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  • Leider bislang keine Anzeichen auf Besserung – ein Kommentar

    Leider bislang keine Anzeichen auf Besserung – ein Kommentar

    Zur Veranstaltung mit Demo und Protestkundgebung des DVG – Verein der Direktversicherungsgeschädigten e.V. in Wiesbaden hat DVG-Mitglied und Regionalgruppen-Leiter Heinrich Richardt einen Kommentar geschrieben.

     

    Ein Kommentar von Heinrich Richardt:

    „In dem uns ab Januar 2004 aufgezwungenen Aderlass gibt es keine Anzeichen von Entlastung!

    Das sind die Erkenntnisse unserer Demo und Kundgebung für „Gerechte Altersvorsorge“ und „Gegen Enteignung der Rentner“ am 1. September 2023 in Wiesbaden.

    Von SPD und CDU erfolgte keinerlei Reaktion auf unsere Einladung, auch nicht nach einer Erinnerung. Bündnis 90/Die Grünen hatten keine Zeit an der Veranstaltung teilzunehmen. Ich denke, eher kein Interesse an unserem Thema.

    Die FDP meldete wenige Tage vor der Veranstaltung Alexander Winkelmann (stv. Fraktionsvorsitzender der FDP im Stadtparlament Wiesbaden u. Kandidat für den Landtag) als Redner an. Das Thema und die zahlreichen Fragen aus unseren Reihen haben ihn stellenweise überfordert, und klare Aussagen seitens seiner Partei aus Berlin gab es auch nicht.

    Unser Fazit: SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und Union (CDU/CSU) lassen uns weiter „bluten“.

    Engin Eroglu, der Spitzenkandidat der FREIEN WÄHLER HESSEN hat eindeutig erklärt, dass er an unserer Seite steht und mit seiner Partei für die Abschaffung der Doppelverbeitragung eintritt!

    Noch mehr kann man den Eindruck haben bei der Partei Die Linke, den Gleiches gilt für den Redner Axel Gerntke. Die Partei hat unser Forderungen seit Jahren am meisten unterstützt bis hin in den Bundestag durch eine Anfrage von Matthias W. Birkwald an Bundeskanzler Scholz am 25. Jan. dieses Jahres und hat ihm dabei sogar ein Versprechen auf ein  Lösung abgetrotzt hat: „irgendwie fiskalisch“.

    Jetzt sind wir, die hessischen Betriebsrentner und Sparer in eine Direktversicherung bzw. die Zahlungsempfänger aus ihrer Direktversicherung gefordert.

    Das klang in der Innenstadt von Wiesbaden so:

    „Wer Rentner quält, wird nicht gewählt!“

    Jeder von uns hat es nun, durch seine Stimmabgabe, mit in der Hand, wie es mit unseren Forderungen weitergeht und ob er sich weiter ärgert, aufregt und innerlich vor Zorn kocht.

    Liebe Freundinnen/Freunde, Mitglieder der RG Hessen, Betroffene und Teilnehmer in Wiesbaden, die Planer und Vorbereiter der Demo/Kundgebung, haben eine Plattform bereitet und einen Weg gestaltet „Mit frischem Wind setzen wir die Segel“.

    Euch allen die dabei waren, meine Hochachtung und ein dickes Danke.“

    Info: Hervorragend organisiert wurden Protestmarsch und Kundgebung in Wiesbaden von den DVG-Regionalgruppen Nord- und Osthessen und federführend von Heinrich Richard, Brigitte Pötzl und Jörg Kotter.

     

    Kommentar von Heinrich Richardt             Foto: Thomas Kießling

     

  • Informationsaustausch mit Industriegewerkschaft in Herford

    Informationsaustausch mit Industriegewerkschaft in Herford

    Der Verein DVG – Direktversicherungsgeschädigte e.V. war mit seinen Regionalgruppen Bielefeld, Herford und Minden sowie Regionalforum OWL zu Gast bei der Gewerkschaft IGBCE – Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie. Es wurde Tacheles geredet.

    Die Veranstaltung fand am 22.08.2023 im Hotel Waldesrand in Herford statt. Der Einladung folgten 30 Personen von der Gewerkschaft und 10 Personen vom DVG e.V.

    Die Gewerkschaft IGBCE ist die zweitgrößte Industriegewerkschaft mit mehr als 600.000 Mitglieder. Sie vertritt die Interessen von mehr als 1 Million Beschäftigten und steht für ein solidarisches Miteinander und für soziale Gerechtigkeit heute und morgen. Die Gewerkschaft IGBCE ist dabei nicht nur ein zuverlässiger Partner, wenn es um Arbeitswelt geht, so die Eigenauskunft, sondern auch dann, wenn es um den neuen Lebensabschnitt „Rente“ geht.

    Der DVG hatte also die Chance durch die Info-Veranstaltung mit Gewerkschaftern ins Gespräch zu kommen und die Folgen einer Altersvorsorge mit entsprechenden Konsequenzen aufmerksam zu machen.

    Unser Referent und DVG-Vorstandsmitglied, Günter Dehlen, hatte einen einstündigen Vortrag über die betriebliche Altersvorsorge vorbereitet. Dabei ging es auch um die Direktversicherungen, bei denen rückwirkende Eingriffe in die Altverträge vor 2004 eingegriffen wurde – mit dem so genannten GMG – Gesundheitsmodernisierungsgesetz oder korrekt: Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung, kurz GMG vom 14.11.2003 (im BGBl – Bundesgesetzblatt). Darüber hinaus informierte Günter Dehlen über die Forderungen des DVG. Anschließend gab es eine ebenso interessante Diskussionsrunde, bei der jede Frage beantwortet wurde.

    Das Fazit von Manfred Berkenkamp: „Dieses Treffen stärkt uns und hilft auch, die Aufmerksamkeit auf uns zu lenken und dadurch unsere Ziele zu erreichen.

