge, die sie vor der Wahl versprochen haben.

    Selbst Gesundheitsminister Spahn wollte Anfang des Jahres einen Gesetzesentwurf zur Änderung des GMG auf den Weg bringen, aber im Kanzleramt sitzt die Oberbremserin Merkel, die kühl abschätzt, dass die Betriebsrentner auch weiterhin nicht aufmucken und sie unser Geld deshalb weiterhin an anderer Stelle verwenden kann

    Wollen wir uns das weiterhin gefallen lassen?

    Wir sind viele, wir sind laut, weil man uns die Rente klaut.

    Ein ganz hoffnungsloser Fall scheinen die Grünen zu sein. Sie sehen bei der Direktversicherung keinen wirklichen Handlungsbedarf. Gnädiger Weise denken sie über einen Freibetrag von 150Euro nach. Klar, ihre Klientel, die Lehrer, Beamten und Freiberufler hat unser Problem ja nicht, die sind alle privat versichert. D.h. den Grünen ist das an uns begangene Unrecht egal

    Liebe Freunde, fridays for future und die französischen Gelbwesten wären nicht wahrgenommen worden, wenn sie nur einmal gestreikt hätten und danach auf ihr Sofa zurückgekehrt wären

    Daher mein Appell an Euch: Legt eure Hemmungen ab. Die Einstellung: Demo, nein das ist nichts für mich. Das ist nicht die richtige Einstellung. Wir sind keine Bittsteller, Wir fordern keine Almosen, wir fordern unser Recht auf unser Eigentum und das ist unser Grundrecht Art. 14GG

    Wir müssen der Politik noch stärker als bisher auf die Nerven gehen. Auf der Ebene der Abgeordneten haben wir durch permanente Gespräche und ein großes Medienecho schon einiges erreicht. Es geht hier um viel Geld. Um Milliarden die von uns geraubt wurden. Diese Milliarden rückt die Politik nicht ohne massiven Druck wieder heraus. Um das Bundeskanzleramt zu bewegen braucht es den massiven Druck von allen Betroffenen auf der Straße

    Unsere heutige Kundgebung, liebe Freunde, kann erst der Anfang sein.

    Wir dürfen nicht eher Ruhe geben, bis unsere Forderungen:

    Sofortiger Stopp der Mehrfachverbeitragung und finanzielle Entschädigung für die Betroffenen, in deren Verträge mit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz rückwirkend eingegriffen wurde, erfüllt sind und wir unser Geld wiederbekommen haben.

    Ich bedanke mich für Eure Aufmerksamkeit.

  • Bodo Ramelow nach Thüringenwahl

    Bodo Ramelow nach Thüringenwahl

    In seiner Rede nach der Thüringenwahl geht Bodo Ramelow auch auf das Thema Doppelverbeitragung von Direktversicherungen ein, schließlich war am Samstag auf der Demo des DVG in Erfurt auf dem Domplatz.

    Ramelow nach der Thüringenwahl

    Zu hören ab Minute 5:11 – seine Rede nach der Thüringenwahl im Parteivorstand

    Frau Regina Stosch (DIE LINKE) war so nett und hat uns das Video der Rede von Bodo Ramelow (Ministerpräsident des Freistaates Thüringen) zur Verfügung gestellt.

    Ab ca. Minute 5 spricht Bodo Ramelow unser Thema an einem konkreten Beispiel an.

    “Vorher berichtet er, wie Thüringen über den Bundesrat erfolgreich Einfluss auf die Bundespolitik nimmt. Da wird was kommen. Taten statt Worte.”

    28.10.2019

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