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  • Arbeiten für Rentner muss sich lohnen

    Arbeiten für Rentner muss sich lohnen

    Wer in der Rente arbeitet, der wird oftmals zusätzlich zur Steuerkasse gebeten. Das gilt nachweislich auf für die Doppelverbeitragung auf Betriebsrenten.

    In einem Kommentar in der Bild-Zeitung ist Autor Dirk Hoeren jüngst zu dem Ergebnis gekommen, dass sich arbeiten für Rentner kaum lohne, denn die steuerlichen Abzüge seien zu hoch. Außerdem seien die zusätzlichen Beiträge an Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge auf Betriebsrenten ein weiteres Übel. Dies deckt sich mit der Forderungen des DVG – Verein der Direktversicherungsgeschädigten, wonach diese Doppelverbeitragung für RentnerInnen sofort abgeschafft werden muss.

     

    Wir dürfen auf den Kommentar in der Bild-Zeitung an dieser Stelle hinweisen (mit freundlicher Genehmigung). Die Darstellung werden wir zeitnah noch als PDF einfügen:

    Text und Redaktion: Thomas Kießling                   Repro: Bild

  • Krankenkassen-Boss fordert Leistungskürzungen

    Krankenkassen-Boss fordert Leistungskürzungen

    Wenn man nicht sich selber sparen will, dann gerne bei den Anderen, denn auch das Gesundheitssystem der gesetzlich Versicherten steht auf der Kippe.

    Der Vorstandsvorsitzende der IKK-Innovationskasse (man beachte den Titel!), Ralf Hermes, weiß sich nicht mehr anders zu helfen, wie das Magazin Focus jüngst berichtete. Die Defizite im Deutschen Gesundheitssystem können aktuell nur behoben werden, wenn kräftig gespart wird. Aber nicht bei sich selbst, also bei den laut DVG-Recherchen in einem Artikel vom 17. Februar 2023 auf dieser Homepage („GKV in der Sackgasse“) noch existierenden 97 Gesetzlichen Krankenkassen (KK) und dazuhin noch 50 Privaten KK. Gespart werden soll vielmehr an den Versicherungs-Leistungen. Hermes will dabei u.a. sämtliche Zuschüsse für Zahnarztbesuche streichen, das heißt: die Zahnarztkosten soll jeder zu 100 Prozent selbst übernehmen.

    Höhere Krankenkassenbeiträge lehnt Hermes hingegen ab. Das verhindere nur die Notwendigkeit an Reformen.

    Bundesgesundheitsminister Lauterbach will an für sich keine Leistungskürzungen. Aber was noch nicht Meinung im Ampel-Kabinett ist, kann ja noch werden.

    Wir dürfen den Focus-Artikel an dieser Stelle verlinken (mit freundlicher Genehmigung):

    https://www.focus.de/finanzen/versicherungen/kein-tabu-sondern-alternativlos-krankenkassen-chef-fordert-einschneidende-leistungskuerzungen-fuer-patienten_id_195158312.html

     

    Text und Redaktion: Thomas Kießling                   Foto: pixabay

     

  • 700 Euro im Monat für die Krankenkasse?

    700 Euro im Monat für die Krankenkasse?

    Das könnte ganz schön happig werden: 700 Euro im Monat für die Krankenkasse? SPD und Grüne fordern radikale Reform der Krankenversicherung, wie der Münchner Merkur berichtet.

    Die Krankenkassen haben kein Geld und schlagen Alarm. Die Idee von SPD und Grüne: Top-Verdiener sollen mehr einzahlen und der Wechsel in die Privatversicherung erschwert werden. Das kann in mehrfacher Hinsicht denkbar happig werden.