    Ganz wichtig war die Teilnahme der Gewerkschaft IGBCE, denn es gibt keinen anderen Weg, als die Öffentlichkeitsarbeit – ob Jung oder Alt – zu informieren die Gesellschaft und den Zusammenhalt zu stärken.

    Text: DVG-Mitglied Manfred Berkenkamp

    Fotos: DVG-Mitglieder Heinz Averbeck und Uli Eckert

  • „I have a dream: die Doppel- und Voll-Verbeitragung wird zum 1. Januar 2024 abgeschafft“

    „I have a dream: die Doppel- und Voll-Verbeitragung wird zum 1. Januar 2024 abgeschafft“

    Nachklapp zum großen Protestmarsch durch die Wiesbadener Innenstadt und anschließender Kundgebung vor dem Hessischen Landtag. Dazu hatte der DVG – Verein der Direktversicherungsgeschädigten e.V. aufgerufen. Einige Parteien zeigten Flagge und entsandten Redner, einige – davon die großen Parteien und die Medien – blieben in Deckung, vollkommen zu Unrecht wie der DVG meint.

    „I have a dream: die Doppel- und Voll-Verbeitragung wir zum 1. Januar 2024 abgeschafft“, sagte Günter Dehlen, DVG-Vorstandsmitglied bei seiner Rede vor dem Hessischen Landtag unter tosendem Applaus vor rund 200 Teilnehmern in Anlehnung an die „Traum-Rede“ von Martin Luther King vor 60 Jahren in Washington. „Damals ging es um Bürgerrechte, bei uns geht es um die Rechte der Bürger, nicht betrogen und abgezockt zu werden“, so Dehlen.

    Die anwesenden politischen Redner zeigten viel Verständnis und versprachen, sich für die Kernforderung des DVG, die sofortige Abschaffung der Doppel- und Vollverbeitragung auf Direktversicherungen und Betriebsrenten einzusetzen.

          

    Hintergrund

    Bundeskanzler Scholz hatte dies in einigen Wahlkampf- und Bürgerveranstaltungen, auch direkt im Bundestag am 25. Jan. 2023, noch für diese Legislaturperiode zugesichert. Passiert ist hingegen bis zum jetzigen Tag nichts, deshalb lassen die DVG-Mitglieder auch in ihrem Protest nicht nach. Denn in 20 Jahren GMG – Gesundheitsmodernisierungsgesetz mit Inkrafttreten der Doppelverbeitragung, sind sie schon zu oft hingehalten und getäuscht worden. „Wir können alles machen, aber nicht aufgeben“, war somit einer der Kernsätze auf der Kundgebung. Auch über den Bundesrat kann eingegriffen werden – deshalb wollte der DVG auch im Wahlkampf zur Hessenwahl Akzente setzen. „Politik gegen Rentner zu machen”, sagte DVG-Vizebundesvorsitzender Jörg Kotter, „geht im Bund wie in den Bundes-Ländern nach hinten los – da müssten sich die Parteien auf vor der Hessenwahl eigentlich fürchten.”

     

    Spannende Reden – mit hoffentlich großer Wirkung und Abhilfe

    Für die Partei „Freie Wähler Hessen sprach Engin Eroglu, Landesvorsitzender der Partei in Hessen und Europaabgeordneter (MdEP) im Brüsseler Europaparlament. „Ihr Problem zeigt einer der größten Krisen in der Geschichte der Bundesrepublik auf, die einer Vertrauenskrise in die Politik und in die Regierenden – das hätte nie und nimmer geschehen dürfen, denn so kann man mit Bürgerinnen und Bürger nicht umspringen“, so der Landtagskandidat.

    „Wenn wir ins Parlament einziehen“, sagte Wulf Hahn, Sprecher Klimaliste Hessen e.V., „dann werden wir in den ersten 100 Parlamentstagen den DVG und seine Forderungen ins Programm aufnehmen und eine Bundesrats-Initiative anzustreben, denn die Form der Enteignung muss schleunigst ein Ende haben.“

     

    Axel Gerntke, Parlamentarischer Geschäftsführer DIE LINKE im Hessischen Landtag und ein Vertreter von der Partei, die den DVG in den vergangenen Jahren am meisten unterstützt hat – auch mit der Anfrage von MdB Matthias M. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Linken, am 25. Januar 2023 im Bundestag. „Man hätte gedacht, man kann mit den Menschen nicht schlimmer umspringen: der Rentenfaktor geht immer weiter nach unten – aktuell liegt er bei 48 Prozent – und die Rente mit 67 Jahren scheint nur eine Durchgangsstation zu sein, aber die Problematik des DVG zeigt deutlich: es geht noch schlimmer, was sich da der Gesetzgeber erlaubt.“

    Gerntke weiter: „Wir müssen die Gesetzliche Rentenversicherung stützen und dürfen die privaten Initiativen wie die Direktversicherungen der DVG-Mitglieder aber nicht bestrafen“, zeigt sich der Renten-Experte überzeugt: „Wir werden jedenfalls weiterhin gegen ihr Unrecht ankämpfen, denn es ist auch ein Problem, dass noch viele der Babyboomer betreffen wird, die noch gar nichts davon wissen, weil sie erst noch in Rente gehen werden und dann ihre erste Abrechnung der Krankenkasse bekommen“.

