Author: Andreas Reich

  • Krankenkassen in Nöten, wer muss zahlen?

    Krankenkassen in Nöten, wer muss zahlen?

    Beitrag: Andreas Reich DVG-e.V., Bild: Adobe-Stock

    Kaum ist die neue Regierung im Amt schon häufen sich die Hiobsbotschaften für die gesetzlichen Sozialversicherungen.
    800 Millionen Euro wollen (müssen) Sozialministerium und Finanzministerium als Nothilfe den Krankenkassen zur Verfügung stellen.
    Doch wo sind die seit über 60 Jahre nicht gezahlten Gelder für die versicherungsfremden Leistungen?

    Für Leistungen die nach dem Gesundheitsministerium:

    Als versicherungsfremde Leistungen bezeichnet man medizinische Leistungen, die familienpolitisch motiviert oder von gesamtgesellschaftlichem Interesse sind. Hierzu gehören auch hiermit einhergehende Lohnersatzleistungen.

    Im Einzelnen ist insbesondere auf Folgendes hinzuweisen:

    • die beitragsfreie Versicherung während des Erziehungsurlaubs, die beitragsfreie Mitversicherung von nicht berufstätigen beziehungsweise geringfügig beschäftigten Ehegatten oder Lebenspartnern sowie Kindern,
    • Leistungen rund um die Schwangerschaft und Mutterschaft, zum Beispiel Vorsorge- und Entbindungskosten, Haushaltshilfe oder häusliche Krankenpflege während der Schwangerschaft oder nach der Entbindung,
    • Leistungen zur Empfängnisverhütung,
    • Leistungen zur künstlichen Befruchtung,
    • das Mutterschaftsgeld und
    • Krankengeld bei der Betreuung eines kranken Kindes,
    • Betriebs- und Haushaltshilfen für alle Versicherten, insbesondere zur Vermeidung oder Verkürzung von Krankenhausaufenthalten.

    Der Bund beteiligt sich pauschal über Steuerzuschüsse an den Aufwendungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für entsprechende Leistungen, um die Finanzierung dieser familienpolitisch und gesamtgesellschaftlich motivierten Aufgaben sachgerechter auf die Solidargemeinschaft der Steuerzahler zu verteilen und die Solidargemeinschaft der Beitragszahler teilweise zu entlasten.

    Wie aber wird die Solidargemeinschaft der Beitragszahler, entlastet, wenn der Staat die Finanzierung der familienpolitisch und gesamtgesellschaftlich motivierten Aufgaben nur pauschal über Steuerzuschüsse beteiligt ist.

    So hat die Hans Böckler Stiftung in ihrer Veröffentlichung „Impuls 06 2005“ dargestellt, dass im Jahr 2002 den Krankenkassen keine pauschale Steuerzuschüsse geleistet wurden. Also dadurch eine Fehlfinanzierung von 21,7 Milliarden €uro entstanden ist.

    Und vergessen wir nicht, ab September 2003 begann der Prozess der Gesetzgebung zum Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) in dessen Ergebnis wir Direktversicherte auf Grund einer Intervention des GKV zum GMG zur Kasse ab 01.04.2004 (Tag des Inkrafttretens des GMG) gebeten werden, da auf die Kapitalauszahlungen Steuern und Krankenkassenbeiträge zu zahlen sind. Nicht zu vergessen, Verträge die weit vor diesem Termin abgeschlossen wurden haben keinen Bestandsschutz bekommen, was bei der staatlichen Riester Rente anders aussieht.

    Jahrzehntelang schwiegen und schweigen immer noch die Verantwortlichen der GKV und der Krankenkassen über die jährlichen konkreten Einnahmen und Ausgaben der versicherungsfremden Leistungen. Die Abrechnungen, die die Krankenkassen im Internet auf ihren Seiten veröffentlichen sind ein Hohn für die Beitragszahler.

    Damit jedem bewusst wird die fehlenden Zuschüsse mussten durch Beiträge der Beitragszahler der gesetzlichen Krankenkassen (nicht Verfassungskonform) finanziert werden.

    „Eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) kam im Jahr 2005 jedoch zu ähnlichen Ergebnissen. Die Ökonomen Volker Meinhardt und Rudolf Zwiener bezifferten den von Arbeitnehmern durch Beiträge fehlfinanzierten Anteil an den Ausgaben der Krankenversicherung für 2002 auf 17 Prozent – 21,7 Milliarden Euro. Und warfen die Frage auf, „ob die Finanzierung von Ausgaben zur Unterstützung der Familie von einzelnen Gruppen oder gesellschaftlich zu tragen“ sei.

    Wenn Familienförderung als „von der gesamten Gesellschaft zu leistende Aufgabe angesehen“ werde, liege ein „Fehleinsatz der Beiträge“ vor – zumindest, solange ganze Personenkreise der Beitragspflicht entzogen sind: Beamte, Selbstständige und Arbeitnehmer mit Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze.“
    Aus: Impuls 18-2008 der Hans Böckler Stiftung

     

    Wer sind die Betrogenen dieser Politik

    Die Pressemitteilungen der letzten Zeit vermitteln alle einen Eindruck.

    „In Kassen der deutschen Sozialversicherungen fehlt es an Geld – und es wird immer schlimmer. Experten warnen davor, dass die Finanzierungslücke zu einem großen Problem wird. Und zwar schnell.“
    Focus Online 24.04.2025

    „Sonst gehen Beiträge durch die Decke – Krankenkassen schlagen Alarm.“
    Welt 20.05.2025

    Klamme Krankenkassen: Die Gesundheitsministerin muss intelligent sparen.“
    Frankfurter Allgemeine Zeitung 19.05.2005

    „Dramatische Lage der Krankenkassen – Rentner nun im Focus der Rettungsaktion.“
    Merkur vor 1 Woche

    Es wird einen massiven Einbruch an Sozialleistungen geben. Noch mehr höhere Beiträge in allen gesetzlichen Sozialversicherungen.

    Weitere Angriffe auf Kapitalauszahlungen bei Versicherungen.

    Weitere Gesetze wo die Beitragszahler zur Kasse gebeten werden, wie bei der Krankenhausreform die am 17.10.2024 im Bundestag beschlossen wurde.

    „Die Modernisierung der Krankenhausstrukturen wird mit insgesamt bis zu 50 Milliarden Euro über einen Transformationsfonds gefördert. Einer entsprechenden Rechtsverordnung hat der Bundesrat am 21. März 2025 zugestimmt. Für eine Laufzeit von 10 Jahren werden ab 2026 Fördermittel zur Verfügung gestellt. Die Krankenhausreform hat eine weitere wichtige Hürde in der Umsetzung genommen. Mit dem Transformationsfonds helfen wir den Bundesländern, in moderne Klinikstrukturen zu investieren“, so Ex-Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach.

