Category: Allgemein

  • ZDF Maybrit Illner: Das Rentenpaket der Ampel – alles für die Alten?

    ZDF Maybrit Illner: Das Rentenpaket der Ampel – alles für die Alten?

    Ein Kommentar zur Sendung vom 14.03.2024

    von Karin Tutas 16.03.2024

    Leider wurden wie in so vielen anderen Sendungen in den öffentlich-rechtlichen Sendern wieder einmal wichtige Fakten zur Rente nicht genannt.

    Die auf uns zukommenden Finanzierungsprobleme in der Rentenversicherung sind nicht allein in der Demografie begründet. Vielmehr werden der Rentenkasse seit den 50er-Jahren enorme Summen für so genannte “versicherungsfremde Leistungen” entnommen. Das sind Leistungen, die ausgezahlt werden, aber für die keine Beiträge entrichtet wurden, so zum Beispiel für Entschädigungen von Naziopfern oder für den Anschluss der östlichen Bundesländer. Dafür zahlt der Bund zwar einen Beitrag in die Rentenkasse ein (fälschlicherweise oft als “Zuschuss” oder auch als “Subvention” bezeichnet). Dieser Zuschuss des Bundes liegt allerdings weit unter den dazu korrespondierenden Entnahmen.

    Ein Loch von 900 Milliarden durch versicherungsfremde Leistungen
    Der so genannten Teufel-Tabelle, basierend auf den Zahlen der Rentenversicherung – das kann von jedem gegoogelt werden – kann man entnehmen, dass  die Differenz zwischen den Entnahmen des Bundes und seinem Zuschuss in die Rentenkasse jährlich in die Milliarden geht. Zum Beispiel betrug allein im Jahr 2019 die Lücke zwischen dem Zuschuss des Bundes und dem Auszahlungsbetrag für versicherungsfremde Leistungen etwa 37,6 Milliarden. Insgesamt fehlen so seit 1957 mehr als 900 Milliarden in der Rentenkasse – davon könnten nochmals unsere Enkel später eine auskömmliche Rente bekommen.

    Wohlgemerkt: Die Beitragszahler allein finanzieren damit sozialpolitisch gewollte, gesamtgesellschaftliche Aufgaben, die eigentlich zu Lasten aller Steuerzahler gehen müssten, auch der Selbständigen, der Beamten und der Abgeordneten. Dasselbe Problem gilt übrigens auch für die Finanzierung der Krankenkassen, falls Maybritt Illner und das ZDF jemals auch über deren Finanzierungsprobleme eine Sendung machen sollten.


    Es fehlt uns jegliches Verständnis dafür, dass die oben genannte Fakten nie auch nur ansatzweise in die Sendungen einfließen bzw. auch mal andere Experten zu Wort kommen. Das ist für mich kein ausgewogener Journalismus. Es ist eigentlich überhaupt kein Journalismus.

  • Die Rente als Spekulationsobjekt

    Die Rente als Spekulationsobjekt

    Die Rente ist … nicht mehr sicher, soll aber auch noch zum Spekulationsobjekt werden. Das schadet ihr genauso wie das Gezocke um die Abschaffung der Rente mit 63 oder die geplante Verlängerung der Lebensarbeitszeit.

     

    Der jüngst vorgelegte Gesetzentwurf zum Rentenpaket II wird von allen Seiten zerpflückt. Das von Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil (SPD) und Finanzminister Christian Lindner (FDP) vorgestellte Vorhaben macht niemanden glücklich und wird laut vieler Experten die Unterdeckung in der Gesetzlichen Rentenversicherung bei weitem nicht beheben können.

    Die Rente wird nun gar zum Spekulationsobjekt, denn um den Beitragsanstieg auf mittlere Sicht zu dämpfen, soll ab diesem Jahr mit dem Aufbau eines sogenannten Generationenkapitals begonnen werden – Stichwort: Aktienrente. Dafür will der Bund Kredite aufnehmen, um das Geld unter anderem in Aktien anzulegen. Doch die Erträge darauf seien überhaupt nicht planbar, ächzen Kritiker, unter anderem aus der Union. Was solle daran solide sein? fragt auch der Chef des Wirtschaftsinstituts IW, Michael Hüther.

     

    Bei 200 Milliarden Euro Einsatz lediglich 10 Mrd. als Rendite

    Nach den Plänen von Bundesfinanzminister Christian Lindner und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil soll die Aktienrente in Zukunft ein wichtiger Teil der Altersvorsorge sein. Der Bund will 200 Milliarden Euro in Aktien und Fonds investieren und erhofft sich daraus ab 2036 jährlich einen Gewinn von zehn Milliarden Euro für die Rentenkasse. Doch was sind zehn Milliarden Euro jährlich im Vergleich zu den 127 Milliarden, die der Bundeshaushalt allein in diesem Jahr als Stütze für die Rentenkasse zuschießen muss? Wäre es da nicht sinnvoller und weit unbürokratischer, mit dem Geld die nächsten zehn Jahre die Rente zu unterstützen und das System zukunftsfähig umzustellen?

