Blog

  • Chaos im Rentensystem: So genannte Rentenexperten fordern für diese Jahr Nullrunde für Rentner

    Chaos im Rentensystem: So genannte Rentenexperten fordern für diese Jahr Nullrunde für Rentner

    Das schlägt doch dem Fass den Boden aus: führende so genannte Rentenexperten in Deutschland fordern eine Nullrunde für Rentner in 2024. Grund sei die Schieflage im Rentensystem in diesem Jahr.

    In der Bild-Zeitung und der Frankfurter Rundschau hatte zuvor der so genannte Rentenexperte Bernd Raffelhüschen, Professor in Freiburg, gefordert, um das Defizit im gesetzlichen Rentensystem so gering wie möglich zu halten, eine Rentenerhöhung für dieses Jahr auszusetzen.

    Der Ökonom wird folgendermaßen zitiert: „Deutschland baut seinen Sozialstaat seit Jahrzehnten immer weiter aus, deshalb ist es auch unproblematisch, im Sozialbereich zu sparen. Beispielsweise wäre ein Renten-Moratorium sinnvoll: Die Rentenerhöhung für dieses Jahr sollte ausgesetzt werden.“ Damit könnten laut Raffelhüschen zehn Milliarden Euro eingespart werden.

     

    Andere so genannte Rentenexperten gingen noch einen Schritt weiter.

    weil die Rentenkasse immer stärker belastet sei und die Beiträge der Versicherten nicht mehr ausreichten, um alle Rentner und Rentnerinnen zu versorgen – es gibt einfach zu viele. Daher plant die Bundesregierung den Zuschuss zur gesetzlichen Rentenversicherung für 2024 von127 Milliarden Euro – in einer Zeit, in der zum Sparen aufgerufen werde.

    Aber man muss dabei auch berücksichtigen, dass die Rentenversicherung schon immer kurzgehalten wurde – durch die Fehlfinanzierung der versicherungsfremden Leistungen wie der Mütterrente, der Rente mit 63, dem Bezug von ALG2 oder nun Bürgergeldempfängern, um nur einige zu nennen. Damit wurden und werden die regulären Beitragszahler zusätzlich zur Kasse gebeten wurden. Die Diskussionen darüber dienen natürlich auch dazu, die Doppelverbeitragung nicht zu beenden – weil die Krankenkassen ja immer Geld brauchen.

    In den letzten Wochen haben nun einige Ökonomen daher Vorschläge gemacht, wo weitere Einsparungen vorgenommen werden könnten. Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrats der Bundesregierung, forderte Anfang Januar die Abschaffung der Mütterrente und plädierte dafür, „stattdessen die Bahn zu sanieren“. Ihre Kollegen im Sachverständigenrat, Veronika Grimm und Martin Werding, schlugen vor, die Rente mit 63 zu streichen.

    Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat nun in dieser Woche Raffelhüschens Forderungen nach einer Nullrunde bei den Renten in scharfer Form zurückweisen lassen. Regierungssprecher Steffen Hebestreit sagte bei der Bundespressekonferenz am Mittwoch in Berlin, der Kanzler habe diesen Vorschlag „als einen Beleg dafür bewertet, wie weit die Lebenswelt eines Herrn Professors mit den Lebenswirklichkeiten von 20 Millionen Rentnerinnen und Rentnern nicht in Einklang zu bringen“ seien.

    Text und Foto-Animation: Thomas Kießling

     

  • Bundeskanzler Scholz, seine Wahlverspreche-n/r und der Umgang mit Rentnerinnen und Rentnern

    Bundeskanzler Scholz, seine Wahlverspreche-n/r und der Umgang mit Rentnerinnen und Rentnern

    Wie demokratisch werden Rentnerinnen und Rentner von Bundeskanzler Scholz und seiner Regierung behandelt?

    Leider werden die Rentnerinnen und Rentner von der Bundesregierung benachteiligt und vergessen.

    – Wahlversprechen des Bundeskanzlers werden nicht eingehalten,

    – Rentnerinnen und Rentner werden bei der Inflationspauschale nicht berücksichtigt,

    – Bundeszuschüsse an die Rentenkasse sind seit Jahren gesunken und decken nicht die versicherungsfremden Leistungen. Diese Unterdeckung muss aus den Beiträgen der gesetzlich Versicherten finanziert werden.

    Die Rentenarmut steigt insbesondere bei Frauen.

    Von Seiten der Regierung gibt es keine Vorschläge zu all den Problemen. Stattdessen werden durch die Haushaltsprobleme weitere Mittel, 600 Mill. Euro im Jahr, für die Rentenversicherung gestrichen.

    Zu unserem ureigensten Ziel, die Abschaffung der Doppelverbeitragung für Direktversicherte, haben wir von Mai 2023 bis November 2023  als Verein DVG e.V. Briefe an Bundeskanzler Scholz geschrieben, davon auch einen offenen Brief. Leider sind diese Briefe bis zum heutigen Zeitpunkt nicht beantwortet worden. Das zeugt von Desinteresse und Ignoranz.

    Bundeskanzler Scholz vergisst, dass die Doppelverbeitragung durch Auslegung von Gesetzen entstanden ist die die Benachteiligung von uns Direktversicherten erst möglich machte. Selbst der Eingriff in Altverträge wurde ermöglicht. So wie es in der Rechtsprechung der Bundesgerichte schon öfters passierte.

    Erschreckend ist, mit welchem Selbstverständnis staatliche Eliten ein Zwei-Klassenrecht in der Altersversorgung verinnerlicht haben und auch durchsetzen. In keinem demokratischen Rechtsstaat Europas gibt es kein solches Zwei-Klassenrecht.

    Vielleicht sollte Bundeskanzler Scholz mal daran denken, dass spätestens 2025 wieder Bundestagswahlen sind und er, sowie seine Partei auch die Stimmen der Rentnerinnen und Rentner brauchen.

    Text und Foto: Andreas Reich

  • DVG – Gelungenes Treffen der DVG-Regionalgruppen Stuttgart um Umland

    DVG – Gelungenes Treffen der DVG-Regionalgruppen Stuttgart um Umland

    „Mit unserem Verein ein neues Zeichen im Südwesten setzen und hier mehr zu mobilisieren“, das war das Ziel der Regionalgruppen-Versammlung des DVG – Direktversicherungsgeschädigten e.V. in dieser Woche in Esslingen. DVG-Bundesvorsitzender Reiner Korth unterstrich dabei, sich weiterhin mit voller Kraft für die Interessen der DVG-Mitglieder einzusetzen, den Stopp der Doppelverbeitragung.

