Tag: Doppelverbeitragung

  • Die Gesundheitsreform – groß gedacht, aber wieder nur auf dem Rücken von Arbeitnehmer und Rentnern ausgetragen

    Die Gesundheitsreform – groß gedacht, aber wieder nur auf dem Rücken von Arbeitnehmer und Rentnern ausgetragen

    Die Bundesregierung hat sich viel vorgenommen. Mit der geplanten Gesundheitsreform soll das System effizienter, gerechter und langfristig stabiler werden. Angesichts steigender Kosten, einer alternden Bevölkerung und struktureller Defizite ist der Reformdruck unbestritten hoch. Doch bei näherer Betrachtung zeigt sich ein bekanntes Muster: Die finanzielle Hauptlast tragen einmal mehr Arbeitnehmer und Rentner. Vor allem Ärzte und die Pharmaindustrie dürfen offenbar sich auf die „französiche Art“ verabschieden. Darauf verweist der DVG – Verein der Direktversicherungsgeschädigten e.V. und zeigt sich über die zunehmende Ungerechtigkeit enttäuscht.

    Im Zentrum der Gesundheitsreform stehen ja zunächst Maßnahmen zur Kostendämpfung und zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung. Beitragssätze werden angepasst, Zusatzbeiträge steigen in vielen Kassen spürbar. Für Beschäftigte bedeutet das: weniger Netto vom Brutto. Für Rentner, deren Bezüge ohnehin häufig knapp kalkuliert sind, wirkt sich jede Erhöhung unmittelbar auf die Lebensqualität aus.

    „Zugleich bleibt die strukturelle Schieflage des Systems weitgehend unangetastet. Die Trennung zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung besteht fort, ebenso wie die ungleiche Beitragsverteilung zwischen verschiedenen Einkommensgruppen. Während hohe Einkommen und Kapitaleinkünfte nur begrenzt herangezogen werden, liegt der Fokus erneut auf den klassischen Beitragszahlern“, so Andreas Reich, Vorstandsmitglied des DVG.

    Auch die versprochenen Effizienzgewinne werfen Fragen auf. Digitalisierung, bessere Steuerung von Patientenströmen und der Abbau von Bürokratie gelten seit Jahren als zentrale Hebel – doch konkrete Entlastungen lassen weiter auf sich warten. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass kurzfristige Finanzierungslücken durch Beitragserhöhungen geschlossen werden, ohne die grundlegenden Probleme nachhaltig zu lösen.

    Die DVG-Verantwortlichen sprechen daher von einer Reform, die zwar ambitioniert formuliert ist, aber politisch vor allem dort ansetzt, wo Widerstand am geringsten erscheint. Arbeitnehmer und Rentner verfügen über begrenzte Ausweichmöglichkeiten – ihre Beiträge lassen sich vergleichsweise einfach anpassen. Andere Finanzierungsquellen bleiben hingegen weitgehend unberührt.

    Dabei wäre eine breit angelegte Reform denkbar. Modelle, die alle Einkommensarten einbeziehen oder die Beitragsbasis verbreitern, werden seit Jahren diskutiert. „Ebenso könnte eine konsequentere Steuerfinanzierung versicherungsfremder Leistungen für mehr Gerechtigkeit sorgen. Doch solche Ansätze erfordern politischen Mut und greifen in bestehende Interessenlagen ein“, so Reich.

    So bleibt am Ende ein ambivalentes Bild: Die Gesundheitsreform setzt wichtige Impulse, über 60 Vorschläge hatte eine unabhängige Kommission zunächst formuliert – verfehlt aber den Anspruch, die Lasten fair zu verteilen. Die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken will nur rund zwei Drittel davon umsetzen – Belastungen von Ärzten und Pharmaunternehmen aber weitgehend streichen, zudem in einem Apotheken-Gesetz die Zukunft dieser Branche mit weiteren Einnahmequellen begünstigen (Stichwort Tetanus-Spritze). Für viele Bürger dürfte sich daher weniger die Frage stellen, ob das System reformiert werden muss – sondern vielmehr, wer am Ende dafür bezahlt. „Und die Mittelschicht aus Arbeitnehmern und Rentnern kann dabei nicht länger der Dukaten-Esel sein, denn da sind keine Dukaten mehr rauszuquetschen“, so Andreas Reich abschließend.

    Text: Thomas Kießling

    Redaktion: Andreas Reich

    Foto: pixabay

  • Was würde Helmut Schmidt dazu sagen?

    Was würde Helmut Schmidt dazu sagen?

    Text: Reinhold Birth             Bild: Facebok

    Was würde Helmut Schmidt dazu sagen?

    Das können wir nur vermuten und uns dabei auf seine öffentlichen Aussagen und auf sein Tun berufen. Tatsächlich hat er sich zwar aus der Tagespolitik herausgehalten, aber dennoch zu Lebensfragen unmissverständlich in zahlreichen Gesprächen oder seinen Büchern zu Wort gemeldet. Auch heute noch greift die Helmut Schmidt Stiftung auf sein Archiv von zahlreichen Zeit-Dokumenten zurück und erinnert an ihn in regelmässigen Newslettern, der Dauer-Ausstellung im Gebäude des Zeit-Verlags in Hamburg wie bei vielen anderen Gelegenheiten.

    Kürzlich stellte sich diese Frage – was er den dazu sagen würde – auch eine kleine Runde mit Giovanni di Lorenzo, Sandra Maischberger, Peer Steinbrück und Thomas Karlauf zum 10. Todestag Helmut Schmidt’s in der Wochenzeitung „Zeit“. Dabei ging es vor Allem um den Zustand unseres Landes – eine lesenswerte Lektüre auf meiner Fahrt nach Frankfurt.

    Aber jetzt geht es um die Frage über den Zustand unserer Rente, um die seit langer Zeit diskutiert wird. HS machte immer wieder auf das steigende Bevölkerungswachstum in der Welt wie ebenso auf die Demographie in Europa aufmerksam und konnte sich durchaus vorstellen, dass das Renteneintrittsalter in Deutschland weiter nach oben geschoben wird – er sagte: „wenn es denn dabeibleibt“ – aber hier geht es jetzt um den Beschluss des Betriebsrentengesetz von 1974 und was daraus geworden ist – ausgehend von dem GMG 2004 und den darauffolgenden Gerichtsentscheidungen.

