Category: Allgemein

  • Rentnerinnen und Rentner systematisch seit 1957 von den Bundesregierungen betrogen

    Rentnerinnen und Rentner systematisch seit 1957 von den Bundesregierungen betrogen

    Andreas Reich, 07.01.2024 …. Foto: Pixabay…
    Ja, es stimmt. Seit Jahrzehnten werden die Sozialversicherungssysteme in der Bundesrepublik von den Bundesregierungen betrogen, da sie die Finanzierung der versicherungsfremden Leistungen nicht gewährleisten. Dafür gibt es von der Hans-Böckler-Stiftung Auswertungen, wie „Böckler Impuls Nr: 18-208 von 2008“ und „Böckler Impuls Ausgabe 6-2005, die besagen, dass für 2002 keine Bundeszuschüsse an die Krankenkassen sowie 2008 eine Fehlfinanzierung von – 46,5 Milliarden erfolgten. Mit den nicht gezahlten Geldern an die Krankenkassen hätten die Beiträge der gesetzlich Versicherten bei 10% liegen können und die Leistungen der Krankenkassen hätten verbessert werden können.

    Diese nicht oder zu wenig zur Verfügung gestellten Bundeszuschüsse haben die Gesetzlichen Krankenkassen lt. den Bundesregierungen in finanzielle Schieflagen gebracht. Dadurch erfolgten Beitragserhöhungen und der Griff der Krankenkassen auf die Auszahlungen bei Betriebsrenten und besonders der Zugriff auf die Kapitalauszahlung bei uns Direktversicherten. Die gleiche Begründung der Unterfinanzierung der Krankenkassen führte zum 01.01.2024 zu Beitragserhöhungen bei den Krankenkassen.

    Prof. Dr. Karl Lauterbach lässt diesbezügliche Anfragen in Briefen unseres Vereins leider unbeantwortet und verschweigt damit die Wahrheit über die Fehlfinanzierung der Krankenkassen.
    Durch diese Fehlfinanzierungen ist den Rentnerinnen und Rentner mit Direktversicherung die Finanzierung der Krankenkassen durch die Doppelverbeitragung nachträglich und rückwirkend aufgebürdet worden. Wobei auch Verträge rückwirkend durch die GMG- Gesetzgebung betroffen sind.

    Als vor Jahren die privaten Krankenkassen die Beiträge für die Versicherten erhöht haben, wurde vom Bundesverfassungsgericht diese Beitragserhöhung für nichtig erklärt. Das Besondere daran ist, diese Richterinnen und Richter sind Privatversichert. „Wer Böses dabei denkt.“
    Zur Rentenkasse ist festzustellen
    Dass die nicht gezahlten Bundeszuschüsse für versicherungsfremde Leistungen von 1957 – 2022 zu einem Minusbetrag von „988 Milliarden Euro“ angewachsen sind. Diese Zahlen hat der Verein „Aktion Demokratische Gemeinschaft“ in seinen „Teufel Tabellen“ veröffentlicht auf Grundlage der jährlichen Veröffentlichungen „Rentenversicherung in Zahlenreihen“.
    Seit dem Jahr 1977 mit einem Rentenniveau von 59,8% ist dieses auf jetzt 47,2% gefallen und die Prognosen gehen bis 2035 von 45% aus.

    So gab in einem Porträt über Otto Teufel die TAZ diese folgenden Texte:
    „Dann kam die Bundesregierung Kohl mit gleich zwei Rentenreformen, die praktisch Rentenansprüche dieser Leute um bis zu einem Drittel abgewertet haben. Durch einen rückwirkenden Eingriff….. auch vor dem Bundesarbeitsgericht hätte man keine Hilfe gefunden.“

    „Wir sind ja alle keine Juristen. Und waren umso erstaunter, was das BVerfG in seinem Urteil sinngemäß gesagt hat: dass Arbeitnehmer und Rentner, wenn es um die Altersversorgung geht, nicht die gleichen Rechte gelten wie für andere Bürger, sprich Mitglieder der berufsständischen Versorgung und für Beamte. * Zu lesen im Urteil vom 11.11.2008 (1 BvL 3/05).
    „Denn wir haben kein Solidarsystem. Es gibt keinen einzigen demokratischen Rechtsstaat in Europa, bei dem nicht die Rentenversicherung einheitlich geregelt ist. Nur Deutschland hat eine Arbeitnehmerversicherung für abhängig Beschäftigte, während Dänemark, Finnland, die Niederlande, Schweden und die Schweiz eine Volksversicherung für alle ihre Bürger haben. Belgien, Frankreich, Luxemburg, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Österreich, Portugal und Spanien haben eine Erwerbstätigenversicherung für alle Erwerbstätigen.“

    „Es ist erschreckend, mit welchem Selbstverständnis unsere staatlichen Eliten ein Zweiklassenrecht bei der Altersversorgung verinnerlicht und durchgesetzt haben. Der Gesetzgeber ist zugleich der Empfänger von Pensionen. Über Rentenfragen sprechen bei uns öffentlich in der Regel ausschließlich solche Personen, die davon in keiner Weise betroffen sind. Sie haben nicht das geringste Interesse, da was zu ändern, weil sie erheblich davon profitieren.
    Nicht umsonst haben Bundestag und Länderparlamente es immer wieder abgelehnt, ihre eigene Altersversorgung der gesetzlichen Rentenversicherung anzuvertrauen.“

    Diese und andere Zitate aus dem Porträt der TAZ zeigen eindeutig, dass es nur eine politische Entscheidung geben kann.

    Wie sich die Beamten aller Ebenen, die Mitglieder und Mitgliederinnen des deutschen Bundestages sowie die Ruheständer und Ruheständerinnen dieser so demokratisch Agierenden Kraft ihrer Macht selbst am deutschen Staat bedienen sieht man auch an diesen nachfolgend genannte Ereignissen:

    Beamtinnen und Beamte, Pensionärinnen und Pensionäre erhielten 3000 Euro Inflationsausgleich aus Steuergeldern, obwohl sie gegenüber Rentnerinnen und Rentnern diesen Inflationsausgleich nicht bedurften.
    Die Rentensteigerung wird dieses Jahr auf etwas über 3% ausfallen. Dagegen erhalten die Bundestagsabgeordneten dieses Jahr eine Diätenerhöhung von über 6%.
    Bei uns Rentnerinnen und Rentnern wird die Erhöhung der Renten an die Lohnerhöhung in Deutschland angepasst. Die Diäten werden auch an die Inflation angepasst.

    So sieht für die Beamtinnen und Beamten die (Un)Gleichheit der Menschen in der Bundesrepublik nach Artikel 3 Grundgesetz aus.

    Wir Rentnerinnen und Rentner sollten uns diesen Betrug nicht mehr gefallen lassen, so auch nicht die Kürzung der Mittel von 600 Millionen Euro in den nächsten Jahren.
    Wir sind 22 Millionen Rentnerinnen und Rentner, wir sollten uns das nicht mehr gefallen lassen, sondern massiv dagegen vorgehen.
    Wir müssen die Bundesregierung, den Bundestag und auch die Bundesgerichte immer wieder mit Nachdruck auf diese Ungleichbehandlung zwischen Beamtenpension und Rentenauszahlung hinweisen. Dieser Mißstand gehört unverzüglich abgeschafft.

    Unser Ziel die „Abschaffung der Doppelverbeitragung“ wird für uns immer im Vordergrund stehen, Kämpfen wir alle dafür.

  • Politiker bei den Demos unerwünscht.

    Politiker bei den Demos unerwünscht.