    „Wir müssen auf die Politik einwirken, wie auch auf die Medien, so dass sie sich unseres Themas endlich richtig annehmen“, so Korth weiter. Für die Landtagswahlen in diesem Jahr (1. Sept. in Sachsen und Thüringen, am 22. Sept. in Brandenburg) könnte nach seinen Worten von Korth die zunehmende Altersarmut ein bestimmendes Thema werden. „Uns hat man gesagt, sorgt privat vor, sonst reicht es in der Rente nicht, und dann wird die private Altersvorsorgen bei vielen Bezugsnehmern mit 30 Prozent besteuert und mit zusätzlich 20 Prozent mit Krankenkassenbeiträgen und Beiträgen zur Pflegeversicherung belegt – das ist dann keine Zusatzrente mehr, sondern ein Zuschussgeschäft“, so Korth.

    Viele Wortmeldungen mit Einzelbeispielen

    Viele Redebeiträge und Einzelschicksale wurden hernach diskutiert. Organisator und DVG-Neckar-Rems-Fils-RG-Leiter Michael Rahnefeld hob hervor: „Diese Veranstaltung dient auch der besseren Vernetzung, dass wir gemeinsam mehr erreichen.“ Der Applaus gab ihm recht und mit großem Dank für die Organisation der Veranstaltung im historisch-schönen Ambiente im Esslinger „Palmscher Bau“.

    Dr. Rainer Ochmann, DVG-Bezirksgruppenkoordinator, konnte die Aktivitäten des DVG bundesweit und die Erfolge des Vereins bisher aufführen. „Wir sind aktiv, wir führen zahlreiche Kundgebungen durch, wir sind in den Köpfen zahlreicher Politiker, wir haben einen Freibetrag auf die KK-Beiträge erreicht und wir stehen mit unserer Forderung zur Abschaffung der Doppelverbeitragung im Parteiprogramm von FDP und SPD, aber hierbei muss uns einfach noch der große Durchbruch gelingen“, so Ochmann.

     

    „Bringen Sie sich ein“

    Deshalb seine Aufforderung an die Teilnehmer der Veranstaltung: „Bringen Sie sich ein, schreiben Sie ihren Bundestagsabgeordneten, schreiben Sie Leserbriefe – kommen Sie in den DVG – denn allein ist man zunächst vielleicht schneller, aber gemeinsam kommt man weiter.“

    Auf der Veranstaltung wurde auch ein Regionalgruppen-Leiter*in für die RG Stuttgart gesucht. Die angesprochene Person überlegt noch und meldet sich zeitnah zurück.

    Die RG-Leiter werden zur Delegiertenversammlung des DVG fahren und dort über Programm und Strategie des DVG mit abstimmen.

     

    Ausblick: Delegiertenversammlung in Erfurt am 20. April

    Die Delegiertenversammlung findet Erfurt, am Samstag, 20. April 2024 von 14.00 bis 18.00 Uhr, statt.

    Teilnehmer sind die in den Regionalgruppen zuvor gewählte Delegierte. Mitglieder des DVG sind als Gäste (ohne Stimmrecht) herzlich willkommen.

    Kundgebung vor der Delegiertenversammlung.

    Um 10.00 Uhr wird auf einem prominenten Platz der Stadt eine DVG-Kundgebung stattfinden, bewährt wie auch bei den letzten Delegiertenversammlungen. Näheres folgt.

    www.dvg-org.de

    Text und Fotos: Thomas Kießling

    Weitere Fotos:

     

  • Betriebsrenten mit hohem Verlustrisiko

    Betriebsrenten mit hohem Verlustrisiko

    Versteckte Fallen und Stolpersteine in der bAV

    …von Reiner Korth …08.02.2024…Bild: Pixabay/Frantisek_Krejci

    Bundesregierung und die Wirtschaftweisen legen immer wieder den Finger in die Wunde: die Warnung vor Altersarmut, die staatliche Rente wird nicht reichen. Und sie werben öffentlich und offensiv darum, zusätzlich “privat vorzusorgen”, was in der Regel bedeutet, über den Arbeitgeber einen Vertrag zur betrieblichen Altersvorsorge (bAV) abzuschließen. Zumal dieser Vertrag auch noch mit 15 % Arbeitgeberzuschuß gefördert wird. Zumindest beim ersten Arbeitgeber, mit dem der Arbeitnehmer bzw. die Arbeitnehmerin den Vertrag abgeschlossen hat.

    Von den Tücken bei einem Arbeitgeberwechsel und von weiteren Risiken in der bAV berichtet jetzt das Wirtschaftsmagazin capital.de in seinem Artikel “Die Tücken der betrieblichen Altersvorsorge”. Zitat: “Wer nicht aufpasst, macht mit der Betriebsrente ein schlechtes Geschäft.” Der Mindestanteil an Förderung von 15 % würde nicht reichen. Verwaltungskosten und magere Rendite werfen die Frage auf, ob die Betriebsrente wirklich “rentabel ist.” Zudem: Theodor Peschke, Experte für Altersvorsorge bei der Siftung Warentest wird zitiert mit der Aussage “Die bAV verdient diesen Namen eigentlich nicht, wenn die Beschäftigten sie selbst bezahlen (Anm.: durch Lohnverzicht)”.

    Problematisch könne es eben dann werden, wenn jemand nach Jahren den Betrieb wechselt. Es sei nicht garantiert, daß der neue Arbeitgeber den Vertrag einfach so weiterführen lasse. Das sei in hohem Maße von der Vertragsart und dem Durchführungsweg abhängig. Nicht jeder Arbeitgeber bietet jede auf dem Markt verfügbare Vertragsvariante an.

    Steuern und Abgaben und weniger staatliche Rente

    Und dann sind da noch die Allgemeinen Versicherungsbedingungen. Der Betriebsrentner zahlt bei Renteneintritt zusätzlich Steuern und doppelte Krankenkassenbeiträge, eben auch den Arbeitgeberanteil, den dieser in der Ansparphase nicht zahlen mußte. Zudem werden für den monatlichen Versicherungsbeitrag keine Sozialabgaben abgeführt. Das führt beispielsweise bei einem Monatsbeitrag von 200 Euro und einer Laufzeit von 35 Jahren schnell mal zu einem Abzug von bis zu 2,5 Rentenpunkten. Übersetzt heißt das: Wer für die Betriebsrente anspart, bekommt später weniger staatliche Rente ausgezahlt. Bei 2,5 Rentenpunkte ist das ein Minus von ca. 90 Euro Rentenverlust im Monat. Zudem sinken der Anspruch auf Arbeitslosengeld, Krankengeld und beispielsweise Elterngeld. Folglich, niemand sollte sich von den Zahlen der staatlichen Förderung in der Sparpahse blenden lassen. Die Tücken liegen nach Renteneintritt in der Bezugsphase. Zumal, auch das haben wir Direktversicherten gelernt: es gibt keine Vertragsgarantie für Altverträge, Der Staat nimmt sich das Recht heraus, auch später noch Altverträge nachträglich mit hohen Abgaben abzukassieren.