    Es ist kaum davon auszugehen, dass er damit einverstanden war und er würde sicherlich auch die These 3, Satz 4 von Mathias Miersch, dem SPD Fraktionsvorsitzenden unterstützen – https://www.matthias-miersch.de/zwölf-thesen/, in der es heisst:

    „Die Versuche, z.B. über Direktversicherungen private Vorsorge zu erreichen, um sie anschliessend mit Beiträgen und Steuern zu belasten, haben das Vertrauen vieler Bürgerinnen und Bürger erschüttert.“

    HS hätte in seiner Verantwortung sicherlich die Vertrauensregelung nach Artikel 20 GG beachtet. Aber leider hat ihn niemand gefragt – oder doch? – wie auch immer.

    • Warum ist die „Doppelverbeitragung“ inzwischen durch die SPD nicht längst wieder abgeschafft worden – man hatte es doch mehrfach und öffentlich versprochen. Die Frage an Mathias Miersch gestellt, verwies er auf den Beschluss der SPD, das tun zu wollen. Auch die CDU, die ja aktuell Koalitionspartner ist, hatte bekanntlich diesen Beschluss im Dezember 2018 gefasst.
    • Waren etwa widrige Umstände der Grund dafür oder bestand von vornherein gar keine Absicht dazu?
    • Wird das verlorengegangene Vertrauen des Wahlvolkes gar nicht wahrgenommen oder ist es ihnen egal?
    • Verdammt noch mal, warum wird nicht entsprechend der Partei-Beschlüsse gehandelt?

    Stattdessen werden wir mit Aussagen konfrontiert, wie:

    • Wir müssen Haushaltsloecher stopfen, weil
    • die Kassen leer sind (was nichts anderes heisst, als: „Wir haben euer Geld längst für andere Dinge ausgegeben oder brauchen noch mehr, um die Welt zu retten. – ein Kassensturz wäre nicht zu verantworten“
    • Ein dauerndes Argument ist: Wir müssen unser Gesundheitswesen sanieren (m.E. ist das gar nicht möglich, denn der Gesetzgeber trifft immer wieder Ausgaben-trächtige Entscheidungen – denken wir u.a. (nicht zuletzt) an die Coronazeit und den Maskendeals. Niemand will das alles wirklich aufarbeiten.

    Ich denke, das Gesundheitswesen muss unter eine genossenschaftliche Selbstverwaltung – der Gesetzgeber muss da raus.

    Man versucht, uns mit dem Verweis auf das Betriebsrentenfreibetragsgesetz von 2020 zu trösten und schreibt: „Ich verstehe ihre Enttäuschung und weiss, dass das kein zufriedenstellender Trost für Sie ist“.

    • Wir wollen keinen Trost – wir verlangen die Einhaltung von Recht und Gesetz auf das wir vertrauen wollen.
    • Ein Recht nach Kassenlage ist Willkür und kein Recht.

    Helmut Schmidt würde uns Recht geben, da bin ich sicher.

  • Erneut politischer Betrug an Rentnern

    Erneut politischer Betrug an Rentnern

    von: Reiner Korth    13.10.2025;    Bild:    pixabay

    Von 2 000 Euro Aktivrente bleiben weniger als 1.500 Euro netto

    Und erneut werden die Rentner von der Bundesregierung in eine Finanzfalle gelockt. Da wird politisch geworben in den höchsten Tönen, in Presse, Funk und Fernsehen, “2.000 Euro Aktivrente” und das sei ganz natürlich “steuerfrei”. Und alle Rentner glauben natürlich, sie hätten jetzt monatlich 2.000 Euro netto auf ihrem Konto. Aber weitgefehlt, falsch gedacht, und von der Regierung (bewußt?) in die Irre geleitet, um erneut die Finanzierung der versicherungsfremden Leistungen in der Krankenkasse alleinig den Rentnern aufzubürden.

    Die “Aktivrente 2.000 Euro steuerfrei” ist eine Mogelpackung

    Wie unter anderem im MDR (mdr.de vom 10. Oktober: “wie viel Geld bei Rentnern ankommt”) und im Blog unseres Kollegen Helmut Achatz “vonunruhestand.de” ( https://vorunruhestand.de/2025/09/aktivrente-was-am-ende-wirklich-bleibt/) berichtet wird, soll die Aktivrente eben nicht mit 2 000 Euro im Netto ausgezahlt werden. Die Regierung verspricht uns mal wieder die heile Welt, verschleiert aber mit wohlfeilen Formulierungen die tatsächlichen Planungen. So soll die Aktivrente unter “Progressionvorbehalt” gestellt werden, was nichts anderes bedeutet,  als daß auf die verbleibenden zu versteuernden Einnahmen wegen der Aktivrente ein höherer Steuersatz zu zahlen ist. Und zum Zweiten sollen ebenfalls Sozialabgaben fällig werden. Der Rentner hat die vollen Krankenkassenbeiträge (Arbeitnehmer- plus Arbeitgeberanteil) selbst zu zahlen. Diese liegen zurzeit bei fast 21 % Beitragszahlung.

    Summa summarum betragen die Abzüge auf die Aktivrente dann in etwa 500 Euro und mehr. Es verbleiben also von der so hoch gelobten “2.000 Euro Aktivrente” lediglich nur 1.500 Euro Netto auf dem Konto des Rentners übrig. Die Politik verschleiert erneut und wahrscheinlich ganz bewußt die hohe Abgabenlast.

    Den Krankenkassen fehlt das Geld, hauptsächlich wegen der versicherungsfremden Leistungen. Diese sind laut Gesetz eine gesamtstaatliche, soziale Aufgabe. Aber bezahlen sollen es wieder mal nur die Rentner allein. Politiker und Privatversicherte entziehen sich dieser Sozialverpflichtung. Sie zahlen nicht in die GKV ein. Der gutmütige Rentner wird erneut über komplizierte und versteckte Wortformulierungen überproportional zur Kasse gebeten.

    Eine unbürokratische Alternative ist der 603 Euro Minijob (in 2026)

    Die Minijob Grenze soll in 2026 auf 603 Euro monatlich steigen, auf Antrag völlig abgaben- und steuerfrei für den Rentner. “100 Prozent netto” schreibt dann auch H. Achatz in seinem Blog. Der Minijob garantiere eine einfach gestaltete, wirklich steuerfreie Einnahme “ohne bürokratischen Aufwand”. Vielleicht ist und bleibt der Minijob ja die bessere Alternative als Hinzuverdienst für den Rentner. Die arbeitsfähigen und arbeitswilligen Rentner sollten jetzt auf jeden Fall das Gesetzgebungsverfahren zur Aktivrente ganz penibel verfolgen und sie sollten vor allem auf die versteckten Klauseln in der Abgabenordnung achten. Ansonsten gibt es erneut hinterher ein böses Erwachen für die Rentner, wie im Fall der Doppelverbeitragung von Direktversicherungen schon erlebt. Deshalb kann man nur raten: Seid wachsam.