    Politiker bei den Demos unerwünscht.

    …von Michael Rahnefeld …4.2.2024….Foto: Jost Gerbing/DVG

    Abertausende Bürger demonstrieren in diesen Tagen gegen „Rechts“ und für „Demokratie“ in Deutschland. Die Redner verknüpfen den Protest eben auch vielfach und folglich richtig gegen die Politik der Ampel. Das Abstruse: SPD – CDU/CSU – FDP – Linke und Grüne registrieren nur „gegen Rechts“ freuen sich über die Massen, ignorieren aber „für die Demokratie“ und bilden sich ein, dass die Massen auf ihrer Seite sind – aber das ist einfach falsch und eine Schieflage in ihrer Wahrnehmung.

    Die Politiker der etablierten Parteien, die sich so sehr über die Massen auf der Straße freuen und sich ihnen durch ihr Mitmarschieren anschließen, diese Politiker demonstrieren quasi gegen ihre eigene Politik.

    Dümmer und dreister geht es kaum. mit dem Versuch, eine unliebsame Opposition beseitigen zu wollen, anstatt diese argumentativ zu stellen – Zweifel an diesem antidemokratischen Verhalten sind erlaubt. Nicht zuletzt sind Politiker bei den Demos deshalb auch unerwünscht.

    Der Souverän in einem demokratischen Staat sind die Bürger und die Redner bei diesen Demos weisen zu Recht bei ihren Ansprachen auf die Missstände und Unfähigkeiten in Berlin wie auf die Entscheidungen gegen die Menschen in Deutschland hin:

    Zum Beispiel:

    • Das Gesundheitsministerium unter Karl Lauterbach will offenbar weiterhin die Betriebsrentner schröpfen, eine Entlastung gehe nicht, wird mit angeblicher Finanznot der Kassen lapidar erklärt – das Versprechen von Olaf Scholz wird einfach ignoriert. Bevor die Regierung über die Korrektur des GMG und Entschädigung spricht, tut sie erst mal gar nichts.

    • Auch die CDU Opposition ist beratungsresistent im Anblick des Vertrauensverlustes. Sie lässt ebenfalls die heutigen und künftigen Rentner im Regen stehen, aber alle wundern sich, dass die Unzufriedenheit in der Wählerschaft wächst, das Vertrauen geschwunden ist, denn gleichzeitig demonstrieren Klein- und Mittelstand gegen die schlechten Zustände in der Wirtschaft – kämpfen für ihr Überleben.

    Die Stimmungslage im Land ist durch die verfehlte Politik einer sozialen Spaltung, die ungebremst weiter vorangetrieben wird, entstanden. Die „so gescheiten Köpfe“ mit ihren satten Diäten und gesicherten Existenzen in Parteien und Parlamenten sowie selbst genehmigten Pensionen, für die sie keine Beiträge leisten, begreifen die soziale Spannung nicht und machen einfach so weiter.

    • Es fehlen bei einem ohnehin überhitzten Wohnungsmarkt in Großstädten und Ballungsgebieten tausende Wohnungen, die aus der Sozialbindung fallen.

    • Es werden ungebremst versicherungsfremde Leistungen aus den Renten- und Krankenkassen entnommen – das ist nichts anderes als Diebstahl an den Beitragszahlern und man nennt es Solidarität. Auch wenn das gesetzgeberisch legitimiert ist, ist es noch lange nicht moralisch legitimiert

    Bei einem Rentendurchschnitt von etwa 1500 Euro fallen ganz viele Menschen, die mit einer Rente von unter 1000 Euro – damit wird Altersarmut vorangetrieben (6,1% der Bevölkerung oder 17,5 % der Senioren sind davon betroffen).  Mindestrente oder Mindestlohn fängt das nicht auf, zumal der Gesetzgeber ab einem Grundfreibetrag von 10.908 € noch Steuern verlangt und jeder noch für jedes eingekaufte Lebensmittel Umsatzsteuer zahlen – was heißt, der Fiskus verdient mit, wenn du Lebensmittel einkaufst – geht’s noch?

    Weitere Ungereimtheiten:

    • Diebstahl an unserer Altersvorsorge nach Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen

    • Die nicht ausgeglichene Entnahme versicherungsfremder Leistungen aus der Kranken- und Rentenversicherung (zum Beispiel der durch die Beitragszahler mitfinanzierten Bürgergeldempfänger – die GKV spricht von 10 Milliarden, die hier fehlen. (Wenn der Gesetzgeber hier von einem Zuschüssen in die Renten- und Krankenversicherung spricht, ist das einfach falsch)

    • Wenn zigtausende ohne Not und unkontrolliert in’s Land geholt werden bei gleichzeitigem Wohnungsnotstand, gegen den nichts oder nur unzureichend etwas unternommen wird, wundert sich die Politik, dass Mieten und Baukosten steigen und ruft nach Mietpreisbremse.

    • Gleichzeitig sind unsere Schulen und Kindertagesstätten überfüllt – Integration = Fehlanzeige.

    • Stattdessen wird die politische Verwaltung aufgestockt und das Bundeskanzleramt doch erweitert – in einer Zeit, in der doch die Bürokratie abgebaut werden soll.

    Das alles ist Sozialer Zündstoff ohnegleichen und gefährdet unsere Demokratie – auch deswegen gehen die Menschen auf die Straße!

    Seit Jahren warnen die Sozialverbände über diese Missstände und bleiben ungehört. Man klammert sich mit einer Arroganz der Macht an überkommene Prinzipien – will die Schuldenbremse reformieren – selbst wenn Fachleute aus Industrie und Wirtschaft längst erkannt haben, dass dies der falsche Weg ist, denn man hat doch die überschuldeten Staatenim Süden Europas und Lateinamerika vor Augen – das alles, obgleich sowohl Regierung als auch Opposition schon längst einig darüber sind, dass sie im Unrecht handeln – die Probleme immer größer statt kleiner werden.

    Ein Doppelverbeitragungsopfer schrieb kürzlich an Erik Jödicke von www.change.org , der größten Plattform die ständig um Geld bettelt:

    „Ich leide, wie viele in diesem Land, aufgrund eines rechtswidrig willkürlichen Betrugs durch den Gesetzgeber, der mir für bereits in den1970er Jahren abgeschlossenen Verträgen für meine zu 100 Prozent privat finanzierte Altersvorsorge rückwirkend 12.500 Euro gestohlen hat. Geld, das mir an allen Ecken und Enden fehlt“,

    Aber mit Petitionen werden wir DVGler kaum vorankommen. Wir müssen jetzt lauter werden, mehr denn je Flagge zeigen, neue Mitglieder gewinnen. Die Politik wird in diesen Tagen dünnhäutiger, für viele in den Parlaments- und Regierungssesseln geht es in diesen Tagen auch um ihre persönliche Zukunft, in der zwar nicht ihr Wohlstand und ihre Existenz gefährdet sind, aber ihre Machtpositionen und ihre Eitelkeiten angegriffen werden. Es wird ungemütlich. Deshalb: Bitte werdet aktiv, hängt euch ein in öffentliche Diskussionen, schildert das Unrecht, prangert an, dass nur eine bestimmte gesellschaftliche Gruppe geschröpft wird, dass der immer mehr aufgeblähte Beamtenapparat davon verschont bleibt, dass sich die Machthabenden damit einigeln. Wir dürfen nicht mehr ignoriert werden, genauso wie die insgesamt 20 Millionen Rentner in diesem Land – immerhin ein Viertel der Wahlberechtigten –, die sich viel zu viel gefallen lassen. Bei jeder E-Mail zu unserer Sache, bei jedem Beitrag in sozialen Medien oder sonst wo, bei jeder Stellungnahme, bei dem Gespräch mit Medienvertretern, Abgeordneten und sonstigen Politikern bitte auf uns verweisen:
    www.dvg-ev.org

  • Gesundheits- ministerium sperrt sich gegen Entlastung der Betriebsrentner

    Gesundheits- ministerium sperrt sich gegen Entlastung der Betriebsrentner

    BMG: Rücknahme der “Doppelten Krankenkassenbeiträge” in Frage gestellt
    von Reiner Korth  …    02.02.2024…..