    Das hat Lauterbach verschwiegen:

    Dieser Transformationsfonds soll entgegen dem Koalitionsvertrag der Ampel nicht wie vorgesehen vom Bund und den Ländern finanziert sondern laut Gesetz durch die Länder und die Krankenkassen werden.

    Also wird den Beitragszahlern der gesetzlichen Krankenkassen in die Taschen gegriffen.

    Wie lange wollen wir die gesetzlich Versicherten uns das gefallen lassen, wann zeigen wir unseren Protest?

    Hier sind Gewerkschaften, Sozialvereine und Verbände gefragt.Also wo seid Ihr?

    Fragen Sie alle im Bundestag vertetenden Parteien wann der Betrug mit den versicherungsfremden Leistungen aufhört.

  • 80 Regionaltreffen veranstaltet und geleitet

    80 Regionaltreffen veranstaltet und geleitet

    Zum 3.3.2025 hatten 5 DVG Aktive aus den Regionalgruppen Osnabrücker Land und Halle/Westfalen-Gütersloh den Sprecher der Regionalgruppe Osnabrücker Land Erwin Tischler zu einem Abendessen eingeladen. Grund war der 80isgte Regionaltreff an dem die Herren aus Halle-e GT seit 2022 als Gäste teilnehmen. Erwin war von Anfang an dabei, wie Ehrenvorstand Bernd Krüger erzählte. Von den ersten Veranstaltungen 2016 des DVG bei gefüllten Sälen bis hin zum 80igsten Treffen. Erwin hat alle Höhen mitgemacht, der steile Aufstieg des DVG, die Beruhigung durch Corona und den Freibetrag, wie auch Heinz Averbeck, Gruppenregionalsprecher, in seiner Laudatio erwähnte. Natürlich ging es auch um Aktuelles. Die kommende Mitgliederversammlung in Frankfurt, die aktuelle Lage des DVG, zu der Erwin die Idee einbrachte, es über den im Grundgesetz gesicherten Eigentumsschutz zu versuchen, entschädigt zu werden. Wir DVG Mitglieder fühlen uns vom Staat u.a. enteignet.

    Aber das tollste: Erwins Dank für die Einladung und dass ich Euch über den DVG kennengelernt haben. Lieber Erwin – auf die nächsten 80!!!!

    Dieser Artikel wurde in einem SPD-Newsletter veröffentlicht. Bild: DVG

    Im Bild von links nach hinten : Erwin Tischler, Bernd Krüger, Udo Raabe. Dann rechts nach hinten: Hans Deike, Heinz Averbeck und Manfred Berkenkamp.

  • Mitgliederversammlung des DVG-e.V. am 26.04.2025 in Hofheim-Diedenbergen

    Mitgliederversammlung des DVG-e.V. am 26.04.2025 in Hofheim-Diedenbergen

    Bild: DVG: Rahnefeld

    Einladung zur Mitgliederversammlung

    Sehr geehrte Mitglieder,

    hiermit laden wir Euch form-und fristgerecht ein zur Mitgliederversammlung

                             am Samstag, 26. April 2025

    Beginn: 14.00 Uhr – Einlass ab 13:00 Uhr

    Ort:  H + Hotel Frankfurt Airport West
    Casteller Straße 106
    65719 Hofheim-Diedenbergen
    Telefon: 06192 9500

     

    Zur Unterstützung der Vorbereitungen für einen guten und geordneten Ablauf bitten wir um Anmeldungen für die Versammlung bei: Werner.Partschefeld@dvg-ev.email

    Die Mitgliederversammlung ist gemäß unserer Geschäftsordnung nicht Öffentlich

    Anträge zur Versammlung und zur Tagesordnung können gemäß unserer Satzung §7 (7)  bis 18.06 also 7 Tage vor dem Versammlungstermin  schriftlich beim Vorstand eingereicht werden. Eine frühzeitige Beantragung ist für die Antragskommission von Vorteil; so bleibt genügend Zeit, die eingehenden Anträge zu sichten und zu bewerten.    E-Mail: antragskommission@dvg-ev.email

     

    RG Sprecher Konferenz

     

    findet am Sonnabend, den 26.04.2025 ab 09.00 Uhr statt.

    Wir freuen uns auf ein persönliches Wiedersehen und Wünschen schon jetzt einmal eine gute und sichere Anreise nach Hofheim Diedenbergen.

    Mit freundlichen Grüßen

    gez. Reiner Korth                                                                      gez. Günter Dehlen
    Bundesvorsitzender                                                                 Schriftführer DVG e.V.

    im Namen des gesamten Vorstandes, Geeste/Oberhausen den 9.4.2025

     

     

    Tagesordnung der Mitgliederversammlung 2025

    am Samstag, den 26. April 2025

     

    Beginn:  14:00 Uhr – Ende ca. 18 Uhr  (mit Kaffeepause 30 Min)

     

          1. Begrüßung durch den Bundesvorsitzenden

           2. Anträge zur Geschäftsordnung

           3. Tagesordnung und Genehmigung

    Genehmigung des Protokolls der Delegiertenversammlung vom 20.4.2024
    Zu finden: 90-Wissensspeicher-60 Mitglieder-Delegiertenversammlungen- 8. DV 20.4.2024– Protokoll

           4. Rechenschaftsbericht 2024

           5. Kassenbericht 2024

    6. Bericht der Kassenprüfer / Entlastung des Vorstandes

               (  – Kaffeepause )

           7.  Wahl von 3 Mitgliedern für einen Wahlausschuss und Bestimmung des Wahlleiters

           8. Neuwahlen Bundesvorstand

    Schriftführer/in
    2. Bundesvorsitzende/r
    Beisitzer: Berater für Projekte
    Beisitzer: Bereich Social Media
    Beisitzer: Öffentlichkeitsarbeit
    Beisitzer: IT-Angelegenheiten

           9. Weitere Wahlen

                 Kassenprüfer:

          10. Erstellung und Verlesen des Protokolls der Wahlen

          11. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2025

          12. Anträge 2025 – Antragskommission – Vorstellung der Anträge

          13. Verschiedenes

    gez. Reiner Korth                                 gez. Günter Dehlen
    Bundesvorsitzender                           Schriftführer

     

  • 14. Deutscher Seniorentag in Mannheim – eine Bilanz des DVG-e.V.

    14. Deutscher Seniorentag in Mannheim – eine Bilanz des DVG-e.V.

    In einer Zwischenerklärung des 14. Deutschen Seniorentags erklärten unter anderen die BAGSO- Verbände folgenden Wortlaut:

    „Die älteren Generationen wollen sich an der Gestaltung der drängenden gesellschaftlichen Zukunftsaufgaben beteiligen. Das ist die zentrale Botschaft der „Mannheimer Erklärung“, die die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen gemeinsam mit ihren 121 Mitgliedsverbänden zum 14. Deutschen Seniorentag veröffentlicht hat.