     

    Vorschlag des DVG liegt längst auf dem Tisch

    Ein wichtiger und richtiger Schritt für eine solide Finanzierung der Rente sind die Forderungen, dass alle – auch Beamte und Selbstständige – in die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlen müssen. Der DVG – Verein der Direktversicherungsgeschädigten e.V. hat bereits mehrfach diesen Vorschlag unterbreitet und Beispielländer wie Österreich ins Spiel gebracht. Diese Empfehlung wird auch von den Linken, den Grünen und von Sozialverbänden favorisiert.

    Dagegen erheben sich aber erneut die so genannten Rentenexperten. Monika Schnitzer als Mitglieder der Wirtschaftsweisen der Bundesregierung hat diesen Ratschlag wie die Reform-Pläne insgesamt hart kritisiert. Eine größere Bandbreite an Einzahlern reiche für das Stopfen der Rentenlöcher nicht aus. Mit den jetzt vorgeschlagenen Reformen halte die Bundesregierung außerdem am Renteneintrittsalter fest und zementiere den weiteren Anstieg der Renten mit der Lohnentwicklung, sagte Schnitzer jüngst in der Augsburger Allgemeinen Zeitung. Nach ihrer Meinung würde das vor allem die junge Generation belasten. Die Professorin an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität und damit Landesbeamtin! plädiert vielmehr für die Abschaffung der Rente mit 63.

    Die angesprochene junge Generation meldete sich nun bei der Talkshow Markus Lanz zu Wort (Sendung vom 7. März 2024). Die Co-Chefin der Grünen-Jugend, Katharina Stolla, und die Vorsitzende der Jungen Liberalen, Franziska Brandmann, gerieten in einer Debatte über die Rente und den Sozialstaat insgesamt heftig aneinander. Rechenmodelle für die Rente hatten sie hingegen keine parat, dafür Vorstellungen für mehr Bürgergeld und die Vier-Tage-Woche (Stolla).

     

    Tiefgreifende Renten-Reform ist nötig

    Von einer richtigen und tiefgreifenden Rentenreform lassen alle Parteien – auch die Ampelregierung – die Finger weg. Kritiker vermuten, auch die Politiker wollten ihre „goldene Hängematte“ nicht kappen, um womöglich ins Gesamtsystem Rente einzahlen zu müssen. Außerdem sitzen viele Anwälte und Ärzte im Bundestag und vertreten ihre Klientel. Deren Versorgungswerke ticken nochmals komplett anders und haben mit der normalen gesetzlichen Rente herzlich wenig zu tun. Wie in der Gesundheitssystem eben ein Zwei-Klassen-System, oder wie es Experten sagen: ein Kasten-System. Die Vertreter der oberen Kaste wechseln nie und nimmer in die untere: soll diese doch die Mütterrente, die Rente mit 63, Bürgergeldempfänger, Geflüchtete, Ost-Rentner (mit Lebensarbeitszeit vor 1989) alleine stemmen und die Zuschüsse für Pensionäre über ihre Steuergelder gleich noch mitfinanzieren – auch deren 13. Monatspension (nicht ganz ein 13tes, es fehlen 15 bis 35 Prozent, aber immerhin) und die Inflationsprämie (vom Wording her kein Inflationsausgleich, sondern eine Prämie) in 2023 von 3.000 Euro! Auch 2024 soll es diese Prämie für Pensionäre geben, wobei deren Höhe noch nicht bekannt ist. Rentnerinnen und Rentner schauen dabei in die berüchtigte Röhre.

    Wenigstens nicht weniger als 48 Prozent Rentenniveau

    Hubertus Heil hat sich beim Rentenpaket II wenigstens festgelegt, dass das Rentenniveau von 48 Prozent nicht minimiert und das Renteneintrittsalter nicht erhöht werden soll. Aber auch das hat die Kritik der später einmal pensionierten Landesbeamtinnen / Professorinnen hervorgerufen. Sie würden gerne bis 70 arbeiten lassen, sonst funktioniere das System nicht länger. Dabei gehen wir in Deutschland erst mit 67 Jahren (früher und ohne Abschläge nur nach 45 Berufsjahren möglich) und ziehen im Jahr der Europawahl (9. Juni 2024) gerne den Vergleich mit anderen EU-Staaten. In Italien gehen Männer mit spätestens 65 Jahren in Rente und Frauen mit höchstens 60. In Frankreich gab es über ein Jahr lang Proteste gegen die Anhebung des Renteneintrittsalters von 62 auf 64 Jahre. Bislang gingen Männer im Schnitt mit 62,7 Jahren in Rente, Frauen mit 62,9 Jahren. Beide Spezies arbeiteten länger als 62 Jahre, um ihre Rente aufzuhübschen.