    Bild: Pixabay/Handgasfreund…..
    Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) sieht keine Möglichkeiten zur vollständigen Abschaffung der Doppelverbeitragung auf Betriebsrenten. Dies berichtet die Hesssische Niedersächsische Allgemeine (HNA) aus Kassel. Mit der Einführung des Freibetrages entlaste man die Betriebsrentner bereits mit einem Teil. “Vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzsituation ist derzeit noch offen, ob sich im Lauf der Legislaturperiode Möglichkeiten ergeben, Betriebsrentnerinnen und Betriebsrentner […] weitergehend zu entlasten”, zitiert die HNA aus einer Antwort des Bundesgesundheitsministeriums von Karl Lauterbach, SPD auf ihre Anfrage hin.
    Damit stellt sich das Ministerium gegen die Versprechen von Bundeskanzler Olaf Scholz, SPD, der zur Beseitigung dieses Ärgernisses eine Lösung mehrfach in Aussicht gestellt hatte, zuletzt im Dezember 2023 als Antwort auf die Anfrage des MdB Matthias W. Birkwald, Die Linke im Deutschen Bundestag.

    Die angebliche Geldnot bei den Krankenkassen

    Die Krankenkassen jammern jährlich immer wieder . Nach Angaben des BMG können die Krankenkassen “nicht einfach auf die Millionen an Beitragszahlungen (Anm.: der Rentner) verzichten”. Dabei haben die 96 Krankenkassen der GKV im Jahr 2022 einen Überschuß von 451 Mio. Euro erwirtschaftet. Die Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds lag Ende 2022 bei rund 12 Mrd. Euro. Die Krankenkassen wurden sogar vom Gesetzgeber aufgefordert, ihre Liquiditätsreserven abzubauen, um den jährlichen Bundeszuschuß nicht zu überstrapazieren. Dieser Bundeszuschuß ist eigentlich gar kein “Zuschuß” sondern er ist die nachträgliche Beitragszahlung des Bundes für die Ausgaben von Versicherungsfremden Leistungen, die die Krankenkassen allen Bürger zuteil werden lassen, die aber zurzeit ausschließlich von den gesetzlichen Versicherten finanziert werden müssen. Privatversicherte, Beamte und Minister sind fein raus. Gesamtgesellschaftliche Aufgaben sind eben von allen Bürgern zu finanzieren und nicht allein den Rentnern aufzubürden.

    Eine Lösung ist noch immer nicht in Sicht

    “Die Lösung des Problems” stelle für die Bundesregierung eine Herausforderung dar. Sie möchte die “Rentner als Wählergruppe zufriedenstellen”, will aber andererseits keine weitere Entlastung beschließen. Diese Verzögerungstaktik allerdings könnte zum Bumerang für die SPD werden. In diesem Jahr stehen die Europawahl und drei Landtagswahlen an. Betrogene Rentner werden sicherlich sehr genau überlegen, welcher Partei sie ihre Stimme noch geben können.

    Quellenangabe: HNA Artikel vom 01.02.2024
    https://www.hna.de/wirtschaft/die-unfaire-last-der-rentner-doppelte-krankenkassenbeitraege-trotz-regierungsversprechen-92808793.html?trafficsource=idTopBox

  • Die CDU lässt die (auch zukünftigen!) Rentner im Regen stehen

    Die CDU lässt die (auch zukünftigen!) Rentner im Regen stehen

    Abschaffung der Doppelverbeitragung: “wir (die CDU) machen es nicht”
    von Horst Debusmann 29.01.2024  . Foto: Pixabay

    In einem Telefonat mit dem NRW-Generalsekretär der CDU, Paul Ziemiak hat der Ehrenvorsitzende des DVG, Gerhard Kieseheuer erneut die schreiende Ungerechtigkeit der nachträglichen Doppelverbeitragung bei Direktversicherungen angesprochen und auf das verlorene Vertrauen der Bürger in die etablierten Parteien hingewiesen. Die Volksvertreter allerdings haben weiterhin keine Skrupel, diesen Irrsinn für rechtens zu erklären.

    Zitat Paul Ziemiak:

    Nein … wenn (die CDU) da ein Versprechen macht, das ist völlig unhaltbar, wir werden es nicht umsetzen. Die Leute werden enttäuscht sein, man muss redlich mit den Leuten umgehen. Die CDU kann da nichts versprechen, wir machen es nicht.”

    Der CDU ist auch nach 20 Jahren der Demütigung rechtschaffender Bürger mit Argumenten und Fakten nicht beizukommen. Private Altersvorsorge nach Lesart der Bundesregierung:

    100 Euro einzahlen, bei Fälligkeit dann nur noch 80 Euro zurückerhalten. Ein dickes Minusgeschäft wegen staatlicher Abgaben, Altersvorsorge pervers mit bitterem Nachgeschmack.

    Ein Blick auf die aktuelle Umfrage für die Europawahl am 9. Juni 2024 (96 Abgeordnete aus Deutschland) zeigt den unaufhaltsamen Trend. Nüchternes Ergebnis: Die etablierten Parteien verlieren immer mehr an Zustimmung. Sie wollen aber wie in unserem Fall der Direktversicherungen den dreisten Diebstahl nicht rückgängig machen. TOTALVERWEIGERUNG muss bedeuten: ABWAHL der Etablierten ohne Wenn und Aber.

    Betrug ist ein Straftatbestand

    Die Auszahlung einer Kapitallebensversicherung willkürlich in einen „120-monatigen Rentenbezug“ umzuwidmen und damit beitragspflichtig zu machen ist eine ganz subtile politische Trickserei und Betrug am rechtschaffenen Sparer. Der Betrug ist Straftatbestand.
    Auszug aus dem StGB § 263
    (1) Wer in der Ab­sicht, sich oder ei­nem Drit­ten ei­nen rechts­wid­ri­gen Ver­mö­gens­vor­teil zu ver­schaf­fen, das Ver­mö­gen ei­nes an­de­ren da­durch be­schä­digt, dass er durch Vor­spie­ge­lung fal­scher oder durch Ent­stel­lung oder Un­ter­drü­ckung wah­rer Tat­sa­chen ei­nen Irr­tum er­regt oder un­ter­hält, wird mit Frei­heits­stra­fe bis zu fünf Jah­ren oder mit Geld­stra­fe be­straft.

    (2) Der Ver­such ist straf­bar.