     

  • Schmerzliche Abzüge bei der Altersvorsorge

    Schmerzliche Abzüge bei der Altersvorsorge

    von Reiner Korth   05.10.2025,        Foto: DVG

    “Ein Fünftel des Ersparten ist futsch”

    “Ein Fünftel des Ersparten ist futsch”, so titelt die Thüringer Allgemeine in ihrer online Ausgabe vom 03.10.2025. Die Thüringer DVG Mitglieder Gerd Heimbürger und Thomas Rogge berichten über ihre Erfahrungen mit einer angesparten Direktversicherung zur Altersvorsorge und haben “eine böse Überraschung” erlebt.

    Sie “raten dann auch von dieser Form der Altersvorsorge ab”.

    Wie es die Rentner in Deutschland erst kürzlich mit der nachträglichen Erhöhung des Pflegebeitrages erlebt (Beitrag auf eine Rente, die nie ausgezahlt wurde!) haben, so sind die Rentner auch beim Ansparen einer Direktversicherung arglistig vom Staat getäuscht worden. Thomas Rogge nennt die nachträgliche Beitragszahlung in Höhe von 20 % auf ausgezahlte Direktversicherungen dann auch “formalrechtlich legalisierter Betrug”.

    Staatlicher Betrug, der nicht einklagbar ist?

    Es scheint langsam zur Tagesordnung zu werden in diesem demokratischen Staat, daß sich die Regierung im Sozial- und im Rentenrecht über normative Vorgaben des Verbraucherschutzes per eigener Gesetzgebung einfach hinwegsetzen darf. Pflegebeiträge auf Renten, die nie gezahlt wurden und keiner klagt an. Kein Aufschrei in dieser Republik. Eine nachträglich eingeführte Doppelverbeitragung von Direktversicherungen mit erheblichem Verlust (20 %) und das Bundesverfassungsgericht (BverfG) begründet: “ein direktes Rückwirkungsverbot ist im Sozialrecht nicht erkennbar.” Der Bürger dieses Landes wird also mit Vorsatz nachträglich seiner Ersparnisse beraubt und formaljuristisch wird das von unserer Rechtsprechung als in Ordnung befunden. Mit diesem Vorgehen haben die staatlichen Instituitonen das Vertrauen in die private und betriebliche Altersvorsorge massiv zerstört.

    “Versteckte Kosten bei betrieblicher Altersvorsorge”

    In dem Bericht der Thüringer Allgemeine wird dann auch ausführlich auf die “versteckten Kosten” in der Altersvorsorge hingewiesen. Weil es keinen Bestandsschutz gibt für Altverträge, weil der Verbraucherschutz ausgehebelt wird, weil der Staat zu jeder Zeit beliebig, auch rückwirkend (kein Rückwirkungsverbot im Sozialrecht) auf Rente und Altersvorsorgeverträge die Beiträge und Abgaben erhöhen kann. Aber die Generation der heutigen Arbeitnehmer wird langsam wach und wird sich bewußt: staatlich geförderte Verträge zur Altersvorsorge werden allzuoft zu einem Verlustgeschäft. So berichtet der Münchener Merkur in seiner Ausgabe vom 25.09.2025:  “Hunderttausende haben ihre Riester-Rente gekündigt, weil sie wenig rentabel ist”.

    Die Arbeitnehmer müssen Altersvorsorge neu denken

    Es ist an der Zeit, daß die jungen Arbeitnehmer realisiseren, dass staatlich geförderte Altersvorsorgeprodukte eine stark risikobehaftete Sparanlage darstellen. Die Gründe sind: kein Bestandsschutz für Altverträge, nachträgliche Beitragserhbeung durch den Staat, der Verbraucherschutzz ist ausgehebelt, kein Kündigungsrecht. Die Arbeitnehmer sollten prüfen, ob sie sich nicht besser ihren Lohn komplett Netto auszahlen lassen und dann mit diesem Geld privat in andere Spareinlagen für ihre Altersvorsorge investieren. Der Weg der betrieblichen Altersvorsorge hat inzwischen eine sehr schlechte Beurteilung erfahren. Die Erfahrungen der heutigen Rentner zeigen, betriebliche Altersvorsorge wird zu einem Verlustgeschäft.

  • Pflegeversicherungs-Nachzahlung von Januar bis Juni 2025

    Pflegeversicherungs-Nachzahlung von Januar bis Juni 2025

    Autor: Reinhold Birth,   Foto: DVG

     

    Hallo Zusammen,
    hier sinnvoller Weise noch schnell ein Beitrag für die Homepage.

    kürzlich wurden wir im DVG Vorstand auf eine mutmaßlich falsche Berechnung bei der
    Pflegeversicherungs-Nachzahlung von Januar bis Juni 2025 aufmerksam gemacht:

    Die Deutsche Rentenversicherung hat die Erhöhung für das erste Halbjahr addiert (bei Rentner mit
    Kindern 1,2 % und dem Erhöhungssatz von 3,6 % hinzugerechnet, also 4,8 % einmalig berechnet – so
    weit, so gut. Als Basis wurde aber die höhere Rente ab Juli 2025 genommen – von Januar bis Juni haben
    wir alle aber noch den Bruttobetrag vom Vorjahr erhalten – also ist diese Rechnung falsch.

    Die zu zahlende Nettorente fällt folglich höher aus – die Erläuterungen folgen auf den nächsten
    Zeilen

    Im Ergebnis kommt für jeden Einzelnen auf diese Weise ein höherer Beitrag von 0,40 bis 1,50 € heraus –
    das ist für uns nicht viel, aber in der Summe ein hübscher Millionenbetrag – Es möge sich jeder
    überlegen, ob er gegen seinen Rentenbescheid widersprechen will – ein paar Tage Zeit haben wir ja noch.

    Öffentlichkeitsarbeit ist wichtig und darum sollten wir mit den uns verschiedenen Organisationen, die
    sich für unsere Belange einsetzen noch besser kooperieren – darum kann dieser Beitrag gern
    weitergeleitet werden.
    25.7.2025

     

    Bemerkungen von Andreas Reich
    Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit im DVG-e.V.

    Diese Regelung zur Beitragserhöhung ist in der Drucksache des Bundesrates: 605/24

    Verordnung zur Anpassung des Beitragssatzes in der sozialen Pflegeversicherung 2025 (Pflege-Beitragssatz-Anpassungs-verordnung 2025 – PBAV 2025)

    veröffentlicht.

    Wieder einmal werden wir Rentner mehr zur Kasse gebeten im Gegensatz zum Rest der in der Gesetzlichen Pflegeversicherung.