    Ist Deutschland abgehängt? Eins ist jetzt schon einmal sicher, dass die Gesetzliche Rente für viele Rentnerinnen und Rentner nicht mehr sicher ist, denn die Bezüge sind auch aktuell schon viel zu gering, die Lebenshaltungskosten und die Mieten sowie die Energiepreise sind stark gestiegen und damit auch die Gefahr der Altersarmut. Rund 20 Prozent aller RenterInnen seien jetzt schon von der Altersarmut bedroht – Tendenz steigend. Eine Verbesserung ist auch durch das Rentenpaket II nicht zu erwarten.

    Der DVG hatte – parallel wie bei der Gesetzlichen Krankenversicherung – darauf hingewiesen, dass sich die Fremdleistungen wie die Mütterrente oder die Bezieher von Bürgergeld wie in einem Sprungtuch aufgefangen fühlen können. „Die Allgemeinheit und damit die Einbezahler in die Sozialsysteme sollen bezahlen, was sich die Politik wünscht“, so sagen viele im DVG, „und manche sogar: über Gebühr, denn wir dürfen über die Doppel- und Mehrfachverbeitragung noch viel mehr in den gemeinsamen Topf der Krankenkasse einbezahlen, als uns vertraglich einst zugesichert worden war – manche bis zu 25.000 Euro.“

    Neben der unsicheren Rente laufen in Deutschland einige Zumutungen, und manche sagen sogar: Betrügereien, an die die Regierenden endlich ranmüssen.

     

    Text: Thomas Kießling

    Foto-Quelle: web.de (mit freundlicher Genehmigung)

  • Krankenkassen Chefs machen sich die Taschen voll

    Krankenkassen Chefs machen sich die Taschen voll

    …. und Rentner werden doppelt belastet

    Der SPD Kanzler Olaf Scholz hat im Bürgergespräch in Dresden erneut herumlamentiert, die Doppelverbeitragung der Direktversicherungen für Rentner sei eine “doofe Situation” und “für die betroffenen (Rentner) auch sehr teuer”. Aber wie so oft bei BK Scholz, dann kommen die Einwände von ihm, weil:

    ” dass (dann) den „armen“ Krankenkassen (KK) viele Beiträge entgehen würden.”,

    nachzulesen im Beitrag Kanzlergespräch in Dresden – und wieder ein Versprechen des Kanzlers – oder doch nicht? › Direktversicherungsgeschädigte e.V. (dvg-ev.org)

    Krankenkassen genehmigen ihren Chefs sattes Plus von 40 %

    Aber den Krankenkassen geht es offenbar gar nicht so schlecht, lesen wir jetzt. Wie die BILD in ihrer Ausgabe vom 04. März berichtet, erhielten die Vorstände der deutschen Krankenkassen eine überproportionale Gehaltssteigerung, wohl weil sie ja so gut gewirtschaftet haben, angeblich. Das Jahresgehalt der AOK Chefin Carola Reiman stieg im vergangenen Jahr von 240 000 Euro auf insgesamt 336 000 Euro (inkl. Boni), eine Steigerung von 40 % gegenüber dem Vorjahr. Oder zum Beispiel der Vorstandsvorsitzende der TK erhielt im letzten Jahr ein Fixgehalt von 383 000 Euro. Und auch das ist dann bemerkenswert: politisch Interessierte werden sich noch an “Carola Reiman”, SPD erinnern, eine Kollegin von BK Scholz. Carola Reimann war von 2017 bis 2021 SPD Ministerin für Gesundheit in Niedersachen und zuvor von 2000 bis 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages für die SPD.

    Rentner zahlen doppelte Krankenkassenbeiträge

    Während also SPD Parteimitglieder sich die Taschen voll stopfen kooperiert Bundeskanzler Scholz, ebenfalls SPD ganz offen mit den Krankenkassen und verbreitet deren Mär von der chronischen Unterfinanzierung. Bluten dürfen dagegen die Betriebsrentner und die Direktversicherten. Sie müssen als einzige Bevölkerungsgruppe (eine Diskrimienierung ersten Grades) doppelte Beiträge bezahlen, weil ja die Krankenkassen im angeblichen Defizit stecken. Hier bildet sich eine unheilige Allianz zwischen SPD Regierung und den Versicherungskonzernen wie Direktversicherungen oder Krankenkassen. Die einen werden steuerlich gefördert, die anderen von der SPD protegiert.

    Für die Altersvorsorge jahrzehntelang angespart – und jetzt verraten

    Die Leidtragenden sind wieder mal die Arbeitnehmer, die in ihrem Berufsleben dem Werben der Politik auf den Leim gegangen sind, jahrzehntelang in Direktversicherungsverträge eingezahlt haben und denen jetzt mit doppelten Beiträgen als Rentner mehr als ein Fünftel (!) des Ersparten wieder abgenommen wird. Für eine Rücknahme der Doppelverbeitragung ist ja kein Geld da – aber für eine 40 %-ige Gehaltssteigerung bei Vorständen der Krankenkassen schon.