    Hier der Link zum Müncher Merkur (mit freundlicher Genehmigung)

    https://www.merkur.de/wirtschaft/700-euro-im-monat-fuer-die-krankenkasse-spd-und-gruene-fordern-radikale-reform-92301534.html

     

    Redaktion: Thomas Kießling                      Fotos: pixabay

  • Höchstrente ist kaum noch zu erreichen

    Höchstrente ist kaum noch zu erreichen

    Ein Erklärstück zur Rente hat nun die Frankfurter Rundschau im Blatt. Tenor: die Höchstrente von über 3000 € ist eigentlich kaum mehr zu erreichen.

    Für die maximale Rentenpunktzahl und den dazugehörigen Rentenbetrag muss der Arbeitnehmer nicht nur lang arbeiten, sondern in seinem Arbeitsleben auch gehörig viel verdient haben. Eigentlich ist eine Rente von über 3000 € fast nicht mehr zu erreichen.

    Anders als beim jüngst zurückgetretenen Parlamentarischen Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Graichen, so haben verschiedene Quellen ausgerechnet: Nach dem Ruhegehalt mit drei Monaten à 15.000 Euro geht’s für ihn in den vorläufigen Ruhestand mit Bezügen von monatlich rd. 11.000 € auf drei Jahre hinweg. Danach gibt´s eine Pension von 5.500 € monatlich (aber aufgemerkt: auf seinen Fall berechnet).

    Anders bei der Rente:

    Hier der Link zum Artikel der Frankfurter Rundschau (mit freundlicher Genehmigung).

    https://www.fr.de/wirtschaft/rentner-news-senioren-rente-hoechstrente-durchschnitt-verdienst-rentenpunkte-grenze-92274190.html?fbclid=IwAR0C2BVy0und8e02w_pqL3UktJSn0m70i91R8jrTBk7oZAgTFWitg8-rf90

    Text und Redaktion: Thomas Kießling                           Fotos: pixabay

     

     

  • Nachklapp zur sehr gelungenen DVG-Veranstaltung in Chemnitz

    Nachklapp zur sehr gelungenen DVG-Veranstaltung in Chemnitz

    Auf vielfachen Wunsch wollen wir nochmals auf die sehr schöne Veranstaltung in Chemnitz kommen und einen Nachklapp mit einigen wichtigen Punkten aus den Reden der ReferentenInnen liefern.

    In der TU Chemnitz hatten sich jüngst Experten auf Einladung des DVG – Verein der Direktversicherungsgeschädigten zur Altersvorsorge und Altersversorge unterhalten. Den interessanten Fachvorträgen lauschten 350 Besucher, die sich hernach in die spannende Diskussion einbringen konnten.

    Hier einige Kernpunkte der Referenten:

    Frau Kristin Kubanek, Chemnitz:

    „Frau und Geld, Meisterin der Haushaltsplanung, Verliererin der Rente“

    „In meiner Generation (1980er Geborene) wird (noch) zu wenig für die Altersvorsorge getan, was auch an mangelnder finanzieller Bildung liegt. Besonders für Frauen ist das Thema Altersvorsorge wichtig, denn sie verdienen rund 1/4 weniger als Männer (unbereinigte Geschlechterlücke), haben unterbrochene Lebensläufe durch Kindererziehung und Pflege von Angehörigen und arbeiten häufiger in Teilzeit, leisten also deutlich mehr unbezahlte Arbeit und bekommen durch all diese Faktoren am Ende nur halb so viel Rente wie Männer. Lernen wir also unsere Finanzen in die eigenen Hände zu nehmen, und welche Möglichkeiten es gibt, auch privat für das Alter vorzusorgen, denn sonst laufen wir Gefahr, im Alter arm zu sein.“

     

    Reiner Heyse, Kiel:

    „Altersvorsorge und Altersversorge in europäischen Staaten, insbesondere am Beispiel Deutschland und Österreich“

    „Die gesetzliche, umlagefinanzierte, Rente in Deutschland wird seit 30 Jahren systematisch geschwächt. Altersarmut hat sich verdoppelt, das Rentenniveau wurde um 15 % abgesenkt. Diese negative Entwicklung geht bis mindestens 2040 so weiter. Höchste Zeit für eine grundlegende Rentenreform, die den Lebensstandard im Alter wieder sichert und Altersarmut verhindert. Bei der Lösungssuche hilft der Blick über den Tellerrand. Dabei fällt schnell ins Auge, dass in Österreich bezüglich Rente vieles richtig gemacht wird. Vorbildlich für uns?“

    Anmerkung: hier ist das Private- und das Gesetzliche Rentensystem zusammengeführt worden und – es funktioniert.