     

  • Rentnerinnen und Rentner systematisch seit 1957 von den Bundesregierungen betrogen

    Rentnerinnen und Rentner systematisch seit 1957 von den Bundesregierungen betrogen

    Andreas Reich, 07.01.2024 …. Foto: Pixabay…
    Ja, es stimmt. Seit Jahrzehnten werden die Sozialversicherungssysteme in der Bundesrepublik von den Bundesregierungen betrogen, da sie die Finanzierung der versicherungsfremden Leistungen nicht gewährleisten. Dafür gibt es von der Hans-Böckler-Stiftung Auswertungen, wie „Böckler Impuls Nr: 18-208 von 2008“ und „Böckler Impuls Ausgabe 6-2005, die besagen, dass für 2002 keine Bundeszuschüsse an die Krankenkassen sowie 2008 eine Fehlfinanzierung von – 46,5 Milliarden erfolgten. Mit den nicht gezahlten Geldern an die Krankenkassen hätten die Beiträge der gesetzlich Versicherten bei 10% liegen können und die Leistungen der Krankenkassen hätten verbessert werden können.

    Diese nicht oder zu wenig zur Verfügung gestellten Bundeszuschüsse haben die Gesetzlichen Krankenkassen lt. den Bundesregierungen in finanzielle Schieflagen gebracht. Dadurch erfolgten Beitragserhöhungen und der Griff der Krankenkassen auf die Auszahlungen bei Betriebsrenten und besonders der Zugriff auf die Kapitalauszahlung bei uns Direktversicherten. Die gleiche Begründung der Unterfinanzierung der Krankenkassen führte zum 01.01.2024 zu Beitragserhöhungen bei den Krankenkassen.

    Prof. Dr. Karl Lauterbach lässt diesbezügliche Anfragen in Briefen unseres Vereins leider unbeantwortet und verschweigt damit die Wahrheit über die Fehlfinanzierung der Krankenkassen.
    Durch diese Fehlfinanzierungen ist den Rentnerinnen und Rentner mit Direktversicherung die Finanzierung der Krankenkassen durch die Doppelverbeitragung nachträglich und rückwirkend aufgebürdet worden. Wobei auch Verträge rückwirkend durch die GMG- Gesetzgebung betroffen sind.

    Als vor Jahren die privaten Krankenkassen die Beiträge für die Versicherten erhöht haben, wurde vom Bundesverfassungsgericht diese Beitragserhöhung für nichtig erklärt. Das Besondere daran ist, diese Richterinnen und Richter sind Privatversichert. „Wer Böses dabei denkt.“
    Zur Rentenkasse ist festzustellen
    Dass die nicht gezahlten Bundeszuschüsse für versicherungsfremde Leistungen von 1957 – 2022 zu einem Minusbetrag von „988 Milliarden Euro“ angewachsen sind. Diese Zahlen hat der Verein „Aktion Demokratische Gemeinschaft“ in seinen „Teufel Tabellen“ veröffentlicht auf Grundlage der jährlichen Veröffentlichungen „Rentenversicherung in Zahlenreihen“.
    Seit dem Jahr 1977 mit einem Rentenniveau von 59,8% ist dieses auf jetzt 47,2% gefallen und die Prognosen gehen bis 2035 von 45% aus.

    So gab in einem Porträt über Otto Teufel die TAZ diese folgenden Texte:
    „Dann kam die Bundesregierung Kohl mit gleich zwei Rentenreformen, die praktisch Rentenansprüche dieser Leute um bis zu einem Drittel abgewertet haben. Durch einen rückwirkenden Eingriff….. auch vor dem Bundesarbeitsgericht hätte man keine Hilfe gefunden.“

    „Wir sind ja alle keine Juristen. Und waren umso erstaunter, was das BVerfG in seinem Urteil sinngemäß gesagt hat: dass Arbeitnehmer und Rentner, wenn es um die Altersversorgung geht, nicht die gleichen Rechte gelten wie für andere Bürger, sprich Mitglieder der berufsständischen Versorgung und für Beamte. * Zu lesen im Urteil vom 11.11.2008 (1 BvL 3/05).
    „Denn wir haben kein Solidarsystem. Es gibt keinen einzigen demokratischen Rechtsstaat in Europa, bei dem nicht die Rentenversicherung einheitlich geregelt ist. Nur Deutschland hat eine Arbeitnehmerversicherung für abhängig Beschäftigte, während Dänemark, Finnland, die Niederlande, Schweden und die Schweiz eine Volksversicherung für alle ihre Bürger haben. Belgien, Frankreich, Luxemburg, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Österreich, Portugal und Spanien haben eine Erwerbstätigenversicherung für alle Erwerbstätigen.“

    „Es ist erschreckend, mit welchem Selbstverständnis unsere staatlichen Eliten ein Zweiklassenrecht bei der Altersversorgung verinnerlicht und durchgesetzt haben. Der Gesetzgeber ist zugleich der Empfänger von Pensionen. Über Rentenfragen sprechen bei uns öffentlich in der Regel ausschließlich solche Personen, die davon in keiner Weise betroffen sind. Sie haben nicht das geringste Interesse, da was zu ändern, weil sie erheblich davon profitieren.
    Nicht umsonst haben Bundestag und Länderparlamente es immer wieder abgelehnt, ihre eigene Altersversorgung der gesetzlichen Rentenversicherung anzuvertrauen.“

    Diese und andere Zitate aus dem Porträt der TAZ zeigen eindeutig, dass es nur eine politische Entscheidung geben kann.

    Wie sich die Beamten aller Ebenen, die Mitglieder und Mitgliederinnen des deutschen Bundestages sowie die Ruheständer und Ruheständerinnen dieser so demokratisch Agierenden Kraft ihrer Macht selbst am deutschen Staat bedienen sieht man auch an diesen nachfolgend genannte Ereignissen:

    Beamtinnen und Beamte, Pensionärinnen und Pensionäre erhielten 3000 Euro Inflationsausgleich aus Steuergeldern, obwohl sie gegenüber Rentnerinnen und Rentnern diesen Inflationsausgleich nicht bedurften.
    Die Rentensteigerung wird dieses Jahr auf etwas über 3% ausfallen. Dagegen erhalten die Bundestagsabgeordneten dieses Jahr eine Diätenerhöhung von über 6%.
    Bei uns Rentnerinnen und Rentnern wird die Erhöhung der Renten an die Lohnerhöhung in Deutschland angepasst. Die Diäten werden auch an die Inflation angepasst.