    Von: Reiner Korth, 04.03.2024

  • Jung geködert – im Alter gelackmeiert?

    Jung geködert – im Alter gelackmeiert?

    Das erste Treffen der DVG-Regionalgruppe Stuttgart kann als sehr gelungen bezeichnet werden. Zum einen fand sich mit Uwe Schäfer aus Esslingen ein Sprecher für die neue Regional-Gruppe, zum anderen legte die Waiblinger Kreiszeitung in einem großen Artikel den Finger in die Wunde der Doppelverbeitragung.

    Der Treff der Regionalgruppe Stuttgart am jüngst in Esslingen war in mehrfacher Hinsicht ein Erfolg. „Endlich haben sich viele der Mitglieder erstmals persönlich kennengelernt“, sagt Organisator Michael Rahnefeld, selbst Sprecher der RG-Alb-Fils-Neckar-Rems, „zum anderen sind neue Interessenten hinzugestoßen – und die Runde im Restaurant Palmscher Bau schien ziemlich motiviert, um sich für die gerechte Sache einzusetzen.“

    Sehr erfreulich war, dass für die RG Stuttgart – aktuell immerhin schon 110 Mitglieder – ein Sprecher gefunden werden konnte. Es ist Uwe Schäfer aus Esslingen. Zudem meldeten sich zwei weitere Mitglieder als DVG-Delegierte –ebenfalls sehr erfreulich. Gerhard Scharpf und Silver Ottmar Vogel, beide aus Aichwald (Landkreis Esslingen).

    Sie reisen nun zur DVG-Delegiertenversammlung am 20. April 2024 nach Erfurt und einen Tag zuvor (19. April) zum Treffen der Regionalgruppensprecher unter RG-Koordinator und DVG-Vorstandsmitglied Dr. Rainer Ochmann.

    Erfreulich der Bericht – aber schrecklich der Befund

    Die Waiblinger Kreiszeitung legte bei ihrem Nachbericht zur Versammlung in Esslingen den Finger in die Wunde der Doppelverbeitragung. Dass der Bericht in der Zeitung kam – und auch in dieser Größe – ist sehr positiv, der Inhalt des Berichts umreißt auch den schrecklichen Befund: die Doppelverbeitrag ist grob ungerecht und schröpft die Rentnerinnen und Rentner, die im besten Glauben in ihr Altersvorsorge investiert haben und bei Auszahlung der Privaten Rente fast 20 Prozent der Bezüge an die Krankenkassen- und Pflegeversicherung abdrücken müssen.

    Hier der Artikel der Waiblinger Kreiszeitung (mit freundlicher Genehmigung):

    waiblinger-kreiszeitung-29-02-2024

    www.dvg-org.de

    Text und Foto: Thomas Kießling

     

  • CDU lässt Rentnerinnen und Rentner seit Jahren im Stich

    CDU lässt Rentnerinnen und Rentner seit Jahren im Stich

    Wir Rentner werden durch eine Gesetzgebung von 2003 als Direktversicherte betrogen! Auf Grund einer angeblichen Finanzierungslücke der gesetzlichen Krankenversicherung wurde das GMG 2003 vom Bundestag beschlossen.

    Leider haben die politisch Verantwortlichen „SPD, CDU/CSU, Bündnis 90/Die Grünen“ vergessen mitzuteilen, dass seit Jahrzehnten die gesetzlichen Krankenversicherungen von den Bundesregierungen selber durch die zahlreichen Gesetze zur Finanzierung der versicherungsfremden Leistungen betrogen werden. Nachgewiesen in mir vorliegenden 3 Ausarbeitungen der Hans-Böckler-Stiftung von 2002, 2008 und 2016 mit einer Gesamtsumme von 95,9 Mrd. €.

    Also wurden werden die Auswirkungen der Unterfinanzierung auf die gesetzlich Versicherten abgeschoben, obwohl die Finanzierung der versicherungsfremden Leistungen eine Gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist.

    Aus diesem Grund wurde im September 2003 unter anderem das „Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung” (GMG-Krankenversicherungsgesetz) Drucksache 15/1525 von SPD, CDU/CSU und Bündnis 90/Die Grünen beschlossen. Mit diesem Gesetz werden auch rückwirkend ohne Bestands und Vertragsschutz und ohne Übergangsregelung ab 01.01.2004 auf Auszahlungen von privat angesparten Direktversicherungen nochmals Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge erhoben. Laut einer Studie von Sternberger-Frey für unseren Verein DVG e.V. belaufen sich bis 2021 auf die Versicherten eine Gesamtschadenssumme von zusätzlich 12,1 Mrd. €.