    „Wir könnten fast alles übernehmen – und: kein einziger Satz müsste übersetzt werden, es ist schon in Deutsch.”

     Siehe Abbildung im Vergleich Deutschland und „Felix Austria“:

    Scan – Vergleich Rentensys. Deutschland – Österreich – Quelle RentenZukunft 

     

    Diethard Linck, München:

    „Solidarische Rentenversicherung als Bürgerversicherung“

     Kernaussagen der Aktion Demokratische Gemeinschaft e.V. (ADG):

    1. „Über mehr als 25 Jahre hat die ADG die Veränderungen bei der gesetzlichen Rente beobachtet und aus eigenen leidvollen Erfahrungen folgende Erkenntnisse gewonnen.
    2. Die Rentenversicherungsträger müssen im Gesetzesauftrag auch Leistungen erbringen, für die sie niemals Rentenbeiträge erhalten haben. Siehe dazu Ihre Vorsorge – Lexikon (Deutsche Rentenversicherung).

    Seit dem Jahr 1957 wurden diese Kosten der gesetzlichen Rente bei den versicherungsfremden Leistungen nie durch Bundesmittel ausgeglichen.

    1. Im Jahr 2021 betrug die Differenz zwischen den versicherungsfremde Leistungen und dem Bundeszuschuss 38,6 Mrd. EUR.
      Würde dieser Betrag gänzlich durch Bundesmittel ausgeglichen werden, könnten die aktuellen Renten um 13 % höher sein (siehe dazu die Publikation Gegenüberstellung der Versicherungsfremden Leistungen und dem Bundeszuschuss zur Finanzierung der Leistungen)
    2. Die Politiker diskutieren nur dann Änderungen in der gesetzlichen Rente, wenn sie sich davon Wählerstimmen erhoffen.

    Aus Sicht der ADG gliedert sich die Altersversorgung in ein Zwei-Klassensystem:

    Über die gesetzliche Rente wird versucht, den sozialen Ausgleich herzustellen (z.B. Mütterrente, Grundrente).

    Die Gruppen mit einer berufsständischen Versorgung (Kapitalanlage) und die Beamten und die Parlamentarier (Pensionen aus dem Staatshaushalt) beteiligen sich daran nicht.

    Deshalb hat die ADG bei ABSTIMMUNG21 den Vorschlag „Solidarische Rentenversicherung als Bürgerversicherung“ zur Abstimmung eingebracht.

    5. Wer sich nicht sein ganzes Leben um seine Altersabsicherung kümmert und meint, der Staat regelt dies zur Zufriedenheit, wird am Ende seiner Berufslaufzeit enttäuscht sein.

    Das hat die ADG in ihrem Film „Wo ist unsere Rente geblieben?“, erstellt von einem jungen Filmteam, aufgezeigt.

    Dies gilt im Übrigen auch für Betriebsrente, Direktversicherungen und alle anderen Arten der Kapitalanlagen für das Alter.

    Die ADG appelliert an die im Beruf stehenden:

              Beschäftigen sie sich regelmäßig mit dem Thema Rente!“

     

    Reiner Korth, Geeste (Niedersachsen), DVG-Bundesvorsitzender:

    Er ging in seinem Vortrag darauf ein, dass er das Prinzip, als Arbeitnehmer den halben Beitragssatz an Krankenversicherungsbeiträgen zu zahlen und als Nutznießer der Direktversicherung nochmals den vollen Krankenkassenbeitrag zu entrichten, grober Unsinn sei.