             

    Kurz vor der Kundgebung zeigte sich noch die FDP bereit, einen Redner zu entsenden: den 28-jährigen Alexander Winkelmann, FDP-Landtagskandidat und bislang Stadtverordneter der Stadt Wiesbaden: „Das Versprechen, dass Ihnen Kanzler Scholz gegeben hat, muss er einhalten“, so Winkelmann, „die FDP werde ihr Möglichstes im Bundesgesundheitsausschuss tun, um Abhilfe zu schaffen – diese Forderungen brauchen aber Mehrheiten im Bundestag.“ Auf den Hinweis und einige Anfragen, dass sich die FDP im Bund bereits in der Mehrheit – sprich in der regierenden „Ampel-Koalition“ befinde, konnte er bestätigen. „Die FDP wird eine Lösung einfordern“, betonte er.

     

    Die anderen Parteien zeichneten sich durch Wegducken aus oder – im Falle der SPD in Hessen – durch leicht pikierten Gesichtsausdruck ihrer verbeilaufenden Abgeordneten, die in den Landtag bzw. ihren Fraktionsräumen liefen.

    Auch die Medien glänzten bei dieser DVG-Kundgebung durchgängig mit Abwesenheit, mit dem Verweis, sie hätten aktuell genug Themen. Doch damit würden sie laut DVG verkennen,

    dass es bei mehr als 84 Millionen Einwohnern rund 22 Millionen RentnerInnen gebe, die rund ein Viertel der Bevölkerung sowie fast ein Drittel aller Wahlberechtigten darstellten. Das Thema Doppelverbeitragung betrifft aktuell rund 13. Millionen Menschen und in Zukunft noch mehr.

    Die Hessenwahl findet wie die Landtagswahl in Bayern am Sonntag, 8. Oktober 2023 statt.

    Hervorragend organisiert wurden Protestmarsch und Kundgebung von den DVG-Regionalgruppen Nord- und Osthessen.

     

    „I have a dream“ – einen überaus berechtigten

    In einer sehr guten Rede konnte DVG-Vorstandsmitglied Günter Dehlen nochmals den Finger in die offene Wunden legen: Hier längere Auszüge seines mit großem Beifall und Trillerpfeifen bedachten Vortrags:

         

    „Seit 2004 sind Millionen von Bürgern um ihre Altersvorsorge betrogen worden.

    Wir fordern Sie auf, den unverzeihlichen Vertrauensbruch bei den Direktversicherungen, nicht zu wiederholen, sondern endlich die längst überfällige Gerechtigkeit (auch für Altverträge – abgeschlossen vor 2004) wieder herzustellen.

    Bündnis 90/Grüne und SPD (unter Mitwirkung der Union) haben 2003 diese faktische Teilenteignung der Altverträge von Direktversicherungen durch Belastung mit Krankenkassenbeiträgen, abgeschlossen vor 2004, in die Welt gesetzt.

    Wer die Zahlungen für Direktversicherungsaltverträge vor 2004 monatlich zu 100% aus seinem Arbeitsentgelt entrichtet hat, der hat bereits zusammen mit seinem Arbeitgeber 19,6 % an die Krankenkasse in der Einzahlungsphase gezahlt.

    Nach dem Steuerrecht geht das Eigentum nach dem Entrichten aller Steuern (erst 10%, dann 15% und am Ende 20% plus Solidaritätszuschlag) auf den Arbeitnehmer über. Wenn dieser dann seinem Arbeitgeber erlaubt, sein Eigentum an die Direktversicherung weiterzuleiten, so bleibt es immer noch im Eigentum des Arbeitnehmers. Auch bei der Auszahlung bleibt es immer noch sein Eigentum!

    Wenn dann plötzlich – ohne die Versicherungsinhaber zu informieren – 2004 rückwirkend für alle vorher abgeschlossenen Verträge die Zuordnung zu den Betriebsrenten erfolgte und dann bei der Auszahlung vom Gesetzgeber dieses Eigentum nunmehr als Betriebsrente und damit als neue Einkünfte betrachtet werden und erneut 19,6 % an die Krankenkasse allein vom „angeblichen Betriebsrentner“ gezahlt werden müssen, versteht man die Welt und die Politik nicht mehr! Der im Grundgesetz verankerte Schutz des Eigentums hat plötzlich keine Bedeutung mehr?

    Deshalb: „Wir sind viele, wir sind laut, weil ihr unser Erspartes klaut.“

    Günter Dehlen weiter:

    „Von diesen sogenannten Versorgungsbezügen sind auch Betriebsrenten umfasst. Durch das Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung wurde 2004 der zuvor geltende halbe Beitragssatz auf einen vollen allgemeinen Beitragssatz angehoben und neben Renten nicht regelmäßig wiederkehrende Leistungen von der Beitragspflicht erfasst.

    Wir Direktversicherte aber waren bis zum 31.12.2003 beitragsfrei und kein Gesetz hat das mit klaren Formulierungen geändert!

    Der Freibetrag von aktuell ca. 169,75 EUR hat für viele abgeschlossene Direktversicherungsinhaber keinerlei Auswirkung, da viele auch eine echte Betriebsrente haben, die den Freibetrag bereits übersteigt.

    Jetzt wird sich herausstellen, ob die Versprechen vor der Wahl „… die Doppelverbeitragung von Direktversicherungen und Betriebsrenten mit Krankenkassenbeiträgen abzuschaffen …“, eingehalten werden.

    An der Erfüllung des Wahlversprechens werden sich alle Parteien auch im Hessischen Landtag messen lassen müssen!

    Wir werden weiter für eine gerechte Altersvorsorge kämpfen, denn wer nicht kämpft, hat schon verloren.

    Kurzer Rückblick in die Geschichte:

    Was geschah vor 60 Jahren:

    „I have a Dream“, ist der Titel einer berühmten Rede von Martin Luther King am 28. August 1963 beim Marsch auf Washington. Sein Thema: Kampf um Bürgerrechte!!