    (3) In be­son­ders schwe­ren Fäl­len ist die Stra­fe Frei­heits­stra­fe von sechs Mo­na­ten bis zu zehn Jah­ren. Ein be­son­ders schwe­rer Fall liegt in der Re­gel vor, wenn der Tä­ter

    1. …

    2. ei­nen Ver­mö­gens­ver­lust gro­ßen Aus­ma­ßes her­bei­führt oder in der Ab­sicht han­delt, durch die fort­ge­setz­te Be­ge­hung von Be­trug eine gro­ße Zahl von Men­schen in die Ge­fahr des Ver­lus­tes von Ver­mö­gens­wer­ten zu brin­gen,

    3. eine an­de­re Per­son in wirt­schaft­li­che Not bringt,

    Der stete Hinweis der CDU und auch von Paul Ziemiak, das haben die Gerichte bereits entschieden, bezieht sich nur auf echte Betriebsrenten, die als “Kapitalabfindung” vor Rentenbeginn ausgezahlt wurden mit der Absicht, die GKV-Beiträge bei monatlicher Betriebsrentenzahlung zu umgehen. Dieser Umgehungstatbestand betrifft aber nicht unsere Direktversicherungen. Wir wurden nicht abgefunden, sondern es ist die “Kapitalauszahlung” unseres angesparten Kapitalvermögens.

    Die Kapitallebensversicherung ist ein Sparvertrag

    Das Ansparen einer Kapital-Lebensversicherung ist eben ein “Kapitalsparvertrag” mit eingeschlossener Lebensversicherung. Das besagt schon der Name “Kapital-Lebensversicherung” und das hat mit “Altersvorsorge” rein gar nichts gemein! Das zu verstehen muss ja unheimlich schwer sein, oder besser ausgedrückt: die CDU will es nicht verstehen! Die bisherige “Kosmetik” der CDU nach jahrelangen Protesten ist völlig fehl am Platz, klingt nach Diebstahl mit Rabattvergütung! NEIN, Herr Ziemiak, und nochmals NEIN. Liebe CDU, so NICHT.

    Wir haben viele Schreiben gesendet an führende Regierungsmitglieder (Cc auch an Paul Ziemiak) mit den Hinweisen auf respektlos gesetzwidriges Handeln. Zuerst die Bürger zu einer privat finanzierten Altersvorsorge animieren, weil die Rente nicht reicht (diese Sorgen haben allerdings Abgeordnete und Beamte nicht, weil der Steuerzahler bürgt), dann nach Kapitalauszahlung ohne Vorwarnung abkassieren, sogar rückwirkend für Altverträge (!) aus den 1970er Jahren. Das ist Diebstahl an einem Kapitalsparvertrag.

    Da die CDU resistent ist, Argumente und Fakten zu akzeptieren (zu wollen), nach Gutsherrenart willkürliche Entscheidungen zum Nachteil vorsorgender Bürger (die dem Staat nicht zur Last fallen wollten) trifft, blieb Millionen um deren Ersparnisse betrogenen Bürgern nur die Wahl, der Partei CDU das Vertrauen zu entziehen. Ablesbar bei der historischen Bundestagswahl 2017 mit negativer Weichenstellung, bei der insbesondere viele gefrustete CDU-Stammwähler (ca. 1 Million, lt. tagesschau.de) aus Protest gegen eine gen Himmel schreiende Ungerechtigkeit zur AfD (!) abgewandert sind Selbst dieser Exodus hat die CDU nicht beeindruckt. Nach Abspaltung der BSW von der Linken hat sich jetzt mit der WerteUnion eine weitere Protestpartei etabliert. Bedeutet, Wutbürger bekommen eine größere Auswahl. Gut noch für alle Bürger, die gegen eine ausufernde AfD zu Recht auf die Straße gehen, aber ab sofort noch schlechter für die CDU. Kein Wunder, wer so mit ehrbaren Bürgern umgeht, hat es nicht besser verdient.

    Verlierer ist der Bürger mit Glauben an Vertrauensschutz


    Der Ausblick auf die drei Landtagswahlen 2024 ist düster, keine Korrektur irrsinniger Politik in Sicht, die massiven Bauernproteste sind nur ein Anfang. Rentner fahren keine Traktoren, dafür sind sie nach 20 Jahren der Demütigung aufgewacht und wehren sich auf anderen Ebenen gegen einen desaströsen Willkürbetrug, 20 Jahre des Vertröstens sind genug. Die um Lebensleistungen (Raub am Eigentum) und Lebensabend (Kampf gegen Windmühlen) betrogenen Bürger werden auch weiterhin alle Hebel in Bewegung setzen, in Leserbriefen und Internetveröffentlichungen auf diesen Skandal aufmerksam machen. Wer Bürger vorsätzlich um deren privat finanzierte Altersvorsorge mit Hinterlist betrügt, hat jede Legitimation (Anerkennung als Volksvertreter) verloren.
    Gewinner dieser Tat damals waren Arbeitgeber und Versicherungsgesellschaften (deren Lobby hat ganze Arbeit geleistet, Parteispenden sind der Dank, siehe AbgeordnetenWatch). Der Verlierer ist der dumme Bürger mit Glauben an Verlässlichkeit, Vertragstreue, Bestands- und Vertrauensschutz.

    Im § 229 SGB V geht es um die Betriebsrente, Direktversicherungsgeschädigte sind aber keine Betriebsrentner. Nach Ihrer Lesart zahlen wir aus unserem über viele Jahre Erspartem uns selbst eine “Betriebsrente”. Hurra, wo bleibt der gesunde Menschenverstand ???

    Sparen mit eingebauter Geldvernichtung, aber … „man hatte keine bessere Idee“. Diese haben wir dafür bei jeder Wahl: Keine Stimmen mehr für die dafür Verantwortlichen. Wer uns betrügt verdient Widerstand auf allen Ebenen. Wir kleben uns auf keiner Straße fest, wir beschmieren keine Gebäude, Kunstwerke und dergleichen. Unser Engagement heißt Öffentlichkeitsarbeit, Facebook & Co sind nur eine Plattform, das Internet bietet bis hin zu Petitionen einen hohen Verbreitungsgrad. Kommentare dazu sprechen eine deutliche Sprache.

    Wir haben verstanden: die CDU “kann da nichts versprechen, wir machen es nicht.” Aber auch wir um unsere Ersparnisse Betrogenen haben daraus unsere Lehren gezogen, wer Vertrauen missbraucht, ist nicht wählbar. Darüber nachzudenken, sollte sich auch für Sie/CDU lohnen, um Wut- und Protestwählern (in unserem Fall „nur“ ca. 7 Millionen Betroffene) wieder eine Heimat zu geben. Raubrittertum bedeutet Fahnenflucht, und solange sie daran festhalten wird sich daran nichts ändern. Betrug kann nicht belohnt werden, und je schneller Sie das begreifen werden Protestparteien („Not“Ventil unzufriedener Bürger) weniger Zuspruch erhalten. So einfach können Lösungen sein, man muss nur wollen.

  • Politik der Regierenden führt zu Demokratieverlust

    Politik der Regierenden führt zu Demokratieverlust

    Ein Kommentar von Michael Rahnefeld 28.01.2024.  

    Täglich 1 000 Nadelstiche gegen die Politik der Missachtung

    Die Stimmung in Deutschland ist auf einem Tiefpunkt. Abertausende von Bauern tragen ihren Unmut über die Regierungspolitik auf die Straßen, bei der Bahn fahren tagelang keine Züge, weil ein bestens dotierter Bahnvorstand nicht in der Lage ist mit einem Gewerkschafter, der seinen Job konsequent erfüllt, einen tragbaren Kompromiss zu finden. Das Ansehen der Regierung bei der Bevölkerung war noch nie so schlecht wie momentan, Kanzler und Ampel verzeichnen Abstürze in der Zustimmung ihrer Wählerschaft, weil sie die soziale Spaltung im Land vorantreiben. 