    Genauso wie bei der Finanzierung der Krankenkassen waren und sind bei der Rentenversicherung die Finanzierung der versicherungsfremden Leisten nicht gewährleistet, wobei seit 1957-2022 insgesamt 998 Mrd. € entzogen worden. Wenn diese Summe der Rentenversicherung der Rentenversicherung nicht entzogen worden wäre, könnte das Rentenniveau jetzt noch auf mindestens 52% liegen. Ebenfalls würde die Altersarmut bei Rentnerinnen und Rentnern weitaus geringer sein als jetzt. Und diese unsägliche Diskussion über zukünftige Renten durch die Wirtschaftsweisen, der SPD, der CDU, der FDP, wäre nicht nötig.

    Besonders schlimm, gerade die CDU ist seit dem ersten Bundestag vertreten und hat mit dafür gesorgt, dass sich in Deutschland, für Europa einmalig, eine Zwei-Klassen-Gesellschaft gebildet hat. Und die sehen das noch als Demokratisch an.

    Lt. Telefonischen Auskünften wird durch die CDU nichts zur Abschaffung der Doppelverbeitragung unternommen. Der eingeführte Freibetrag ist für sie das höchste aller Dinge, mehr ist nicht zu erreichen.

    Für die CDU ist nur eins wichtig, dass die Gerichte schon entschieden haben, obwohl auch diese Entscheidungen unter dem Begriff zu sehen sind „Für Arbeitnehmer und Rentner bei der Altersversorgung gelten nicht die gleichen Rechte wie für andere Bürgerinnen und Bürger.“

    Damit ist ersichtlich, dass diese Partei nicht gewillt ist etwas für Rentnerinnen und Rentner zu tun und somit sin sie für uns Direktversicherte nicht wählbar.

    Um unser Ziel, die Abschaffung der Doppelverbeitragung zu erreichen, müssen wir auf die Ursachen der Unterfinanzierung der Sozialkassen offenlegen und die Einhaltung der Pflichtaufgaben des Staates einfordern.

    Text: Andreas Reich
    Foto: CDU

  • Kanzlergespräch in Dresden – und wieder ein Versprechen des Kanzlers – oder doch nicht?

    Kanzlergespräch in Dresden – und wieder ein Versprechen des Kanzlers – oder doch nicht?

    „Es war doof, dass Leute in die Situation der Doppelverbeitragung gebracht wurden“, so der Bundeskanzler. „Dann schaff sie doch einfach ab – und es war nicht nur doof, sondern für die Betroffenen auch sehr teuer“, will man ihm zurufen. Im 12. Kanzlergespräch mit Bürgerinnen und Bürgern, diesmal am 29. Februar 2024 in Dresden, ist der Kanzler wieder auf den Stopp der Doppelverbeitragung angesprochen worden.

    Es wäre nicht so einfach, eine Lösung zu finden, sagt der Kanzler auf Anfrage einer DVG-Sympathisantin und lobte dabei, dass der DVG so gut organisiert wäre, dass er in jeder der Kanzlergespräche mit diesem Thema konfrontiert werde.

    Scholz ging bei seinen Ausführungen in der Phoenix-Sendung (Link siehe unten) davon aus, dass den „armen“ Krankenkassen (KK) viele Beiträge entgehen würden – und diese dann von anderen Beitragszahlern mit übernommen werden müssten. Das ist jedoch eine Verdrehung der Tatsachen, muss man dem Kanzler einmal deutlich machen, denn die Verbeitragungsgeschädigten zahlen zu Unrecht doppelte, oder gar mehrfache KK-Beiträge – und dieses auch für diejenigen mit, die gar nichts einzahlen: Stichwort: Mitfinanzierung von z.B. Bürgergeldempfängern.

    Wer kümmert sich in der Bundesregierung um den Stopp der Doppelverbeitragung?

    Fraglich ist, welche Amtsstube sich denn mit dem Thema Stopp der Doppelverbeitragung beschäftigt, sein Kanzleramtsministerium oder das dafür zuständige Bundesgesundheitsministerium?

    „Der Auftrag [zur Lösung des Problems] ist gegeben, und ich frage immer nach, wie es denn mit einer Lösung aussieht – bislang hab ich aber kein Ergebnisbekommen“, sagte der Bundeskanzler abschließend.

    Fraglich ist, welche Stelle sich denn mit dem Thema Stopp der Doppelverbeitragung beschäftigt, sein Kanzleramtsministerium oder das dafür bisher zuständige Bundesgesundheitsministerium?

    Der DVG hat dem Bundeskanzler jedenfalls mehrfach in Briefen das Angebot, die Lösung des Problems der Doppelverbeitragung behilflich zu sein – aber die Briefe bleiben bislang alle unbeantwortet.

     

    Zum Anschauen – vor allem ab Minute 38:00

    www.ardmediathek.de/video/phoenix-vor-ort/olaf-scholz-beim-kanzlergespraech/phoenix/Y3JpZDovL3Bob2VuaXguZGUvNDM1NjE0Mg

    Mit freundlicher Genehmigung von Phoenix.