    Dies ist nicht das erste Mal das Rentner duch Gesetze und Verordnungen zusätzlich, unter anderen zur Finanzierung der Krankenkassen herangezogen werden. Dies geschehen mit dem Gesundheitsmodernisierungsgestz von 2003 beschlossen und zum 01.04.2004 in Kraft getreten.

    Da wurden Lebensversicherungen mit Entgeldumwandlung durch Gesetz und Urteile des Bundessozialgerichtes einfach als Betriebsrenten eingestuft, obwohl die Finanzierung zu 100 Prozent durch die Arbeitnehmer erfolgten. Zum Teil wurden auch die Beiträge zur Krankenversicherung vom Arbeitnehmer zu 100 Prozent in der Einzahlphase geleistet. Trotzdem müssen wir auf die Kapitalauszahlung von den Krankenkassen zusätzliche Beiträge an die Krankenkassen abführen. Nicht nur Arbeitnehmerbeiträge sondern auch die Arbeitgeberbeiträge, die sogenannte Doppelverbeitragung. Für diejenigen, die schon in der Einzahlphase Beiträge zu 100 Prozent gezahlt haben ist dies eine dreifache Belastung und die Krankenkassen ignorieren das.

    Gegen diese Praxis, Rentner und nur Rentner zur Sicherung der sozialen Sicherungssysteme zu benutzen. Die Regierung sollte lieber einmal ihre Summen der Schulden durch die nicht oder nur teilweise Begleichung der Kosten für versicherungsfremde Leistungen veröffentlichen. Für unsere Rentenversicherung ist die Summe, dank des VdG-e.V. die jährlich die Zahlen der Deutschen Rentenversicherung in der “Teufel-Tabelle veröffentlicht, bekannt. Der Rentenversicherung wurden seit 1957 bis Ende 2023 eine Summe von über 1 Billion Euro entzogen.

    Wann veröffentlichen die Kranken- , Pflege- und Arbeitslosenversicherungen mal die Zahlen über die Leistunge, die die Regierungen bis jetzt nicht bezahlt haben? Wie lange werden die Beitragszahler der gesetzlichen Versicherungen nicht Verfassungskonform zur Kasse gebeten?

    Die Regierungen, die bisher die Bundekanzler stellten und stellen CDU/CSU und SPD), haben aber nichts mehr zu tun als die Rentner als Schuldige für die Rentenprobleme zu beschuldigen. Täglich werden in der Presse Lügen über die Rente verbreitet.

    Wir Rentner müssen uns wehren und den politisch Verantwortlichen zeigen, was wir von deren Politik halten. Ein Widerspruch gegen die Pflegeversicherungsbeiträge in den Rentenbescheiden sollte unbeding bei dem jeweiligen Rentenversicherugsträger eingereicht werden.

  • Hier ein Stimmungsbild von unserem Mitglied H. R.

    Hier ein Stimmungsbild von unserem Mitglied H. R.

    “Hallo Michael,

    ich kann mich deiner Meinung nur voll und ganz anschliessen. Seit dieser “Boomer-Soli” aus der
    Taufe gehoben wurde, ärgere ich mich jeden Tag maßlos darüber. Das ist doch nicht das
    Problem von Rentern, die Rentnern helfen sollen, das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem.
    Der Staat soll doch die entnommenen Milliarden für versicherungsfremde Leistungen,
    Wiedergutmachungszahlungen usw. aus der Rentenkasse wieder zurückzahlen. Man hört immer
    nur, dass der Staat jedes jahr großzügigerweise Milliarden zuschiessen muss. Genauso gehört
    die Krankenversicherung der Bürgergeldempfänger vom Staat bezahlt und nicht von den GKVBeitragszahlern,
    bei der KV für Flüchtlinge verhält es sich wahrscheinlich genauso. Gegen
    diesen “Boomer-Soli” erhebt sich keine einzige Stimme. Kommen dagegen Kürzungen beim
    Bürgergeld, bei der Flüchtlingshilfe, Einführung einer Wehrpflicht zur Sprache, melden sich
    sofort unzählige Stimmen zu Wort, die das unsozial finden, dass Bürgergeldsätze vom BVG
    garantiert sind und eine Wehrpflicht die Freiheit der Betroffenen einschränkt usw..
    Grundlegende Reformen am Rentensystem sind von jeder Regierung vermieden worden, obwohl
    die Probleme nicht erst seit heute bekannt sind.

    Wenn dieser “Boomer-Soli” kommen sollte, fühle ich mich von diesem Staat nur noch auf der
    ganzen Linie belogen und betrogen:

    -Direktversicherung vor 2004 abgeschlossen, Auszahlung sozialabgabenfrei, 30 Jahre
    Weihnachtsgeld darauf eingezahlt: Resultat 10 Jahre Doppelverbeitragung, Rendite gleich Null,
    und nun noch 10% “Boomer-Soli”. Rendite noch katastrophaler. Wie kann man nur so blöd
    sein!
    -Rentenversicherung: freiwillige Beiträge einbezahlt. Nun noch 10% “Boomer-Soli”. Wie kann
    man nur so blöd sein!
    -Kapitalanlagen: jeden übrigen Euro bei der Bank angelegt: über Freibetrag 25% Kapitalsteuer
    + Soli. Nun noch 10% “Boomer-Soli”. Wie kann man nur so blöd sein!
    Vielfache Meinung von Arbeitskollegen zu vorgenannten Punkten: “Ich verbrauche meine Geld
    lieber, zahle doch keine Direktversicherung oder freiwillige Beiträge in die Rentenkasse.
    Wenn’s mir im Alter nicht reicht, geh ich zum Sozialamt, der Staat lässt mich schon nicht
    verhungern”.
    -Regierung Scholz: es sollte ein Klimageld an jeden Bürger ausbezahlt werden, finaziert durch
    die CO2-Abgaben. So “gerne” die Regierung gezahlt hätte, ging’s leider nicht, da über 3 Jahre
    lang die Kontonummern der Bürger nicht ausfindig gemacht werden konnten.
    -BK Scholz belügt mehrfach Mitglieder des DVG eiskalt und gewissenlos über vorgesehene
    Maßnahmen zur Abschaffung der Doppelverbeitragung.
    -Regierung Merz: lt. Koalitionsvertrag sollte die Stromsteuer für alle abgeschafft werden. Jetzt
    reicht’s halt doch nur für die Großindustrie, alle anderen haben Pech gehabt. Vielleicht klappt’s
    nächstes oder übernächstes Jahr, wer’s glaubt…