    „Künftige Rentner können sich noch wehren“, so Korth, „aber junge Arbeitnehmer sollten die Direktversicherungen kritisch prüfen.“ Bestehende Verträge könne man gegebenenfalls ruhen lassen. Für die 350 Besucher des Seniorenkollegs sei dies vielleicht zu spät, aber sie könnten wenigstens ihre Familien von den Fallen der Direktversicherungen warnen. Reiner Korths Feststellung: „Sonst machen sie ein Minusgeschäft.“

     

    Statements eingeholt von Werner Partschefeld

    Redaktion: Thomas Kießling                      Fotos: Jens Gleisberg

  • Auch in Bremen dem Kanzler Dampf gemacht

    Auch in Bremen dem Kanzler Dampf gemacht

    Im Vorfeld der Bürgerschaftswahl in Bremen war eine Delegation des DVG – Verein der Direktversicherungsgeschädigten vor Ort und hat mit den pinkfarbenen Westen und Mützen beim Auftritt von Bundeskanzler Olaf Scholz auf sich aufmerksam gemacht.

    Ein Bericht von DVG-Vorstandsmitglied Dr. Rainer Ochmann:

    „Am 12. Mai führte die SPD in Bremen die Schlussveranstaltung zum Wahlkampf für die Bürgerschaftswahl durch. Redner war auch Bundeskanzler Scholz. Anwesend auch eine Gruppe von etwa 25 DVG-Mitgliedern, die aus nah und fern angereist waren.

    Die DVG-Kappen leisteten gute Dienste gegen die strahlende Sonne und machten uns auch gut erkennbar. Wie üblich bei diesen Veranstaltungen war alles weiträumig abgesperrt – an ein Gespräch mit SPD-Prominenz war leider nicht zu denken.

    Dennoch konnten wir „pinke Grüße winken“, uns bemerkbar machen und so gegen das Vergessen anarbeiten. Und wir konnten mit Leuten ist Gespräch zum Stopp der Doppelverbeitragung kommen. Die Regionalgruppe Bremen freute sich natürlich über den Zuspruch, den wir durch die Anwesenheit von DVG-Mitgliedern aus anderen Landesteilen hatten. Der Austausch untereinander und die gegenseitige Unterstützung sind ein starkes und ermutigendes Zeichen stetig an der Erreichung unserer Ziele dranzubleiben.“

    Text: DVG-Vorstandsmitglied Dr. Rainer Ochmann, Teamleiter Regionalgruppen-Betreuung, Bremen

    Fotos: privat, DVG

     

    Redaktion: Thomas Kießling

  • Zur Doppelverbeitragung auch noch die Doppel-Besteuerung? Diese soll ab 2023 wegfallen

    Zur Doppelverbeitragung auch noch die Doppel-Besteuerung? Diese soll ab 2023 wegfallen

    Es gibt auch gute Nachrichten im Bereich Rente. Die Ampel-Bundesregierung hat jüngst beschlossen, dass ab 2023 die Doppelbesteuerung der Rente vermieden werden soll. Welche Jahrgänge davon profitieren – und welche nicht, hat die Main Post zusammengefasst.

    Hier der Link zum Artikel in der Main Post:

    https://www.mainpost.de/ueberregional/im-fokus/rente-rente-2023-doppelbesteuerung-faellt-weg-diese-jahrgaenge-profitieren-14-04-2023-art-11088289

    Mit freundlicher Genehmigung – herzlichen Dank.