    Zugleich richtet sich die Mannheimer Erklärung an Politik und Gesellschaft. Sie fordert, die Kompetenzen und Ressourcen der Älteren für die Lösung der anstehenden Aufgaben mehr in den Blick zu nehmen, ein differenziertes, zeitgemäßes Bild vom Alter zu fördern sowie Ausgrenzung und Diskriminierung entgegenzuwirken. So ist es dringend notwendig, das Merkmal Lebensalter in Artikel 3 des Grundgesetzes aufzunehmen. Zu den Erwartungen der Älteren an die Politik gehört auch, eine bezahlbare, professionelle Pflege sicherzustellen und die Digitalisierung nutzerfreundlich, sicher und für alle zugänglich zu gestalten sowie das Recht auf ein analoges Leben zu erhalten.“

    Wir als Direktversicherungsgeschädigten e.V. haben die Möglichkeit genutzt das erste Mal mit einem Informationsstand an diesem 14. Deutschen Seniorentag teilzunehmen.

    Auf Grund der Lage im Veranstaltungszentrum hatten wir eine exponierte Lage, im Eingangsbereich gelegen, so dass ein Großteil der Besucher unseren Stand sofort erkennen konnten.  Jeden Tag hatten wir regelmäßigen Besuch von Besuchern. Es wurden gute und anregende Gespräche geführt, die die sehr informativ für die Besucher waren. Menschen, die noch in der Anzahlphase sind, wollten wissen, wie sie mit der Betriebsrente weiter weiterverfahren sollen, um die Abzüge Kapitalauszahlungen nicht noch weiter in die Höhe steigen zu lassen.

    Es kamen Eltern von Jugendlichen, die mit einer Lehrausbildung beginnen, die wissen wollten, was die richtige Altersvorsorge für Ihre Kinder ist. Und es kamen auch Jugendliche selber, die sich über eine Altersvorsorge beraten liessen und alle waren sehr dankbar.

    Natürlich waren auch noch direkt Betroffene und ehemalige Betroffenen der Doppelverbeitragung bei uns und haben sich für die Arbeit unseres Vereins bedankt und uns weiterhin viel Glück gewünscht bei der Abschaffung der Doppelverbeitragung.

    Leider mussten wir aber auch feststellen, dass das Thema Rente und Altersvorsorge, „ausser von uns“, von vielen anderen Ausstellern eben nicht behandelt wurde. Um aber den oben genannten Forderungen aus der „Mannheimer Erklärung“ gerecht zu werden, gehört es aber auch dazu, über eine gerechte Altersversorgung zu sprechen. Egal an welches Ministerium die BAGSO angebunden ist (Familie, Jugend Senioren)  und ob die Rente an das Arbeits-und Sozialministerium angebunden ist, so gehören doch die Forderungen für ein gleichberechtigtes und altersgerechtes Leben als Grundlage dafür mit dazu.

    Artikel 3 Grundgesetz ist ja in der Erklärung mit genannt.

    Ebenso hat ja Familienministerin Lisa Paus in ihrer Eröffnungsrede über das Thema “Altersdiskriminierung” gesprochen. Wir sehen es als eine sehr ausufernde Form von Altersdiskriminierung an, wenn Betriebsrentner in ihrer Rentenzeit mehr Krankenkassenbeiträge, nämlich in doppelter Höhe zahlen müssen als in der Zeit, als sie berufstätig beschäftig waren.

    Fordern auch wir die Politik auf,  für eine gerechte Altersvorsorge und für gerechte Renten zu kämpfen, für eine vollständige Finanzierung der „versicherungsfremden Leistungen“ der Sozialversicherungen zu sorgen.

    Andreas Reich DVG-e.V.
    Bild: DVG-e.V.

    Zur Mannheimer Erklärung

  • Vertrauensschutz

    Vertrauensschutz

    Bild: Deutsche Rentenversicherung

    ist ein für uns GMG-Geschädigte sich immer wiederholendes Reizwort, in dem sich die Widersprüche unseres Rechtsstaates zeigen. Dazu erhielt ich kürzlich über eine WhatsApp-Gruppe ein Foto unter dem Label der Deutschen Rentenversicherung auf dem es hieß:

    • Vertrauensschutz ist ein verfassungsrechtlicher Grundsatz, der das Vertrauen des Bürgers in die Beständigkeit der Gesetze schützt.

    Und noch eine Aussage hier ist mir aufgefallen:

    • Der Vertrauensschutz richtet sich nach Stichtagen z.B. aus dem Gesetzgebungsverfahren (die anderen Aussagen waren hier nicht so relevant).

    Die Kernaussage motivierte mich weiter zu suchen – Wikipedia sagt dazu:

    • Vertrauensschutz ist ein Rechtsgrundsatz, welcher besagt, dass ein vom Bürger entgegengebrachtes Vertrauen von der Rechtsordnung zu schützen ist – und:
    • In Deutschland wird er aus dem verfassungsrechtlichen Rechtsstaatsprinzip ( 20 des Grundgesetzes) abgeleitet / https://de.wikipedia.org/wiki/Vertrauensschutz
    • Artikel 20 GG regelt also das Rechtsstaatsprinzip.

    https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_20.html – Also ist das GMG hinsichtlich der Altersvorsorgeverträge vor 2003/4 doch ein verfassungswidriger Vorgang – warum wurden dann betreffende Beschwerden vom Bundesverfassungsgericht nicht zugelassen?

    Man kann hier unendlich weiter forschen – was sagt z.B. ChatGPT?

    Gibt es einen Unterschied im Sozial- oder Steuerrecht zum Vertrauensschutz?

    Ja, es gibt einen Unterschied im Vertrauensschutz zwischen dem Sozialrecht und dem Steuerrecht, auch wenn beide Bereiche ähnliche Prinzipien verwenden, um die Rechtssicherheit der betroffenen Personen zu gewährleisten – interessant, was steckt dahinter?