     

    Hier zum Hintergrund die Aufstellung der Kanzler-Versprechen in 2023:

    + am 25. Januar 2023 im Bundestag bei der Fragestunde

    + beim Bürgerdialog in Mannheim am 2. November 2023 –

    + am 15. November 2023 ebenfalls im Bundestag bei der Fragestunde

     

    Dazu der Link:

    https://m.youtube.com/watch?v=Fqbo7TufQ6k&fbclid=IwAR2D3LnhS1lNBfJZd_ckBe2DBqBh7Nmv981wmoVxC7dWGxRYhqatpz704g4

    Bitte auf der Timeline auf 48:17 Minuten fahren, dann stellt Matthias W. Birkwald, Die Linke seine Frage.

    (Link und Foto-Animation mit freundlicher Genehmigung von Youtube und Phönix.)

     

    Text und Foto-Animationen: Thomas Kießling

     

  • Chaos im Rentensystem: So genannte Rentenexperten fordern für diese Jahr Nullrunde für Rentner

    Chaos im Rentensystem: So genannte Rentenexperten fordern für diese Jahr Nullrunde für Rentner

    Das schlägt doch dem Fass den Boden aus: führende so genannte Rentenexperten in Deutschland fordern eine Nullrunde für Rentner in 2024. Grund sei die Schieflage im Rentensystem in diesem Jahr.

    In der Bild-Zeitung und der Frankfurter Rundschau hatte zuvor der so genannte Rentenexperte Bernd Raffelhüschen, Professor in Freiburg, gefordert, um das Defizit im gesetzlichen Rentensystem so gering wie möglich zu halten, eine Rentenerhöhung für dieses Jahr auszusetzen.

    Der Ökonom wird folgendermaßen zitiert: „Deutschland baut seinen Sozialstaat seit Jahrzehnten immer weiter aus, deshalb ist es auch unproblematisch, im Sozialbereich zu sparen. Beispielsweise wäre ein Renten-Moratorium sinnvoll: Die Rentenerhöhung für dieses Jahr sollte ausgesetzt werden.“ Damit könnten laut Raffelhüschen zehn Milliarden Euro eingespart werden.

     

    Andere so genannte Rentenexperten gingen noch einen Schritt weiter.

    weil die Rentenkasse immer stärker belastet sei und die Beiträge der Versicherten nicht mehr ausreichten, um alle Rentner und Rentnerinnen zu versorgen – es gibt einfach zu viele. Daher plant die Bundesregierung den Zuschuss zur gesetzlichen Rentenversicherung für 2024 von127 Milliarden Euro – in einer Zeit, in der zum Sparen aufgerufen werde.

    Aber man muss dabei auch berücksichtigen, dass die Rentenversicherung schon immer kurzgehalten wurde – durch die Fehlfinanzierung der versicherungsfremden Leistungen wie der Mütterrente, der Rente mit 63, dem Bezug von ALG2 oder nun Bürgergeldempfängern, um nur einige zu nennen. Damit wurden und werden die regulären Beitragszahler zusätzlich zur Kasse gebeten wurden. Die Diskussionen darüber dienen natürlich auch dazu, die Doppelverbeitragung nicht zu beenden – weil die Krankenkassen ja immer Geld brauchen.

    In den letzten Wochen haben nun einige Ökonomen daher Vorschläge gemacht, wo weitere Einsparungen vorgenommen werden könnten. Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrats der Bundesregierung, forderte Anfang Januar die Abschaffung der Mütterrente und plädierte dafür, „stattdessen die Bahn zu sanieren“. Ihre Kollegen im Sachverständigenrat, Veronika Grimm und Martin Werding, schlugen vor, die Rente mit 63 zu streichen.

    Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat nun in dieser Woche Raffelhüschens Forderungen nach einer Nullrunde bei den Renten in scharfer Form zurückweisen lassen. Regierungssprecher Steffen Hebestreit sagte bei der Bundespressekonferenz am Mittwoch in Berlin, der Kanzler habe diesen Vorschlag „als einen Beleg dafür bewertet, wie weit die Lebenswelt eines Herrn Professors mit den Lebenswirklichkeiten von 20 Millionen Rentnerinnen und Rentnern nicht in Einklang zu bringen“ seien.

    Text und Foto-Animation: Thomas Kießling

     

  • Bundeskanzler Scholz, seine Wahlverspreche-n/r und der Umgang mit Rentnerinnen und Rentnern

    Bundeskanzler Scholz, seine Wahlverspreche-n/r und der Umgang mit Rentnerinnen und Rentnern

    Wie demokratisch werden Rentnerinnen und Rentner von Bundeskanzler Scholz und seiner Regierung behandelt?

    Leider werden die Rentnerinnen und Rentner von der Bundesregierung benachteiligt und vergessen.