    Redaktion: Thomas Kießling                        Foto: pixabay

  • Seniorenkolleg in Chemnitz zur Altersvorsorge mit Nachhilfe für Enkel

    Seniorenkolleg in Chemnitz zur Altersvorsorge mit Nachhilfe für Enkel

    In der Technischen Universität (TU) Chemnitz haben sich Experten auf Einladung des DVG – Verein der Direktversicherungsgeschädigten zum Altersvorsorge und Altersversorge unterhalten. Neben den Fachvorträgen konnten sich 350 Zuhörer informieren – und besonders ihre Enkel, denn diese werden von der Versicherungswirtschaft angesprochen.

    DVG-Bundesvorsitzender Reiner Korth ging in seinem Vortrag darauf ein, dass er das Prinzip, als Arbeitnehmer den halben Beitragssatz an Krankenversicherungsbeiträgen zu zahlen und als Nutznießer der Direktversicherung nochmals den vollen Krankenkassenbeitrag zu entrichten, grober Unsinn sei. „Künftige Rentner können sich noch wehren“, so Korth, „aber junge Arbeitnehmer sollten die Direktversicherungen kritisch prüfen.“ Bestehende Verträge könne man gegebenenfalls ruhen lassen. Für die 350 Besucher des Seniorenkollegs sei dies vielleicht zu spät, aber sie könnten wenigstens ihre Familien von den Fallen der Direktversicherungen warnen. Reiner Korths Feststellung: „Sonst machen sie ein Minusgeschäft.“

    Die Redebeiträge im Senioren-Kolleg der TU Chemnitz hielten:

    Auf dem Foto von links nach rechts:  

    • Diethard Linck, München: „Solidarische Rentenversicherung als Bürgerversicherung“
    • Reiner Korth, Geeste (Niedersachsen): „Finanzielle Risiken in der betrieblichen Altersvorsorge“
    • Kristin Kubanek, Chemnitz: „Frau & Geld, Meisterin der Haushaltsplanung, Verliererin der Rente“
    • Peter Heyse, Kiel: „Altersvorsorge und Altersversorge in europäischen Staaten, insbesondere am Beispiel Deutschland und Österreich“

    Moderiert von Werner Partschefeld, Chemnitz, DVG-Vorstandsmitglied

    Text: Werner Partschefeld         Redaktion: Thomas Kießling        Fotos: Jens Gleisberg

  • Eins ist sicher: die Rente schlingert in eine tiefe Krise

    Eins ist sicher: die Rente schlingert in eine tiefe Krise

     

    „Vielleicht“, so schreibt die Online-Plattform Versicherungsbote jüngst in einem Artikel, kommt bald „die Abkehr vom Äquivalenzprinzip in der Rente“, will heißen: der Generationenvertrag für die gesetzliche Rente stehe vor dem Zusammenbruch. Jedenfalls seien alle ratlos, wie es mit der Gesetzlichen Rentenversicherung weitergehen soll.

    Es komme zu der am besten prognostizierte Krise in Deutschland, sagte Prof. Bert Rürup auf dem mit großer Spannung erwartetem Kongress „Zukunftsmarkt Altersvorsorge“ jüngst in Berlin.

    In seinem Satz lag schon eine Menge Kopfschütteln angesichts der Untätigkeit von Politik und Bürgern der letzten Jahrzehnte. Seine Prognosen machten es nicht besser: Stellschrauben seien: höheres Eintrittsalter in die Rente, oder Kürzung der Bezüge, oder aber höhere Beiträge noch zu Zeiten des Arbeitslebens. Die Zuwanderung könne die Misere auch nicht lindern, denn die Generation der Babyboomer trete mit Macht und Wucht ins Rentenalter ein.

    Was auf dem Kongress wie üblich gar nicht beachtet wurde: die Zusammenlegung des Gesetzlichen und des Privaten Rentensystems (Pensionen) – warum auch, schließlich profitieren zwei Drittel aller Anwesenden von dem schön eingerichteten System und erhalten beim Eintritt in die Pension effektiv zwischen 71,75 und 72,16 Prozent ihrer letzten Besoldung, RenterInnen nur 48,1 Prozent.