    So sieht für die Beamtinnen und Beamten die (Un)Gleichheit der Menschen in der Bundesrepublik nach Artikel 3 Grundgesetz aus.

    Wir Rentnerinnen und Rentner sollten uns diesen Betrug nicht mehr gefallen lassen, so auch nicht die Kürzung der Mittel von 600 Millionen Euro in den nächsten Jahren.
    Wir sind 22 Millionen Rentnerinnen und Rentner, wir sollten uns das nicht mehr gefallen lassen, sondern massiv dagegen vorgehen.
    Wir müssen die Bundesregierung, den Bundestag und auch die Bundesgerichte immer wieder mit Nachdruck auf diese Ungleichbehandlung zwischen Beamtenpension und Rentenauszahlung hinweisen. Dieser Mißstand gehört unverzüglich abgeschafft.

    Unser Ziel die „Abschaffung der Doppelverbeitragung“ wird für uns immer im Vordergrund stehen, Kämpfen wir alle dafür.

  • Politiker bei den Demos unerwünscht.

    Politiker bei den Demos unerwünscht.

    Politiker bei den Demos unerwünscht.

    …von Michael Rahnefeld …4.2.2024….Foto: Jost Gerbing/DVG

    Abertausende Bürger demonstrieren in diesen Tagen gegen „Rechts“ und für „Demokratie“ in Deutschland. Die Redner verknüpfen den Protest eben auch vielfach und folglich richtig gegen die Politik der Ampel. Das Abstruse: SPD – CDU/CSU – FDP – Linke und Grüne registrieren nur „gegen Rechts“ freuen sich über die Massen, ignorieren aber „für die Demokratie“ und bilden sich ein, dass die Massen auf ihrer Seite sind – aber das ist einfach falsch und eine Schieflage in ihrer Wahrnehmung.

    Die Politiker der etablierten Parteien, die sich so sehr über die Massen auf der Straße freuen und sich ihnen durch ihr Mitmarschieren anschließen, diese Politiker demonstrieren quasi gegen ihre eigene Politik.

    Dümmer und dreister geht es kaum. mit dem Versuch, eine unliebsame Opposition beseitigen zu wollen, anstatt diese argumentativ zu stellen – Zweifel an diesem antidemokratischen Verhalten sind erlaubt. Nicht zuletzt sind Politiker bei den Demos deshalb auch unerwünscht.

    Der Souverän in einem demokratischen Staat sind die Bürger und die Redner bei diesen Demos weisen zu Recht bei ihren Ansprachen auf die Missstände und Unfähigkeiten in Berlin wie auf die Entscheidungen gegen die Menschen in Deutschland hin:

    Zum Beispiel:

    • Das Gesundheitsministerium unter Karl Lauterbach will offenbar weiterhin die Betriebsrentner schröpfen, eine Entlastung gehe nicht, wird mit angeblicher Finanznot der Kassen lapidar erklärt – das Versprechen von Olaf Scholz wird einfach ignoriert. Bevor die Regierung über die Korrektur des GMG und Entschädigung spricht, tut sie erst mal gar nichts.

    • Auch die CDU Opposition ist beratungsresistent im Anblick des Vertrauensverlustes. Sie lässt ebenfalls die heutigen und künftigen Rentner im Regen stehen, aber alle wundern sich, dass die Unzufriedenheit in der Wählerschaft wächst, das Vertrauen geschwunden ist, denn gleichzeitig demonstrieren Klein- und Mittelstand gegen die schlechten Zustände in der Wirtschaft – kämpfen für ihr Überleben.

    Die Stimmungslage im Land ist durch die verfehlte Politik einer sozialen Spaltung, die ungebremst weiter vorangetrieben wird, entstanden. Die „so gescheiten Köpfe“ mit ihren satten Diäten und gesicherten Existenzen in Parteien und Parlamenten sowie selbst genehmigten Pensionen, für die sie keine Beiträge leisten, begreifen die soziale Spannung nicht und machen einfach so weiter.

    • Es fehlen bei einem ohnehin überhitzten Wohnungsmarkt in Großstädten und Ballungsgebieten tausende Wohnungen, die aus der Sozialbindung fallen.

    • Es werden ungebremst versicherungsfremde Leistungen aus den Renten- und Krankenkassen entnommen – das ist nichts anderes als Diebstahl an den Beitragszahlern und man nennt es Solidarität. Auch wenn das gesetzgeberisch legitimiert ist, ist es noch lange nicht moralisch legitimiert

    Bei einem Rentendurchschnitt von etwa 1500 Euro fallen ganz viele Menschen, die mit einer Rente von unter 1000 Euro – damit wird Altersarmut vorangetrieben (6,1% der Bevölkerung oder 17,5 % der Senioren sind davon betroffen).  Mindestrente oder Mindestlohn fängt das nicht auf, zumal der Gesetzgeber ab einem Grundfreibetrag von 10.908 € noch Steuern verlangt und jeder noch für jedes eingekaufte Lebensmittel Umsatzsteuer zahlen – was heißt, der Fiskus verdient mit, wenn du Lebensmittel einkaufst – geht’s noch?

    Weitere Ungereimtheiten:

    • Diebstahl an unserer Altersvorsorge nach Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen

    • Die nicht ausgeglichene Entnahme versicherungsfremder Leistungen aus der Kranken- und Rentenversicherung (zum Beispiel der durch die Beitragszahler mitfinanzierten Bürgergeldempfänger – die GKV spricht von 10 Milliarden, die hier fehlen. (Wenn der Gesetzgeber hier von einem Zuschüssen in die Renten- und Krankenversicherung spricht, ist das einfach falsch)

    • Wenn zigtausende ohne Not und unkontrolliert in’s Land geholt werden bei gleichzeitigem Wohnungsnotstand, gegen den nichts oder nur unzureichend etwas unternommen wird, wundert sich die Politik, dass Mieten und Baukosten steigen und ruft nach Mietpreisbremse.

    • Gleichzeitig sind unsere Schulen und Kindertagesstätten überfüllt – Integration = Fehlanzeige.

