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  • Beschäftigte wollen gesetzliche Rente stärken

    Beschäftigte wollen gesetzliche Rente stärken

    Beschäftigte in Deutschland möchten mehr in die gesetzliche Rentenkasse investieren. Für eine auskömmlichere Altersversorgung wären sie sogar zu höheren Beiträgen bereit. Das berichten zahlreiche Medien auf Grundlage einer repräsentativen Umfrage des Instituts Verian, die die IG Metall in Auftrag gegeben hatte.  

    Grund für das Votum der Beschäftigten sei offenbar, dass nur rund jeder zehnte Befragte das derzeitige Rentenniveau für ausreichend hält. Mit Blick auf die oft in der Diskussion stehenden Rentenbeiträge fordern nur 9 Prozent der Befragten ein niedrigeres Rentenniveau, um den Beitragssatz langfristig stabil zu halten. Zwei Drittel (67 Prozent) dagegen fordern ein höheres Rentenniveau, auch wenn dies höhere Rentenbeiträge bedeuten könnte.

    Die Beschäftigten seien sogar bereit, mit Extra-Zahlungen freiwillig zusätzliche Beiträge für die gesetzliche Rentenversicherung zu leisten. Die in Teilen heute schon bestehende Option freiwilliger Zusatzbeiträge zum Ausgleich von Rentenabschlägen wäre für 70 Prozent der Befragten eine ausbaufähige Möglichkeit, um persönlich höhere Rentenansprüche zu erlangen: 41 Prozent aller Beschäftigten würden freiwillige zusätzliche Beiträge in die Rentenkasse von einer paritätischen Beteiligung des Arbeitgebers abhängig machen. 29 Prozent unterstützten die Idee bedingungslos, so die Umfrage. Die Forderung nach Einschnitten bei der Rente nach 45 Arbeitsjahren lehnen die Wahlberechtigten ab. 93 Prozent sprechen sich dafür aus, dass Beschäftigte nach 45 Arbeitsjahren ohne Abschläge in Rente gehen können.

    Der DVG – Verein der Direktversicherungsgeschädigten e.V. hat dazu eine feste Meinung, denn aufgrund der hohen Summen für versicherungsfremde Leistungen wäre das Rentenniveau eigentlich mehr als gesichert. Zudem könnten endlich beide Renten bzw. Pensionssysteme zusammengelegt werden.  Fazit: jetzt fahre auch schon die IG Metall einen Schlingerkurs, um das Rentenniveau durch Umfragen gestärkte Beitragserhöhungen zu sichern. Das gehe in die vollkommen falsche Richtung.

    Text: Thomas Kießling

    Redaktion: Andreas Reich

    Foto: pixabay

  • Doch wieder ein Rückzieher beim Rentenpaket II?

    Doch wieder ein Rückzieher beim Rentenpaket II?

    Renten-Kürzungen? Vorschläge zur Rente von FDP

    und SPD könnten nicht gegensätzlicher sein und hätten auf den erst kürzlich gefassten Kompromiss zum Rentenpaket II vehemente Auswirkungen.

    Die FDP möchte nun doch nochmals ans Rentenpaket ran, so schreiben übereinstimmend einige Tageszeitungen. Dabei auch gerne an die Altersrente für besonders langjährig Versicherte, umgangssprachlich auch Rente mit 63 genannt. Die Liberalen wollen sie abschaffe. Zudem soll das Renteneintrittsalter erhöht und eine „echte“ Aktienrente einführt werden.

    Die Pläne sind so ziemlich das Gegenteil vom Rentenpaket II, wo das Rentenniveau für die nächsten Jahre auf 48 Prozent festgesetzt und die sehr abgespeckte Version einer Aktienrente in Form eines Generationenkapitals eingeführt werden soll.

    Zudem seien die FDP-Vorschläge ziemlich genau das, was die SPD auf alle Fälle verhindern möchte: Weder eine Erhöhung des Renteneintrittsalters noch

    die Abschaffung der Rente mit 63 kommt für sie infrage. Das hatte auch

    mehrmals Kanzler Scholz betont. Ihm fehle die Fantasie, wie die Koalitionspartner hier zusammenkommen wollen, sagte dazu die Opposition.