    Vertrauensschutz im Sozialrecht: Im Sozialrecht geht es häufig um eine auf eine behördliche Entscheidung oder rechtliche Regelung – zum Beispiel im

    • Betriebsrentenrecht oder
    • Beitragsrecht der gesetzlichen Kassen – wurde hier der Vertrauensschutz gegen das angebliche interpretierte Solidaritätsprinzip verfassungswidrig unterwandert? – denn man kann kaum von Solidarität sprechen, wenn einseitig unter Verletzung der Artikel 20, 14, 2 und 1 GG alle übrigen gesetzlich Kranken- und Pflegekassen-Versicherte an der Rettung der von der Zahlungsunfähigkeit bedrohten Kassen nicht auch beteiligt wurden.
    • 45 SGB X regelt: Das Vertrauen ist in der Regel schutzwürdig, wenn der Begünstigte erbrachte Leistungen verbraucht oder eine Vermögensdisposition getroffen hat – letzteres haben wir getan. https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_10/__45.html

    Sozialrecht und Steuerrecht haben die Gemeinsamkeiten, dass es in beiden Bereichen darum geht, den Bürger vor ungerechtfertigten Nachteilen zu schützen, die aus einer Veränderung der rechtlichen Rahmenbedingungen entstehen könnten. Beide Rechtsgebiete erkennen an, dass es ein berechtigtes Vertrauen auf die Stabilität und Verlässlichkeit von Entscheidungen und Regelungen gibt.

    Die Unterschiede sind im:

    • Sozialrecht: Der Vertrauensschutz bezieht sich oft auf sozialrechtliche Leistungen, die direkt das Wohl des Einzelnen betreffen, und kann eine langfristige und stabile Regelung über längere Zeiträume hinweg sicherstellen.
    • Steuerrecht: Der Vertrauensschutz wird stärker auf konkrete Auskünfte und Verwaltungspraxen bezogen und ist oft strenger in der Handhabung, da Steuerrecht eine Vielzahl von komplexen Regelungen und Änderungen enthält.

    Das Bundesverfassungsgericht hat in einem Fall des Einkommensteuerrechts dieses Urteil gesprochen: https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2021/03/ls20210325_2bvl000111.html – dabei sind mir diese Leitsätze direkt ins Auge gesprungen:

    1. Das grundsätzliche Verbot rückwirkender belastender Gesetze beruht außerhalb des Strafrechts auf den grundrechtlich geschützten Interessen der Betroffenen sowie den Prinzipien der Rechtssicherheit und des Vertrauensschutzes2 (1) i.V.m. Art.20 (3) GG).
    2. Die Beschränkung der Absetzbarkeit von Vorauszahlungen auf Erbbauzinsen durch die gleichmäßige Verteilung der Ausgaben auf den Zeitraum, für den sie geleistet worden sind, durch § 11 Abs. 2 Satz 3 Halbsatz 1 in Verbindung mit § 52 Abs. 30 EStG in der Fassung des Richtlinien-Umsetzungsgesetzes war mit belastenden Folgen einer unechten Rückwirkung verbunden, die zum Teil dem Grundsatz des verfassungsrechtlichen Vertrauensschutzes widersprechen.
    3. Internes Verwaltungshandeln ohne Beteiligung der zur Gesetzesinitiative Berechtigten mindert das grundsätzlich schutzwürdige Vertrauen der Steuerpflichtigen in das geltende Recht nicht. Anmerkung: Gleiches lassen sozialrechtliche Urteile vermissen.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Vertrauensschutz in beiden Rechtsbereichen existiert, jedoch unterschiedliche Schwerpunkte und Voraussetzungen zugrunde liegen – siehe oben.

    Politisch erleben wir gerade ein Erdbeben und weiteren Vertrauensverlust in den Rechtsstaat (Geld soll wegen vergangener Versäumnisse nur so herausgeschleudert werden (Verteidigungsausgaben u. Erhalt unserer Infrastruktur sind i.d.R. aus laufenden Einnahmen zu finanzieren) – heute nennt man es Investition. Recht, Ordnung und Verlässlichkeit werden mit Füßen getreten – CDU-Wähler fühlen sich getäuscht – arme Kerle.

    Bewerber meines Wahlkreises haben mir vor der Wahl geantwortet: FDP stimmt mir vollständig zu und will auch Wiedergutmachung leisten – kann aber nichts versprechen – nun sind sie erst mal raus; SPD spricht sich für den Eigentumsschutz aus, will die Altersvorsorge stärken, sieht in der Doppelverbeitragung ein strukturelles Problem, eine Entschädigung ist wegen der komplexen Finanzstrukturen im Gesundheitswesen nicht möglich, ist gegen eine rückwirkende Gesetzesänderungen, so wie sie sich an der Solidarität orientiert – das hat die SPD 2003 bewiesen. Grüne: „Es ist offenkundig, dass das GMG aus 2003 keinen unzulässigen Eingriff in das nach Artikel 14 unseres Grundgesetzes geschützte Eigentum darstellt. Andernfalls hätte das Bundesverfassungsgericht die Beschwerde gegen Entscheidungen der Sozialgerichte, die dieses ebenfalls verneinen, zugelassen.“ Kein Kommentar. CDU und andere antworteten nicht.

    Im Hinblick dieser Recherche verstehe ich bisherige Urteile, Gutachter, Rechtsanwälte oder befragte Verfassungsrechtler überhaupt nicht – einer sagte mir sinngemäß, er wolle sich keine blutige Nase mehr holen – das klingt nicht gerade nach einem funktionierenden Rechtsstaat. Der Rechtsstaat wird immer wieder betont, sich dann aber darüber hinweggesetzt – wir haben genug gute Gründe, uns weiter zu wehren – politisch wie rechtlich. Ich werde das in meine Klage so einfließen lassen.

    Reinhold Birth 08.03.2025

  • Für eine gerechte Altersvorsorge

    Für eine gerechte Altersvorsorge

    Bild: pixabay

    Was wir wollen ist Gerechtigkeit und Ehrlichkeit. Wir fordern, Verträge müssen eingehalten werden – so regelmäßig bei unseren Gesprächen mit den Bundestagsabgeordneten, Fraktions- und Parteivorsitzenden oder Generalsekretären – deshalb unterstützen wir die DVG.

    Wir hatten mal darüber nachgedacht, eine Partei zu gründen, aber erwies sich als dann relativ unrealistisch, denn dazu gehört eine ganz andere bundesweite Organisation, die wir nicht bieten können und so wenden wir uns an den Bundestag und seine Abgeordneten, Fraktions- und Parteivorsitzenden oder Generalsekretären. Doch die alle verhalten sich ziemlich stur und reden von Solidarität, die sie gerade nicht bei uns ausgeübt haben.

    Insofern haben wir jetzt wieder die Wahl. Das ist nicht einfach, denn es gibt keine Partei, der man 100 %ig zustimmen kann. Unser Mitstreiter Friedel Holl hat in seinem Fleiß eine Tabelle mit allen vermeintlich uns betreffenden Aussagen zusammengestellt, die am Ende noch mit den Aussagen der Freien Wähler ergänzt wurde, denn die haben aktuell auch eine reelle Chance in den Bundestag gewählt zu werden und vielleicht das Zünglein an der Waage zu werden – wer weiß das schon?