    • Stattdessen wird die politische Verwaltung aufgestockt und das Bundeskanzleramt doch erweitert – in einer Zeit, in der doch die Bürokratie abgebaut werden soll.

    Das alles ist Sozialer Zündstoff ohnegleichen und gefährdet unsere Demokratie – auch deswegen gehen die Menschen auf die Straße!

    Seit Jahren warnen die Sozialverbände über diese Missstände und bleiben ungehört. Man klammert sich mit einer Arroganz der Macht an überkommene Prinzipien – will die Schuldenbremse reformieren – selbst wenn Fachleute aus Industrie und Wirtschaft längst erkannt haben, dass dies der falsche Weg ist, denn man hat doch die überschuldeten Staatenim Süden Europas und Lateinamerika vor Augen – das alles, obgleich sowohl Regierung als auch Opposition schon längst einig darüber sind, dass sie im Unrecht handeln – die Probleme immer größer statt kleiner werden.

    Ein Doppelverbeitragungsopfer schrieb kürzlich an Erik Jödicke von www.change.org , der größten Plattform die ständig um Geld bettelt:

    „Ich leide, wie viele in diesem Land, aufgrund eines rechtswidrig willkürlichen Betrugs durch den Gesetzgeber, der mir für bereits in den1970er Jahren abgeschlossenen Verträgen für meine zu 100 Prozent privat finanzierte Altersvorsorge rückwirkend 12.500 Euro gestohlen hat. Geld, das mir an allen Ecken und Enden fehlt“,

    Aber mit Petitionen werden wir DVGler kaum vorankommen. Wir müssen jetzt lauter werden, mehr denn je Flagge zeigen, neue Mitglieder gewinnen. Die Politik wird in diesen Tagen dünnhäutiger, für viele in den Parlaments- und Regierungssesseln geht es in diesen Tagen auch um ihre persönliche Zukunft, in der zwar nicht ihr Wohlstand und ihre Existenz gefährdet sind, aber ihre Machtpositionen und ihre Eitelkeiten angegriffen werden. Es wird ungemütlich. Deshalb: Bitte werdet aktiv, hängt euch ein in öffentliche Diskussionen, schildert das Unrecht, prangert an, dass nur eine bestimmte gesellschaftliche Gruppe geschröpft wird, dass der immer mehr aufgeblähte Beamtenapparat davon verschont bleibt, dass sich die Machthabenden damit einigeln. Wir dürfen nicht mehr ignoriert werden, genauso wie die insgesamt 20 Millionen Rentner in diesem Land – immerhin ein Viertel der Wahlberechtigten –, die sich viel zu viel gefallen lassen. Bei jeder E-Mail zu unserer Sache, bei jedem Beitrag in sozialen Medien oder sonst wo, bei jeder Stellungnahme, bei dem Gespräch mit Medienvertretern, Abgeordneten und sonstigen Politikern bitte auf uns verweisen:
    www.dvg-ev.org

  • Gesundheits- ministerium sperrt sich gegen Entlastung der Betriebsrentner

    Gesundheits- ministerium sperrt sich gegen Entlastung der Betriebsrentner

    BMG: Rücknahme der “Doppelten Krankenkassenbeiträge” in Frage gestellt
    von Reiner Korth  …    02.02.2024…..

    Bild: Pixabay/Handgasfreund…..
    Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) sieht keine Möglichkeiten zur vollständigen Abschaffung der Doppelverbeitragung auf Betriebsrenten. Dies berichtet die Hesssische Niedersächsische Allgemeine (HNA) aus Kassel. Mit der Einführung des Freibetrages entlaste man die Betriebsrentner bereits mit einem Teil. “Vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzsituation ist derzeit noch offen, ob sich im Lauf der Legislaturperiode Möglichkeiten ergeben, Betriebsrentnerinnen und Betriebsrentner […] weitergehend zu entlasten”, zitiert die HNA aus einer Antwort des Bundesgesundheitsministeriums von Karl Lauterbach, SPD auf ihre Anfrage hin.
    Damit stellt sich das Ministerium gegen die Versprechen von Bundeskanzler Olaf Scholz, SPD, der zur Beseitigung dieses Ärgernisses eine Lösung mehrfach in Aussicht gestellt hatte, zuletzt im Dezember 2023 als Antwort auf die Anfrage des MdB Matthias W. Birkwald, Die Linke im Deutschen Bundestag.

    Die angebliche Geldnot bei den Krankenkassen

    Die Krankenkassen jammern jährlich immer wieder . Nach Angaben des BMG können die Krankenkassen “nicht einfach auf die Millionen an Beitragszahlungen (Anm.: der Rentner) verzichten”. Dabei haben die 96 Krankenkassen der GKV im Jahr 2022 einen Überschuß von 451 Mio. Euro erwirtschaftet. Die Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds lag Ende 2022 bei rund 12 Mrd. Euro. Die Krankenkassen wurden sogar vom Gesetzgeber aufgefordert, ihre Liquiditätsreserven abzubauen, um den jährlichen Bundeszuschuß nicht zu überstrapazieren. Dieser Bundeszuschuß ist eigentlich gar kein “Zuschuß” sondern er ist die nachträgliche Beitragszahlung des Bundes für die Ausgaben von Versicherungsfremden Leistungen, die die Krankenkassen allen Bürger zuteil werden lassen, die aber zurzeit ausschließlich von den gesetzlichen Versicherten finanziert werden müssen. Privatversicherte, Beamte und Minister sind fein raus. Gesamtgesellschaftliche Aufgaben sind eben von allen Bürgern zu finanzieren und nicht allein den Rentnern aufzubürden.

    Eine Lösung ist noch immer nicht in Sicht

    “Die Lösung des Problems” stelle für die Bundesregierung eine Herausforderung dar. Sie möchte die “Rentner als Wählergruppe zufriedenstellen”, will aber andererseits keine weitere Entlastung beschließen. Diese Verzögerungstaktik allerdings könnte zum Bumerang für die SPD werden. In diesem Jahr stehen die Europawahl und drei Landtagswahlen an. Betrogene Rentner werden sicherlich sehr genau überlegen, welcher Partei sie ihre Stimme noch geben können.