    Für Rentner und die junge Generation: Rentensystem ist stark reformbedürftig. Das Problem: Reformen wären dringend nötig – nicht nur für Rentner, sondern auch für jüngere Generationen.

    Die so genannten Rentenexperten rechnen es sich leicht: Das Rentensystem sei durch den demografischen Wandel stark unter Druck geraten: Auf immer mehr

    Rentnerinnen und Rentner kämen immer weniger Beitragszahlende. Soweit ist man sich bei der Rentendiskussion ja noch einig. Aber was die Rentenexperten dann fordern, spaltet die Auguren.

    Rückschluss wäre nämlich, dass nun entweder die Renten-Beiträge steigen müssten – das soll im Rentenpaket II auch langfristig so geplant – und damit alle Erwerbstätige noch weniger netto von ihrem brutto haben werden.

    Andererseits blieben nur andere Maßnahmen wie etwa das Renteneintrittsalter hochzusetzen oder das Rentenniveau zu senken – was wiederum die Älteren stark belasten würde.

    Der DVG – Verein der Direktversicherungsgeschädigten e.V. rechnet dagegen seit vielen Jahr vor:

    + Versicherungsfremde Leistungen aus der Gesetzlichen Rente und der Gesetzlichen Krankenversicherung raushalten, Mütterrente, Ostrente, Bürgergeld-Rente, etc.

    + Abschaffung der Zwei-Klassen-Gesellschaft – alle zahlen nur in ein System, Beamte, Selbstständige, Politiker und Arbeiter und Angestellte – bei der Rente wie bei der Krankenkasse und Pflegeversicherung

    + rigoroses Sparen bei den Verwaltungsausgaben: 145 Krankenkassen gibt es in Deutschland, darunter 95 gesetzliche. Bei der Agentur für Arbeit arbeiten in Deutschland 100.000 Menschen – das ist mehr als in manchen Großkonzernen, die allein die Arbeitslosigkeit von rund 3 Millionen Arbeitslosen verwalten – bei einem Volk von fas 84 Millionen Bürgerinnen und Bürgern. “Das kann doch alles nicht wahr sein, da muss man doch mal drangehen“, sagt der DVG vollkommen zurecht.

     

    Text: Thomas Kießling

    Redaktion: Andreas Reich

    Foto: Bundestag

  • Ein brisanter Brief an die Politik von einem DVG-Mitglied

    Ein brisanter Brief an die Politik von einem DVG-Mitglied

    Ein Brief von Friedel Holl, Stadecken-Elsheim, langjähriges Mitglied des DVG – Verein der Direktversicherungsgeschädigten e.V., müsste bei den Verantwortlichen der Ampel-Koalition für Aufregung sorgen, denn die genannten Zahlen sind brisant und lassen sich nicht leugnen.

    Ein Brief von DVG-Mitglied Friedel Holl, Stadecken-Elsheim (Rheinhessen):

    „Sehr geehrter Herr Heil / Lindner,

    Wieder mal wurde an dem Rentensystem minimalinvasiv herumgedoktert, aber für die vielen Rentner mit niedrigen Renten ändert sich absolut nichts. Ein Armutszeugnis!

    Wo bleiben eigentlich die doppelten Haltelinien für die Versorgungsempfänger, Beamte und Politiker?

    Hier wird nach infantilisiertem Kanzler Sprech richtig „doppel-gewummst“, hier spielen die exorbitanten Milliardenausgaben überhaupt keine Rolle, Fakten:

    • Versorgungs-Niveau bis zu 71,75 % vom letzten Einkommen
    • Durchschnittlicher Zahlbetrag = 3250 € pro Monat
    • Mindestversorgung nach 5 Jahren = 1850 €
    • Beihilfen für PKV und PPV = 70 %
    • Inflationsausgleichsprämie 2023/4 bis zu 3000 €

    Sogar 3 -4 Milliarden Euro für eine Inflationsausgleichsprämie für Pensionäre sind ohne öffentliche Diskussionen verfügbar.

    Für die Rentner dagegen ist kein Cent übrig.

    Das ist eine große Unverschämtheit, passt aber sehr gut zur Moral der Selbstbedienung.

    Siehe Anlagen:

    A) Systemvergleich Rente – Pension 2023

     

    Die Renten- und gesetzlichen Krankenkassen werden zur Finanzierung des Bundeshaushaltes Jahr für Jahr geplündert.