    Lasst uns vornweg klarstellen: der DVG ist neutral – wir haben unsere bekannten Unterstützer und einige von uns waren auch politisch aktiv in unterschiedlich hier aufgeführten Parteien oder sie sind es geworden. Die Wahlprogramme für die Bundestagswahl 2025 sind raus und öffentlich – hier sind einige Aussagen daraus, die wir alle sicher selbst einordnen und bewerten können. Wir liefern die Informationen und ihr entscheidet.

    Aus der Zusammenstellung der Aussagen aus den Wahlprogrammen von Friedel Holl / Reinhold Birth

    Doppelverbeitragung auf Direktversicherung „DV“ und Betriebsrenten BR“ abschaffen

    • CDU/CSU, SPD, FDP, Linke, BSW, AFD = keine Hinweise
    • Freie Wähler = ja

    Wir fordern in Zusammenarbeit mit dem Verein der Direktversicherungsgeschädigten endlich eine Lösung für Millionen von Betroffenen, die auf eine sozialabgabenfreie Auszahlung von Direktversicherungen vertrauen durften. Wir wollen die Abschaffung der Doppelverbeitragung auf Direktversicherungen und Betriebsrenten zur Kranken- und Pflegeversicherung und eine Entschädigung der Direktversicherungsgeschädigten erreichen.

    Rente aktuell

    CDU – Keine Kürzung mit 67 bleibt Aktivrente für Rentner einführen
    SPD – 48% sichern abschlagsfrei nach 45 Jahren
    Grüne – 48% sichern mit 67 bleibt
    FDP – Flexibler Renteneintritt
    Linke – Kein Hinweis
    BSW – Erhöhung um 120€/Monat als Inflationsausgleich für Alle
    AFD – Kein Hinweis
    Freie Wähler – Renteneintritt nicht erhöhen Rentenreform zwingend notwendig – nicht unter 48%

    Rente für alle

    CDU = Nein
    3 Säulen: a) Rente / b) bAV / c) Private AV
    SPD = Nein
    3 Säulen: a) Rente / b) bAV / c) Private AV Selbständige aufnehmen
    Grüne = teilweise
    1. Schritt Bürgerversicherung für Abgeordnete & Beamte & nicht abgesicherte Selbständige
    FDP = Nein
    3 Säulen: 3 Säulen: a) Rente / b) bAV / c) Private AV
    Linke = Ja
    Erwerbstätigenversicherung
    BSW = Ja
    analog Österreich / 75% vom Nettoeinkommen
    AFD = Nein
    private AV für Parlamentarier einführen / Kinder /Erziehungs-Leistung berücksichtigen
    Freie Wähler
    Rente individuell nach Lebenslagen flexible –  Rente abschlagsfrei nach 45 Jahren

    Grundrente

    CDU = Nein
    SPD = Nein
    Grüne = Nein
    FDP = Nein
    Linke = Ja / 1400 €
    BSW = Ja / 1500 € nach 40 J
    AFD = Nein
    Freie Wähler / keine Angaben gefunden

    Kapitalgedeckte Altersrente

    CDU = Ja / Frühstartrente für 6 bis 18 Jährige mit 10 €/Monat
    SPD = Nein
    Grüne = Ja / Einstieg in notwendige Kapitaldeckung
    FDP = Ja / Gesetzliche Aktienrente analog Schweden
    Linke = Nein
    BSW = Nein
    AFD = Nein
    Freie Wähler = Ja

    Krankenversicherung für Alle / Zwei-Klassen-Medizin abschaffen

    CDU = Nein / GKV & PKV bleiben
    SPD = Nein / GKV & PKV bleibt Termingarantie einführen
    Grüne = Ja / Bürgerversicherung
    FDP = Nein / GKV & PKV bleiben
    Linke = Ja / Solidarische Versicherung
    BSW = Ja / Bürgerversicherung
    AFD = Nein
    Freie Wähler = keine Angaben gefunden

    Versicherungsfremde Leistungen der Sozialversicherungen aus Steuermitteln

    CDU = Kein Hinweis
    SPD = ? / verstärkt aus Steuermitteln
    Grüne = Ja / Entlastung aus Steuermitteln auch für ALG II
    FDP = Kein Hinweis
    Linke = Kein Hinweis
    BSW = Kein Hinweis
    AFD = Kein Hinweis
    Freie Wähler = Kein Hinweis

    https://www.mitmischen.de/wissen/bundestagswahl-2025/wofur-steht-welche-partei
    https://www.freiewaehler.eu/unsere-politik/wahlprogramm/

    Schlussfolgerungen:

    • Bei den Linken haben wir unseren sehr geschätzten Mathias Birkwald, der uns immer wieder im Bundestag präsent gehalten hat, obwohl das Thema „Kapitalanlage“ eigentlich nicht so in die „Linke“ passt, wie wir aus der Übersicht oben erkennen können, aber der Rentenpolitische Sprecher Herr Birkwald hatte für die uns geschehene unmoralische Vertragsverletzung seit 2003 aus meiner Erinnerung 2 Anträge gestellt, die Doppelverbeitragung abzuschaffen und er hat die Diskussionen in den Bundestag gebracht und uns tatkräftig unterstützt – das muss man anerkennen. Wir konnten mindestens 2018 / 2019 den Eindruck gewinnen, dass sich eine parteiübergreifende Zustimmung für uns entwickelt. Aktuell war zur Abschaffung der Doppelverbeitragung in deren Wahlprogramm allerdings nichts zu finden.
    • Die SPD hat zwar etliche Beschlüsse gefasst und uns aber über die Jahre immer wieder am langen Arm gehalten. Heute hat sie nur Sprüche für uns über – sie will die Rente sichern, entschädigen kann sie uns auf gar keinen Fall, denn das Geld ist nicht da – wir haben also geltendes Recht nach Kassenlage. Die Doppelverbeitragung auf Altersvorsorge will sie allerdings abschaffen, sagt sogar: „das war Mist“ oder „Sie können sich darauf verlassen“ am Ende passiert aber nichts – aber dabei bleibt es.
    • Grüne finden es ganz richtig, dass wir auf unsere Kapitallebensversicherungen die Sozialversicherung stärken und stellt dabei keinen Bezug zu Artikel 14 GG her.
    • In der CDU hatten wir große Unterstützer für uns in Maik Beermann, Hans-Jürgen Irmer, Jana Schimke oder nicht zuletzt Carsten Linnemann gefunden, aber auch die sind entweder nicht mehr im Geschäft oder haben sich total zurückgezogen – dass wir zu dem Schluss kommen müssen, von dort nichts mehr erwarten zu können. Mein Wahlkreisabgeordneter kommt nicht mal auf die Idee meine Fragen zu beantworten.
    • So aber der Wahlkreis-Abgeordnete der FDP, der mir seine volle Unterstützung zugesichert hat, aber leider nichts versprechen kann – die FDP war bekanntlich die einzige Oppositionspartei, die dem GMG 2003 nicht zugestimmt hat – Strack-Zimmermann und Vogel sind sogar auf unseren Demos mitgelaufen, aber in der Regierung 2021 hatten sie dann andere Schwerpunkte und auch sonst hat sich die FDP nicht sonderlich in unserer Sache profiliert – leider.
    • Die AfD hatte im vorletzten Bundestag schon den Antrag gestellt, die Doppelverbeitragung abzuschaffen ähnlich haben sie sich auch zu unseren Fragen geäußert – im aktuellen Wahlprogramm steht dazu allerdings nichts.
    • Das BSW sagt auch nichts zu uns – insofern ist meine Bewertung hier auch schnell abgehakt, aber zum Schluss haben wir dann doch noch eine Partei gefunden, die uns wohlgesonnen ist.
    • Die Freien Wähler haben sich hier als einzige Partei zur Abschaffung der Doppelverbeitragung bekannt und die 6,5 Millionen betroffenen Direktversicherungsgeschädigte könnten sie es sogar mit etwa 10 % in den Bundestag bringen – wenn sie wollten – für eine gerechte Altersvorsorge.