     

    Vor 20 Jahren: Einführung des GMG: „Enteignung von Millionen Rentnern:“

     

    „I have a dream“

    Jeds DVG-Mitglied wirbt 2 neue Mitglieder

     

    „I have a dream“

    Wir begrüßen das 10.000ste DVG-Mitglied

     

    „I have a dream“

    Mitte November 2023 fahren 6.000 Mitglieder des DVG nach Berlin vor das Bundeskanzleramt

     

    „I have a dream“

    Olaf Scholz beantwortet den öffentlichen Brief des Vorstandes und lädt uns nach Berlin als Experten ein.

     

    „I have a dream“

    Olaf Scholz erinnert sich an seine Versprechen und spricht im Bundestag ein Machtwort!!

     

    „I have a dream“

    „Die Doppel und Vollverbeitragung wird zum 1.1.2024 abgeschafft!!!“

     

    „I have a dream“

    „I have a dream“

     

    Nur gemeinsam sind wir stark.

    Es gibt viel zu tun; packen wir es an“,

    „so Günter Dehlen, der auch ein Grußwort von Gerhard Kieseheuer, Ehrenvorsitzender des DVG, der leider für Wiesbaden verhindert war, vor:

     

    Dieses Grußwort ist hier einzusehen:

    1_Grußwort des Ehrenvorsitzenden

     

    Hier einige Impressionen von Demonstrationszug und Kundgebung vom 1. September 2023 in Wiesbaden:

     

     

     

    Text: Thomas Kießling             Fotos: Heinz Averbeck und Thomas Kießling

     

     

     

  • Hallo-Wach des DVG vor der Hessen-Wahl: erfolgreicher Protestmarsch und Demo in Wiesbaden vor dem Landtag

    Hallo-Wach des DVG vor der Hessen-Wahl: erfolgreicher Protestmarsch und Demo in Wiesbaden vor dem Landtag

    Mit einem großen Protestmarsch durch die Wiesbadener Innenstadt und anschließender Kundgebung vor dem Hessischen Landtag hat der DVG – Verein der Direktversicherungsgeschädigten e.V. auf sich aufmerksam gemacht. „Wir sind viele, wir sind laut, weil ihr unser Erspartes klaut“, traten die von der Politik Geprellten lautstark auf.

    Zahlreiche Redner aus politischen Lagern zeigten viel Verständnis und versprachen, sich  für die Kernforderung des DVG, die sofortige Abschaffung der Doppel- und Mehrfachverbeitragung auf Direktversicherungen und Betriebsrenten, einzusetzen.

    Bundeskanzler Scholz hatte dies in einigen Wahlkampf- und Bürgerveranstaltungen, auch direkt im Bundestag am 25. Jan. 2023, noch für diese Legislaturperiode zugesichert. Passiert ist hingegen bis zum jetzigen Tag nichts, deshalb lassen die DVG-Mitglieder auch in ihrem Protest nicht nach. Denn in 20 Jahren GMG – Gesundheitsmodernisierungsgesetz mit Inkrafttreten der Doppelverbeitragung, sind sie schon zu oft hingehalten und getäuscht worden. „Wir können alles machen, aber nicht aufgeben“, war somit einer der Kernsätze auf der Kundgebung. Auch über den Bundesrat kann eingegriffen werden – dehalb wollte der DVG auch im Wahlkampf zur Hessenwahl Akzente setzen. “Politik gegen Rentner zu machen”, so ein Sprecher, “gehe im Bund wie in den Bundes-Ländern nach hinten los.”

    Mehr zu den Reden auf der Kundgebung in Kürze hier.

    Hier schon einmal einige Impressionen.

    Text und Fotos: Thomas Kießling

  • Wie beim Industriestrompreis, so beim Stopp der Doppelverbeitragung:  Kanzler Scholz und seine SPD-Spitzen uneins –  Großer Unmut im Vorfeld der DVG-Demo in Wiesbaden

    Wie beim Industriestrompreis, so beim Stopp der Doppelverbeitragung: Kanzler Scholz und seine SPD-Spitzen uneins – Großer Unmut im Vorfeld der DVG-Demo in Wiesbaden

    Das ist ja wohl die Höhe: Kanzler Scholz hat mehrfach angekündigt, den Stopp der Doppelverbeitragung noch in dieser Legislaturperiode durchzusetzen. Nun schreibt aber seine Partei, und zwar die SPD-Bundestagsfraktion, an Mitglieder des DVG – Verein der Direktversicherungsgeschädigten e.V.: „[…] Im Interesse aller Versicherten [können] wir Ihnen zu unserem Bedauern daher weitergehende Erleichterungen bei den Beitragszahlungen noch in dieser Wahlperiode momentan nicht in Aussicht stellen.” Was bleibt da für ein Eindruck? Wie beim Industriestrompreis, so beim Stopp der Doppelverbeitragung: Kanzler Scholz und seine SPD-Spitzen sind offenbar uneins.

    Nicht mal in ein und derselben Partei wird mit einer Zunge gesprochen, wenn es um Beschlüsse geht. Wie soll das dann bei drei Parteien in der Ampel-Koalition sein? Antwort: so wie es oftmals in den Medien rüberkommt, mit Streit, Uneinigkeit und Kompromissen auf dem kleinsten, gemeinsamen Nenner. BSP: Kindergrundsicherung: geplant: 12 Mrd. Euro, Kompromiss: 2,4 Mrd. Euro.

    An die SPD-Bundestagsfraktion hatte u.a. DVG-Mitglied

    Michael Heil aus Oberursel geschrieben.

    (Auszüge seines Briefs dürfen wir hier im Zitat veröffentlichen.)

     

    „Sehr geehrte [SPD-]Fraktion,

    Kanzler Olaf Scholz hat auf seiner letzten Wahlkampfveranstaltung vor der Bundestagswahl in Münster (sie können sich das Video noch anschauen, link siehe unten) versprochen, dass die Ungerechtigkeit der Doppelverbeitragung der Betriebsrente beseitigt wird. Versprochen, hat er gesagt!