    Quellenangabe: HNA Artikel vom 01.02.2024
    https://www.hna.de/wirtschaft/die-unfaire-last-der-rentner-doppelte-krankenkassenbeitraege-trotz-regierungsversprechen-92808793.html?trafficsource=idTopBox

  • Die CDU lässt die (auch zukünftigen!) Rentner im Regen stehen

    Die CDU lässt die (auch zukünftigen!) Rentner im Regen stehen

    Abschaffung der Doppelverbeitragung: “wir (die CDU) machen es nicht”
    von Horst Debusmann 29.01.2024  . Foto: Pixabay

    In einem Telefonat mit dem NRW-Generalsekretär der CDU, Paul Ziemiak hat der Ehrenvorsitzende des DVG, Gerhard Kieseheuer erneut die schreiende Ungerechtigkeit der nachträglichen Doppelverbeitragung bei Direktversicherungen angesprochen und auf das verlorene Vertrauen der Bürger in die etablierten Parteien hingewiesen. Die Volksvertreter allerdings haben weiterhin keine Skrupel, diesen Irrsinn für rechtens zu erklären.

    Zitat Paul Ziemiak:

    Nein … wenn (die CDU) da ein Versprechen macht, das ist völlig unhaltbar, wir werden es nicht umsetzen. Die Leute werden enttäuscht sein, man muss redlich mit den Leuten umgehen. Die CDU kann da nichts versprechen, wir machen es nicht.”

    Der CDU ist auch nach 20 Jahren der Demütigung rechtschaffender Bürger mit Argumenten und Fakten nicht beizukommen. Private Altersvorsorge nach Lesart der Bundesregierung:

    100 Euro einzahlen, bei Fälligkeit dann nur noch 80 Euro zurückerhalten. Ein dickes Minusgeschäft wegen staatlicher Abgaben, Altersvorsorge pervers mit bitterem Nachgeschmack.

    Ein Blick auf die aktuelle Umfrage für die Europawahl am 9. Juni 2024 (96 Abgeordnete aus Deutschland) zeigt den unaufhaltsamen Trend. Nüchternes Ergebnis: Die etablierten Parteien verlieren immer mehr an Zustimmung. Sie wollen aber wie in unserem Fall der Direktversicherungen den dreisten Diebstahl nicht rückgängig machen. TOTALVERWEIGERUNG muss bedeuten: ABWAHL der Etablierten ohne Wenn und Aber.

    Betrug ist ein Straftatbestand

    Die Auszahlung einer Kapitallebensversicherung willkürlich in einen „120-monatigen Rentenbezug“ umzuwidmen und damit beitragspflichtig zu machen ist eine ganz subtile politische Trickserei und Betrug am rechtschaffenen Sparer. Der Betrug ist Straftatbestand.
    Auszug aus dem StGB § 263
    (1) Wer in der Ab­sicht, sich oder ei­nem Drit­ten ei­nen rechts­wid­ri­gen Ver­mö­gens­vor­teil zu ver­schaf­fen, das Ver­mö­gen ei­nes an­de­ren da­durch be­schä­digt, dass er durch Vor­spie­ge­lung fal­scher oder durch Ent­stel­lung oder Un­ter­drü­ckung wah­rer Tat­sa­chen ei­nen Irr­tum er­regt oder un­ter­hält, wird mit Frei­heits­stra­fe bis zu fünf Jah­ren oder mit Geld­stra­fe be­straft.

    (2) Der Ver­such ist straf­bar.

    (3) In be­son­ders schwe­ren Fäl­len ist die Stra­fe Frei­heits­stra­fe von sechs Mo­na­ten bis zu zehn Jah­ren. Ein be­son­ders schwe­rer Fall liegt in der Re­gel vor, wenn der Tä­ter

    1. …

    2. ei­nen Ver­mö­gens­ver­lust gro­ßen Aus­ma­ßes her­bei­führt oder in der Ab­sicht han­delt, durch die fort­ge­setz­te Be­ge­hung von Be­trug eine gro­ße Zahl von Men­schen in die Ge­fahr des Ver­lus­tes von Ver­mö­gens­wer­ten zu brin­gen,

    3. eine an­de­re Per­son in wirt­schaft­li­che Not bringt,

    Der stete Hinweis der CDU und auch von Paul Ziemiak, das haben die Gerichte bereits entschieden, bezieht sich nur auf echte Betriebsrenten, die als “Kapitalabfindung” vor Rentenbeginn ausgezahlt wurden mit der Absicht, die GKV-Beiträge bei monatlicher Betriebsrentenzahlung zu umgehen. Dieser Umgehungstatbestand betrifft aber nicht unsere Direktversicherungen. Wir wurden nicht abgefunden, sondern es ist die “Kapitalauszahlung” unseres angesparten Kapitalvermögens.

    Die Kapitallebensversicherung ist ein Sparvertrag

    Das Ansparen einer Kapital-Lebensversicherung ist eben ein “Kapitalsparvertrag” mit eingeschlossener Lebensversicherung. Das besagt schon der Name “Kapital-Lebensversicherung” und das hat mit “Altersvorsorge” rein gar nichts gemein! Das zu verstehen muss ja unheimlich schwer sein, oder besser ausgedrückt: die CDU will es nicht verstehen! Die bisherige “Kosmetik” der CDU nach jahrelangen Protesten ist völlig fehl am Platz, klingt nach Diebstahl mit Rabattvergütung! NEIN, Herr Ziemiak, und nochmals NEIN. Liebe CDU, so NICHT.

    Wir haben viele Schreiben gesendet an führende Regierungsmitglieder (Cc auch an Paul Ziemiak) mit den Hinweisen auf respektlos gesetzwidriges Handeln. Zuerst die Bürger zu einer privat finanzierten Altersvorsorge animieren, weil die Rente nicht reicht (diese Sorgen haben allerdings Abgeordnete und Beamte nicht, weil der Steuerzahler bürgt), dann nach Kapitalauszahlung ohne Vorwarnung abkassieren, sogar rückwirkend für Altverträge (!) aus den 1970er Jahren. Das ist Diebstahl an einem Kapitalsparvertrag.

    Da die CDU resistent ist, Argumente und Fakten zu akzeptieren (zu wollen), nach Gutsherrenart willkürliche Entscheidungen zum Nachteil vorsorgender Bürger (die dem Staat nicht zur Last fallen wollten) trifft, blieb Millionen um deren Ersparnisse betrogenen Bürgern nur die Wahl, der Partei CDU das Vertrauen zu entziehen. Ablesbar bei der historischen Bundestagswahl 2017 mit negativer Weichenstellung, bei der insbesondere viele gefrustete CDU-Stammwähler (ca. 1 Million, lt. tagesschau.de) aus Protest gegen eine gen Himmel schreiende Ungerechtigkeit zur AfD (!) abgewandert sind Selbst dieser Exodus hat die CDU nicht beeindruckt. Nach Abspaltung der BSW von der Linken hat sich jetzt mit der WerteUnion eine weitere Protestpartei etabliert. Bedeutet, Wutbürger bekommen eine größere Auswahl. Gut noch für alle Bürger, die gegen eine ausufernde AfD zu Recht auf die Straße gehen, aber ab sofort noch schlechter für die CDU. Kein Wunder, wer so mit ehrbaren Bürgern umgeht, hat es nicht besser verdient.