    Wenn ihr jetzt immer noch nicht schlüssig seid, steht immer noch der Wahlomat
    https://www.wahl-o-mat.de/bundestagswahl2025/app/main_app.html  bereit.

    Jetzt liegt es an Euch…

    Reinhold Birth 19.02.2025

  • DVG – Endspurt im Wahlkampf

    DVG – Endspurt im Wahlkampf

    Text: Günter Dehlen, Heinz Averbeck

    Die Regionalgruppen im Westen und in Ostwestfalen sind auf der Straße und in den Fußgängerzonen unterwegs, um die Bevölkerung und auch die Parteien an den Ständen zu informieren und zu beraten.

     Termine waren: 1. und 8. Februar in der Kreisstadt Bergheim

     Viele interessierte Personen in Bergheim wurden beraten zur Doppel – und Vollverbeitragung bei Direktversicherungen und Betriebsrenten.
    Da ist die ältere Dame, die eine Direktversicherung ausbezahlt bekommen hat und noch eine Betriebsrente bezieht.
    Warum gibt es nur einmal den Freibetrag?
    Da ist ein Herr, der im Widerspruchsausschuss der Knappschaft sitzt und über die Abwicklung unserer Widersprüche verhandelt.
    Da ist eine Finanzbeamtin, die nur das Thema Doppelbesteuerung, aber nicht die Doppelverbeitragung kennt.
    Viele Einzelfälle, von den uns die Menschen auf der Straße berichten.
    Werbeflyer mit allen wichtigen Informationen wurden verteilt; wichtige Themen wurden mit einzelnen Personen diskutiert.
    Auf dem Wahlflyer ist der Hinweis per QR-Code auf die Homepage des DVG e.V.
    Eine Vergleichsmatrix von unserem Mitglied Friedel Holl wird intensiv studiert und für Bekannte und Verwandte mitgenommen.
    Verglichen wird ein Themenspektrum Doppelverbeitragung bis hin zur Rente allgemein.

     

     

    Bild: DVG

     Bad Rothenfelde Mittwoch, 12.2.2025

     Die Gruppen um Heinz Averbeck und Udo Raabe haben hier die Menschen beraten.
    In den Innenstädten stehen derzeit viele Parteien, um für die Wählergunst zu werben.
    Viele Beteiligte an den Parteiständen sind über unsere Forderungen nicht informiert.
    Am SPD-Stand in Bergheim wurde unser Mitglied brüsk zurückgewiesen mit den Worten:
    „Mit Euch wollen wir nix mehr zu tun haben!“
    Der zuständige Kandidat als MdB hat sich schriftlich für seine Truppe entschuldigt.
    (Sorge, dass ein Bericht in der Presse erscheint)

    Nur noch wenige Tage bis zur BTW.

     Fordert Wahlflyer an bei guenter.dehlen@dvg-ev.email
    und geht hin zu den Parteien und fragt nach den Parteiprogrammen, warum unsere Forderung da nicht drinsteht.

    Die CDU z.B. hat im Jahr 2018 einen einstimmigen Parteitagsbeschluss zu unserer Forderung in den Bundestag eingebracht; hiervon will die Partei heute nichts mehr wissen.

    Kommt in unseren Verein, werdet Mitglied für 3 € im Monat, und kämpft mit uns gegen die Ungerechtigkeit.

    Kommt auf unsere Homepage und füllt einen Mitgliedsantrag online aus.

     

     Wer nicht kämpft, hat schon verloren!!
    Wer uns quält, wird nicht gewählt!

     

     

     

     

  • Der Wahlkampf ist in vollem Gange …

    Der Wahlkampf ist in vollem Gange …

    Bild: istockphoto

    … nicht so deutlich mit dem Thema der Beiträge auf unsere Altersvorsorge besetzt sondern mehr mit Migration und Wirtschaft. Dadurch wird von den eigentlichen Problemen abgelenkt; in der Folge, dass uns gesagt wird, es sei kein Geld dafür da, „die Doppelverbeitragung abzuschaffen oder uns zu entschädigen schon gar nicht“ – also Recht und Ordnung, wie wir sie gelernt haben und erzogen wurden, wieder herzustellen.

    Denn davon reden wir seit 2003 bzw. 2004.

    Es wird auch immer deutlicher, dass es nach dem 23. Februar vermutlich nur zwei Konstellationen für eine neue Regierung gibt, nämlich Schwarz-Grün oder Schwarz-Rot (letztere dann allerdings ohne Olaf Scholz, der seine Genossen wohl in den Abgrund stürzen wird. Und sie sind ihm gefolgt wie die Lemminge 😀)

    Schon heute sollte uns allen klar sein, dass es dicke Bretter zu bohren gibt. Vielfach ist in Begegnungen mit Wahlkämpfern der unterschiedlichen Parteien aufgefallen, dass überwiegend absolute Ahnungslosigkeit vorherrscht, was unser Thema angeht oder sie wollen es nicht mehr hören.