    Bei der neuen Regierung zeigen sich schon nach kurzer Zeit die ersten Erosionserscheinung, die
    Streiterei wird genau so forgeführt werden wie bei der Vorgängerregierung, siehe klägliche und
    jämmerliche Vorgänge bei der abgesetzten Richterwahl zum BVG. Jeder hat zu bestimmten
    Themen schon seine Pflöcke eingerammt, “das ist mit der CDU/CSU nicht zu machen”, “das ist
    mit der SPD nicht zu machen”. Die Regierungsparteien sind sich offensichtlich ihrer
    Verantwortung nicht bewusst, denn wenn die nächsten knapp 4 Jahre “vergeigt” werden,
    bekommen bei der nächsten Wahl CDU/CSU und SPD keinen Fuß mehr auf den Boden. Wer
    dann der große Gewinner sein wird mit allen Konsequenzen, ist wohl jedem auch klar.
    Die Arbeit als Minister in einer Regierung ist ja auch was ganz Tolles, man kann die grössten
    Fehlentscheidungen treffen, Millionen und Milliarden verschwenden und ist nicht haftbar dafür,
    siehe Maskenaffäre des CDU/CSU-Fraktionschefs, Mautaffäre des Herrn Scheuer, die Stuttgarter
    Schlafhauben, die 20 Jahre lang 1.400 unbesetzte Lehrerstellen nicht bemerken usw..
    Schwamm darüber, ist alles nicht so schlimm, der Steuerzahler reguliert’s ja wieder. Im
    Gegensatz zur freien Wirtschaft, wo jeder Mitarbeiter bis hin zur Kündigung die Folgen von
    Fehlleistungen zu tragen hat. Die satten Diätenerhöhungen sind ja im übrigen auch
    gerechtfertigt, sie “folgen nur der allgemeinen Lohnentwicklung”.

    Man soll doch die Rentner in Ruhe lassen, die haben doch ihr Leben lang gearbeitet und die
    Aufbauarbeit der Eltern fortgesetzt. Das ist diskriminierend und gehört vor’s BVG
    (Altersdiskriminierung), wenn den Rentern von allen Einnahmen über einem Freibetrag von
    1.050,- EUR 10% als “Boomer-Soli” abgenommen werden soll. Die Regierung soll sich vielmehr
    mal den jungen Leuten zuwenden und diese in Arbeit oder Ausbildung bringen, um Einnahmen
    für die Rentenkasse zu erzielen.

    Eine kürzlich erschienene Studie sagt, dass in Deutschland 1,3
    Millionen Menschen im Alter von 16 bis 24 Jahren leben. Von diesen 1,3 Millionen Menschen
    gehen ca. 700.000 zur Schule, absolvieren eine Ausbildung oder gehen arbeiten, ca. 600.000
    Menschen machen gar nichts, leben noch alimentiert zuhause oder sind schon im Bürgergeld.
    Aber auch hier würden sich wieder Stimmen erheben, dass ein Einmischen des Staates unsozial
    wäre und die Freiheit und die “Lebensplanung” dieser Menschen nicht beeinträchtigt werden
    darf.

    Dieser “Boomer-Soli” ist zunächst mal ein Gedankenspiel und keine beschlossene Sache, wird
    aber schon seit Tagen propagiert. Und das unwidersprochen, das ist das Gefährliche daran.
    Ich denke es brodelt in vielen Rentnern, um diese oder zumindest einen Teil davon auf die
    Strasse zu bringen, muss das organisiert werden. Den Eindruck, dass der DVG in Schockstarre
    verfallen ist, habe ich schon seit längerem.

    Wünsche ebenfalls ein schönes Wochenende und gute Gesundheit

    Zitat Ende

  • 14. Deutscher Seniorentag in Mannheim – eine Bilanz des DVG-e.V.

    14. Deutscher Seniorentag in Mannheim – eine Bilanz des DVG-e.V.

    In einer Zwischenerklärung des 14. Deutschen Seniorentags erklärten unter anderen die BAGSO- Verbände folgenden Wortlaut:

    „Die älteren Generationen wollen sich an der Gestaltung der drängenden gesellschaftlichen Zukunftsaufgaben beteiligen. Das ist die zentrale Botschaft der „Mannheimer Erklärung“, die die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen gemeinsam mit ihren 121 Mitgliedsverbänden zum 14. Deutschen Seniorentag veröffentlicht hat.

    Zugleich richtet sich die Mannheimer Erklärung an Politik und Gesellschaft. Sie fordert, die Kompetenzen und Ressourcen der Älteren für die Lösung der anstehenden Aufgaben mehr in den Blick zu nehmen, ein differenziertes, zeitgemäßes Bild vom Alter zu fördern sowie Ausgrenzung und Diskriminierung entgegenzuwirken. So ist es dringend notwendig, das Merkmal Lebensalter in Artikel 3 des Grundgesetzes aufzunehmen. Zu den Erwartungen der Älteren an die Politik gehört auch, eine bezahlbare, professionelle Pflege sicherzustellen und die Digitalisierung nutzerfreundlich, sicher und für alle zugänglich zu gestalten sowie das Recht auf ein analoges Leben zu erhalten.“

    Wir als Direktversicherungsgeschädigten e.V. haben die Möglichkeit genutzt das erste Mal mit einem Informationsstand an diesem 14. Deutschen Seniorentag teilzunehmen.

    Auf Grund der Lage im Veranstaltungszentrum hatten wir eine exponierte Lage, im Eingangsbereich gelegen, so dass ein Großteil der Besucher unseren Stand sofort erkennen konnten.  Jeden Tag hatten wir regelmäßigen Besuch von Besuchern. Es wurden gute und anregende Gespräche geführt, die die sehr informativ für die Besucher waren. Menschen, die noch in der Anzahlphase sind, wollten wissen, wie sie mit der Betriebsrente weiter weiterverfahren sollen, um die Abzüge Kapitalauszahlungen nicht noch weiter in die Höhe steigen zu lassen.

    Es kamen Eltern von Jugendlichen, die mit einer Lehrausbildung beginnen, die wissen wollten, was die richtige Altersvorsorge für Ihre Kinder ist. Und es kamen auch Jugendliche selber, die sich über eine Altersvorsorge beraten liessen und alle waren sehr dankbar.

    Natürlich waren auch noch direkt Betroffene und ehemalige Betroffenen der Doppelverbeitragung bei uns und haben sich für die Arbeit unseres Vereins bedankt und uns weiterhin viel Glück gewünscht bei der Abschaffung der Doppelverbeitragung.

    Leider mussten wir aber auch feststellen, dass das Thema Rente und Altersvorsorge, „ausser von uns“, von vielen anderen Ausstellern eben nicht behandelt wurde. Um aber den oben genannten Forderungen aus der „Mannheimer Erklärung“ gerecht zu werden, gehört es aber auch dazu, über eine gerechte Altersversorgung zu sprechen. Egal an welches Ministerium die BAGSO angebunden ist (Familie, Jugend Senioren)  und ob die Rente an das Arbeits-und Sozialministerium angebunden ist, so gehören doch die Forderungen für ein gleichberechtigtes und altersgerechtes Leben als Grundlage dafür mit dazu.