    Stichwort „versicherungsfremde Leistungen“, Sie kennen die Summen.

    Dagegen hört man von Ihnen öffentlich kein Wort über die Finanzierung der 81 Mrd. Euro pro Jahr für die Versorgungsempfänger.

    A1) Vergleich Altersvorsorge Deutschland – Europa_2021

     

    Ihre Politik ist unglaubwürdig und trägt immer mehr zur Politikverdrossenheit bei.

    Haben Sie endlich den Mut die Zwei-Klassen-Sozialsysteme abzuschaffen (auch hier sind wir auf dem letzten Platz in Europa).
    Damit könnten Sie uns Wähler wieder zurückgewinnen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Friedel Holl“

     

    Text: ein Brief von Friedel Holl

    Redaktion: Andreas Reich / Thomas Kießling

    Foto: DVG

     

  • Was nun, Herr Bundeskanzler? DVG-Mitglieder stellten kritische Fragen

    Was nun, Herr Bundeskanzler? DVG-Mitglieder stellten kritische Fragen

    Vergangenen Sonntag war Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zu Gast im Community-Format „Frag selbst“. Viele Mitglieder vom Verein der Direktversicherungsgeschädigten e.V. hatten ihm auf Facebook kritische Fragen geschickt und Kommentare geschrieben. Die Antworten sind zu lesen unter

    Https://www.facebook.com/story.php?story_fbid=856876123144772&id=100064671764885&rdid=lLBQlpbCONmR7CAG

    Die vom Gesetzgeber geprellten DVG-Mitglieder stellten und stellen weiterhin diese Forderungen an den Kanzler und die Ampel-Koalition:

    • Sofortiger Stopp der Mehrfachverbeitragung auf Direktversicherungen
    • Halbierung der KV- und PV-Beiträge von Betriebsrenten auf Arbeitnehmeranteil
    • Gleichstellung der Direktversicherung wie bei der Riesterrente und
    • Finanzielle Entschädigung für die Betroffenen, in deren Verträge mit dem GMG rückwirkend eingegriffen wurde

    Eigentlich hatte der Bundeskanzler den Stopp der Doppelverbeitragung schon mehrfach versprochen – und zwar noch für die aktuelle Legislaturperiode.

    Rückblende: Der rührige Bundestagsabgeordnete Matthias W. Birkwald, Die Linke, hatte am 15. November 2023 im Bundestag bei einer Fragestunde beim Kanzler nachgehakt, wann und wie er nun die Doppelverbeitragung abschaffen wolle. Der Kanzler antwortete ihm positiv und erneuerte im Prinzip sein Versprechen, das er am 25. Januar 2023 gegeben hatte – ebenfalls im Bundestag – und jüngst nochmals beim Bürgerdialog in Mannheim am 2. November 2023 – wobei er den Sachverhalt mit der Entschädigung bereits bezahlter Doppelbeiträge ausklammern wollte. Aber mit dem sofortigen Stopp ist es bislang noch nichts geworden. Was nun, Herr Bundeskanzler?

    www.dvg-ev.org

    Text und Foto-Animation: Thomas Kießling

    Redaktion: Andreas Reich

  • Die Krankenkassen schlagen schon wieder Alarm

    Die Krankenkassen schlagen schon wieder Alarm

    Sie drohen erneut mit Beitragserhöhungen: die Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) wollen im kommenden Jahr an die Beitragszahler ran.

    Die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung würden deutlicher steigen als erwartet, die Reserven seien aufgebraucht. Letzte Lösung sind laut Statements des GKV-Spitzenverbands in dieser Woche deutlich höhere Beiträge für kommendes Jahr – und das als die bislang rund 14,6 Prozent vom Lohn und den Renten und den Zusatzbeitrag zwischen 0,9 und 2,7 Prozent. Oder das drohende Defizit werde gänzlich mit Steuermitteln ausgeglichen.