    – Wahlversprechen des Bundeskanzlers werden nicht eingehalten,

    – Rentnerinnen und Rentner werden bei der Inflationspauschale nicht berücksichtigt,

    – Bundeszuschüsse an die Rentenkasse sind seit Jahren gesunken und decken nicht die versicherungsfremden Leistungen. Diese Unterdeckung muss aus den Beiträgen der gesetzlich Versicherten finanziert werden.

    Die Rentenarmut steigt insbesondere bei Frauen.

    Von Seiten der Regierung gibt es keine Vorschläge zu all den Problemen. Stattdessen werden durch die Haushaltsprobleme weitere Mittel, 600 Mill. Euro im Jahr, für die Rentenversicherung gestrichen.

    Zu unserem ureigensten Ziel, die Abschaffung der Doppelverbeitragung für Direktversicherte, haben wir von Mai 2023 bis November 2023  als Verein DVG e.V. Briefe an Bundeskanzler Scholz geschrieben, davon auch einen offenen Brief. Leider sind diese Briefe bis zum heutigen Zeitpunkt nicht beantwortet worden. Das zeugt von Desinteresse und Ignoranz.

    Bundeskanzler Scholz vergisst, dass die Doppelverbeitragung durch Auslegung von Gesetzen entstanden ist die die Benachteiligung von uns Direktversicherten erst möglich machte. Selbst der Eingriff in Altverträge wurde ermöglicht. So wie es in der Rechtsprechung der Bundesgerichte schon öfters passierte.

    Erschreckend ist, mit welchem Selbstverständnis staatliche Eliten ein Zwei-Klassenrecht in der Altersversorgung verinnerlicht haben und auch durchsetzen. In keinem demokratischen Rechtsstaat Europas gibt es kein solches Zwei-Klassenrecht.

    Vielleicht sollte Bundeskanzler Scholz mal daran denken, dass spätestens 2025 wieder Bundestagswahlen sind und er, sowie seine Partei auch die Stimmen der Rentnerinnen und Rentner brauchen.

    Text und Foto: Andreas Reich

  • DVG – Gelungenes Treffen der DVG-Regionalgruppen Stuttgart um Umland

    DVG – Gelungenes Treffen der DVG-Regionalgruppen Stuttgart um Umland

    „Mit unserem Verein ein neues Zeichen im Südwesten setzen und hier mehr zu mobilisieren“, das war das Ziel der Regionalgruppen-Versammlung des DVG – Direktversicherungsgeschädigten e.V. in dieser Woche in Esslingen. DVG-Bundesvorsitzender Reiner Korth unterstrich dabei, sich weiterhin mit voller Kraft für die Interessen der DVG-Mitglieder einzusetzen, den Stopp der Doppelverbeitragung.

    „Wir müssen auf die Politik einwirken, wie auch auf die Medien, so dass sie sich unseres Themas endlich richtig annehmen“, so Korth weiter. Für die Landtagswahlen in diesem Jahr (1. Sept. in Sachsen und Thüringen, am 22. Sept. in Brandenburg) könnte nach seinen Worten von Korth die zunehmende Altersarmut ein bestimmendes Thema werden. „Uns hat man gesagt, sorgt privat vor, sonst reicht es in der Rente nicht, und dann wird die private Altersvorsorgen bei vielen Bezugsnehmern mit 30 Prozent besteuert und mit zusätzlich 20 Prozent mit Krankenkassenbeiträgen und Beiträgen zur Pflegeversicherung belegt – das ist dann keine Zusatzrente mehr, sondern ein Zuschussgeschäft“, so Korth.

    Viele Wortmeldungen mit Einzelbeispielen

    Viele Redebeiträge und Einzelschicksale wurden hernach diskutiert. Organisator und DVG-Neckar-Rems-Fils-RG-Leiter Michael Rahnefeld hob hervor: „Diese Veranstaltung dient auch der besseren Vernetzung, dass wir gemeinsam mehr erreichen.“ Der Applaus gab ihm recht und mit großem Dank für die Organisation der Veranstaltung im historisch-schönen Ambiente im Esslinger „Palmscher Bau“.

    Dr. Rainer Ochmann, DVG-Bezirksgruppenkoordinator, konnte die Aktivitäten des DVG bundesweit und die Erfolge des Vereins bisher aufführen. „Wir sind aktiv, wir führen zahlreiche Kundgebungen durch, wir sind in den Köpfen zahlreicher Politiker, wir haben einen Freibetrag auf die KK-Beiträge erreicht und wir stehen mit unserer Forderung zur Abschaffung der Doppelverbeitragung im Parteiprogramm von FDP und SPD, aber hierbei muss uns einfach noch der große Durchbruch gelingen“, so Ochmann.