    Gleichzeitig geht mittlerweile über eine Million Menschen auf die Straße, um für Demokratie und Freiheit zu demonstrieren, was ganz toll ist. Was dabei allerdings ärgert, das ist der Eindruck, die Nomenklatura der etablierten Parteien denkt, damit sei die Suppe gelöffelt und ihre Macht werde zementiert. Die Politiker lehnen sich genüsslich zurück und machen weiter so wie bisher. 

    Wer sich da mal nicht täuscht. Die Menschen gehen vor allem auch für die Demokratie auf die Straße, und diese wird nicht nur von rechts oder links bedroht, in erster Linie führte diese Politik der Regierenden zu einem Demokratieverlust. Und das sollte eigentlich auch bei den Demos formuliert werden. Wer bis hinein in den Kühlschrank und in den Heizungskeller bestimmen will, was die Menschen zu tun und lassen haben, wer in einer abgehobenen Blase lebt und in aller Öffentlichkeit erklärt, eine Durchschnittsrente liege bei 2000 Euro, wer ungezügelten und undurchsichtigen Lobbyismus zulässt, wer seit Jahren Bürger um ihre Ersparnisse bringt und 20 Millionen Rentner vernachlässigt, sie gar in die Altersarmut zwingt, wer seine eigenen kriminellen Machenschaften mit Vergesslichkeit überdeckt, wer Versprechen nicht einhält, lügt, (Klimageld !!! ), die Bürger mit Ignoranz straft, Verfassungsgerichte mit ehemaligen Parteipolitikern (Ministerpräsidenten, MdB) besetzt und bei ständiger lächerlicher Symbolpolitik immer noch die Arroganz der Macht pflegt, muss sich nicht wundern, wenn er tief stürzt und jegliches Vertrauen verspielt. 

    Europa- und Landtagswahlen
    In diesem Jahr stehen Europawahlen an und Landtagswahlen. In Brandenburg, Thüringen und Sachsen wird ein neuer Landtag gewählt, und die Angst der dort Regierenden wird immer offensichtlicher, da helfen auch die derzeitigen Massendemonstrationen wenig, denn die bereits an die Extremparteien verlorenen Schafe können wohl kaum wieder eingefangen werden. Die gegenwärtige Chaospolitik zwischen Ignoranz, Zaudern, Vergessen, Wegducken und dann wieder unüberlegten Schnellschüssen, die gleich wieder revidiert werden müssen, stimmen diese Wähler wohl kaum wieder um. Die einzige Chance, dass es zum großen demokratischen Umdenken in diesem Lande kommt heißt “Vertrauen schaffen”.

    Des Kanzlers Versprechen: wir arbeiten an einer Lösung
    Gespannt sein darf man, wie der Zuwachs an neuen Parteien, beispielsweise jene von Sarah Wagenknecht und die des ehemaligen Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen die politische Landschaft verändern und das Wahlvolk beeinflussen werden. Wir als Opfer der Doppelverbeitragung müssen jedenfalls ganz genau überlegen, wo und wie es noch eine Chance gibt, an unser Ziel zu kommen. Der Kanzler hat noch bis zum Herbst 2025 Zeit, sein Versprechen bezüglich DVG doch noch einzulösen. Eigentlich müsste er täglich daran erinnert werden, denn wenn seine Kanzler-Uhr abgelaufen ist, dann wird er im Nirwana verschwinden, deshalb ist es schon jetzt wichtig für uns, politische Partner zu finden und zu überzeugen, die auch für uns einstehen. 

    Das ist zugegebenermaßen sehr, sehr schwer. Aber Parlamentarier und Politiker der Etablierten werden immer intensiver um Stimmen buhlen müssen, die ihnen letztlich eine komfortable Existenz mit satten Diäten ermöglicht. Wir sollten also mit unserem Interesse auf eine DVG-Politik der tausend Nadelstiche setzen. Das heißt, jeder DVG-ler muss vor Ort bei der Politik unbequem werden, muss nerven, muss das Unrecht öffentlich machen und das Handeln der Politiker anprangern. Den sogenannten „Volksvertretern“ muss klar werden, dass wir nicht noch einmal unsere „Schlächter“ wählen.  In diesem Sinne: lasst uns das Jahr 2024 mutig angehen.

    Einer, der Dinge immer klar und direkt ausspricht, das ist der Tübinger OB Boris Palmer, der deshalb von seiner Partei verstoßen wurde. Hier ein Hinweis auf das Video über ein Interview mit ihm bei der Rhein-Neckar-Zeitung. Boris Palmer trifft mit seinen Aussagen den Nagel auf den Kopf.

    Hier der Link zum kompletten Video: https://youtu.be/65rw70SPDA8

     

  • Gelungener Auftakt beim 1. Norddeutschen Grünkohlessen des DVG

    Gelungener Auftakt beim 1. Norddeutschen Grünkohlessen des DVG

    Vertrauen in die Ampelregierung ist dahin

    Text: Reiner Korth
    Fotos: Jost Gerbing
    Vortrag: Erwin Tischler

    Rund 30 Teilnehmer waren der Einladung der Initiatoren gefolgt und hatten sich in der Gaststätte Lüdeke-Dalinghaus in Löningen zu einem geselligen und kurzweiligen Abend eingefunden. In seiner Begrüßungsrede mit Jahresrückblck dankte Bundesvorsitzender Reiner Korth als erstes dem Orga-Team mit H. Averbeck, E. Tischler, B. Hellebusch und R. Ochmann für ihren Einsatz und die überaus gute Vorbereitung. In seiner Grundsatzrede zum Beginn des neuen Jahres ließ Korth zunächst noch einmal die wesentlichen Ereignisse mit dem persönlichen Einsatz und dem großen Engagement vieler DVG Mitglieder aus dem Jahr 2023 Revue passieren. In der Zwischenbilanz zur Halbzeit dieser Bundesregierung zog Korth jedoch das Fazit: Versprechen nicht eingehalten, Vertrauen verspielt.

    Sowohl Bundeskanzler Olaf Scholz selber als auch führende Politiker wie die Bundesminister Heil und Lauterbach bekundeten immer wieder ihr persönliches Verständnis für das “Problem der Doppelverbeitragung”, aber es mangelt an der Umsetzung einer vollständigen Lösung. Bereits vor einem Jahr habe BK Scholz in der Fragestunde im Berliner Bundestag zugesagt “wir arbeiten an einer Lösung”. Allerdings liege bis heute noch immer kein Vorschlag auf dem Tisch.
    Korth zeigte auch kein Verstädnis dafür, daß es in der Sozialgesetzgebung angeblich erlaubt sein soll, eine real stattgefundene Auszahlung einer Kapitallebensversicherung juristsich als “120 monatigen Rentenbezug” umzuwidmen und damit beitragspflichtig zu machen. Das sei eine ganz subtile politische Trickserei und Betrug am rechtschaffenen Sparer. Eine Kapitallebensversicherung sei kein Element der “Altersvorsorge”, schon gar nicht der “Altersversorgung” sondern diene alleinig der Kapitalbildung eines Haushaltes und in vielen Fällen zur Abzahlung der Hypothek fürs Haus oder der Eigentumswohnung.
    Der DVG wird weiter Beratung anbieten und aufklären, insbesondere die jungen Leute, die jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die nach dem neuen Altersvorsorgegesetz mit 15 % Arbeitgeberzuschuß und Sozialabgabenbefreiung angelockt und fahrlässig in eine Verlustfalle geführt werden. Niemand klärt sie darüber auf, daß sie später doppelte Krankenkassenbeiträge zahlen müssen und weniger Rentenpunkte haben werden. In vielen Fällen bekommen sie trotz Zuschuß wegen der hohen ABgaben nicht einmal ihren eingezahlten Nettobetrag wieder raus. Das sei fahrlässig herbeigeführter politischer Betrug.

    Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein haben sich die Mitglieder dann intensivst ausgetauscht über ihre persönlichen Situationen, über die jeweiligen Stände ihrer Widersprüche und Klagen und über ihre Erfahrungen aus persönlichen Gesprächen mit den Politikern. Zu kulturellen Auflockerung des Abends trug der RG Sprecher von OS-Land, Erwin Tischler mit einem Vortrag in humoresker Gedichtsform bei, der den Gästen die Situation der Abzocke bei den Rentnern mal auf seine Weise erklärt hat.

       

    Weitere Bilder der Veranstaltung und Vortragstext im internen Bereich:  hier klicken

  • Was von 800 Euro Betriebsrente übrig bleibt

    Was von 800 Euro Betriebsrente übrig bleibt

    von Helmut Achatz, 22. Januar 2024

    Egal, ob gesetzliche Rente oder Betriebsrente – die Sozialversicherung hält immer die Hand auf. Bei der Betriebsrente ist der Abzug besonders heftig. Was bleiben von 800 Euro noch übrig?
    Die ADG (Aktion Demokratische Gemeinschaft) hat einmal ausgerechnet, was Siemens-Betriebsrentnern von 800 Euro übrig bleiben. Die Rechnung gilt natürlich auch für alle anderen Betriebsrenten, die monatlich ausgezahlt werden. Und sie gilt auch für ausgezahlte Direktversicherungen, die monatlich mit einem 120-stel Anteil verrechnet werden.
    Was von 800 Euro Betriebsrente übrig bleibt
    Weil die Siemens-Rentner im Frühjahr 2023 mehr Betriebsrente bekamen, hat die ADG einmal ausgerechnet, was davon nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen noch übrig bleibt. Am 1. Januar 2024 hat sich jedoch der GKV-Betriebsrentenfreibetrag auf 176,75 Euro erhöht, sodass die Rechnung heute etwas anders aussieht. Leider hat sich nicht der Freibetrag erhöht, sondern auch der Zusatzbeitrag der Siemens Betriebskrankenkasse.
    Hier die neue Beispielrechnung für Abzüge bei Betriebsrenten:
    Versicherte mit Kindern zahlten bis Ende 2023 genau 128,67 Euro, seit Anfang 2024 sind es 128,79 Euro, kinderlose Versicherte zahlten 133,47 Euro, seit Anfang 2024 sind es 133,59 Euro.
    Die Erhöhung des Freibetrags hat sich in 2024 also nicht beitragssenkend ausgewirkt.

    “Beispiel 1: Versicherter mit Kindern

    Betriebsrente” 800,00
    abzgl. Freibetrag -176,75

    krankenversicherungspflichtiger Betrag 623,25
    Berechnung
    Beitrag KV 14,6% von 623,25 -90,99
    Zusatzbeitrag KV (z.B. SBK) 1,7% von 623,25 -10,60
    Beitrag PV m. Kinder 3,4% von 800,00 -27,20
    Betriebsrente netto 671,21
    Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag 128,79

    Beispiel 2: Versicherter ohne Kinder
    Betriebsrente 800,00
    Freibetrag -176,75
    krankenversicherungspflichtiger Beitrag 623,25

    Berechnung
    Beitrag KV 14,6% von 623,25 -90,99
    Zusatzbeitrag KV (z.B. SBK) 1,7% von 623,25 -10,60
    Beitrag PV kinderlos 4,0% von 800,00 -32,00
    Betriebsrente netto 666,41
    Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag 133,59

    Bezogen auf zehn Jahre, denn so lang müssen Direktversicherte Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge zahlen, macht das bei Versicherten mit Kindern immerhin 15.454,80 Euro aus, bei Kinderlosen sind es sogar 16.030,80 Euro. (Quelle: ADG)
    Die rot-grüne Bundesregierung unter Kanzler Gerhard Schröder hat 2003 – mithilfe der Union – das Gesetz zur Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GMG) verabschiedet, das zum 1. Januar 2004 in Kraft trat. Seitdem wird für Betriebsrenten nicht mehr nur der halbe Beitragssatz abgezogen, sondern der volle. Für “Einmalzahlungen”, und dazu zählen die Krankenkassen auch Direktversicherungen, wird monatlich ein Anteil von einem 120-stel der Auszahlungssumme über 10 Jahre lang verbeitragt.
    Nach heftigen Protesten des Vereins der Direktversicherungsgeschädigten (DVG) und hunderten von Klagen vor Sozialgerichten wurde zum 1. Januar 2020 ein monatlicher Freibetrag eingeführt. Seitdem wird bei Betriebsrenten und ausgezahlten Direktversicherungen, die über der Freibetragsgrenze liegen, vom Rest der volle Beitragssatz abgezogen. Zur Einführung war der Freibetrag bei 159,25 Euro, 2023 beträgt er 169,75 Euro – und erhöht sich 2024 auf 176,75 Euro. Da die Krankenkassen aber gleichzeitig ihre Zusatzbeiträge auch erhöht haben, führt der neue Freibetrag jedoch zu keiner Beitragssenkung, wie oben dargestellt.
    Zur Erläuterung: bei Direktversicherungen mit Einmalauszahlung wird eine fiktive Betriebsrente errechnet: Einmalauszahlung ÷ 120 = fiktive monatliche Betriebsrente. Von dieser fiktiven Betriebsrenten werden dann die Beiträge berechnet, die der Betriebsrentner zehn Jahre lang zahlen muss.
    Hinweis auf den Original Artikel:

    https://vonunruhestand.de/2024/01/was-von-800-euro-betriebsrente-uebrig-bleibt

  • Offener Brief an Bundespräsident Steinmeier

    Offener Brief an Bundespräsident Steinmeier

    von Horst Debusmann
    Foto: Pixabay

    Bezug: Die Weihnachtsansprache 2023 des Bundespräsidenten

    Sehr geehrter Herr Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier,

    zunächst danke für Ihre alljährlichen Weihnachtsansprachen, mit Rückblick auf das Geschehene und mit Ausblick auf das kommende Jahr.

    In Ihrer diesjährigen Weihnachtsansprache 2023 haben Sie die Deutschen davor gewarnt, sich von der Demokratie abzuwenden, Zitat:

    „… Ja, es ist berechtigt, von politisch Verantwortlichen zu erwarten, dass sie um den richtigen Weg ringen, aber auch, dass sie Antworten geben, die uns als Land weiterhelfen”
    Die Bürgerinnen und Bürger dürften erwarten, dass Demokraten zusammenarbeiten, wo es um das gemeinsame Ganze geht:
    “Viele haben das vermisst. Manche wenden sich ab, andere schimpfen auf alles und jeden”.

    Wie recht Sie doch haben!

    Bürgerinnen und Bürger dürfen erwarten, dass Demokraten zusammenarbeiten, wo es um das gemeinsame Ganze geht. Das „Gemeinsame“ sind insbesondere wir Bürger, verankert im Amtseid der Regierenden:

    Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe“

    Der deutsche Amtseid | Grundrechteforum

    Meine Antworten sind:

    1.) Ihre Warnung sollte nicht nur an uns Bürger gehen, sondern vor allem und auch an die Regierenden, deren Entscheidungen oft gravierender Anlass sind, dass Menschen die Willkürpolitik der Regierung weder verstehen noch nachvollziehen können.