    Von alldem hält der DVG – Verein der Direktversicherungsgeschädigten e.V. gar nichts und hat zu dem sich jährlich wiederholenden Lamento der GKV bereits am 13. Februar 2023 vorgerechnet und ein riesiges Einsparpotenzial aufgezeigt:

    + Wegfall von unzähligen und überbezahlten Krankenkassen-Strukturen, die zu 95 % sowieso die gleichen Leistungen erbringen. Derzeit gibt es noch 95 gesetzliche und rund 50 private Krankenkassen. Diese haben im Schnitt mindestens zwei Vorstandsmitglieder – beide Jahressaläre zusammengerechnet liegen bei rund 550.000 €, macht bei insg. 145 Krankenkassen Gehälter von rund 160 Millionen Euro Ausgabe – allein an die Vorstände!

    Übrigens: andere Länder kommen mit weit weniger Krankenkassen aus, z.B. gibt es in Dänemark, Spanien, Slowenien und Polen nur je eine Kasse, 3 in der Slowakei, 4 in Israel und 7 in Tschechien. In Großbritannien, Portugal und Italien wird die Gesundheitsversorgung gleich aus Steuergeldern finanziert

    + Wegfall der Doppelstrukturen im Gesundheitswesen (gesetzlich/privat versichert) allgemein sowie parallel in der Altersversorgung (Rente/Pensionen)

    + Eine einzige Bürgerversicherung für das Gesundheitswesen (wie auch für die Rente), das wäre mal gerecht – man kann übrigens dieses System bequem aus Österreich (oder aus Schweden) übernehmen. Dazu hat der DVG e.V.  im vergangenen Jahr zwei Symposien organisiert – in Chemnitz und Frankfurt, um Öffentlichkeit und Politik aufzuklären und zu informieren

    + JedeR BeitragszahlerIn zahlt ein und jeder erhält Leistungen!

    Denn bei den Beamten zahlt allein der Dienstherr (Bund, Länder und Gemeinden), also wir alle, die Bürgerinnen und Bürger, über unsere Steuern, die Hälfte der KV-Kosten für diese Personengruppe.

    „Die GKV könnte ihre Jammerei ruhig beenden, müssten endlich einmal richtig  rechnen, dann würde sie zunächst bei sich kräftig sparen“, so der DVG.

    DVG-Mitglieder sind einer der Hauptzahler des GKV-Systems

    Die Direktversicherten und die Betriebsrentner sind seit 2004 aufgrund des perfiden GMG, dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz, mit einem zusätzlichen ungerechtfertigten „Jahresbeitrag“ von rund 300 Millionen Euro einer der großen zusätzlichen Zahler des GKV-Systems.

    Text: Thomas Kießling

    Redaktion: Andreas Reich

    Foto: Pixabay

  • Deutschland verzichtet auf 16 Milliarden Schuldenforderungen

    Deutschland verzichtet auf 16 Milliarden Schuldenforderungen

    Aber Arbeitnehmer und Rentner müssen höhere Beiträge zahlen

    ein Kommentar von Reiner Korth 15.06.2024 – Foto: geralt/Pixabay

    Deutschland hat ausländischen Staaten cirka 16 Milliarden Euro an Schulden einfach so erlassen, mit einem Federstrich und ganz ohne parlamentarische Diskussion. Wie die Nachrichtenseite “gmx/news” am 14.06.2024 berichtet, hat das Bundesfinanzministerium diese Zahl genannt auf Anfrage eines Abgeordneten aus dem Deutschen Bundestag. Die Begründung des Ministeriums laut gmx-news: “Die Schuldenerlasse dienen der Erreichung der makroökonomischen Stabilität”. Was immer dieser kryptografische Satz uns vermitteln soll, festzuhalten bleibt: Die Bundesregierung geriert sich als ein großer Wohltätikeitsverein, der für alle Sorgen dieser Welt Geld ausgibt. Geld, daß die arbeitende Bevölkerung in Deutschland erwirtschaften muß. Egal ob Bürgergeld, Unterstützung für Flüchtlinge und Asylanten, der Bau von Radwegen in Peru oder jetzt Schuldenerlass für ausländische Staaten. Für alles und jeden auf dieser Welt ist genügend Geld da aus Deutschland. Und wenn es nicht reicht, dann werden Arbeitnehmer und Rentner hier in Deutschland weiter und erneut zur Kasse gebeten.