    2004 hat ausgerechnet Olaf Scholz in einer Nacht- und Nebelaktion kurz vor den Sommerferien und der Fußball-Europameisterschaft einem nachträglichen Vertragsbruch bei den Betriebsrenten zugestimmt. Das hatten Millionen Rentner nie unterschrieben. Sie wurden und werden seitdem enteignet. Sie glauben gar nicht, wie groß die Wut der Menschen ist, die hier 40 oder 45 Jahre lang jeden Monat eingezahlt haben und dadurch sogar weniger netto verdient haben, weil das vom Bruttolohn berechnet wurde. Durch den Zinsverfall danach ist ohnehin kaum noch etwas übrig. Und Sie kassieren dann per Doppelverbeitragung noch mal 20 Prozent auf die Auszahlung für die Krankenkassen. Es ist unsäglich, und Sie schaffen einen Meinungs-Multiplikator gegen die SPD in der Bevölkerung bei denen, die Rentner werden und die es sind.

    Warum verspricht der Kanzler, diesen maßlosen Vertragsbruch und diese Ungerechtigkeit zu beseitigen und hält sich nicht an sein Wort? Bitte sagen Sie mir nicht, das ist in Arbeit. Das ist Verschleppung. Sagen Sie mir, wann dieser Vertragsbruch endlich korrigiert wird? Es brennt! Vielen Dank.

    Grüße

    Michael Heil“

     

    Die Antwort der SPD-Bundestagsfraktion ist doch ein Schlag ins Gesicht der 6,3 betroffenen Direktversicherungsgeschädigten und 6,5 Betriebsrentner, sagt Michael Heil.

    Hier dürfen wir Auszüge des Antwortschreibens der SPD-Bundestagfraktion veröffentlichen:

    „Der SPD-Parteivorstand beschloss bereits im Juli 2017, sich nachdrücklich für die Abschaffung der vollen Verbeitragung von Betriebsrenten in der gesetzlichen Krankenversicherung einzusetzen. In einem ersten wichtigen Schritt ergänzten wir im Jahr 2020 die geltende Freigrenze durch einen dynamischen Freibetrag, so dass derzeit 169,75 Euro pro Monat beitragsfrei bleiben. Das bedeutet für alle Betriebsrentnerinnen und Betriebsrentner eine spürbare Entlastung bei den Krankenkassenbeiträgen, von der diejenigen mit einer kleinen Betriebsrente überdurchschnittlich profitieren. Die neuen Regeln gelten auch für Einmalzahlungen – beispielsweise aus Direktversicherungen.

    Selbstverständlich streben wir weiterhin die vollständige Abschaffung der Vollverbeitragung wie auch der Doppelverbeitragung von Betriebsrenten in der gesetzlichen Krankenversicherung an. Wie Sie sicherlich wissen, müssen wir aktuell aber ein strukturelles Defizit in der gesetzlichen Krankenversicherung bekämpfen. Unser vorrangiges Ziel ist dabei die Vermeidung von Leistungskürzungen im Interesse aller Versicherten. Zu unserem Bedauern können wir Ihnen daher weitergehende Erleichterungen bei den Beitragszahlungen noch in dieser Wahlperiode momentan nicht in Aussicht stellen. Die weitere Entwicklung der Wirtschaft und Beschäftigung in Deutschland bleibt abzuwarten.

    Freundliche Grüße

    Team Direktkommunikation [der SPD-Bundestagsfraktion]“

     

    Lichtblick in der SPD-Antwort – „Wir bleiben weiter dran am Stopp der Doppelverbeitrag“

    Einziger Lichtblick bliebt, dass die Partei zusammen mit der Ampel nach wie vor den Stopp der Doppelverbeitragung vorhaben. Die Einlassung, dass es derzeit der gesetzlichen Krankenkassen an liquiden Mitteln fehlt und die Zeit für den Stopp aktuell ungeeignet sein, ist aber eine Verhöhnung der Beitragszahler, sagt Michael Heil. „Wir konnten uns auch nicht aussuchen, ob wir bezahlen oder nicht – uns wurde das Geld einfach abgezogen – wir fühlen uns um unser Erspartes betrogen.“

     

    Aussagen für großer Unmut im Vorfeld der DVG-Demo in Wiesbaden

    Dieser Vertrauensbruch der Politik und des Gesetzgebers wird sicherlich auch Thema bei der Demonstration und der Kundgebung des DVG vor dem Hessischen Landtag am kommenden Freitag, 1. Sept 2023 in Wiesbaden sein. „Das werden wir uns so nicht gefallen lassen können“, war im Vorfeld im Teilnehmerkreis zu vernehmen.

    Hier die Liste der Redner und auch die Details, um auch noch kurzentschlossen bei Demo und Kundgebung dabei zu sein:

    • Engin Eroglu, Landesvorsitzender FREIE WÄHLER Hessen und MdEP
    • Wulf Hahn, Sprecher Klimaliste Hessen e.V.
    • Axel Gerntke, Parlamentarischer Geschäftsführer DIE LINKE im Hessischen Landtag
    • Günter Dehlen, Vorstandsmitglied DVG e.V.

     

    Infos zu Wiesbaden:  

    dvg-ev.org/termin/dvg-demonstration-in-wiesbaden/

     

    Hintergrund: die Kanzler-Versprechen

    Anschließend erinnerte er an die öffentlichen Aussagen des Kanzlers am

    + 20. Februar 2020: Video-Call Nordhessen (Fragesteller Heinrich Richardt)

    + 24. September 2021: Münster (vor der Bundestagswahl 2021)

    +   1. September 2022: Essen (Bürgerbefragung)

    + 25. Januar 2023: Deutscher Bundestag (Fragesteller MdB Birkwald/Die Linken)

    Hier der Link zur konkreten Anfrage von Matthias W. Birkwald (Bundestag, 25. Januar 2025)

    https://youtu.be/R5SKRPnW-BE

    Hinweis: nach Anklicken des weißen Pfeils im roten Feld ist zu scrollen auf 50:15 Min.