    Verlierer ist der Bürger mit Glauben an Vertrauensschutz


    Der Ausblick auf die drei Landtagswahlen 2024 ist düster, keine Korrektur irrsinniger Politik in Sicht, die massiven Bauernproteste sind nur ein Anfang. Rentner fahren keine Traktoren, dafür sind sie nach 20 Jahren der Demütigung aufgewacht und wehren sich auf anderen Ebenen gegen einen desaströsen Willkürbetrug, 20 Jahre des Vertröstens sind genug. Die um Lebensleistungen (Raub am Eigentum) und Lebensabend (Kampf gegen Windmühlen) betrogenen Bürger werden auch weiterhin alle Hebel in Bewegung setzen, in Leserbriefen und Internetveröffentlichungen auf diesen Skandal aufmerksam machen. Wer Bürger vorsätzlich um deren privat finanzierte Altersvorsorge mit Hinterlist betrügt, hat jede Legitimation (Anerkennung als Volksvertreter) verloren.
    Gewinner dieser Tat damals waren Arbeitgeber und Versicherungsgesellschaften (deren Lobby hat ganze Arbeit geleistet, Parteispenden sind der Dank, siehe AbgeordnetenWatch). Der Verlierer ist der dumme Bürger mit Glauben an Verlässlichkeit, Vertragstreue, Bestands- und Vertrauensschutz.

    Im § 229 SGB V geht es um die Betriebsrente, Direktversicherungsgeschädigte sind aber keine Betriebsrentner. Nach Ihrer Lesart zahlen wir aus unserem über viele Jahre Erspartem uns selbst eine “Betriebsrente”. Hurra, wo bleibt der gesunde Menschenverstand ???

    Sparen mit eingebauter Geldvernichtung, aber … „man hatte keine bessere Idee“. Diese haben wir dafür bei jeder Wahl: Keine Stimmen mehr für die dafür Verantwortlichen. Wer uns betrügt verdient Widerstand auf allen Ebenen. Wir kleben uns auf keiner Straße fest, wir beschmieren keine Gebäude, Kunstwerke und dergleichen. Unser Engagement heißt Öffentlichkeitsarbeit, Facebook & Co sind nur eine Plattform, das Internet bietet bis hin zu Petitionen einen hohen Verbreitungsgrad. Kommentare dazu sprechen eine deutliche Sprache.

    Wir haben verstanden: die CDU “kann da nichts versprechen, wir machen es nicht.” Aber auch wir um unsere Ersparnisse Betrogenen haben daraus unsere Lehren gezogen, wer Vertrauen missbraucht, ist nicht wählbar. Darüber nachzudenken, sollte sich auch für Sie/CDU lohnen, um Wut- und Protestwählern (in unserem Fall „nur“ ca. 7 Millionen Betroffene) wieder eine Heimat zu geben. Raubrittertum bedeutet Fahnenflucht, und solange sie daran festhalten wird sich daran nichts ändern. Betrug kann nicht belohnt werden, und je schneller Sie das begreifen werden Protestparteien („Not“Ventil unzufriedener Bürger) weniger Zuspruch erhalten. So einfach können Lösungen sein, man muss nur wollen.

  • Politik der Regierenden führt zu Demokratieverlust

    Politik der Regierenden führt zu Demokratieverlust

    Ein Kommentar von Michael Rahnefeld 28.01.2024.  

    Täglich 1 000 Nadelstiche gegen die Politik der Missachtung

    Die Stimmung in Deutschland ist auf einem Tiefpunkt. Abertausende von Bauern tragen ihren Unmut über die Regierungspolitik auf die Straßen, bei der Bahn fahren tagelang keine Züge, weil ein bestens dotierter Bahnvorstand nicht in der Lage ist mit einem Gewerkschafter, der seinen Job konsequent erfüllt, einen tragbaren Kompromiss zu finden. Das Ansehen der Regierung bei der Bevölkerung war noch nie so schlecht wie momentan, Kanzler und Ampel verzeichnen Abstürze in der Zustimmung ihrer Wählerschaft, weil sie die soziale Spaltung im Land vorantreiben. 

    Gleichzeitig geht mittlerweile über eine Million Menschen auf die Straße, um für Demokratie und Freiheit zu demonstrieren, was ganz toll ist. Was dabei allerdings ärgert, das ist der Eindruck, die Nomenklatura der etablierten Parteien denkt, damit sei die Suppe gelöffelt und ihre Macht werde zementiert. Die Politiker lehnen sich genüsslich zurück und machen weiter so wie bisher. 

    Wer sich da mal nicht täuscht. Die Menschen gehen vor allem auch für die Demokratie auf die Straße, und diese wird nicht nur von rechts oder links bedroht, in erster Linie führte diese Politik der Regierenden zu einem Demokratieverlust. Und das sollte eigentlich auch bei den Demos formuliert werden. Wer bis hinein in den Kühlschrank und in den Heizungskeller bestimmen will, was die Menschen zu tun und lassen haben, wer in einer abgehobenen Blase lebt und in aller Öffentlichkeit erklärt, eine Durchschnittsrente liege bei 2000 Euro, wer ungezügelten und undurchsichtigen Lobbyismus zulässt, wer seit Jahren Bürger um ihre Ersparnisse bringt und 20 Millionen Rentner vernachlässigt, sie gar in die Altersarmut zwingt, wer seine eigenen kriminellen Machenschaften mit Vergesslichkeit überdeckt, wer Versprechen nicht einhält, lügt, (Klimageld !!! ), die Bürger mit Ignoranz straft, Verfassungsgerichte mit ehemaligen Parteipolitikern (Ministerpräsidenten, MdB) besetzt und bei ständiger lächerlicher Symbolpolitik immer noch die Arroganz der Macht pflegt, muss sich nicht wundern, wenn er tief stürzt und jegliches Vertrauen verspielt. 