    Weitere zusätzliche Belastungen für Arbeitnehmer und Rentner

    In der Diskussion stehen weniger Rente, längere Arbeitszeiten, höhere Beiträge in die Rentenversicherung, höhere Zahlungen an die Krankenkassen, Doppelt- und Dreifachbeiträge für Rentner in der Gesetzlichen Krankenversicherung etc.. Diese Bundesregierung gibt sich generös und möchte damit ihr überaus präsentes soziale Gewissen beruhigen. Aber, sie macht es sich sehr leicht. Die Kosten für diese Geschenke erwirtschaftet die Regierung nicht selber z. B. durch Effizienzsteigerung im eigenen Tun und Wirken (weniger Bürokratie, weniger Personal, Verzicht auf versicherungsfremde Leistungen, etc.). Nein, die Bundesregierung macht es sich ganz bequem und bittet wieder und immer wieder uns Bürger zur Kasse: noch höhere Steuern, noch längere Abeitszeiten. Noch mehr Beiträge und Abgaben für die arbeitende (Arbeitnehmer) und die ehemals arbeitende (Rentner) Bevölkerung.

    Die Wähler laufen Kanzler Scholz und seiner SPD in Scharen davon

    Diese Bundesregierung und ihr Kanzler Olaf Scholz möchten mit ihren Wohltaten wohl auch wieder Wählerstimmen einsammeln. Aber das Gegenteil passiert gerade. Der Kanzler und seine Partei haben den Kontakt zu den Arbeitnehmern und den Rentnern schon lange verloren. Die SPD und ihr Kanzler kümmern sich in der Hauptsache um alle Bedürftigen dieser Welt, um damit ihr eigenes soziale Parteigewissen zu beruhigen … und lassen dabei die Leistungsträger dieser Gesellschaft zurück und im Regen stehen. Die Wähler sind bei der letzten Europawahl der SPD in Scharen davongelaufen. Ein wesentlicher Grund ist: ausschließlich Arbeitnehmer und Rentner werden zur Kasse gebeten für die Sozialprojekte der SPD. Privat Versicherte, Selbstständige, Beamte und Politker dagegen werden überproportional geschont. Mit Kanzler Olaf Scholz ist die SPD nicht mehr die “Partei des kleinen Mannes” oder eben auch der kleinen Frau, die sie ehemals mal gewesen ist. Und die nächsten Wahlen stehen schon vor der Haustür. Landtagswahlen im Osten und die Bundestagswahl 2025.

  • Haben Sie JETZT verstanden, Herr Scholz?

    Haben Sie JETZT verstanden, Herr Scholz?

    Ein Zwischenruf von M.Kröner

    Wer Rentner quält wird abgewählt!

    Wir, die Betriebsrentner und Direktversicherten fühlen sich beklaut und hintergangen. Die meisten von uns, ca. 6,5 Millionen Rentner, zahlen nun schon zum 3. Mal Krankenversicherung. Für selbst Angespartes.

    Sie hatten u.a. vor der letzten Wahl zugesagt endlich diese Ungerechtigkeit abzuschaffen. Sie haben in unterschiedlichen Bürgerforen ausgesagt, dass Sie daran arbeiten. Sie hatten dies im Bundestag bei zwei Befragungen zugesagt.

    .und was ist bis heute geschehen?

    Wir der DVG hat Ihnen unsere Expertise zur Unterstützung offeriert. Wir haben in vielen Briefen an Sie persönlich, an das Kanzleramt, Briefe mit unserem Anliegen geschrieben. Die Antworten aus Ihrer Umgebung waren überwiegend gleichen Inhalts und gingen überhaupt nicht auf unser Anliegen ein.


    Auf Ihren Brief warten wir immer noch. Sieht so der
    Respekt aus den die SPD propagiert?

    So haben Sie abermals eine Wahl verloren….und es werden weitere sein. Auf unsere Stimmen können Sie nicht zählen. Das gebührt uns der Respekt.

  • Zur SPD Themenwoche “Das Leben leichter machen”

    Zur SPD Themenwoche “Das Leben leichter machen”

    Offener Brief an die SPD Fraktion

    von Andreas Reich 11.06.2024

    Sehr geehrtes Team der Direktkommunikation in der SPD-Fraktion,

    zu ihrer Themenwoche „Das Leben leichter machen – was braucht es dafür“ haben Sie eine sehr bezeichnende Antwort an K. G. aus Treuchtlingen geschrieben. An einen Rentner, der durch die nachträgliche Doppelverbeitragung seiner Direktversicherung betrogen und geschädigt wurde. Sein Leben wurde nicht leichter gemacht, wie Sie plakatieren, sondern die SPD hat es belastet und erschwert.