    Auch Ihre vergangenen Weihnachtsansprachen hatte ich stets zum Anlass genommen, auf einen dieser Willkürakte hinzuweisen, der inzwischen 7 Millionen Bürger betrifft. Diese hatten nämlich auf Anraten des Gesetzgebers viele Jahrzehnte – weil die Rente nicht reicht (Pensionäre haben diese Sorgen nicht) – für ihren Lebensabend gespart, werden aber seit 01.01.2004 sogar auch noch rückwirkend für bereits in den 1970er (!) Jahren abgeschlossene Verträge schamlos um ihre privat finanzierte Altersvorsorge betrogen (pacta sunt servanda).

    Von der FDP in der Opposition noch als „kalte Enteignung“ angeprangert, will auch sie heute davon nichts mehr wissen. Das ist Wendehals-Politik. Die wird auch von anderen Parteien praktiziert.

    Wir sind in einem falschen Film. Beim The­ma Dop­pel­ver­bei­tra­gung von Direktversicherungen zäh­len Ar­gu­men­te schon lan­ge nicht mehr. CDU/ SPD/ FDP und Grü­ne ma­chen was sie wollen, sehen uns Sparer nur noch als Marionetten.

    2.) Aber wenn es anstrengend werde in der Demokratie, dann gebe es „bessere Ratgeber als Wut und Verachtung“
    Nach 20jährigem „anstrengendem“ Schriftverkehr haben die politischen Entscheidungsträger uns aus Verzweiflung ungewollt zu Wutbürgern werden lassen. Bitte nehmen Sie das zur Kenntnis, der Vorgang ist Ihnen aus Ihrer Zeit als Regierungsmitglied bestens bekannt. Als Rentner wollten wir unsere im Gegensatz zu Österreich bescheidene Rente aufbessern, damit unseren verdienten Lebensabend in Würde genießen. Wir wollten aber keine Briefe/eMails schreiben müssen, um gegen das gen Himmel schreiende Raubrittertum anzukämpfen.

    3.) Alles wird teurer: Wohnen, Heizen, Strom, Tanken, Lebenshaltungskosten. Kommunen, Städte und Gemeinden müssen laufend Grundsteuern, Straßenbeiträge etc. erhöhen, um nicht „Konkurs“ anmelden zu müssen. Heute kam wieder eine Mitteilung der Krankenkasse, “Beitragserhöhung”. Viele von uns Rentnern können das nicht mehr schultern und – diejenigen. die dafür vorsorgen wollten – werden nachträglich von den Regierenden um ihre Ersparnisse betrogen! „Danke“ statt Wut sollen wir sagen, – dass ist zu viel verlangt.

    4.) GroKo und Ampel haben durch jahrelang verfehlte Politik die Renten-/Kranken- und Staatskassen geplündert. Wo sind unsere über Jahrzehnte üppig gezahlten Steuergelder (Pandemie, Naturkatastrophen, Ukraine sind nicht vorhersehbare Ereignisse) geblieben?
    Wir haben kein Einnahmenproblem, sondern ein in allen Himmelsrichtungen ausuferndes Ausgabenproblem. Die Bürger „Otto-Normalverbraucher“ müssen es wie immer ausbaden, Abgeordnete, Beamte u.a. entziehen sich der Solidarität. Es lebe die Zwei-Klassen-Gesellschaft. Die derzeitige Notlage ist hausgemacht, nicht wir Bürger, sondern unsere Volksvertreter (“vom Hörsaal in den Plenarsaal”) haben das zu verantworten. Kein Wunder, wenn man über neue Gesetze abstimmt und nicht einmal weiß, was drinsteht und deren Auswirkungen nicht überblickt, wie z.B. das GMG vom 13.11.2003 mit immensem Schaden für Bürger, die dem Staat nicht zur Last fallen wollten.

    5.) Bund verzichtet auf Klage gegen Ex-Verkehrsminister Scheuer (- FOCUS online)
    Wie Andreas Scheuer, der trotz vieler Warnungen (!) Verträge unterschreibt, ohne das noch ausstehende Urteil des Europäischen Gerichtshofs abzuwarten. Die Tatsache, dass er bis heute nicht einmal um Entschuldigung für den politischen Scherbenhaufen rund um die Pkw-Maut gebeten hat, den er sehenden Auges und trotz anderslautender Einschätzungen in Kauf nahm, macht die Affäre zudem moralisch verwerflich. Rücktritt wäre richtig gewesen, aber Aussitzen war angesagt. Für das Millionen-Debakel muss wieder der Steuerzahler und damit die Gesamtgesellschaft haften. Der ehemalige Minister Andreas Scheuer reibt sich die Hände und darf sich mit Rückendeckung von Markus Söder auf seine üppige Pension (auch hier zahlt wieder der Steuerzahler) freuen. Be“scheuert“, als Verantwortlicher in der freien Wirtschaft würde er fristlos gefeuert werden, als Regierungsmitglied genießt er jedoch „Immunität“. Ein Schlag ins Gesicht der parlamentarischen Demokratie. Dieses Verhalten erzeugt berechtigte Wut bei Bürgern, die für sich selbst vorsorgen, bei Kapitalauszahlung aus allen Wolken fallen, weil deren Verträge das Papier nicht wert sind, auf dem sie stehen. Eine katastrophale Anmaßung im Elfenbeinturm, die Sorgen und Nöten der Bürger und Menschen in diesem Staat missachtend.

    Sehr geehrter Herr Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier,

    Für uns Bürger ist die gesetzwidrige „kalte Enteignung“, das sittenwidrige Abkassieren unseres Eigentums ein Skandal.  Solange die Regierenden uns Bürger als „Melkkühe“ sehen, muss man sich nicht wundern, wenn diese sich frustriert abwenden. Die Regierenden haben keinen Respekt mehr vor den Lebensleistungen der Bürger. Seit vielen Jahren ablesbar an den Wahlergebnissen, das höchste Gut eines Parlamentariers , das „Vertrauen“ in die Demokratie ist dahin. Philipp Türmer brachte es auf dem Ordentlichen Bundesparteitag der SPD im Dezember 2023 in Berlin auf den Punkt: „Die Hütte brennt“.

    Zum Betrug bei unserer privatfinanzierten Altersvorsorge:
    Wir haben nichts umgangen, wir sind keine Betriebsrentner. Wir sind die Opfer einer Willkürpolitik , die sich aus dem eigenen Ersparten nachträglich selbst die Betriebsrente auszahlen würden, jedenfalls wird das gesetzlich so ausgelegt von den Krankenkassen. Chapeau, einfach genial, um Löcher in den Kassen zu stopfen. Erst animieren, dann kassieren ist hinterhältig. Für den Lebensabend vorsorgende Menschen werden von den Regierenden nachhaltig bestraft (was denkt man sich eigentlich dabei?), und da soll man noch den Regierenden vertrauen? Exodus ehemaliger Stammwähler ist die Folge! Und es werden täglich mehr werden …

    Die Gefahr für die Demokratie sind nicht wir Bürger, sondern unverantwortlich handelnde Volksvertreter. Solange diese Schandtat nicht rückgängig gemacht wird, auch für Alterträge!, wird die Hütte weiter brennen. Wir sind nicht dafür verantwortlich, wenn die Summen über einen bewusst hinausgezögerten Zeitraum von 20 Jahren kumulieren. Karl Lauterbach plädierte in seiner BT-Rede am 11.10.2018 „Krankenversicherungsbeiträge für Betriebsrenten“ noch für die Rückzahlung. In Regierungsverantwortung jedoch will er nichts mehr davon wissen. „Wir haben kein Geld“, klar, wenn man es in all den zurückliegenden Jahre mit vollen Händen ausgibt für alle anderen Dinge, die wir nicht zu verantworten haben. Den Kontakt zum Volk hat man längst verloren, Respektlosigkeit ist Teil des Regierungshandelns.