    Kreative Lösungen aus anderen Ländern wurden ebenfalls ignoriert: etwa das Rentensystem in Österreich (hier sind Private und Gesetzliche zusammen) und in Schweden.

    Wer sich aber in der Diskussion wieder bestens positioniert hat, ist die Versicherungswirtschaft. Denn wer in der Gesetzlichen wenig bekommt, der solle doch bitte privat mit (am besten teuren) Versicherungsverträgen vorsorgen.

    Besprochen wurde dabei ein Nachfolgemodell der Riesterverträge, die wiederum viele Finanzexperten schon längst als den größten Vorsorge-Humbug der deutschen Geschichte entlarvt haben.

    Sicher ist, die Gesetzliche Rente steht weiterhin alleine da und schlingert in eine tiefe Krise. Sie wird mit noch mehr Steuergeldern aufgefangen werden müssen, noch viel mehr als bisher. Spätestens dann werden die Beamten, Staatssekretäre, Uni-Professoren der Rentenkommission, etc. pp. die gesetzliche Rente auch mitbezahlen dürfen – und werden entsprechend aufbegehren.

    Die ganze (traurige) Geschichte zum Kongress „Zukunftsmarkt Altersvorsorge“ jüngst in Berlin ersehen Sie hier:

    https://www.versicherungsbote.de/id/4910516/Vielleicht-sogar-die-Abkehr-vom-Aquivalenzprinzip/#post_chapter_all

    Text: Thomas Kießling   Foto: Pixabay

  • Kanzler Scholz erneuert sein Versprechen, bleibt aber vage

    Kanzler Scholz erneuert sein Versprechen, bleibt aber vage

    In der Sayner Hütte in Bendorf bei Koblenz hat Bundeskanzler Olaf Scholz am Tag der Arbeit, Montag, 1. Mai 2023, in der Veranstaltungsreihe „KanzlerGESPRÄCH“ seine Versprechen erneuert, an einer Lösung für den Stopp der Doppelverbeitragung zu „basteln“. Er bleibt mit seiner Aussage entsprechend vage. Der DVG – Verein der Direktversicherungsgeschädigten hakt nach.

    Direkt auf die Problematik angesprochen hatte den Kanzler in der Sendung DVG-Mitglied Hermann Wolf aus Kehrenbach im Westerwald. In seinem Fall muss Hermann Wolf insgesamt 14.000 Euro an Krankenkassen- und Pflegeversicherungsbeiträgen nachzahlen – auf einen vor 2004 geschlossen Direktversicherungs-Vertrag, in den der Gesetzgeber nachträglich eingegriffen hat und das Geld abschöpfen lässt.

    Hier die konkrete Antwort von Kanzler Scholz:

    „Es besteht die Idee, dass man es [Lösung der Doppelverbeitragung] noch weiter präzisieren kann. Man wird es nicht zurückfahren können auf den Zustand davor [also vor 2004], aber dass man etwas macht, was allen hilft. […] Wir basteln daran [an einer Lösung], aber es ist nicht so trivial, deshalb werde ich es erst genau sagen können, wenn mir jemand, der sehr schlau ist, einen Vorschlag gemacht hat.“

    Darauf in einer ersten Stellungnahme Reiner Korth, DVG-Bundesvorsitzender:

    „… da er ja schlaue Leute sucht. Wir vom DVG stellen uns als Gesprächspartner mit Sachkunde und Versorgungserfahrung gerne zur Verfügung – er kann den DVG gerne zum Gespräch einladen und die Varianten diskutieren.“

     

    Hier der Link zur Sendung auf der Homepage der Bundesregierung:

    https://www.bundesregierung.de/breg-de/mediathek/kanzlergespraech-2187264

     

    Bitte zur entsprechenden Stelle hinscrollen:

    sie liegt zwischen Minute 57:45 und 1:01,26.

     

    Text und Foto-Repro: Thomas Kießling

     

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