    Wir als Verein der Direktversicherungsgeschädigten wissen natürlich schon lange in was für ein Horn Sie blasen. Die Entschuldigungsfloskeln sind jedes Mal gleich und stereotyp.

    Leider sagen Sie nicht die Wahrheit über die finanzielle Lage der gesetzlichen Krankenkassen sowie der anderen Sozialversicherungen, denn die wahren Gründe sind woanders zu suchen.

    Sie kennen nicht einmal die jetzige Höhe des dynamischen Freibetrags und was Sie als Partei alles unternommen haben oder besser “nicht unternommen haben” um die Doppelverbeitragung zu beenden. Außer heißer Luft ist nichts gewesen und diese heiße Luft hat ihnen jetzt ein ganz “hervorragendes Wahlergebnis” bei der Europawahl beschert. Dieses absolute Negativergebnis ist die Folge der angeblich ausgewogenen Sozialpolitik Ihrer Partei SPD.

    Wir alle wissen, dass die Ursachen der finanziellen Lage der Sozialversicherungen woanders liegen als sie uns weismachen wollen.

    Mittlerweile haben nach der “Wirtschaftswoche” auch andere Medien nachgezogen und die Praktiken der Finanzierung der nicht beitragsgedeckten Leistungen in den Sozialversicherungen ( sogenannte “versicherungsfremde Leistungen” ) aufgedeckt. Seit 1957 werden nachweislich diese Leistungen nicht in dem notwendigen Maß durch die Bundesregierungen finanziert, damit diese fremden Leistungen auch kostenneutral abgesichert sind. Ihre Partei war und ist in der Verantwortung und war auch beim Gesundheitsmodernisierungsgesetz 2003 als Koalitionspartner an der Verantwortung beteiligt. Stattdessen werden die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler dafür nachträglich zur Kasse gebeten. Man kann sogar behaupten, sie werden und wurden von den Bundesregierungen beraubt. Aber darüber schweigen Sie allzu gerne, wie auch alle anderen Parteien, die in Regierungsverantwortung waren.

    Sie sollten zum Thema Doppelverbeitragung und versicherungsfremde Leistungen endlich einmal Stellung nehmen und nicht wie ihr Minister Heil sofort alles falsch hinstellen.

    Leider werden in der Sozialversicherung nicht alle Zahlen wie in der Rentenversicherung jedes Jahr veröffentlicht, aber Studien der Hans-Böckler-Stiftung belegen, dass auch andere Sozialversicherungen betrogen worden sind.

    Ihr Minister Heil sollte mal lieber auch die Zahlen der GKV, der Arbeitslosenversicherung offenlegen und dann beweisen, dass alles mit rechten Dingen vor sich geht. Den Beteuerungen des Herrn Bundesminister Heil glaubt keiner mehr.

    Das Rentenpaket II wird in dieser Form zu einem Desaster für die deutschen Rentnerinnen und Rentner werden. Trotz Versprechen wird das Rentenniveau weiter fallen, die Rentenkasse wird weiter geplündert und die Beamten sowie ihre Ruheständler bekommen aus Steuermitteln alles geschenkt ohne selbst Beiträge einzuzahlen.

    Hat ihre SPD Partei vergessen worin ihre Wurzeln bestehen?

    Als erste Vorläufer der Partei SPD gelten der 1863 gegründete Allgemeine Deutsche Arbeiterverein und die 1869 gegründete Sozialdemokratische Arbeiterpartei, die sich 1875 zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands zusammenschlossen. Ihren heutigen Namen gab sich die Partei 1890. Die SPD gilt als älteste noch bestehende Partei Deutschlands.

    Von ihren Wurzeln haben sie sich so weit entfernt, dass sie als “Arbeiterpartei” kein Recht mehr haben sich so zu nennen. Sie kennen die Alltagsprobleme der Arbeiter und Rentner gar nicht mehr. Sie haben sich zu einer Partei “entwickelt” mit dem höchsten Anteil an Beamten und so machen sie jetzt Politik für ihre neue Klientel. Ob dies dann in Zukunft ausreicht zum Regieren, das steht in den Sternen.