    Es ist uns auch mit 40 DVG-Mitgliedern unter etwa weiteren 300 Teilnehmern der Gewerkschaften Ver.di oder GEW und dem VDK gelungen etwas Aufmerksamkeit auch bei der Demo in Karlsruhe zu bekommen – der Südwestrundfunk hat sogar berichtet. https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/karlsruhe/buendnis-fordert-reform-der-rente-demonstration-100.html?fbclid=IwY2xjawITSVRleHRuA2FlbQIxMQABHSXHRaA4sbSMtlcf9jBhMN4S2Xl9rV0_ccwyS1EtxB-NVkcMxdQSO96qkw_aem_XtrFjThYUyh8qr9-HC6K3g

    Jetzt vor der Wahl finden wieder viele Bürger-Dialoge statt – meldet euch dort an und bereitet euch gut mit einer kurzen und präzisen Frage vor – den Sachverhalt „Doppelverbeitragung“ kennen sie alle und Scholz erst recht – fragt ihn zum Beispiel: „Wie kann es sein, dass der Bundestag für eine zusätzliche Altersvorsorge eintritt um dann dem Sparer unvorbereitet und rückwirkend 1/5 nach Auszahlung zum Rentenbeginn für die Kranken-u. Pflegekasse wieder abnimmt? Damit habt ihr auch für das Publikum kurz erklärt worum es geht – Sie haben es uns seit 2021 mehrfach versprochen, eine Lösung zu finden – nichts ist passiert. Glauben Sie ernsthaft, so wieder Vertrauen herzustellen???

    Habt ihr den Beitrag im ZDF „Wahrheit der Rente“ gesehen https://dvg-ev.org/2025/01/zeigt-das-wirklich-die-wahrheit-ueber-die-rente/ – eine weitere Unverschämtheit in der Darstellung – spaltend zwischen jung / alt wie wahrheitswidrig. Frontal vom 4. Februar. Titel: Beitragsschock für Kassenpatienten – ein weiteres Beispiel dafür, dass man uns die eigentliche Wahrheit verschweigt in welcher dreisten Weise uns Beitragsgelder aus der Tasche gezogen werden und Ärzte für ihre Leistung nicht gerecht bezahlt werden. Wenn diese Verschleierungssystematik so fortgeführt wird, sehe ich schwarz, dass unser Sozialsystem – so wie wir es kennen – noch lange hält.

    https://www.zdf.de/politik/frontal/beitragsschock-fuer-kassenpatienten-100.html

    Es geht also tatsächlich nicht nur um die Doppelverbeitragung – das ist nur ein kleines Feld, aber mit großer Wirkung. Aus dieser Situation kommen wir nur wieder raus, wenn Aufrichtigkeit und Leistung wieder in den Vordergrund tritt. Wir hatten dafür aktive Unterstützung aus allen Parteien und vereinzelt von Wahlkreisabgeordneten, die sich in ihren Parteien leider nicht durchsetzen konnten. Für die kommende Bundestagswahl sehe ich nur eine Möglichkeit Änderungen herbeizuführen – und daran können wir uns alle beteiligen – lest die Wahlprogramme und ihr werdet feststellen, dass nur die einzige Partei die „Freien Wähler“ auf unserer Seite sind. Wir können dafür sorgen, dass unsere Forderungen in die Koalitionsverhandlungen kommen und durchgesetzt werden, wenn wir Ihnen die entsprechende Unterstützung geben. ES SEI KLAR GESTELLT: Der DVG ist neutral und gibt nur die Information weiter – wir alle haben es aber in der Hand, etwas daraus zu machen.

    Liebe Grüße, kämpft weiter. Denkt am 23. Februar dran, dass mit eurer Stimme eine Partei in Regierungsverantwortung wählt. Wählt einen Kandidaten – von mir aus – mit sattem Salär – aber charakterfest und unabhängig in den Bundestag, der nur nach seinem Gewissen und in eurem Sinne abstimmt und dass wir nicht weiter bestohlen werden.

    Nach einem Beitrag von Michael Rahnefeld / Reinhold Birth 14.02.2025

  • Die Doppelverbeitragung ist Thema im Wahlkampf

    Die Doppelverbeitragung ist Thema im Wahlkampf

    von Reiner Korth               05.02.205
    Bild: DVG

    Freie Wähler fordern “Doppelverbeitragung abschaffen”

    Die Freien Wähler Niedersachsen haben sich des großen Problems der Doppelverbeitragung von Direktversicherungen und Betriebsrenten angenommen, so berichtet das presseportal.de, Hamburg am 31.01.2025. Ein Verlust von 20 % des Ersparten wegen der Zahlung von vollen Krankenkassenbeiträgen wird aufs Schärfste kritisiert. “Gerade auch unter dem Eindruck der aktuellen Bestrebungen linksgrüner Politikkreise, Einkünfte auf Erspartes zur Altersvorsorge zusätzlich besteuern zu wollen, halten die FREIEN WÄHLER es für sehr wichtig, sich für die Interessen der 22 Millionen Rentnerinnen und Rentner einzusetzen”, zitiert das Presseortal aus dem Wahlprogramm der Freien Wähler.

    DVG Regionalgruppen  Osnabrück und Halle-Gütersloh haben überzeugt

    Erst kürzlich forderte Robert Habeck, Die Grünen zusätzliche Krankenkassenabgaben auf alle Kapitaleinkünfte. Auf der anderen Seite kam die Nachricht, ein Viertel der deutschen Rentner droht die Rentnerarmut wegen zu geringer Renteneinkünfte aus der staatlichen Rente. Wer dann in seinem Erwerbsleben dem Werben der Politik gefolgt ist und durch privat und betriebliche Altersvorsorge seine Rente aufgebessert hat, wird im Alter bitter enttäuscht. Hohe Abgaben schmälern die Spareinkünfte ganz deutlich. Und an dieser Beitragsschraube wird jetzt schon wieder gedreht, zumindest bei den Grünen. Die Initiative und die intensive politische Aufklärungsarbeit unserer Kollegen aus dem Osnabrücker Raum und aus der Regionalgruppe Halle-Gütersloh hat jetzt zum Erfolg geführt, wie zu lesen ist. Die Freien Wähler Niedersachsen haben die Abschaffung der Doppelverbeitragung in ihr Forderungen aufgenommen.

    Unser DVG Mitglied Heinz Averbeck aus Bad Rothenfelde erklärt: “Jetzt haben wir die erste Etappe geschafft und die Abschaffung der Doppelverbeitragung steht wieder auf der politischen Agenda. Das wird unsere letzte Chance sein überhaupt noch irgend etwas zu erreichen.”

    Das Thema “Doppelverbeitragung” ist damit endgültig im Wahlkampf angekommen. Alle Rentnerinnen und Rentner, aber auch alle noch berufstätigen “Altersvorsorgesparer” sollten jetzt genau hinhören und genau hinsehen, welche Partei das Vorsorgesparen honoriert und welche Partei bei den Rentner abkassieren möchte bzw. sich für “Nichtstun” entschieden hat. Und eines ist auch ganz klar: Brutto ist NICHT gleich Netto. Die von der SPD angekündigte “Rentengarantie von 48 %” ist natürlich auf das Brutto bezogen. Diese “Garantie” jedoch ist aber nichts wert, wenn anschließend dem Rentner bei der Direktversicherung oder der Betriebsrente  25 % Kapitalsteuer und 20 % Krankassenbeiträge, also die Hälfte  wieder abgenommen werden. Da bleibt dann unterm Strich ein dickes Minus übrig.