    Mit freundlicher Genehmigung der heutigen Sendung [Mittwoch, 25. Jan. 2023] des Senders Phoenix auf Youtube.

    +   1. Mai 2023: Koblenz (Kanzlergespräch)

     

    Text und Foto-Animation: Thomas Kießling

     

     

     

  • Krankenkassen bitten Menschen in Rente zur Kasse – DVG entsetzt über Vorgehen – einige Versicherte können Geld zurückfordern

    Krankenkassen bitten Menschen in Rente zur Kasse – DVG entsetzt über Vorgehen – einige Versicherte können Geld zurückfordern

    Gesetzlich krankenversicherte Rentnerinnen und Rentner müssen seit 2004 Beiträge zur Krankenversicherung auf Versorgungsbezüge zahlen, die als Einmalzahlungen geleistet werden. Das Bundesverfassungsgericht hatte dem teilweise widersprochen. Einige Versicherte können Geld zurückfordern. Der DVG – Verein der Direktversicherungsgeschädigten e.V. zeigt sich erneut entsetzt über so manch Vorgehensweise der Gesetzlichen Krankenversicherungen.

    Darauf verweist die Verbraucherzentrale Hamburg in einem Beitrag, der auf ihrer Homepage bereits am 31. März 2023 veröffentlicht wurde.

    DVG-Mitglied und Regionalgruppen-Vorsitzender Frank Müller aus Fürth hat den Beitrag, auf den wir freundlicherweise an dieser Stelle verlinken dürfen, aufgespürt.

    www.vzhh.de/themen/gesundheit-patientenschutz/krankenversicherung/krankenkassen-bitten-menschen-rente-zur-kasse?fbclid=IwAR0uMa1K6YmUtb1zhC4mdnq65f0X_R0iI2LZn7a0yc3msHY0CWkKBekuydY

     

    Der DVG zeigt sich entsetzt über so manch Vorgehensweise der Gesetzlichen Krankenversicherungen

    Es bleibt offenbar das Problem, dass die Krankenkassen bei der Mehrfach- und Doppelverbeitragung falsch abrechnen, dass sie Versicherte, die Einspruch erhoben haben, über dubiose Schreiben oder gar Anrufe von den Widersprüchen abbringen möchten (dafür gab es schon einige Rügen vom Bundesamt für Soziale Sicherung) und dass – wie hier dargelegt – die Beiträge wohl falsch berechnet werden, wenn die Betroffenen längst selbst als VersicherungsnehmerIn in den Verträgen eingetragen sind.

    Text aufgrund Hinweis: DVG-Mitglied Frank Müller, Fürth.

    Text und Foto-Animation: Thomas Kießling

     

  • Demo in Wiesbaden: Spannende Redner und großer Bericht in der Zeitung HNA

    Demo in Wiesbaden: Spannende Redner und großer Bericht in der Zeitung HNA

    Für die Kundgebung des DVG – Verein der Direktversicherungsgeschädigten e.V. am kommenden Freitag, 1. September 2023 um 13.00 Uhr in Wiesbaden vor dem Hessischen Landtag werden interessante Redner-Beiträge erwartet.   Davor findet ein Protestmarsch statt.

    Als Redner werden erwartet:

    • Engin Eroglu, Landesvorsitzender FREIE WÄHLER Hessen und MdEP
    • Wulf Hahn, Sprecher Klimaliste Hessen e.V.
    • Axel Gerntke, Parlamentarischer Geschäftsführer DIE LINKE im Hessischen Landtag
    • Günter Dehlen, Vorstandsmitglied DVG e.V.

     

    Nähere Informationen sowie die Möglichkeit der kostenfreien Teilnahme an Protest und Kundgebung gibt es hier:

    dvg-ev.org/termin/dvg-demonstration-in-wiesbaden/

     

    Kostenfreie Anmeldung unter – oder Ihr kommt einfach vorbei und demonstriert mit:

    https://dvg-ev.org/anmeldung-dvg-demo-hessen/

     

    Großer, eindrücklicher Bericht im Vorfeld zu Wiesbaden in der HNA – Hessischen-Niedersächsischen Allgemeinen

    Über die Problematik der Doppelverbeitragung sowie die Protestkundgebung am kommenden Freitag in Wiesbaden waren die DVG-Regionalgruppen Nord- und Osthessen in Kontakt mit der HNA – Hessischen-Niedersächsischen Allgemeinen in Kontakt. Entstanden ist ein großer, eindrücklicher Bericht.

    Hier der Artikel:

     

    Text und Foto: Thomas Kießling

     

  • Die deutsche Altersvorsorge steht vor dem finanziellen Kollaps – kein Wunder

    Die deutsche Altersvorsorge steht vor dem finanziellen Kollaps – kein Wunder

    So fährt die „Ampel“ die Rentenkasse an die Wand, schreibt die NZZ – Neue Züricher Zeitung. Und mit jedem Tag, an dem sich das politische Schweigen fortsetzt, werde das Problem ein kleines bisschen grösser, so der NZZ-Kommentator Und der DVG – Verein der Direktversicherungsgeschädigten e.V. sieht nicht nur den Kommentar kritisch.

    Der Link zum Kommentar hier (mit freundlicher Genehmigung):

    https://www.nzz.ch/meinung/der-andere-blick/rente-so-faehrt-die-ampel-die-altersvorsorge-an-die-wand-ld.1753045

     

    Und dennoch kommt die hochangesehene NZZ in ihrem Kommentar nicht annähernd auf die Idee, dass alle Sozialversicherungs-Beschäftigte in einen Topf einzahlen. Womöglich heißt dieser ja irgendwann einmal Bürgerrente?