    Übrigens, das GMG mit seinen Auswirkungen wurde 2003 beschlossen, obwohl ein Jahr zuvor eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung belegt, dass der Staat nicht genügend Geld eingezahlt hat, um die “nichtbeitragsgedeckten Leistungen” vollständig zu finanzieren. Danke an die damalige Sozialministerin Frau Ulla Schmid für den Griff in die Direktversicherung der Rentnerinnen und Rentner.

    Wir werden das nicht vergessen.

    Die Doppelverbeitragung der Direktversicherungen muß Kassenlöcher stopfen, die durch die Plünderung der Krankenkassen mit versicherungsfremden Leistungen entstanden sind. Beamte, Politiker und Selbstständige, kurz, alle Privatversicherten entziehen sich auf diese Weise der Finanzierung der Solidaraufgaben. Diese SPD macht das Leben der Arbeiter und Rentner nicht leichter. Dieses SPD Motto ist so voll daneben.

    Was es braucht zu diesem Thema: Eine ehrliche Finanzierung aller versicherungsfremden Leistungen aufkommensneutral durch die Staatskasse (Solidarprinzip) und eine sofortige Rücknahme der Doppelverbeitragung auf Betriebsrenten und Direktversicherungen. Damit wäre Arbeitern und Rentnern das Leben wieder “leichter gemacht”!

     

  • Arbeiter und Rentner laufen (Noch-) Bundeskanzler Scholz davon

    Arbeiter und Rentner laufen (Noch-) Bundeskanzler Scholz davon

    Der Grund ist die verfehlte Sozialpolitik der SPD

    von Reiner Korth 10.06.2024
    Bild: fr.de

    Bei den gestrigen Europawahlen mußten Bundeskanzler Olaf Scholz und seine SPD eine herbe Schlappe hinnehmen. Die SPD verlor noch einmal 2 Prozent gegenüber den letzten Europawahlen und liegt jetzt bei 13,9 Prozent. Das historisch schlechteste Ergebnis der SPD jemals bei einer Europawahl. Die SPD hatte eine verläßliche Sozialpolitik und eine Friedenspolitik für Europa im Wahlkampf plakatiert. Und sowohl Generalsekretär Kevin Kühnert als auch Parteivorsitzender Lars Klingbeil wurden nicht müde, heute am Montag in Interviews zur Nachbetrachtung des desaströsen Wahlerergebnisses immer wieder zu betonen, die SPD stehe weiterhin für eine verläßliche Sozialpolitik. Die Rente wird nicht angetastet. Und Kanzler Olaf verspricht ein stabiles Rentenniveau von 48 Prozent bis 2040! Das alles hört sich auf den ersten Blick sehr schön an, ist aber eine irreführende Aussage. Denn die Realität sieht zeimlich anders aus. Kanzler Scholz und die SPD meinen mit ihrer Aussage natürlich die Höhe der “Brutto-Rente”, ja die soll stabil bleiben. Und wie immer: der Scholz-O-Mat sagt nichts Falsches, aber er nennt eben auch nicht die wirkliche Wahrheit! Denn, die Brutto-Rente reduziert sich natürlich deutlich durch Steuern und Sozialabgaben. Allein durch die Rentenerhöhung zum 01. Juli 2024 kommen rund 114 000 weitere Rentner erstmalig in die Steuerpflicht (lt. Angaben des Bundesfinanzministeriums). Aber der dickste Brocken an Abzügen ist und bleibt natürlich weiterhin die Doppelverbeitragung bei den Betriebsrenten und bei den Direktversicherungen. Rund 20 % an Krankenkassenbeiträgen schmälern diese Renten ganz erheblich. Kanzler Scholz hatte eine (fiskalische) Lösung mehrfach versprochen, damit mehr im Netto übrig bleibt.