    Europa- und Landtagswahlen
    In diesem Jahr stehen Europawahlen an und Landtagswahlen. In Brandenburg, Thüringen und Sachsen wird ein neuer Landtag gewählt, und die Angst der dort Regierenden wird immer offensichtlicher, da helfen auch die derzeitigen Massendemonstrationen wenig, denn die bereits an die Extremparteien verlorenen Schafe können wohl kaum wieder eingefangen werden. Die gegenwärtige Chaospolitik zwischen Ignoranz, Zaudern, Vergessen, Wegducken und dann wieder unüberlegten Schnellschüssen, die gleich wieder revidiert werden müssen, stimmen diese Wähler wohl kaum wieder um. Die einzige Chance, dass es zum großen demokratischen Umdenken in diesem Lande kommt heißt “Vertrauen schaffen”.

    Des Kanzlers Versprechen: wir arbeiten an einer Lösung
    Gespannt sein darf man, wie der Zuwachs an neuen Parteien, beispielsweise jene von Sarah Wagenknecht und die des ehemaligen Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen die politische Landschaft verändern und das Wahlvolk beeinflussen werden. Wir als Opfer der Doppelverbeitragung müssen jedenfalls ganz genau überlegen, wo und wie es noch eine Chance gibt, an unser Ziel zu kommen. Der Kanzler hat noch bis zum Herbst 2025 Zeit, sein Versprechen bezüglich DVG doch noch einzulösen. Eigentlich müsste er täglich daran erinnert werden, denn wenn seine Kanzler-Uhr abgelaufen ist, dann wird er im Nirwana verschwinden, deshalb ist es schon jetzt wichtig für uns, politische Partner zu finden und zu überzeugen, die auch für uns einstehen. 

    Das ist zugegebenermaßen sehr, sehr schwer. Aber Parlamentarier und Politiker der Etablierten werden immer intensiver um Stimmen buhlen müssen, die ihnen letztlich eine komfortable Existenz mit satten Diäten ermöglicht. Wir sollten also mit unserem Interesse auf eine DVG-Politik der tausend Nadelstiche setzen. Das heißt, jeder DVG-ler muss vor Ort bei der Politik unbequem werden, muss nerven, muss das Unrecht öffentlich machen und das Handeln der Politiker anprangern. Den sogenannten „Volksvertretern“ muss klar werden, dass wir nicht noch einmal unsere „Schlächter“ wählen.  In diesem Sinne: lasst uns das Jahr 2024 mutig angehen.

    Einer, der Dinge immer klar und direkt ausspricht, das ist der Tübinger OB Boris Palmer, der deshalb von seiner Partei verstoßen wurde. Hier ein Hinweis auf das Video über ein Interview mit ihm bei der Rhein-Neckar-Zeitung. Boris Palmer trifft mit seinen Aussagen den Nagel auf den Kopf.

    Hier der Link zum kompletten Video: https://youtu.be/65rw70SPDA8

     

  • Gelungener Auftakt beim 1. Norddeutschen Grünkohlessen des DVG

    Gelungener Auftakt beim 1. Norddeutschen Grünkohlessen des DVG

    Vertrauen in die Ampelregierung ist dahin

    Text: Reiner Korth
    Fotos: Jost Gerbing
    Vortrag: Erwin Tischler

    Rund 30 Teilnehmer waren der Einladung der Initiatoren gefolgt und hatten sich in der Gaststätte Lüdeke-Dalinghaus in Löningen zu einem geselligen und kurzweiligen Abend eingefunden. In seiner Begrüßungsrede mit Jahresrückblck dankte Bundesvorsitzender Reiner Korth als erstes dem Orga-Team mit H. Averbeck, E. Tischler, B. Hellebusch und R. Ochmann für ihren Einsatz und die überaus gute Vorbereitung. In seiner Grundsatzrede zum Beginn des neuen Jahres ließ Korth zunächst noch einmal die wesentlichen Ereignisse mit dem persönlichen Einsatz und dem großen Engagement vieler DVG Mitglieder aus dem Jahr 2023 Revue passieren. In der Zwischenbilanz zur Halbzeit dieser Bundesregierung zog Korth jedoch das Fazit: Versprechen nicht eingehalten, Vertrauen verspielt.

    Sowohl Bundeskanzler Olaf Scholz selber als auch führende Politiker wie die Bundesminister Heil und Lauterbach bekundeten immer wieder ihr persönliches Verständnis für das “Problem der Doppelverbeitragung”, aber es mangelt an der Umsetzung einer vollständigen Lösung. Bereits vor einem Jahr habe BK Scholz in der Fragestunde im Berliner Bundestag zugesagt “wir arbeiten an einer Lösung”. Allerdings liege bis heute noch immer kein Vorschlag auf dem Tisch.
    Korth zeigte auch kein Verstädnis dafür, daß es in der Sozialgesetzgebung angeblich erlaubt sein soll, eine real stattgefundene Auszahlung einer Kapitallebensversicherung juristsich als “120 monatigen Rentenbezug” umzuwidmen und damit beitragspflichtig zu machen. Das sei eine ganz subtile politische Trickserei und Betrug am rechtschaffenen Sparer. Eine Kapitallebensversicherung sei kein Element der “Altersvorsorge”, schon gar nicht der “Altersversorgung” sondern diene alleinig der Kapitalbildung eines Haushaltes und in vielen Fällen zur Abzahlung der Hypothek fürs Haus oder der Eigentumswohnung.
    Der DVG wird weiter Beratung anbieten und aufklären, insbesondere die jungen Leute, die jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die nach dem neuen Altersvorsorgegesetz mit 15 % Arbeitgeberzuschuß und Sozialabgabenbefreiung angelockt und fahrlässig in eine Verlustfalle geführt werden. Niemand klärt sie darüber auf, daß sie später doppelte Krankenkassenbeiträge zahlen müssen und weniger Rentenpunkte haben werden. In vielen Fällen bekommen sie trotz Zuschuß wegen der hohen ABgaben nicht einmal ihren eingezahlten Nettobetrag wieder raus. Das sei fahrlässig herbeigeführter politischer Betrug.

    Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein haben sich die Mitglieder dann intensivst ausgetauscht über ihre persönlichen Situationen, über die jeweiligen Stände ihrer Widersprüche und Klagen und über ihre Erfahrungen aus persönlichen Gesprächen mit den Politikern. Zu kulturellen Auflockerung des Abends trug der RG Sprecher von OS-Land, Erwin Tischler mit einem Vortrag in humoresker Gedichtsform bei, der den Gästen die Situation der Abzocke bei den Rentnern mal auf seine Weise erklärt hat.

       

    Weitere Bilder der Veranstaltung und Vortragstext im internen Bereich:  hier klicken

📁 Archiv – Dies ist eine Archiv-Version der alten DVG-Website (Stand August 2026). Inhalte können veraltet sein. Keine Anmeldung oder Registrierung möglich.  |  Zur aktuellen Website →