     

    „Bringen Sie sich ein“

    Deshalb seine Aufforderung an die Teilnehmer der Veranstaltung: „Bringen Sie sich ein, schreiben Sie ihren Bundestagsabgeordneten, schreiben Sie Leserbriefe – kommen Sie in den DVG – denn allein ist man zunächst vielleicht schneller, aber gemeinsam kommt man weiter.“

    Auf der Veranstaltung wurde auch ein Regionalgruppen-Leiter*in für die RG Stuttgart gesucht. Die angesprochene Person überlegt noch und meldet sich zeitnah zurück.

    Die RG-Leiter werden zur Delegiertenversammlung des DVG fahren und dort über Programm und Strategie des DVG mit abstimmen.

     

    Ausblick: Delegiertenversammlung in Erfurt am 20. April

    Die Delegiertenversammlung findet Erfurt, am Samstag, 20. April 2024 von 14.00 bis 18.00 Uhr, statt.

    Teilnehmer sind die in den Regionalgruppen zuvor gewählte Delegierte. Mitglieder des DVG sind als Gäste (ohne Stimmrecht) herzlich willkommen.

    Kundgebung vor der Delegiertenversammlung.

    Um 10.00 Uhr wird auf einem prominenten Platz der Stadt eine DVG-Kundgebung stattfinden, bewährt wie auch bei den letzten Delegiertenversammlungen. Näheres folgt.

    www.dvg-org.de

    Text und Fotos: Thomas Kießling

    Weitere Fotos:

     

  • Betriebsrenten mit hohem Verlustrisiko

    Betriebsrenten mit hohem Verlustrisiko

    Versteckte Fallen und Stolpersteine in der bAV

    …von Reiner Korth …08.02.2024…Bild: Pixabay/Frantisek_Krejci

    Bundesregierung und die Wirtschaftweisen legen immer wieder den Finger in die Wunde: die Warnung vor Altersarmut, die staatliche Rente wird nicht reichen. Und sie werben öffentlich und offensiv darum, zusätzlich “privat vorzusorgen”, was in der Regel bedeutet, über den Arbeitgeber einen Vertrag zur betrieblichen Altersvorsorge (bAV) abzuschließen. Zumal dieser Vertrag auch noch mit 15 % Arbeitgeberzuschuß gefördert wird. Zumindest beim ersten Arbeitgeber, mit dem der Arbeitnehmer bzw. die Arbeitnehmerin den Vertrag abgeschlossen hat.

    Von den Tücken bei einem Arbeitgeberwechsel und von weiteren Risiken in der bAV berichtet jetzt das Wirtschaftsmagazin capital.de in seinem Artikel “Die Tücken der betrieblichen Altersvorsorge”. Zitat: “Wer nicht aufpasst, macht mit der Betriebsrente ein schlechtes Geschäft.” Der Mindestanteil an Förderung von 15 % würde nicht reichen. Verwaltungskosten und magere Rendite werfen die Frage auf, ob die Betriebsrente wirklich “rentabel ist.” Zudem: Theodor Peschke, Experte für Altersvorsorge bei der Siftung Warentest wird zitiert mit der Aussage “Die bAV verdient diesen Namen eigentlich nicht, wenn die Beschäftigten sie selbst bezahlen (Anm.: durch Lohnverzicht)”.

    Problematisch könne es eben dann werden, wenn jemand nach Jahren den Betrieb wechselt. Es sei nicht garantiert, daß der neue Arbeitgeber den Vertrag einfach so weiterführen lasse. Das sei in hohem Maße von der Vertragsart und dem Durchführungsweg abhängig. Nicht jeder Arbeitgeber bietet jede auf dem Markt verfügbare Vertragsvariante an.

    Steuern und Abgaben und weniger staatliche Rente

    Und dann sind da noch die Allgemeinen Versicherungsbedingungen. Der Betriebsrentner zahlt bei Renteneintritt zusätzlich Steuern und doppelte Krankenkassenbeiträge, eben auch den Arbeitgeberanteil, den dieser in der Ansparphase nicht zahlen mußte. Zudem werden für den monatlichen Versicherungsbeitrag keine Sozialabgaben abgeführt. Das führt beispielsweise bei einem Monatsbeitrag von 200 Euro und einer Laufzeit von 35 Jahren schnell mal zu einem Abzug von bis zu 2,5 Rentenpunkten. Übersetzt heißt das: Wer für die Betriebsrente anspart, bekommt später weniger staatliche Rente ausgezahlt. Bei 2,5 Rentenpunkte ist das ein Minus von ca. 90 Euro Rentenverlust im Monat. Zudem sinken der Anspruch auf Arbeitslosengeld, Krankengeld und beispielsweise Elterngeld. Folglich, niemand sollte sich von den Zahlen der staatlichen Förderung in der Sparpahse blenden lassen. Die Tücken liegen nach Renteneintritt in der Bezugsphase. Zumal, auch das haben wir Direktversicherten gelernt: es gibt keine Vertragsgarantie für Altverträge, Der Staat nimmt sich das Recht heraus, auch später noch Altverträge nachträglich mit hohen Abgaben abzukassieren.

     

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