    Quellenangabe: https://www.presseportal.de/pm/164890/5961238

  • Zeigt das wirklich die “Wahrheit” über die Rente ?

    Zeigt das wirklich die “Wahrheit” über die Rente ?

    Diese Sendung des ZDF ist durchaus kritikwürdig.

    Ein Kommentar von Dr. Rainer Ochmann     27.01.2025
    Bild: ZDF

    Die eigentliche “Wahrheit” über die Rente wird in dieser ZDF Sendung leider nur in Teilen erklärt. Gleichzeitig wird über die Rentenbezieher ein Bild erzeugt, das wohl eher den Vorstellungen am Stammtisch und nicht der Realität entspricht.

    Die Rentner:

    Luxusreisende Partygänger auf Kreuzfahrt auf der einen Seite und Almosen empfangende Pflegebedürftige auf der anderen Seite, dazwischen die Schnitzel essenden Biertrinker im überfüllten Restaurant Deutschland.  Im wahren Restaurant Deutschland würde der Familienbetrieb wohl eher von der Generation der 30- bis 40-jährigen bewirtschaftet, unterstützt vom Großvater, der neben den Anstrengungen des Rentenbezugs noch in der überbordenden Buchhaltung und in der Warenbeschaffung mithilft. Mit seiner Frau – der Großmutter – teilt er sich einen Teil der Enkelbetreuung. Und nebenbei sind beide noch ehrenamtlich im lokalen Schwimmverein tätig, um dort den seit Jahren ausfallenden Schwimmunterricht für Grundschulkinder wieder neu aufzubauen.

    Und – ach so – der Laden ist gar nicht so voll. Es geht anderen Rentnern ähnlich. Sie hätten wohl das Geld für das Schnitzel beisammen, aber nicht die Zeit, so oft zu kommen. Zum Glück sind viele von ihnen rüstig und arbeiten meist ehrenamtlich (siehe oben). Und diese Rentner würden sich außerdem anständig benehmen und nicht die Bedienung – wie in der im ZDF-Beitrag gezeigten Art – anpöbeln.

    Diese Rentnergeneration hat sich einen finanziellen Anspruch erarbeitet

    Das Wahre und Halbwahre am Rentensystem

    Wahr ist – wie von den Wirtschaftsweisen beschrieben – dass das Umlagesystem der Rente angesichts der demografischen Entwicklung nicht funktionieren kann. Sehr zutreffend sind auch die Äußerungen von Herrn Müntefering.
    Wahr ist weiterhin, dass die heutige Rentnergeneration über mehr Geld verfügt als ihre Vorgänger.

    Zur Wahrheit gehört aber auch:  die jetzige Rentnergeneration hat dafür etwas geleistet. Sie hat den Wohlstand dafür geschaffen. Wer im Jahr 2025 in Rente geht und auf 45 Berufsjahre zurückblickt, der hatte anfangs durchaus noch an sechs Tagen in der Woche gearbeitet, der kannte Wochenarbeitszeiten von 40 Stunden und mehr.  Dreißig Tage Urlaub hatten nur die wenigsten und nach der Geburt eines Kindes hat der junge Vater drei Wochen seines Jahresurlaubs genommen. Elternzeit gab es nicht!

    Im Jahr 1980 hat ein Arbeitnehmer für ein Einkommen von maximal 2200 € monatlich Rentenbeiträge gezahlt. Im Jahr 2025 ist diese Beitragsbemessungsgrenze auf die absurde Höhe von 8050 € Monatsverdienst angestiegen. Wer seit 1980 gut verdient hat und immer an dieser Grenze eingezahlt hat, kann auf ein in die DRV netto “eingezahltes Beitragsvermögen” von etwa einer halben Million Euro blicken – mit Zins und Zinseszinsen über diesen Zeitraum wäre in der Privatanlage sogar auf einem renditeschwachen Tagesgeldkonto ein Betrag von einer Million Euro angespart gewesen. Auch ein Durchschnittsverdiener hätte die halbe Million Euro an angespartem Altersvermögen erreicht!

    Der Beitrag verschweigt eine weitere Wahrheit der deutschen Rentenversicherung: die tatsächliche Höhe der Einzahlungen verschwimmt im Nebel eines Systems der Rentenpunkte. Das lädt dazu ein, dass Politiker sich aus dem Rentensystem reichlich an Umlagen für vermeintlich soziale Leistungen bedienen, die nicht dem Leistungsprinzip der Einzahlungen entsprechen – die so titulierten “versicherungsfremden Leistungen”. Die Beitragszahler haben keinen Überblick über ihren eigenen “wahren Kontostand“ bei der DRV.

    Den im Beispiel gezeigten Kreuzfahrern hätte man im Berufsleben deutlich weniger von ihrem Einkommen abnehmen dürfen. Nur so viel, dass eine gute Grundsicherung gewährleistet wäre. Den Rest hätten sie selbst privat anlegen können. Wahrscheinlich wäre ihnen dann mehr geblieben – und sie hätten eine deutlich längere Kreuzfahrt finanzieren können, ohne sich dafür entschuldigen zu müssen, dass sie 45 Jahre ordentlich und fleißig gearbeitet haben. Sie könnten auch darauf reagieren, dass sie fit und gesund auch im hohen Alter sind, und mit ihren Rücklagen sparsamer umgehen – das stünde ihnen frei. Das allerdings unter der Voraussetzung, dass es keine Doppelverbeitragung der angesparten Altersvorsorge gibt – so wie es der DVG seit langem fordert!

    Der ZDF-Beitrag vermittelt den Eindruck, die heutigen Rentner lebten auf Kosten der jungen Generation – nein, sie leben von ihren eigenen erbrachten Leistungen.

    Die junge Generation muss ausbaden, dass das Leistungsprinzip, das ursprünglich dem Rentensystem zugrunde lag, in Teilen zugunsten eines Umverteilungssystems geändert wurde. Das treibt die Beiträge in die Höhe.
    Jochen Breyer hat mit seinem Beitrag einer sachlich orientierten Diskussion um die Fortentwicklung des deutschen Rentensystems einen Bärendienst erwiesen. Er bedient leider zu sehr das Narrativ “Alte versus Junge” und verschleiert die wahren Probleme – die vielleicht auch zu wenige sehen wollen.

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