    Ich wünsche Ihnen ein gesundes, erfolgreiches Jahr 2024.

    Horst Debusmann
    63150 Heusenstamm

  • Ein frohes und gesundes Neues Jahr 2024!

    Ein frohes und gesundes Neues Jahr 2024!

    Liebe DVG-lerinnen und DVG-ler

    wir wünschen Euch, Euren Familien und Angehörigen

    sowie unseren Freunden und Förderen

    und allen unseren Lesern

    viel Glück und Gesundheit, Frieden sowie Kraft und Energie

    und ganz viel Optimimus für das und im Jahr 2024.

    Gemeinsam werden wir weiter kämpfen,

    für Demokratie und Gerechtigkeit, gegen politische Willkür und

    für die Wiederherstellung des Rechts in der Direktversicherung:

    pacta sunt servanda.

    Für den Vorstand des DVG e.V.

    Reiner Korth

    Bundesvorsitzender

    Foto: pixabay

  • Die CDU lässt  Betriebsrentner weiterhin im Stich

    Die CDU lässt Betriebsrentner weiterhin im Stich

    Generalsekretär Linnemann: “Weitere Entlastungen in der betrieblichen Altersversorgung (bAV) können wir nicht versprechen.” …

    von Reiner Korth 20.12.2023 …
    Foto: CDU

    Die Betriebsrentner sind und bleiben weiterhin die Betrogenen. “Weil die Finanzlage der Krankenkassen klamm ist, gibt es keinen Spielraum um die hohen Beitragszahlungen der Rentner mit der Doppelverbeitragung auf Direktversicherungen und auf Betriebsrenten zurückzunehmen…” , so der CDU Generalsekretär Carsten Linnemann im Gespräch mit dem DVG Bundesvorsitzenden Reiner Korth.

    Mit dem Freibetragsgesetz 2020 hatte die große Koalition für eine eher spärliche Entlastung der Betriebsrentner gesorgt, eine Minimallösung. Die CDU allerdings will das Thema betriebliche Altersversorgung nicht erneut anpacken, sieht keinen weiteren Spielraum.

    Bereits der CDU Parteitag 2018 hatte mit 1001 Stimmen “einstimmig” beschlossen, daß Arbeitnehmer in der Altersvorsorge nicht doppelt belastet werden dürfen. Weil sich im Folgejahr nichts bewegt hat, hatte die Parteibasis auf ihrem Parteitag 2019 erneut beschlossen – und wieder einstimmig – den Beschluss des CDU Parteitages vom 07.12.2018 zur Halbierung der Krankenversicherungsbeiträge von Betriebsrenten umzusetzen. Beiden Beschlüssen jedoch sind der Parteivorstand und die damalige CDU Bundeskanzlerin nicht gefolgt.

    Im neuen Grundsatzprogramm der CDU, das Carsten Linnemann jetzt in Berlin vorgestellt hat, wird das Thema betriebliche Altersversorgung dagegen nur noch sehr allgemein und nur sehr unverbindlich behandelt: “Da die gesetzliche Rente allein eine auskömmliche Alterssicherung in vielen Fällen nicht garantieren kann, wollen wir für alle eine verpflichtende kapitalgedeckte Altersvorsorge einführen”, schreibt die CDU. Wie konkret diese ausgestaltet wird, dazu sagt das Programm nichts aus. Und vor allem, was das Grundsatzprogramm freundlicherweise auch verschweigt, ist eine verbindliche Aussage dazu, wie hoch dann später die staatliche Abgabenlast in der Rentenbezugsphase sein wird.

    Über seine Pressesprecherin ließ CDU Generalsekretär Carsten Linnemann erklären:

    “Seit 2020 werden Betriebsrentnerinnen und Betriebsrentner durch einen Freibetrag um 1,2 Mrd. Euro entlastet. Das war vor allem der Verdienst der Unions-Parteien. Zuvor musste auch bei geringem Überschreiten der Freigrenze der volle Beitrag auf die gesamte Betriebsrente gezahlt werden. Wir sind uns bewusst, dass das nicht die gewünschte Lösung für alle Betroffenen ist, es ist aber eine erhebliche Verbesserung. Darüberhinausgehende Entlastungen können wir zum heutigen Zeitpunkt nicht versprechen. Es wäre zumindest unseriös, wenn wir es täten, angesichts der derzeitigen Haushaltslage.” (Zitatende)

    Die Parteikollegin MdB Gitta Conneman, CDU zugleich Vorsitzende der Mittelstandsvereingung der CDU (MIT) geht sogar noch einen Schritt weiter. In einer Antwort an den DVG schreibt G. Connemann, eine Rücknahme der Doppelverbeitragung sei auch deshalb nicht drin, weil:

    “So tragen Rentner bereits seit geraumer Zeit den Großteil ihrer Leistungsausgaben nicht mehr aus ihren Beiträgen. Das heißt im Umkehrschluss, dass dieser Beitrag, von der Solidargemeinschaft der Versicherten insgesamt getragen wird.”

    Damit allerdings schafft die CDU dann das Solidarprinzip in der Krankenversicherung ab. Einzelne vulnerable Gruppen, in diesem Falle die Rentner, sollen also aufgrund ihrer Krankheitsbildes und ihrer höheren Krankheitskosten mehr einzahlen als andere.

    So ist das also in diesem Land: weil die Krankenkassen der GKV ein Finanzierungsproblem haben, in hohem Maße verursacht durch die Bezahlung von versicherungsfremden Leistungen, müssen Betriebsrentner und Direktversicherte doppelt und dreifach einzahlen. Privatversicherte, wie Beamte, Politiker und Selbstständige, entziehen sich dem Solidarprinzip!

    Auf der anderen Seite diskutiert die Politik gerade das Thema “Rentnerarmut” in Deutschland. Der Durchschnittszahlbetrag der Rente (vor Steuern) beträgt 1.380 Euro. Und wenn sich dann der Rentner in seinem Arbeitsleben über die zweite und dritte Säule der Altersversorgung noch etwas dazugespart hat, dann muß er darauf hohe Abgaben zahlen. So schafft man Rentnerarmut nicht aus der Welt sondern zementiert diese weiterhin.

    Die jungen Arbeitnehmer (Generation Z) sollten also sehr genau nachrechnen vor dem Abschluß eines Vertrages zur betrieblichen Altersversorgung, was am Ende davon noch übrig bleibt. Trotz staatlicher Förderung geht die Rechnung überschlägig so: 20 % Krankenkassenabgabe, 15 bis 20 % persönliche Steuern, 2 Rentenpunkte weniger. Das summiert sich dann schon mal schnell zu einer Abgabenlast von bis zu 50 % auf. Bleibt die Frage, welche Förderung, welche Rendite kann diesen Verlust auffangen?

    Die CDU jedenfalls, so scheint es, ist nicht bereit, die horrenden Abgaben auf die betriebliche Altersversorgung (bAV) wieder zurückzunehmen. Der Arbeitnehmer und die Arbeitnehmerin, die heute einzahlen in die betriebliche Altersversorgung bleiben auch in Zukunft weiterhin die Dummen.

📁 Archiv – Dies ist eine Archiv-Version der alten DVG-Website (Stand August 2026). Inhalte können veraltet sein. Keine Anmeldung oder Registrierung möglich.  |  Zur aktuellen Website →