    Fünf Millionen Wähler wenden sich ab vom Bundeskanzler und seiner Partei

    Aber, Bundeskanzler Scholz hat bisher nicht geliefert und die Analysen der Wahlergebnisse zeigen es ganz deutlich: ganz viele Stammwähler sind verärgert über nicht eingehaltene Versprechen von Bundeskanzler Scholz und seiner Partei SPD. 2,5 Millionen bisherige SPD Wähler sind der Wahl einfach ferngeblieben und nochmal 2,7 Millionen Wähler sind der SPD davongelaufen, hin zu anderen Parteien (Quelle infratest dimap für die ARD). Und bei den Arbeitern (die später auch Rentner werden) kommt die ehemalige “Arbeiterpartei SPD” gerade mal nur noch auf einen Anteil von 12 Prozent. Das Vertrauen in Bundeskanzler Scholz ist verspielt und die Wähler merken das jetzt.

    Die Partei und die SPD Fraktion konterkarieren die Versprechen von Scholz

    Olaf Scholz hat mehrfach in Bürgergesprächen und im Deutschen Bundestag vertrauensvoll eine Entlastung der Doppelverbeitragung angekündigt. ABER: das Bundeskanzleramt jedoch antwortet dagegen: ” . . . kann in dieser Legislaturperiode nicht mehr umgesetzt werden”. Und auch die SPD Fraktion antwortet,” . . . können wir Ihnen daher weitergehende Erleichterungen bei den Beitragszahlungen noch in dieser Wahlperiode momentan nicht in Aussicht stellen.” Also, alles leere Versprechungen vom Kanzler, alles heiße Luft ? Bis hin zu den drei kommenden Landtagswahlen im Herbst verbleibt nicht mehr viel Zeit. Wenn Kanzler und SPD sich nicht bald aufraffen und ihre Versprechen einlösen, die Doppelverbeitragung endlich wieder abzuschaffen und die Gleichstellung der Direktversicherten mit Riester Rentnern durchsetzen, dann werden dem Kanzler und seiner Partei SPD bei den kommenden Wahlen noch mehr Arbeiter und Rentner davonlaufen. Auf den Kanzler kommt es an – er verspricht eine Lösung, aber er liefert nicht?

  • DVG groß in den Medien

    DVG groß in den Medien

    Rückwirkende Eingriffe von der Politik in selbst finanzierte Direkt-Lebensversicherungen – wo gibt es so etwas?

    Fünf Jahre ist es her, dass das ZDF in „Frontal 21“ und der SWR in der Sendung Marktcheck ausführlich über diese – laut Experten – „grobe Ungerechtigkeiten“ berichtet haben. Ein trauriges Jubiläum, findet nicht nur der DVG – Verein der Direktversicherungsgeschädigten e.V.

    Politik und Medien müssten vor den Wahlen eigentlich das Thema aufgreifen und den „Skandal der Doppelverbeitragung“, so der DVG endlich beheben helfen. Die Direktversicherungs-Opfer und auch die Betriebsrenten-Geschädigten bleiben hingegen ohne eine Lösung ihres Problems zurück. Dabei werden es immer mehr Geschädigte, die davon betroffen sind, denn die Generation der Baby-Boomer geht ab jetzt und in den kommenden Jahren in Rente – und von ihrer privaten Altersvorsorge bleibt herzlich wenig an Rendite übrig. Denn viele Millionen Geschädigte müssen auf ihren ausgezahlten Betriebsrenten oder Direktversicherungen fast 20 Prozent an Krankenkassenbeiträgen und Beiträgen der Pflegeversicherung berappen – und nicht nur ihren Anteil, sondern auch den Arbeitgeberanteil.

    Der Protagonist des ZDF-Frontal-Beitrags, Rudi Birkmeyer, sagt dazu Folgendes: „Schaut noch mal rein in die Fernsehbeiträge und nehmt zur Kenntnis, was die Politiker aus der einzelnen Bundestagsfraktion über den Skandal „Vertrauensbruch und Enteignung“ von sich gaben! 5 JAHRE – und was haben diese Herrschaften geändert? NICHTS! Erschreckend.“

    Der ZDF-Frontal-Beitrag ist zu sehen unter:

    https://www.youtube.com/watch?v=F4MZB-dVdkE

     

    Die SWR Sendung Marktcheck ist zu sehen unter: 

    www.youtube.com/watch?v=A5wYM5PGBjc

     

    Text und Foto-Animation: Thomas Kießling

     

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