    Selbstständige, Beamte und Politiker fehlen in diesem Topf bislang. Auch die immensen Zahlungen an versicherungsfremder Leistungen über Jahrzehnte hinweg (seit den 1950er Jahren rund eine Billionen Euro!) hat die NZZ weggelassen. Da hat der DVG – Verein der Direktversicherungsgeschädigten e.V. nicht erst bei seiner Fachveranstaltung „Gerechte Altersvorsorge“ vor einem Monat an der Goethe-Universität in Frankfurt große Vorleistung für neue Ideen geleistet.

    Lesen Sie auch hierzu nochmals mehr:

    www.dvg-ev.org/2023/07/warnung-vor-altersarmut-nachklapp-zur-gelungenen-dvg-veranstaltung-an-der-uni-frankfurt/

     

    Text: Thomas Kießling            Foto: pixabay

     

  • Hessen-Wahl aktuell, Teil 2: „Wortreich“ ist nicht nur ein Ort, sondern auch Saskia Eskens Ausreden

    Hessen-Wahl aktuell, Teil 2: „Wortreich“ ist nicht nur ein Ort, sondern auch Saskia Eskens Ausreden

    Beim Hessen-Wahlkampf haben die DVG-Regionalgruppen-Koordinator Nord- und Osthessen vollen Einsatz gezeigt und SPD-Partei-Co-Vorsitzende Saskia Esken zur Rede gestellt. Schauplatz war wieder Bad Hersfeld, diesmal vor dem Mitmachmuseum „Wortreich“. Dementsprechend Eskens Ausreden. Sicherlich auch Thema bei der DVG-Kundgebung und dem Protestmarsch in Wiesbaden vor dem Landtag am 1. Sept 2023, 13.30 Uhr (siehe unten). 

    Ein Kommentar von Heinrich Richardt, DVG-Regionalgruppen-Koordinator Nord- u. Osthessen:

    „DVG-Regionalgruppen-Koordinator Heinrich Richardt stellt an den Anfang seiner Ansprache in Bad Hersfeld eine Aussage von Bundeskanzler Olaf Scholz am Tag der offenen Tür (20.08.2023) in Berlin vorne an: Zitat Scholz: „Gerechtigkeit spielt für mich eine zentrale Rolle“.

    Danke für diese tolle Einstiegsidee an Thomas Hintsch (Projektberater im Bundesvorstand).

    Anschließend erinnerte er an die öffentlichen Aussagen des Kanzlers am

    + 20. Februar 2020: Video-Call Nordhessen (Fragesteller Heinrich Richardt)

    + 24. September 2021: Münster (vor der Bundestagswahl 2021)

    +   1. September 2022: Essen (Bürgerbefragung)

    + 26. Januar 2023: Deutscher Bundestag (Fragesteller MdB Birkwald/Die Linken)

    +   1. Mai 2023: Koblenz (Kanzlergespräch)

    Heinrich Richardt wies darauf hin, dass vom Kanzler immer wieder Zusagen/Versprechungen erfolgten. Bis heute jedoch nichts geschehen ist, um die Doppelverbeitragung zu stoppen. Wo bleibt hierbei die Gerechtigkeit?

    Dazu unsere Frage an Frau Esken, wann passiert etwas?

    Frau Esken stellt dar, dass es ohne Kompromisse in der Politik nicht gehe und dass der beschlossene Freibetrag (in 2019) eben ein Kompromiss darstelle. Zwar nur ein kleiner, aber mehr war mit den Koalitionspartnern eben nicht zu erreichen. Sie nennt das GMG-Gesundheitsmodernisierungsgesetz von 2004 einen großen Fehler, dessen Beseitigung aber nun auf einen Schlag nicht möglich war bzw. ist. Daraufhin setzte eine kurze, heftige Debatte mit den DVG-Mitgliedern ein, an der unsere TeilnehmerInnen Silvia Hofmann, Fritz Probst und Klaus Bärthel intensiv beteiligten.

    Die Schlussforderung von Frau Saskia Esken war: „Bleiben sie dran, erinnern sie uns immer wieder an das Problem, aber nicht nur uns von der SPD, sondern sprechen sie auch gerne mit der FDP.“

    Eigentlich wurde schon mit jedem Bundes-Politiker mehrfach gesprochen – und sie sind auch schon mehrfach angeschrieben worden. Vielleicht sollte man es ihnen noch aufmalen?“

     

    Foto 1 auf dem Titel: Saskia Esken (links), hier mit Landtagskandidatin Tanja Hartdegen, und Heinrich Richardt, DVG-Regionalgruppen-Koordinator Nord- u. Osthessen.

     

    In der Hersfelder Zeitung

    Hier der Link zum Bericht über Esken/Rhein in Bad Hersfeld:

    https://www.hersfelder-zeitung.de/bad-hersfeld/spd-chefin-esken-und-ministerpraesident-rhein-cdu-machten-stopp-in-bad-hersfeld-92475535.html

     

    DVG am 1. Sept. 2023 um 13.30 Uhr: Kundgebung und Protestmarsch in Wiesbaden vor dem Landtag

    Dabei sein und den Politikern Feuer unter dem Hintern machen.