    Artikel 3 Grundgesetz ist ja in der Erklärung mit genannt.

    Ebenso hat ja Familienministerin Lisa Paus in ihrer Eröffnungsrede über das Thema “Altersdiskriminierung” gesprochen. Wir sehen es als eine sehr ausufernde Form von Altersdiskriminierung an, wenn Betriebsrentner in ihrer Rentenzeit mehr Krankenkassenbeiträge, nämlich in doppelter Höhe zahlen müssen als in der Zeit, als sie berufstätig beschäftig waren.

    Fordern auch wir die Politik auf,  für eine gerechte Altersvorsorge und für gerechte Renten zu kämpfen, für eine vollständige Finanzierung der „versicherungsfremden Leistungen“ der Sozialversicherungen zu sorgen.

    Andreas Reich DVG-e.V.
    Bild: DVG-e.V.

    Zur Mannheimer Erklärung

  • Für eine gerechte Altersvorsorge

    Für eine gerechte Altersvorsorge

    Bild: pixabay

    Was wir wollen ist Gerechtigkeit und Ehrlichkeit. Wir fordern, Verträge müssen eingehalten werden – so regelmäßig bei unseren Gesprächen mit den Bundestagsabgeordneten, Fraktions- und Parteivorsitzenden oder Generalsekretären – deshalb unterstützen wir die DVG.

    Wir hatten mal darüber nachgedacht, eine Partei zu gründen, aber erwies sich als dann relativ unrealistisch, denn dazu gehört eine ganz andere bundesweite Organisation, die wir nicht bieten können und so wenden wir uns an den Bundestag und seine Abgeordneten, Fraktions- und Parteivorsitzenden oder Generalsekretären. Doch die alle verhalten sich ziemlich stur und reden von Solidarität, die sie gerade nicht bei uns ausgeübt haben.

    Insofern haben wir jetzt wieder die Wahl. Das ist nicht einfach, denn es gibt keine Partei, der man 100 %ig zustimmen kann. Unser Mitstreiter Friedel Holl hat in seinem Fleiß eine Tabelle mit allen vermeintlich uns betreffenden Aussagen zusammengestellt, die am Ende noch mit den Aussagen der Freien Wähler ergänzt wurde, denn die haben aktuell auch eine reelle Chance in den Bundestag gewählt zu werden und vielleicht das Zünglein an der Waage zu werden – wer weiß das schon?

    Lasst uns vornweg klarstellen: der DVG ist neutral – wir haben unsere bekannten Unterstützer und einige von uns waren auch politisch aktiv in unterschiedlich hier aufgeführten Parteien oder sie sind es geworden. Die Wahlprogramme für die Bundestagswahl 2025 sind raus und öffentlich – hier sind einige Aussagen daraus, die wir alle sicher selbst einordnen und bewerten können. Wir liefern die Informationen und ihr entscheidet.

    Aus der Zusammenstellung der Aussagen aus den Wahlprogrammen von Friedel Holl / Reinhold Birth

    Doppelverbeitragung auf Direktversicherung „DV“ und Betriebsrenten BR“ abschaffen

    • CDU/CSU, SPD, FDP, Linke, BSW, AFD = keine Hinweise
    • Freie Wähler = ja

    Wir fordern in Zusammenarbeit mit dem Verein der Direktversicherungsgeschädigten endlich eine Lösung für Millionen von Betroffenen, die auf eine sozialabgabenfreie Auszahlung von Direktversicherungen vertrauen durften. Wir wollen die Abschaffung der Doppelverbeitragung auf Direktversicherungen und Betriebsrenten zur Kranken- und Pflegeversicherung und eine Entschädigung der Direktversicherungsgeschädigten erreichen.

    Rente aktuell

    CDU – Keine Kürzung mit 67 bleibt Aktivrente für Rentner einführen
    SPD – 48% sichern abschlagsfrei nach 45 Jahren
    Grüne – 48% sichern mit 67 bleibt
    FDP – Flexibler Renteneintritt
    Linke – Kein Hinweis
    BSW – Erhöhung um 120€/Monat als Inflationsausgleich für Alle
    AFD – Kein Hinweis
    Freie Wähler – Renteneintritt nicht erhöhen Rentenreform zwingend notwendig – nicht unter 48%

    Rente für alle

    CDU = Nein
    3 Säulen: a) Rente / b) bAV / c) Private AV
    SPD = Nein
    3 Säulen: a) Rente / b) bAV / c) Private AV Selbständige aufnehmen
    Grüne = teilweise
    1. Schritt Bürgerversicherung für Abgeordnete & Beamte & nicht abgesicherte Selbständige
    FDP = Nein
    3 Säulen: 3 Säulen: a) Rente / b) bAV / c) Private AV
    Linke = Ja
    Erwerbstätigenversicherung
    BSW = Ja
    analog Österreich / 75% vom Nettoeinkommen
    AFD = Nein
    private AV für Parlamentarier einführen / Kinder /Erziehungs-Leistung berücksichtigen
    Freie Wähler
    Rente individuell nach Lebenslagen flexible –  Rente abschlagsfrei nach 45 Jahren

    Grundrente

    CDU = Nein
    SPD = Nein
    Grüne = Nein
    FDP = Nein
    Linke = Ja / 1400 €
    BSW = Ja / 1500 € nach 40 J
    AFD = Nein
    Freie Wähler / keine Angaben gefunden

    Kapitalgedeckte Altersrente

    CDU = Ja / Frühstartrente für 6 bis 18 Jährige mit 10 €/Monat
    SPD = Nein
    Grüne = Ja / Einstieg in notwendige Kapitaldeckung
    FDP = Ja / Gesetzliche Aktienrente analog Schweden
    Linke = Nein
    BSW = Nein
    AFD = Nein
    Freie Wähler = Ja

    Krankenversicherung für Alle / Zwei-Klassen-Medizin abschaffen

    CDU = Nein / GKV & PKV bleiben
    SPD = Nein / GKV & PKV bleibt Termingarantie einführen
    Grüne = Ja / Bürgerversicherung
    FDP = Nein / GKV & PKV bleiben
    Linke = Ja / Solidarische Versicherung
    BSW = Ja / Bürgerversicherung
    AFD = Nein
    Freie Wähler = keine Angaben gefunden