    Mehr Infos zur Veranstaltung hier:

    dvg-ev.org/termin/dvg-demonstration-in-wiesbaden/

    Kostenfreie Anmeldung unter:

    https://dvg-ev.org/anmeldung-dvg-demo-hessen/

    Nach der Kundgebung sind um 15.30 Uhr im Restaurant “Lumen”, Marktplatz, 65183 Wiesbaden für den DVG Tische reserviert. Wer kommt, kann sich auch mit anderen DVG-lern austauschen und seinen Fall schildern – und ihm wird mit Rat und Tat weitergeholfen. Wer nicht kommt, der muss zuhause allein über seinem Fall brüten und über die Doppelverbeitragung fluchen: „Kommt also vorbei und macht mit.“

     

    Text und Fotos: Heinrich Richardt

    Redaktion: Thomas Kießling

     

  • Hessen-Wahl Part 1: CDU-Nebelkerze im Hessen-Wahlkampf: War da nicht ein Parteitagsbeschluss?

    Hessen-Wahl Part 1: CDU-Nebelkerze im Hessen-Wahlkampf: War da nicht ein Parteitagsbeschluss?

    Wenn der Parteitag 2018 den Stopp der Doppelverbeitrag beschließt, warum kommt die CDU dann nicht in die Hufe? Ein Treffen mit Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) und den DVG-Regionalgruppen Nord- und Osthessen am 22. August 2023 in Bad Hersfeld vor dem „Sportlereck“ am Linggplatz dokumentiert. „Wählt mich erst, dann kümmere ich mich drum.“

    Der Regionalgruppen-Koordinator Nord- u. Osthessen des DVG – Verein der Direktversicherungsgeschädigten e.V., Heinrich Richardt, berichtet von dem Treffen:

    „Ministerpräsident (MP) Rhein kam in Bad Hersfeld direkt auf uns zu, kurze Begrüßung. Dann stellte Heinrich Richardt die Gruppe und unseren DVG-Verein kurz vor. MP Rhein war der DVG und die Problematik der Doppelverbeitragung geläufig, und er kam sofort auf den Beschluss des CDU-Parteitages 2018 zu sprechen. Er war allerdings der Meinung, dass es dabei einen Gesetz-Entwurf von Jens Spahn gegeben habe, der entsprechende Veränderungen wie z.B. den Stopp vorgesehen hätte. Dies war dem DVG so nicht bekannt, und wir haben dies auf 2019 zurückgeführt, wo Jens Spahn wohl einen entsprechenden Vorschlag vorgelegt hatte, Bundeskanzlerin Merkel ihn aber offenbar zurückpfiff.

    MP Rhein will diesen Gesetz-Entwurf besorgen lassen und uns zur Verfügung stellen – wenn es ihn denn je gegeben hat, oder war das eine Nebelkerze im Wahlkampf?

    Foto 1 v.l.:   Klaus Bärthel, Melsungen; Hessens Ministerpräsident Boris Rhein; Heinrich Richardt, Oberaula; Ernst Liebich; Fritz Probst; beide Breitenbach a. Herzberg

    Heinrich Richardt hat dann die Frage gestellt, wie es denn für den DVG in der Sache weitergehen soll und dabei die Zahl der Betroffenen (Betriebsrentner und Direktversicherte) in Hessen mit 1,2 Mio. Menschen beziffert. Der Ministerpräsidenten war sichtlich erstaunt über diese große Dimension.

    Ein weiterer Anknüpfungspunkt unseres Koordinators Heinrich Richardt war die Erwähnung der Resolution des Freistaates Bayern im Frühjahr 2019 im Bundesrat. Das Gremium hat sie mit Mehrheit angenommen und die Bundesregierung damit aufgefordert, die Betroffenen in Deutschland wie den DVG zu entlasten. Bis heute wisse man aber nicht, wo dieser Beschluss liegengeblieben ist und ob und in welcher Weise er bearbeitet wurde.

    Bezüglich des Bundesrats sieht MP Rhein in diesem Jahr keine Möglichkeit mehr, mit dem Koalitionspartner Bündnis 90/Die Grünen einen neuen Vorstoß zu unternehmen. Im kommenden Jahr – also nach der Hessen-Wahl – müsse das neu aufgegriffen werden.

    Wir wurden vom MP gebeten, unser Anliegen in einem knappen Brief mit Fakten darzulegen und diesen über seinen Büroleiter der Staatskanzlei zukommen zu lassen. Den Kontakt dazu hat der MP beim Treffen persönlich hergestellt.

    Laut MP Rhein: Wir sollen an ihm mit dem Thema dranbleiben. Das können wir schon machen, aber irgendwann sollte sich beim Thema Doppelverbeitragung auch etwas tun und die CDU – wenn sie schon das Thema auf einem Parteitag beschließt – muss damit endlich auch in die Hufe kommen.“

    In der Hersfelder Zeitung

    Hier der Link zum Bericht über Esken/Rhein in Bad Hersfeld:

    https://www.hersfelder-zeitung.de/bad-hersfeld/spd-chefin-esken-und-ministerpraesident-rhein-cdu-machten-stopp-in-bad-hersfeld-92475535.html

     

    DVG am 1. Sept. 2023 um 13.30 Uhr: Kundgebung und Protestmarsch in Wiesbaden vor dem Landtag

    Dabei sein und den Politikern Feuer unter dem Hintern machen.

    Mehr Infos zur Veranstaltung hier:

    dvg-ev.org/termin/dvg-demonstration-in-wiesbaden/

    Kostenfreie Anmeldung unter:

    https://dvg-ev.org/anmeldung-dvg-demo-hessen/

    Nach der Kundgebung sind um 15.30 Uhr im Restaurant “Lumen”, Marktplatz, 65183 Wiesbaden für den DVG Tische reserviert. Wer kommt, kann sich auch mit anderen DVG-lern austauschen und seinen Fall schildern – und ihm wird mit Rat und Tat weitergeholfen. Wer nicht kommt, der muss zuhause allein über seinem Fall brüten und die Doppelverbeitragung fluchen: „Kommt also vorbei und macht mit.“

     

    Text und Foto: Heinrich Richardt

    Redaktion: Thomas Kießling

     

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