    Versicherungsfremde Leistungen der Sozialversicherungen aus Steuermitteln

    CDU = Kein Hinweis
    SPD = ? / verstärkt aus Steuermitteln
    Grüne = Ja / Entlastung aus Steuermitteln auch für ALG II
    FDP = Kein Hinweis
    Linke = Kein Hinweis
    BSW = Kein Hinweis
    AFD = Kein Hinweis
    Freie Wähler = Kein Hinweis

    https://www.mitmischen.de/wissen/bundestagswahl-2025/wofur-steht-welche-partei
    https://www.freiewaehler.eu/unsere-politik/wahlprogramm/

    Schlussfolgerungen:

    • Bei den Linken haben wir unseren sehr geschätzten Mathias Birkwald, der uns immer wieder im Bundestag präsent gehalten hat, obwohl das Thema „Kapitalanlage“ eigentlich nicht so in die „Linke“ passt, wie wir aus der Übersicht oben erkennen können, aber der Rentenpolitische Sprecher Herr Birkwald hatte für die uns geschehene unmoralische Vertragsverletzung seit 2003 aus meiner Erinnerung 2 Anträge gestellt, die Doppelverbeitragung abzuschaffen und er hat die Diskussionen in den Bundestag gebracht und uns tatkräftig unterstützt – das muss man anerkennen. Wir konnten mindestens 2018 / 2019 den Eindruck gewinnen, dass sich eine parteiübergreifende Zustimmung für uns entwickelt. Aktuell war zur Abschaffung der Doppelverbeitragung in deren Wahlprogramm allerdings nichts zu finden.
    • Die SPD hat zwar etliche Beschlüsse gefasst und uns aber über die Jahre immer wieder am langen Arm gehalten. Heute hat sie nur Sprüche für uns über – sie will die Rente sichern, entschädigen kann sie uns auf gar keinen Fall, denn das Geld ist nicht da – wir haben also geltendes Recht nach Kassenlage. Die Doppelverbeitragung auf Altersvorsorge will sie allerdings abschaffen, sagt sogar: „das war Mist“ oder „Sie können sich darauf verlassen“ am Ende passiert aber nichts – aber dabei bleibt es.
    • Grüne finden es ganz richtig, dass wir auf unsere Kapitallebensversicherungen die Sozialversicherung stärken und stellt dabei keinen Bezug zu Artikel 14 GG her.
    • In der CDU hatten wir große Unterstützer für uns in Maik Beermann, Hans-Jürgen Irmer, Jana Schimke oder nicht zuletzt Carsten Linnemann gefunden, aber auch die sind entweder nicht mehr im Geschäft oder haben sich total zurückgezogen – dass wir zu dem Schluss kommen müssen, von dort nichts mehr erwarten zu können. Mein Wahlkreisabgeordneter kommt nicht mal auf die Idee meine Fragen zu beantworten.
    • So aber der Wahlkreis-Abgeordnete der FDP, der mir seine volle Unterstützung zugesichert hat, aber leider nichts versprechen kann – die FDP war bekanntlich die einzige Oppositionspartei, die dem GMG 2003 nicht zugestimmt hat – Strack-Zimmermann und Vogel sind sogar auf unseren Demos mitgelaufen, aber in der Regierung 2021 hatten sie dann andere Schwerpunkte und auch sonst hat sich die FDP nicht sonderlich in unserer Sache profiliert – leider.
    • Die AfD hatte im vorletzten Bundestag schon den Antrag gestellt, die Doppelverbeitragung abzuschaffen ähnlich haben sie sich auch zu unseren Fragen geäußert – im aktuellen Wahlprogramm steht dazu allerdings nichts.
    • Das BSW sagt auch nichts zu uns – insofern ist meine Bewertung hier auch schnell abgehakt, aber zum Schluss haben wir dann doch noch eine Partei gefunden, die uns wohlgesonnen ist.
    • Die Freien Wähler haben sich hier als einzige Partei zur Abschaffung der Doppelverbeitragung bekannt und die 6,5 Millionen betroffenen Direktversicherungsgeschädigte könnten sie es sogar mit etwa 10 % in den Bundestag bringen – wenn sie wollten – für eine gerechte Altersvorsorge.

    Wenn ihr jetzt immer noch nicht schlüssig seid, steht immer noch der Wahlomat
    https://www.wahl-o-mat.de/bundestagswahl2025/app/main_app.html  bereit.

    Jetzt liegt es an Euch…

    Reinhold Birth 19.02.2025

  • Der Wahlkampf ist in vollem Gange …

    Der Wahlkampf ist in vollem Gange …

    Bild: istockphoto

    … nicht so deutlich mit dem Thema der Beiträge auf unsere Altersvorsorge besetzt sondern mehr mit Migration und Wirtschaft. Dadurch wird von den eigentlichen Problemen abgelenkt; in der Folge, dass uns gesagt wird, es sei kein Geld dafür da, „die Doppelverbeitragung abzuschaffen oder uns zu entschädigen schon gar nicht“ – also Recht und Ordnung, wie wir sie gelernt haben und erzogen wurden, wieder herzustellen.

    Denn davon reden wir seit 2003 bzw. 2004.

    Es wird auch immer deutlicher, dass es nach dem 23. Februar vermutlich nur zwei Konstellationen für eine neue Regierung gibt, nämlich Schwarz-Grün oder Schwarz-Rot (letztere dann allerdings ohne Olaf Scholz, der seine Genossen wohl in den Abgrund stürzen wird. Und sie sind ihm gefolgt wie die Lemminge 😀)

    Schon heute sollte uns allen klar sein, dass es dicke Bretter zu bohren gibt. Vielfach ist in Begegnungen mit Wahlkämpfern der unterschiedlichen Parteien aufgefallen, dass überwiegend absolute Ahnungslosigkeit vorherrscht, was unser Thema angeht oder sie wollen es nicht mehr hören.

    Es ist uns auch mit 40 DVG-Mitgliedern unter etwa weiteren 300 Teilnehmern der Gewerkschaften Ver.di oder GEW und dem VDK gelungen etwas Aufmerksamkeit auch bei der Demo in Karlsruhe zu bekommen – der Südwestrundfunk hat sogar berichtet. https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/karlsruhe/buendnis-fordert-reform-der-rente-demonstration-100.html?fbclid=IwY2xjawITSVRleHRuA2FlbQIxMQABHSXHRaA4sbSMtlcf9jBhMN4S2Xl9rV0_ccwyS1EtxB-NVkcMxdQSO96qkw_aem_XtrFjThYUyh8qr9-HC6K3g

    Jetzt vor der Wahl finden wieder viele Bürger-Dialoge statt – meldet euch dort an und bereitet euch gut mit einer kurzen und präzisen Frage vor – den Sachverhalt „Doppelverbeitragung“ kennen sie alle und Scholz erst recht – fragt ihn zum Beispiel: „Wie kann es sein, dass der Bundestag für eine zusätzliche Altersvorsorge eintritt um dann dem Sparer unvorbereitet und rückwirkend 1/5 nach Auszahlung zum Rentenbeginn für die Kranken-u. Pflegekasse wieder abnimmt? Damit habt ihr auch für das Publikum kurz erklärt worum es geht – Sie haben es uns seit 2021 mehrfach versprochen, eine Lösung zu finden – nichts ist passiert. Glauben Sie ernsthaft, so wieder Vertrauen herzustellen???

    Habt ihr den Beitrag im ZDF „Wahrheit der Rente“ gesehen https://dvg-ev.org/2025/01/zeigt-das-wirklich-die-wahrheit-ueber-die-rente/ – eine weitere Unverschämtheit in der Darstellung – spaltend zwischen jung / alt wie wahrheitswidrig. Frontal vom 4. Februar. Titel: Beitragsschock für Kassenpatienten – ein weiteres Beispiel dafür, dass man uns die eigentliche Wahrheit verschweigt in welcher dreisten Weise uns Beitragsgelder aus der Tasche gezogen werden und Ärzte für ihre Leistung nicht gerecht bezahlt werden. Wenn diese Verschleierungssystematik so fortgeführt wird, sehe ich schwarz, dass unser Sozialsystem – so wie wir es kennen – noch lange hält.

    https://www.zdf.de/politik/frontal/beitragsschock-fuer-kassenpatienten-100.html

    Es geht also tatsächlich nicht nur um die Doppelverbeitragung – das ist nur ein kleines Feld, aber mit großer Wirkung. Aus dieser Situation kommen wir nur wieder raus, wenn Aufrichtigkeit und Leistung wieder in den Vordergrund tritt. Wir hatten dafür aktive Unterstützung aus allen Parteien und vereinzelt von Wahlkreisabgeordneten, die sich in ihren Parteien leider nicht durchsetzen konnten. Für die kommende Bundestagswahl sehe ich nur eine Möglichkeit Änderungen herbeizuführen – und daran können wir uns alle beteiligen – lest die Wahlprogramme und ihr werdet feststellen, dass nur die einzige Partei die „Freien Wähler“ auf unserer Seite sind. Wir können dafür sorgen, dass unsere Forderungen in die Koalitionsverhandlungen kommen und durchgesetzt werden, wenn wir Ihnen die entsprechende Unterstützung geben. ES SEI KLAR GESTELLT: Der DVG ist neutral und gibt nur die Information weiter – wir alle haben es aber in der Hand, etwas daraus zu machen.

    Liebe Grüße, kämpft weiter. Denkt am 23. Februar dran, dass mit eurer Stimme eine Partei in Regierungsverantwortung wählt. Wählt einen Kandidaten – von mir aus – mit sattem Salär – aber charakterfest und unabhängig in den Bundestag, der nur nach seinem Gewissen und in eurem Sinne abstimmt und dass wir nicht weiter bestohlen werden.

    Nach einem Beitrag von Michael Rahnefeld / Reinhold Birth 14.02.2025

  • Die Doppelverbeitragung ist Thema im Wahlkampf

    Die Doppelverbeitragung ist Thema im Wahlkampf

    von Reiner Korth               05.02.205
    Bild: DVG

    Freie Wähler fordern “Doppelverbeitragung abschaffen”

    Die Freien Wähler Niedersachsen haben sich des großen Problems der Doppelverbeitragung von Direktversicherungen und Betriebsrenten angenommen, so berichtet das presseportal.de, Hamburg am 31.01.2025. Ein Verlust von 20 % des Ersparten wegen der Zahlung von vollen Krankenkassenbeiträgen wird aufs Schärfste kritisiert. “Gerade auch unter dem Eindruck der aktuellen Bestrebungen linksgrüner Politikkreise, Einkünfte auf Erspartes zur Altersvorsorge zusätzlich besteuern zu wollen, halten die FREIEN WÄHLER es für sehr wichtig, sich für die Interessen der 22 Millionen Rentnerinnen und Rentner einzusetzen”, zitiert das Presseortal aus dem Wahlprogramm der Freien Wähler.

    DVG Regionalgruppen  Osnabrück und Halle-Gütersloh haben überzeugt

    Erst kürzlich forderte Robert Habeck, Die Grünen zusätzliche Krankenkassenabgaben auf alle Kapitaleinkünfte. Auf der anderen Seite kam die Nachricht, ein Viertel der deutschen Rentner droht die Rentnerarmut wegen zu geringer Renteneinkünfte aus der staatlichen Rente. Wer dann in seinem Erwerbsleben dem Werben der Politik gefolgt ist und durch privat und betriebliche Altersvorsorge seine Rente aufgebessert hat, wird im Alter bitter enttäuscht. Hohe Abgaben schmälern die Spareinkünfte ganz deutlich. Und an dieser Beitragsschraube wird jetzt schon wieder gedreht, zumindest bei den Grünen. Die Initiative und die intensive politische Aufklärungsarbeit unserer Kollegen aus dem Osnabrücker Raum und aus der Regionalgruppe Halle-Gütersloh hat jetzt zum Erfolg geführt, wie zu lesen ist. Die Freien Wähler Niedersachsen haben die Abschaffung der Doppelverbeitragung in ihr Forderungen aufgenommen.

    Unser DVG Mitglied Heinz Averbeck aus Bad Rothenfelde erklärt: “Jetzt haben wir die erste Etappe geschafft und die Abschaffung der Doppelverbeitragung steht wieder auf der politischen Agenda. Das wird unsere letzte Chance sein überhaupt noch irgend etwas zu erreichen.”

    Das Thema “Doppelverbeitragung” ist damit endgültig im Wahlkampf angekommen. Alle Rentnerinnen und Rentner, aber auch alle noch berufstätigen “Altersvorsorgesparer” sollten jetzt genau hinhören und genau hinsehen, welche Partei das Vorsorgesparen honoriert und welche Partei bei den Rentner abkassieren möchte bzw. sich für “Nichtstun” entschieden hat. Und eines ist auch ganz klar: Brutto ist NICHT gleich Netto. Die von der SPD angekündigte “Rentengarantie von 48 %” ist natürlich auf das Brutto bezogen. Diese “Garantie” jedoch ist aber nichts wert, wenn anschließend dem Rentner bei der Direktversicherung oder der Betriebsrente  25 % Kapitalsteuer und 20 % Krankassenbeiträge, also die Hälfte  wieder abgenommen werden. Da bleibt dann unterm Strich ein dickes Minus übrig.

    Quellenangabe: https://www.presseportal.de/pm/164890/5961238

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